Hallo,
ich hätte da mal ein paar Fragen zur Osmoseanlage:
Was passiert mit der Wasserqualität, wenn die Membran altert? Verschlechtert sich nur das Verhältnis Abwasser/Permeat oder läßt die Membran auch irgendwann mehr Ionen durch?
Wie lange ist das Mischbettharz brauchbar? Ich habe dort inzwischen ca. 1000l Permeat hindurchgelassen und habe beim letzten Test steigende Silikatwerte festgestellt. Kann man das Harz irgendwie aufarbeiten oder muß es ersetzt werden?
Danke und beste Grüße
Alterung von Osmoseanlagen
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Hallo Peter,
das ist nicht eindeutig zu beantworten, weil es mehrere Faktoren gibt, die dort hineinspielen. Zum einen der Zustand der Membran. Sie sollte immer feucht gehalten werden und vor jedem Gebrauch ein paar Minuten gespült werden. Wenn sie ab und zu mal etwas trocken gefallen ist, dann können sich kleine Weitungen und Risse bilden, wo etwas Wasser nahezu ungefiltert durchgeht. Die Qualität des Reinwassers sinkt also und enthält mehr Ionen. Wenn die Membran zu wenig gespült wird und sich etwas zugesetzt hat, dann sinkt die Leistung, aber die Qualität sollte ungefähr gleich bleiben.
Alle sechs Monate etwa sollten jedoch die Filter der Osmose ausgetauscht werden, um die Verkeimungsgefahr zu senken.
Beim Harz kommt es darauf an, ob Du ein Mischbettharz oder eine Zweisäulenkonfiguration mit Anionentauscher und Kationentauscher hast. Die meisten haben normale Mischbettharz-Säulen, dort muss das Harz getauscht werden, wenn es verbraucht ist. Wann das verbraucht ist kommt auch viel auf die Säulenform und die Qualität der Osmose an. Bei mir hier in Düsseldorf etwa habe ich Leitungswasser mit ca. 500µS Leitwert, nach der Osmose ist der Wert schon auf 8 µS gesunken, das geht dann in eine hohe 3l-Säule mit Mischbettharz, danach ist der Leitwert nicht mehr messbar.
Wenn Du eine Harzkartusche mit einem Liter Inhalt hast, dann hast Du theoretisch 1500 Härteliter an Adsorptionsvermögen im Harzfilter. Theoretisch wohlgemerkt, denn zum einen bekommt man heute oft Harz, das schon mehrmals aufbereitet wurde und eine geringere Kapazität hat und zum anderen ist das Durchflußverhalten durch den Filter meist nicht optimal. Zusätzlich geht gerade Silikat schon wieder durch lange bevor die Kapazität des Harzes wirklich erschöpft ist. Bei mir kommt das Wasser mit 8µS in den Harzfilter, das entspricht etwa einem einem Härtegrad von einem Viertel. Theoretisch sollte ich also 3 x 1500 x /0,25 an Wasser erzeugen können. In der Praxis komme ich bei WEITEM nicht an diese Leistung heran und tausche das Harz nach einem Jahr aus. Dann habe ich nur ein paar Tausend Liter Osmosewasser gemacht und bin auf der sicheren Seite.
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Besten Dank!
Meine Anlage wurde gebraucht erworben und ich kenne die Pflege des Vorbesitzers nicht. Ich stelle nur fest, daß das Verhältnis Reinwasser/Abwasser immer schlechter wird und sich zunehmend Silikat im Wasser findet.
Ein Bißchen davon ist mit Hinblick auf meine zahlreichen Schwämme erstmal nicht so schlimm, mittlerweile zeigen sich aber auch wieder einige Kieselalgen.
Insofern werde ich nun wohl Membran und Mischbettharz tauschen. -
Hi Peter
wie Kalkhaltig ist den Dein Leitungswasser, wenn Du viel Kalk im Wasser hast, würde ich einen Entkalker vor die Osmose setzen, Deine Membrane
hält so viel länger.
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also man kann Membranen auch mit Zitronensäure entkalken.
das Verhältnis wird dann wieder besser, es kann aber auch passieren das dann verstopfte Defekte in der membran aufgehen und erstrecht kieselsäure im wasser ist.
am einfachsten mal denn leitwert nach der Osmose messen.
aber Membranen halten halt auch nicht ewig und neue gibts für 50€Gruss
Markus
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