Guten Morgen zusammen,
vor drei Jahren hielten 4 Gramma loreto Einzug in unser Becken. Nach ca. 5 Monaten verstarb das Männchen an einer bakteriellen Infektion. Er schleppte immer die abgelegten Garnelenhäute in seine Höhle, das war vermutlich der Grund für die Erkrankung. Seit dem lebten die drei übrigen friedlich zusammen. Ein anderes Tier übernahm die Rolle des Männchens und alles war friedlich. Seid drei Tagen wird ein Tier von dem Männchen und dem anderen Weibchen aufs übelste gemobbt, gejagdt und in seinen Verstecken aufgespürt um es zu piesacken....... Was ist da passiert ? Hat das Weibchen einen Geschlechtswechsel durchgemacht ? Besteht die Chance auf einen nochmaligen Wechsel oder ist das jetzt das traurige Ende des Grammas ? Heraus bekommena wir ihn nie...
Gramma loreto mobbing
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.... danke für eure Einschätzung
liebe GrüßeBeate
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Hi Beate
es kann sein, das 2 Weibchen sich zum Männchen umwandeln, das gibt dann natürlich Stress, ob sich Grammas wieder zurück wandeln können, kann ich Dir leider nicht sagen.

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Hallo Beat,
es kann auch sein dass abgelaicht wurde und das Paar ein Gelege verteidigt. Vileicht findest du das Eierbündel?
Ich werde ja immer von meinem g. loreto gemoppt, beim Wasserwechsel beisst der immer in meine Finger
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Hallo Lutz und Ewald,
Die drei hatten ja jetzt 3 Jahre lang eine menage a trois ohne jeden Stress. Das Männchen hat abwechselnd ein Weibchen in sein Versteck gelockt und nach dem ablaichen haben sich die Mädels .
.nicht mehr für das Gelege und das Männchen interessiert. Den gemobbten aGramma hab ich jetzt schon 2 Tage gar nicht mehr gesehen. Entweder er klemmt in einer Ritze und traut sich gar nicht mehr raus oder...... Ach das ist wirklich traurig.
Liebe Grüße
Beate -
Hallo Beate,
die Reaktion der Fische ist nicht selten. Grammas sollten protogyne Hermaphroditen sein. Ich sage bewusst „sollten“ Irgendwo geistert eine wissenschaftliche Studie umher, die beweisen soll, dass dem vielleicht nicht so ist, und die Tiere zwar im juvenilen Stadium protogyn hermaphroditisch veranlagt sind, aber beim Erreichen des geschlechtsreifen Stadiums diese Veranlagung verlieren und dann jeweils als Männchen oder Weibchen unterwegs sind. Das aber nur am Rande.
Wenn wir aber davon ausgehen, dass bei protogynen Grammas Weibchen ins männliche Geschlecht wechseln, das dominantere Tier (größere Weibchen) wird zum Männchen und daraus eine stabile Gruppe (1 männliches Tier und mehrere Weibchen) entstehen kann, wird das nicht immer so bleiben. In der Natur wie auch im Aquarium wird beim Nachlassen des Männchens das stärkste Weibchen das Geschlecht wechseln und fortan als männliches Tier die Gruppe dominieren. So weit, so gut. In Deinem Fall scheint die Konstellation von 1 Männchen und 2 weiblichen Tieren über lange Zeit gehalten zu haben. Denn sonst hätte es schon früher Zoff gegeben. Obwohl, wenn ich in punkto Annäherung, das Verhalten meiner beiden Gramma melacara so betrachte, scheint zeitlich die Festlegung der Geschlechter auch nicht besonders schnell voranzugehen. Es ziiieeht sich gewaltig…..
Im vorliegenden Fall nehme ich an, dass die nachlassende Präsenz des Männchens (intensivere Aufmerksamkeit für Weibchen Nr. 1 bzw. geringere Aufmerksamkeit für Weibchen Nr. 2 ) zum Geschlechterwechsel geführt hat. Der permanente Druck war nicht mehr vorhanden. Ansatzweise genügt das bereits, um solche Attacken auszulösen. In einem ausreichend großen Becken mit gut strukturiertem Riff (viele Höhlen und Spalten) ist es wahrscheinlich möglich, 2 kleine Gruppen Grammas zu pflegen. Ich habe es selbst nie versucht. Da diese Tiere in der Natur in losen Verbänden nicht weit von einander leben, ist dieser Gedanke nicht abwegig. Die Frage ist, was würde geschehen, wenn zur Lösung Deines Problems, 2-3 juvenile Tiere zugesetzt werden? Werden die Neuankömmlinge sofort vom alten Paar vereinnahmt, oder bekommt das vertrieben Männchen noch eine (kleine) Chance eine weitere Gruppe zu bilden? Jetzt das bitte nicht als alleinige Lösung verstehen. Es ist nur ein hypothetischer Gedanke. Und auch nur praktikabel, wenn die Größe des Beckens angemessen ist.
