Sind wir gut oder böse???

  • Hallo Ihr salzigen !!

    Da ich vorhin im Fernsehen einen Teil einer Meeressendung gesehen habe ist mir mal wieder die Frage gekommen wie es denn jetzt eigentlich um unsere Meere bzw. Riffe steht. In den Sendungen wird ja in den meisten Fällen immer nur das schöne gezeigt. In den Lektüren steht aber sehr viel von der Gefährdung von zum Beispiel Überfischung, Bauarbeiten, oder den Methoden der Fänger mit zum Beispiel Gift usw.
    Und wie sieht es mit uns Aquarianern aus. Auf der einen Seite denke ich mir wir tun den Riffen nichts gutes wenn wir die Korallen bzw. Fische kaufen, sie sollten lieber da bleiben wo sie hingehören - ins Meer. Auf der anderen Seite denke ich mir ist jeder der sich das teure Hobby Meeresaquaristik annimmt ein bewußter Tierfreund und er kümmert und beschäftigt sich mehr mit der Natur und den Fischen als manch anderer der dort nur in den Urlaub hinfährt. Also:

    Wie steht es um unsere Meere und Riffe ? Und was bewirken wir durch unser Hobby damit?

    Freue mich auf Eure Meinung.

    Grüße aus Wien

    Stefan !!!

  • hi

    weis nicht ! kenne euch ja nicht :face_with_tongue:

    "wir" sind beides, und es wird riffe geben,wenn es die menschen längst nimmer gibt.

    lg

    helmut (der gute böse)

  • Hai,
    ein sehr gutes Thema!
    da ich vorbehaltslos wohl auch zu den 'Schädlingen' der Riffe gehöre, beschäftigt mich das Thema bei jedem Kauf eines Tieres.
    Klingt da nicht bei jedem von uns bei einem Kauf im Hintergrund die Glocke der Schuldigkeit? Bei mir schon....:-))
    Vor die Wahl gestellt, ob ich heute nach 4 Jahren meiner 'Leidenschaft' nochmals dieses 'Hobby' betreiben würde, käme ein klares Nein!

    Wenn ich solche Sätze wie bei Fossa & Nielsen oder Sprung, Delbeek in der Einleitung oder Abspann lese: Wir danken den Aquarianern, welche sich um das Hobby der Riffaquaristik verdient gemacht haben.....blabla...um die Verringerung der Naturentnahmen...blabla...usw., dann kommt mir das Grausen.
    Wobei jedem Autoren, der solche Bücher verfaßt, meine absolute Hochachtung gebührt.
    Ich lese diese Bücher heutzutage allerdings anders wie zu Beginn meiner 'Laufbahn'.
    Jeder Aquarianer ist ein Schädling, denn kein Tier, das in irgend einem Becken ist, lebt wohl länger und schöner als in der Natur....;vielleicht nicht ganz so gefährlich. Und jeder hat schon das ein oder andere Tier umgebracht, sei es aus Dilletantismus, Versuch oder dem Glauben, beim Kauf dem Tier eine bessere Umgebung zu bieten; ich nehme mich dabei in keinem Punkt aus.
    Wie lange, auf die Lebenszeit der Korallen gerechnet, steht ein Aquarium bei jemandem??. Sowas wird eben nicht vererbt wie eine Immobilie, auch die den Inhalt des Beckens am Leben erhaltende Technik ist in keinster Weise 'naturgemäß'.
    Meerschweinchen, Hund , Katze, Vogel, Pferd,diese Haltung ist in Ordnung, da die Lebensspanne selbiger Tiere überschaubar ist.
    Aber bei 'niederen Tieren'??
    Wobei wahrscheinlich der Aquarianer selbst nur den geringsten Anteil an der Zerstörung der Riffe trägt; den größten Anteil kann sich die Menschheit zugute schreiben, Umweltkatastrophen, Tourismus usw....
    Ich bin schon seit langem am überlegen, ob ich den Tauchschein machen soll oder möchte.
    Aber ich bin zu der Einsicht gelangt, mir reicht es, wenn ich die Riffe im Fernsehen, auf DVD oder sonstwas sehe. Das Riff braucht mich nicht als Störenfried....
    in diesem Sinne
    Stefan
    Servus
    Stefan

