T5-Röhrenwechsel

  • Hallo,

    alle Fragen immer nach dem Vorgehen bei einem Brennerwechsel - hat sich eigentlich jemand schon mal die Frage gestellt, wie man den wechsel aller Röhren bei zB den ATI-Powerbalken vornimmt wenn das Aquarium nur mit T5 beleuchtet wird?

    Ist es eigentlich auch bei den T5-Lampen notwendig die Beleuchtungsstärke nach dem Röhrenwechsel durch höherhängen der Lampe zu reduzieren oder ist das unnötig, weil durch die Leuchtstoffröhren die Lichtmenge nicht so auf einn Punkt konzentriert ist und besser verteilt wird.

    Wenn es doch notwendig sein sollte, dann könnte man ja die Röhren einzeln tauschen - d.h. alle 2-3 Tage eine Röhre

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo Frank
    Über meinem Becken sind 42 Stck.T5 Röhren installiert.( 40 X 54 W , 2 X 39 W )Wenn der Wechsel ansteht , werden alle Röhren an einem Tag ausgetauscht.Ich habe nun schon einige Röhrenwechsel hinter mich gebracht u. kann aus Erfahrung sagen , daß ein Höherhängen der Beleuchtung nicht notwendig ist . Meine SPS " verkraften " den Wechsel ohne jedes Problem u. nach einigen Tagen ist jedesmal , nach dem obligatorischen Farbrückgang , eine Farbverbesserung zu bemerken.
    Gruß Bernd

  • Hallo Frank,

    im Gegensatz zur Beleuchtung mit Halogenmetalldampflampen, ist der UV-Anteil bei den Leuchtstofflampen nur sehr geringer. Deshalb ist auch die Gefahr eines "Verbrennens" wie sie teilweise nach einem Brennerwechsel passieren kann, bei den Leuchtstoffröhren gar nicht so gegeben. Hinzu kommt noch das die Farbstabilität bei den meisten Leuchtstoffröhren wesentlich höher ist, als bei vielen Brennern.
    Eine Sun verliert nach 5000 Std. mal gerade 500 Kelvin. Eine blaue Röhre (450nm) leuchtet auch nach langer Zeit noch Blau (450nm). Sie tut es eben nur je nach Brennzeit entsprechend schwächer.
    Man kann also sagen, dass ein Wechsel der Leuchtmittel bei Röhren wesentlich unproblematischer ist als bei Brennern. Dies zeigt auch die bisherige Praxis.

    Viele Grüße
    Oliver

  • HAllo,

    danke für die Antworten - das höhrt sich ja gut an, da hab ich also doch keinen Fehler gemacht :]
    Der Unterschied der wahrgenommenen Helligkeit von meinen 9 Monate alten Aquablue zu den neuen Aquablue spezial ist doch schon gewaltig. Auch bilden sich im Moment an einigen Stellen kleine (Luft-)bläschen, das dürfte wohl bedeuten, daß jetzt durch den Röhrenwechsel die Photosynthese ein wenig angekurbelt worden ist - oder irre ich mich da?
    Einige der Bläschen sind an Halimeda-Algen, andere kann ich am Lebendgestein sehen. Ist das eigentlich normal?

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank,

    nun, der Unterschied zwischen einer Aquablue der alten Generation und der neuen Aquablue spezial ist ja schon mit 20% recht hoch. Der tatsächliche Unterschied zu den 9 Monaten alten Röhren dürfte bei satten 50% liegen. Bei einem derartigem Unterschied sind natürlich auch die Auswirkungen auf das gesamte Aquarium nicht unerheblich.
    Eine verstärkte Bildung von Bläschen ist vorübergehend nicht ungewöhnlich. Es kommt eben an vielen Stellen nun Licht hin, wo früher wesentlich weniger Licht war. An diesen Stellen haben sich nun die "Umweltbedingungen" (nun mehr Licht) geändert und deshalb können hier auch dann eben neue photoaktive Stoffwechselprozesse ablaufen. Dies ist nur normal. Trotzdem ist eine Anhebung der Beleuchtung von fast satten 50% nicht ganz ungefährlich. Zumindest würde ich in Deinem Fall (Probleme mit Acropora) verstärkt beobachten oder eventuell doch 1/3 der neuen Röhren erst nach ein paar Wochen hinzuschalten.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Hallo Oliver

    "im Gegensatz zur Beleuchtung mit Halogenmetalldampflampen, ist der UV-Anteil
    bei den Leuchtstofflampen nur sehr geringer."