Gruß
Hajo -
Hallo Hajo,
danke für deine ausführliche Antwort.
Den 3. Gramma sehe ich ganz selten durch das Riff huschen. Die anderen beiden lassen ihn jetzt zum Glück in Ruhe wenn sie ihn nicht sehen. Anfangs haben sie ihn ja richtig gesucht um ihn dann zu mobben. Unser Becken hat zwar 800 Liter und ein richtig hohes Riff (85cm) mit reichlich Höhlen, da wir aber auf Doktoren und andere Freischwimmer ganz verzichtet haben (nur der H.chrysus schwimmt kaum imRiff) sind die Höhlen und Spalten auch gut besucht. Ich hab kein gutes Gefühl dabei Jungtiere dazu zu setzen. Ich hab Angst, dass die auch Dresche beziehen. Ich hoffe immer noch auf eine Wiederversöhnung, obwohl doe wohl eher unwahrscheinlich ist, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. Riff) -
Aah,
ich hab immer Probleme mit dem Text. Ich kann ihn nicht korrigieren und nicht die Zeile wechseln.
Deshalb hier der nachträgliche Gruß
Beate -
Hallo Beate,
Über das Nachsetzen einiger Jungtiere habe ich noch keine negativen Berichte lesen können. Es wird immer oefter von einer stressfreie Integration von juvenilen Tieren in die vorhandene soziale Struktur einer bestehenden Gruppe gesprochen. Deswegen bin ich vorsichtig optimistisch, in welche Richtung das geht: Anbindung an das vorhandene Paar und/oder eine Bildung einer 2. funktionierenden Gruppe. Ich kann so etwas nicht absolut vorhersagen. Moechte mich daher auch nicht festlegen. Aus Interesse an den Grammas, und aus Neugier an der geschlechtsspezifischen Lösung ihrer "hauseigenen Veranlagung" und aus Kenntnis mir bekannter Erfolge, wuerde ich persoenlich einen Versuch wagen. Aber nur unter der Premisse, ihr bestimmtes soziales Verhalten zu erlernen. Wenn dieser eigene Antrieb fehlen sollte oder diese Neugier weniger im Vordergrund steht, ist die Paarhaltung die bessere Variante. Da kann man nichts falsch machen. Es ist nur nicht so interessant und auch weniger aufschlussreich.
Gruss
Hajo -
Hallo Hajo,
ich werde mir das gründlich überlegen. Danke für deinen Rat. Wenn die Chance besteht das Gramma 3 dann eventuell wieder frei schwimmen kann ohne verjagt zu werden..... Aber da er ja quasi unsichtbar ist, wird er wohl auch keins der Jungtiere an sich binden können... ? Aber letztendlich macht da wohl nur der Versuch klug. Dann gilt es "nur" noch wirklich junge Grammas aufzutreiben. Ich werde hier noch einmal berichten wie ich mich entsvhieden habe und was draus geworden ist.
salzige Grüße
Beate -
Einen schönen Samstag zusammen,
ich habe am Dienstag bei meinem Händler das Lebendfutter abgeholt und....... wunderschöne kleine Gramma loretos entdeckt. Da konnte ich dann nicht widerstehen und habe drei Schönheiten mitgenommen. Mit dem Erfolg, dass ich seitdem 4 unsichtbare Grammas im Riff hocken habe. Der alte und zwei kleine huschen beim Füttern vor ihren Verstecken herum um dann gleich wieder zu verschwinden. Den dritten Kleinen habe ich überhaupt noch nicht gesehen. Der scheint sein Versteck im nicht einsehbaren Bereich zu haben. Tag 5 des Grammawiedereingliederungsversuch ist also noch nicht wirklich zufriedenstellend. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss.
Ich werde berichten wie es weiter geht. Drückt die Daumen
Ein schönes WE euch allen
Beate
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