    Servus
    Stefan

  • aloha, stefan und claudia

    die these, dass jeder, der sich des teuren hobbies meeresaquaristik annehme, ein bewusster tierfreund sei, ist ungefähr so logisch begründet wie die, dass es bei christen keinen ehebruch gäbe.

    das gebot "du sollst nicht ehebruch begehen" macht nur dann einen sinn, wenn es tatsächlich ehebruch gibt, ebenso wie der appell an den tierschutzgedanken nur dann sinn macht, wenn er ansonsten missachtet wird.

    abgesehen von in manchem fall gegebenem rein wissenschaftlichem interesse ist es bei uns die pure lust daran, bestimmte lebewesen im wohnzimmer zu haben. wiederum abgesehen davon stellt sich nach meiner auffassung die frage nach gut oder böse nicht wirklich, denn es kommt nicht darauf an, ob man tiere benutzt, sondern auf die frage, ob man es verantwortungsbewusst tut und sich dabei nicht in die eigene tasche lügt. wie z.b. durch solche fragen.

    beste grüße
    y.

  • Zitat

    Original von yurian
    aloha, stefan und claudia

    abgesehen von in manchem fall gegebenem rein wissenschaftlichem interesse ist es bei uns die pure lust daran, bestimmte lebewesen im wohnzimmer zu haben. wiederum abgesehen davon stellt sich nach meiner auffassung die frage nach gut oder böse nicht wirklich, denn es kommt nicht darauf an, ob man tiere benutzt, sondern auf die frage, ob man es verantwortungsbewusst tut und sich dabei nicht in die eigene tasche lügt. wie z.b. durch solche fragen.

    beste grüße
    y.


    Alohahe Yurian,
    ...und spätestens bei der Frage des Verantwortungsbewußtseins hört es auf. Die Lebensspanne der 'Insassen' des Beckens ist von Natur aus halt 'ewig', im Gegensatz zur Meinung des geneigten 'Hobbyisten', der seinen Besitzdrang im Höchstfall einige Jahrzehnte ausleben kann.
    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Also ich denke mir das niemand das Hobby Meeresaquaristik betreibt und dann später sagt das er jetzt keine Lust mehr hat und alles ins Klo spült oder die Korallen wegschmeißt. Er lößt sein AQ auf und gibt es weiter das ist was anderes. Auch da gibt es wieder den unterschied zu Katz und Hund. Die werden natürlich öfters ausgesetzt, aber Fische?? Nun gut ich bin noch nicht so lange dabei vielleicht gibt es Leute die sowas machen.

    Desweiteren denke ich mir das es im Meer für jedes Lebewesen Feinde gibt. Aber kein Mensch kauft sich Ein Fisch/Koralle und den passenden Feind dazu. Sicherlich sind unsere AQ alle zu klein und sie bräuchten mehr Platz aber glaubt ihr nicht das es Ihnen wenigstens ein wenig gut geht bei uns?

    Ihr seid also der Meinung das ich mit der Meeresaquaristik jetzt aufhören sollte weil ich mir neben der Freude auch ein wenig Sorgen um mein Stück Meer mache?
    Ich finde das jedem der sich um was sorgen macht auch was an der Sache liegt.
    So werde ich gleich zum Beispiel versuchen die Dino Pest zu bekämpfen damit es allem im Wasser noch besser geht.

    Gruß Stefan

  • Hallo,

    ich finde die ethische Bewertung eines solchen Hobbys auch sehr schwierig. Denn ich sehe da lauter einerseits - andererseits.