    DAFÜR hat der der Brenner eine zusätzliche UV-absorbiernde Glasscheibe....

    "Deshalb ist auch die Gefahr eines "Verbrennens" wie sie teilweise nach einem
    Brennerwechsel passieren kann, bei den Leuchtstoffröhren gar nicht so gegeben."

    So etwas gibt es auch bei einem Brennerwechsel nicht....Die Tiere reagieren lediglich
    vorübergehend auf die höhere Lichtintensität....

    "Hinzu kommt noch das die Farbstabilität bei den meisten Leuchtstoffröhren
    wesentlich höher ist, als bei vielen Brennern."

    Dies haben wir durch diverse Messungen widerlegt....

    "Eine Sun verliert nach 5000 Std. mal gerade 500 Kelvin."

    Insbesondere Brenner im Kelvin-Bereich wie die SUN sind über mindestens eine genau so lange Zeit stabil.
    Das ist aus physikalischen Gründen auch nicht verwunderlich.

    "Eine blaue Röhre (450nm) leuchtet auch nach langer Zeit noch Blau (450nm).
    Sie tut es eben nur je nach Brennzeit entsprechend schwächer."

    Und genau so verhält es sich mit einem blauen Brenner...


    "Man kann also sagen, dass ein Wechsel der Leuchtmittel bei Röhren wesentlich unproblematischer
    ist als bei Brennern. Dies zeigt auch die bisherige Praxis."

    Dies widerspricht nicht nur der Theorie sondern auch nicht nur meiner Praxis....

    Grüße, Rainer

  • Zitat

    Original von Rainer
    "Deshalb ist auch die Gefahr eines "Verbrennens" wie sie teilweise nach einem
    Brennerwechsel passieren kann, bei den Leuchtstoffröhren gar nicht so gegeben."

    So etwas gibt es auch bei einem Brennerwechsel nicht....Die Tiere reagieren lediglich
    vorübergehend auf die höhere Lichtintensität....


    Hallo Rainer,
    genau das ist mir aber beim Wechsel von ab 10.000 auf BLV 10.000 250W HQI's passiert.
    Komisch :confused_face:

    Ergänzung: Mit versch. SPS.

    Einmal editiert, zuletzt von KS (27. August 2003 um 01:55)

  • Zitat

    Original von KS

    genau das ist mir aber beim Wechsel von ab 10.000 auf BLV 10.000 250W HQI's passiert.
    Komisch :confused_face:

    Ergänzung: Mit versch. SPS.

    Hallo Klaus,
    was ist denn da passiert? "Verbrannt" wurden die Tiere mit Sicherheit nicht...
    Natürlich kann es partiell bei einem Brennerwechsel zu einem "Lichtschock" kommen, insbesondere,
    wenn man einen ausgelutschten Brenner gegen einen neuen austauscht und eine Koralle
    im "Intensivbereich" des Brenners steht. Bei der diffusen gleichmäßigen Beleuchtung
    mit Röhren ist in der Tat diese Gefahr weniger gegeben.
    Dies ist aber allein ein Problem der Lichtfokusierung der HQI gegenüber der Röhren
    und hat nichts mit dem Leuchtstoffmedium zu tun....
    Und eine "gesunde" Koralle in einem "gesunden" Becken übersteht das problemlos. Trotzdem hängt man
    Vorsichtshalber hängt man bei Sensibelchen die HQI nach Brennerwechsel ein bißchen Höher.
    Grüße, Rainer

  • Lieber Rainer,

    wenn Du Dir die unmittelbaren Emissionsspektren von typischen Brennern für die Aquaristik anschaust(z.B. auf: http://www.advancedaquarist.com/issues/nov2002/feature2.htm ), wirst auch Du mir bestätigen müssen, das der UV-Anteil (insbesondere der Peak um 355 -360nm) wesentlich höher als bei Leuchtstofflampen ist. Schon ab 350nm können zellschädigende Wirkungen auftreten. Natürlich benutzen Brenner auch ein UV-absorbierendes Glas, allerdings verläuft hier die Transmission erst bei 350nm. Hier liegt das eigentliche Problem. Die Filterscheiben vieler Leuchten benutzen das gleiche. Filterglas das schon bei 390-400nm dicht machen würde, wäre auch wesentlich teurer.
    Der größte Unterschied bei einem Brennerwechsel ist im kurzwelligem Bereich. Hier erfahren die Korallen den größten spektralen Unterschied. Gerade aber dieser Unterschied im UV-Bereich ist für die Korallen eine Herausforderung. Es müssen schnell UV-Schutzverbindungen synthetisiert werden bevor eine Schädigung einsetzt. Hier liegt das größte Problem bei einem Brennerwechsel.
    Die ledigliche erhöhte generelle Lichtleistung stellt Korallen in der Regel weniger vor größeren Problemen. Diese sind in der Natur auch üblich (z.B. Regenzeit, Sommerzeit) und Korallen sind diesbezüglich sehr anpassungsfähig, indem Sie z.B. die Quantität und die räumliche Anordnung der wirtseigenen Pigmente ändern.