    Einerseits pflegen wir Tiere, die dafür aus den Biotopen entfernt werden. Anderseits, was ist so schlimm daran, wenn sie ausreichend im Biotop nachwachsen. Schließlich wird auch in großem Maßstab für den Kochtop gefischt. Auch in Riffen. Fisch auf dem Teller ist in Ordnung, der im Aquarium aber nicht? Damit hätte ich mental Probleme.

    Einerseits werden aus unserer Veranlassung teilweise Schäden durch Giftfang o.ä. angerichtet, andererseits schaffen wir einige Arbeitsplätze in ziemlich armen Weltgegenden.

    Ich meine, solange die Naturentnahme "nachhaltig" passiert (Viecher wachsen wieder nach), habe ich damit nicht so die Probleme. Da schließe ich mich einer Aussage an, die ich mal irgendwo aufgeschnappt habe: Aquaristik ist weniger ein Artenschutzproblem, es ist mehr ein Tierschutzproblem. Übrigens so ähnlich wie oft die Schildkröten- oder Vogelhaltung.

    Bezüglich der Lebensspanne, es werden ja auch reichlich Ableger verteilt. Ableger der ursprünglichen Stüberschen Acropora sollen heute noch kursieren. Und wenn dann wirklich mal ein paar Korallen eingehen, machen wir uns ähnliche Gedanken über Nacktschnecken, die uns den Salat wegfuttern? Nee, die werden bedenkenlos mit Bierfallen und was weiß ich weggemeuchelt.

    Da ist sie wieder, die Schizophrenie, die genau zwischen Haus-, Nutz- und Schadtieren unterscheidet. :confused_face:

    Gruß

  • Hallo all,

    endlich, nach all dem Sommerloch - Geschwätz (Forumsgebühr etc.), wieder mal ein interessantes Thema :))

    Es ist ehrlich gesagt sehr heikel dazu einen vernünftigen Standpunkt zu beziehen, da ich meinerseits schon lange mit dieser Thematik umgehe. Soviel vorab - es wirft kein gutes Licht auf unser Hobby und ich denke das wir schon seit Jahren mit Argwohn beobachtet werden.

    Wenn ich mal ehrlich sein soll stimmt mich der derzeitige Trend in der Meerwasseraquaristik sehr nachdenklich, ja gerade zu traurig.
    Der Trend nach dem - immer größer/immer schöner - ist ja noch nachvollziehbar, der Ruf nach immer neuen und ausgefalleneren ist es nicht mehr. Da werden immer noch immense Mengen an Fischen und anderen Tieren importiert welche auf dauer eh keiner in seiner Pfütze pflegen, ganz zu schweigen nachziehen kann. Ich denke hier vor allen an die ganzen Doktor-, Kaiser-,Drückerfische und Zackenbarsche etc. Wenn man dann im Händlerbecken diese jämerlichen, verängstigten Fische sieht und daran denkt das es ja nur ein bruchteil bis ins heimische Becken schafft, dort vielleicht auch gerade mal ein paar Tage oder Wochen überlebt - da wird man schon etwas nachdenklich. Wo sind sie denn die Aquarianer die sich mit der Nachzucht (und darum sollte es uns doch allen gehen - oder???????) besagter Fische beschäftigen?! Da werden solche Fische immer noch als Einzelltiere gehalten - sozusagen Einzellhaft bis ans Ende ihres Lebens :angry_face: Hier versteckt man sich dann hinter Schutzbehauptungen das es nicht möglich ist von diesen Tieren mehrere Exemplare zusammen zu halten - aber die Finger von solchen Tieren will auch keiner lassen. Selbst Fischarten welche heute schon im Aquarium vermehrt werden können finden keine weitere Verbreitung, sie sind halt nicht mehr aufregend genug. Nachgezogene Anemonenfische habe ich schon im Händlerbecken vergammeln sehen weil sie keiner haben wollte - angeblich weil die Naturentnahmen farbenprächtiger sind und billiger noch dazu - ein bedenklicher Trend!!!!!! Da werden ja gar keine Anstrengungen unternommen um diese Fischarten nachzuziehen und damit Naturentnahmen zu beschränken. Wenn ich dann solche Sätze lese wie " ich habe ein 3000 Liter Korallenriffaquarium, darin pflege ich u. a. 1 Pseudochromis fridmannii, 1 Gelben Doktor, 1 Palettendoktor, 1 etc. " wird mir ganz schlecht und ich möchte solchen Leuten am liebsten raten mit diesem Hobby aufzuhören. So sieht sie nämlich aus - die Verbrauchsaquaristik auf welche wir derzeit zusteuern. Wir sollten im interesse unserer Liebhaberei uns in der auswahl unserer Tiere selbst beschränken - lassen wir doch jene Tierarten im Riff welche wir in unseren Aquarien eh nicht nachziehen können. Wir sollten uns darauf konzentrieren nur noch die Arten zu pflegen denen wir auf Dauer ihres daseins eine Artgerechte Unterbringung gewährleisten können und wir müssen verstärkt versuchen diese Arten nachzuziehen um von Naturentnahmen weitestgehend unabhängig zu werden. Nur so können wir auch in zukunft noch erhobenen Hauptes in die Meerwasserabteilung unseres Zoofachgeschäftes gehen - ohne mit diesem schlechten Gewissen wieder ein Stück Natur entwendet zu haben.

    Dies ist natürlich meine eigene persönliche Meinung, ich bin auch nicht ohne Fehl - und Tadel und auch ich habe in der vergangenheit Verluste unter meinen Tieren gehabt. Aber ich habe daraus gelernt und meine konsequenzen gezogen - ich weis inzwischen welche Tiere im Geschäft (oder besser im Meer) bleiben sollten.

    Wir haben es noch selbst in der Hand (ich meine bevor es irgend ein Gesetz tut) an dem derzeitigen Misstand etwas zu ändern!
    Die Züchter von Stein - und Weichkorallen machen es uns doch vor, es geht und wir werden hier immer unabhängiger von Naturentnahmen.
    Wir müssen nun diese Anstrengungen auch bei den anderen Riffbewohnern unternehmen, hier müssen dringend Nachzuchterfolge her, wir müssen auch hier das Bewustsein stärken das es viel besser und immens wichtig ist Nachzuchtiere in Gruppenhaltung als ein kunderbuntes Sammelsurium aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissener Kreaturen noch dazu in Einzelhaltung zu pflegen. Wir müssen weg von den immensen Naturentnahmen - weg von der Verbrauchsaquaristik.

    Gruß
    Udo

  • HAllo Allerseits

    In einem gesunden Riff ist der limitierende Faktor die Besiedlungsfläche.
    Die Vermehrung der Korallen ist so ausgelegt dass ein imenser Überschuss produziert wird und ein freier Siedlungsraum sofort wieder besetzt wird.
    Nach den letzten schweren El Ninos wurde eine sehr schnelle eher unerwartete Regeneration beobachtet.
    Bleibt aber abzuwarten wie es sich mit den immer kürzreen Intervallen verhält.

    Bei Fischen ist es so dass die Reviere und Versteckmöglichkeiten die Fischpopulation beschränken. Fällt ein erwachener Fisch aus so wird dieses Revier sofort wieder besetzt. Dafür schwimmen meist schon eine Vielzahl juvenieler Fische mit anderer Zeichnung und Verhalten in der Riffnähe herum. Sie können dann enorm schnell ein Revier für sich in Anspruch nehmen.

    Ein grosses Manko sehe ich in den Tierverlusten auf dem Transport sowie durch Giftfänge sterbende Tiere.
    Deshalb beführworte ich eine Zertifizierung.