    Natürlich ist der Daylight-Brenner eines der stabilsten Brenner in Bezug auf Farbtemperatur. In der Riffaquaristik werden jedoch häufig "Spezialbrenner" mit hoher Kelvinzahl verwendet. Und hier ist die Stabilität eben nicht so hoch. Ich dachte eigentlich das dies bekannt sei.
    Unsere neue Sun arbeitet übrigens jetzt auf der Basis der Dreibanden-Technik (trotzdem CRI von 92) und ist nun wesentlich farbstabiler als früher.

    Warum hängen denn viele aus Vorsicht die Brenner bei einem Wechsel höher ? Weil nie etwas passiert ist ? Bitte Rainer, ich weiß das Du es auch besser weißt...

    Viele Grüße
    Oliver

  • Hallo Oliver,

    ich verstehe jetzt nicht wieso die Sun nun mit 3-Banden Technik arbeitet. Früher wurde geschrieben(auch Du), daß dies 1B Röhren wären. Wo ist der Unterschied bei der Sun. Danke für deine Ausführungen.

    Gruß Ramon

    Zitat

    Original von Oliver Pritzel

    Unsere neue Sun arbeitet übrigens jetzt auf der Basis der Dreibanden-Technik (trotzdem CRI von 92) und ist nun wesentlich farbstabiler als früher.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Hallo Rainer,
    versch. Steinkorallen ausgebleicht, weiß, tot :angry_face:
    Ausgelutscht waren die Brenner nicht, da ich immer nach ca. 8 Monaten gewechselt habe.

    2 Mal editiert, zuletzt von KS (27. August 2003 um 11:26)

  • Hallo,

    kann mir mal jemand erklären ob und wenn ja warum nun 3 Band Röhren nicht mehr von Minderwertiger Qualität und nun aufeinmal kein Rückschritt mehr sein sollen gegenüber den 5Band Röhren wie sonst immer geschrieben wurde?

    MfG Ramon

    Einmal editiert, zuletzt von Ramon (27. August 2003 um 13:52)

  • Hallo Ramon,

    Dreibanden Röhren waren noch nie von minderwertiger Qualität.
    Sie haben allerdings nur 1B Farbwiedergabequalitäten (z.B. Osram FQ 860) erzielen können. Deshalb hat man bei Lichtfarben, bei denen auf eine hohe Farbwiedergabe wert gelegt wurde, mit der fünfbanden-Technik gearbeitet. So konnte man dann auch 1A Farbwiedergabenqualitäten (z.B. alte Sun) erreichen.
    Bei den T5 high output Röhren(39,54,80 Watt), wie man Sie auch in der Aquaristik verwendet, ist jedoch die Wandbelastung der Röhren recht hoch und die 5-banden Technik hat sich hier als nicht sehr stabil erwiesen, was dann eben auch zu verstärkten Lichtstromrückgängen geführt hatte.
    Die Dreibandentechnik ist hier wesentlich stabiler, was man auch an den geringen Lichtstromrückgängen von z.b. einer Osram FQ 860 sehen kann.
    Entscheident ist jetzt eigentlich nur, das nun verbesserte Leuchtstoffe zum Einsatz kommen, die auch trotz Dreibandentechnik (höherer Lichtstrom und höhere Stabilität) auch zu einer 1A Farbwiedergabe (CRI von 92) führen.
    Wenn man sich diese Vorteile vor Augen führt, ist die Anwendung von Dreibandenröhren eben jetzt wesentlich interessanter als früher. Man hat eben jetzt einen verbesserten Lichtstrom und eine höhere Stabilität und trotzdem eine 1A Farbwiedergabe.

    Grüße
    Oliver

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