    Fazit ist dass alleine durch die für aquaristische Entnahme keine Schädigung eintreten würde.
    Aber mann muss alles sehen und da ist vorallem dass Verhalöten der einheimischen Bevölkerung und Tourismus sowie Industrie usw zu nennen,

  • aloha, stefan

    verstehe ich dich richtig, dass du sagst, ein geneigter hobbyist könne nicht "verantwortungsbewusst" sein, denn die tiere die er im becken hat sind dem verderb ausgeliefert, da diese spätestens mit dem zwangsläufig früheren tod des halters im orkus landen?

    beste grüße
    y.

  • Hallo,
    jetzt auch noch meine Meinung dazu. Wir die Meerwasseraqaurianer sind nicht die bösen. Warum, jeder Aquarianer ist doch bemüht seinen Tieren die bestmöglichste Umgebung zu bieten. Ich war ja jetzt im Urlaub in Sharm El Sheikh welcher echt genial war. Ich als Aquarianer kenne ja wie andere Aquarianer auch die Lebewesen im Meer und gehe daher auch sehr behutsam mit Ihnen um. Andere Touristen dagegen oweia :winking_face_with_tongue: Ihr hättet mal sehen sollen was da so los war :loudly_crying_face: Da wurde sich eibnfach aufs Riff gesetz mit den flossen gegen die Korallen gehauen und am Strand alles mögliche an Müll ins Meer geworfen. Ich habe Flaschen, Kippen u.s.w wieder enfernt. Das meine ich damit das wir die das schöne Hobby Korallenriffaqaurisatik betreiben ganz anders Verhalten gerade wegen unserem Wissen !!!!

  • Hallo an Alle

    Das mit "bestmöglichster Umgebung bieten" würde ich nicht so unterschreiben. Es gibt z.B. immer wieder Importe von Ammen- und anderen Haiarten die sich Unbedarfte, Wagemutige und Ignoranten in 200literbecken setzen und die dann jämmerlich krepieren.
    Einen derartigen Fehlkauf habe ich erst vor wenigen Wochen beobachten dürfen, kritische Anmerkungen meinerseits sind abgeprallt.

    Ich erinnere mich ausserdem an mich selbst in meinen Teeniejahren. Ich hatte z.b.mal eine 45Liter Pfütze die erst seit 1 Woche gelaufen ist, mein Händler hatte Schläfergrundeln die ich sofort erworben habe und die mir klarerweise nach 24h jämmerlich krepiert sind. Ich hatte damals durchaus nichts Böses im Sinn, wollte aber einfach, da mitten in den Rebellionsjahren, keinesfalls auf Ältere hören.
    Ich will nicht von mir auf andere schliessen, würde aber, auch auf Grund des Informationsaustausches in meinem Aquarienverein nicht darauf schliessen dass alle Aquarianer mit Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht gesegnet sind, zumindest am Anfang nicht.

    Nun, nach einigen so lustigen Versuchen kam bei die Erkenntnis und Selbstkritik, ich habe daraufhin die Aquaristik an den Nagel gehängt und mich rund 10Jahre lang im aktiven Tierschutz zu rehabilitieren versucht.

    Heute denke ich habe ich das nötige Verantwortungsbewusstsein und bei jedem Tier das ich einsetze liegt mir ein Kloss im Hals weil die wenigsten unserer Pfleglinge Nachzuchten sind und jeder, der mal gemeinsam mit einem Händler eine Lieferung eingewöhnt hat weiss wie hoch die Sterberate ist, speziell bei Transport-Temperaturen wie nun.
    Daher sollte das Nachzüchten unserer Lieblinge einen noch höheren Stellenwert bekommen.

    Ich lese auch immer wieder Bemerkungen wie "raus mit der Krabbe" oder "kill den Borstenwurm" oder "zerstückelt die fangschrecke".
    Mir ist nicht klar ob jedem dieser Schreiberlinge bewusst ist dass diese Tiere im Riff zur Welt gekommen sind und höchstwahrscheinlich nicht darum gebeten haben in einer Glaspfütze fernab ihrer realen Umgebung zu landen. So landen sie aber, ihrer natürlichen Umgebung beraubt, im Filterbecken oder Klo.

    Soweit zum Verantwortungsbewusssein und dem Respekt nicht Aller, aber doch Einiger, dem Leben gegenüber ...

    Gruss,
    Karl

    Juwel Vision 450l, 4xT5, Multiflotor 1000
    Nano 40l (Asylbecken für Krabben etc.)

  • Hallo

    Vielleicht ist es einfacher eine Positiv- und Negativliste aufschreiben:

    Positivliste:
    -Benutzung von Riffkeramik anstelle LS
    -Fische, Korallen,.. nur Nachzuchten kaufen
    -Stark ortgebundene Fische
    -unempfindliche Tiere
    -sehr häufig vorkommende Tiere bei Naturentnahme
    -...

    Negativliste:
    -Großwerdende Tiere
    -Schwimmfreudige Fische
    -Schwer haltbare Korallen, Fische,..
    -Seltene Tiere
    -...

    Gilt natürlich nur für den "Normalaquarianer".
    Deshalb finde ich das garf.org Projekt auch sehr interessant.

    Viele Grüße
    Frank

  • Hallo Klaus!

    Zitat

    --Benutzung von Riffkeramik anstelle LS
    Würde ich nicht nehmen. Ich habe in letzter Zeit zu oft von Problemen gehört bei Verwendung von größeren Mengen Riffkeramik. Allerdings scheint dieses Problem erst in neuerer Zeit aufzutreten. Ich weiß auch nicht von welchem Hersteller die Keramik jeweils war.


    Ich hoffe mal nicht das das auf meine Riffkeramik auch zutrifft.?

    Der Unterbau und ein über die gesamte Höhe meines neuen Beckens gehender Rifffeiler bestehen daraus.

    Welche Art von Problemen meinst du?

    Viele Grüße
    Frank

  • Zitat

    Original von El_Coyote
    Hallo an Alle


    Ich lese auch immer wieder Bemerkungen wie "raus mit der Krabbe" oder "kill den Borstenwurm" oder "zerstückelt die fangschrecke".
    Mir ist nicht klar ob jedem dieser Schreiberlinge bewusst ist dass diese Tiere im Riff zur Welt gekommen sind und höchstwahrscheinlich nicht darum gebeten haben in einer Glaspfütze fernab ihrer realen Umgebung zu landen. So landen sie aber, ihrer natürlichen Umgebung beraubt, im Filterbecken oder Klo.

    Soweit zum Verantwortungsbewusssein und dem Respekt nicht Aller, aber doch Einiger, dem Leben gegenüber ...

    Gruss,
    Karl

    Hallo Karl,

    dafür hast Du zu 100% meine zustimmung! Auch ich kann es nicht verstehen wie manchmal mit den Lebewesen auf oder in den Lebendgestein umgegangen wird. Ich habe nie ein Tier entfernt, sondern es immer mit Respekt und Freude beobachtet, sei es Fangschreckenkrebs, Krabbe oder Borstenwurm - alle hatten bei mir eine Daseinsberechtigung - sie machen doch die Riffaquaristik erst interessant. Meiner Meinung nach jedenfalls interessanter als so manches monotones Acroporabecken, wo man alles Fremde als Feind betrachtet und vernichtet. Kein Wunder das dann in solch sterilen Aquarien Tiere wie die ganzen Fromia und Linka - Seesterne reihenweise verhungern. Kein Riff ist so Steril und Lebensarm wie unsere Korallenriffaquarien. Im übrigen sind auch die so berühmten, wie gefürchteten Feueranemonen und Glasrosen in meinen Becken nie zur Plage geworden - trotz das ich sie nie entfernt habe. Nährstoffarmut -heißt hier das Zauberwort :winking_face:

    Gruß
    Udo

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