Frostfutter oder Trockenfutter

  • Hallo Ingrid,


    noriblätter war ein allgemeines Frage, nicht für meine Becken.

    Frage ist, ob überhaupt Noriblätter eine benutzbare Lösung ist. Ich werde vielleicht eine größere Becken bauen und deswegen frage ich.


    Gruß Stephan

  • Und dass das den Fischen völlig egal ist, solange sie die Proteine, Fettsäuren und sonstigen Stoffe kriegen, die sie brauchen.

    ... und Fische suchen sich ihr Futter nach dem Motto, "was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht", aus. Man kann ihnen also das gesündeste und schmackhafteste Futter anbieten, sie werden erstmal vorsichtig sein. Grundsätzlich scheint es mir aber schon so, dass sie Futter mit entsprechendem Anteil an essenziellen Fettsäuren vorziehen. Diese machen einen "fischigen" Geschmack, den die Fische offenbar erkennen und bevorzugen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo,
    Vorweg gesagt, es gibt keine eigentlichen Futterprobleme. Es gibt nur einige Probleme mit der Fütterung!
    Klaus, Wasserflöhe sollten eigentlich kein Geheimtipp mehr sein. Wer sich Tiere hält, sollte sich unbedingt mit ihren Nahrungsbedürfnissen auseinandersetzen. Nur Unbedarfte würden einem Chelmon Salat anbieten. Anfängliche Nahrungsverweigerung begegnet man am Besten mit einer Fütterung, die den Nahrungsgewohnheiten der Tiere in der Natur entspricht oder wenigstens ihnen nahe kommt. Man muss ihnen eine Brücke bauen. Darüber gehen müssen sie dann allein. Dazu gehören z. B. bei Planktonfressern die obligatorischen Daphnien/Cyclops, Artemien, Fischrogen, Lobstereier etc..( obwohl es hier zur leichtesten Übung gehört, diese Fische ans Futter zu bringen). Danach klappt´s auch mit Flocke oder Granulat. Schwerer tut man sich mit „Spezialisten“ im Riff. Mangels „natürlichem“ Angebot im heimischen Becken muss man sich anderer Methoden bedienen. Auch werden die Aquarien leider immer kleiner, die Fische immer größer und die Becken immer steriler, so dass sich nicht annähernd ein „natürliches“ Nahrungsangebot bilden kann. Zum Beispiel ist es nicht immer einfach einen Synchiropus an Gefrierfutter zu gewöhnen. Doch es gibt auch Berichte, wo diese Nahrungsspezialisten auch Flocke zu sich nehmen. Bei mir wird Granulat eins bekannten Herstellers genommen. Aber ausschließlich nur dieses eine Produkt. Auch nur von dem einen Hersteller! Es wird sogar vom Boden oder aus den Korallen aufgepickt. Abartig! Wer schon einmal diesen Fisch bei der Futtersuche beobachtet hat, wie er Zentimeter um Zentimeter das Substrates absucht und dabei oft in Erwartung eines Bissen in besondere Erregung verfällt, wird das unbeholfene Schnappen nach dem durch das Wasser treibenden Kunstfutter, wie Flocke oder Granulat, als lächerliche Farce empfinden. Die natürliche Lebensweise mit ihren typischen Verhaltensweisen ist hier leider kaum noch vorhanden. Der Reiz fehlt oder ist zumindest stark verkümmert. Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist heutzutage das Futterangebot reichlich. Beim Frostfutter ist die Palette zwar nicht so breit gefächert wie die Angebote auf dem trockenen Sektor. Doch auch mit Gefrorenem besteht aus meiner Sicht eine weitere Chance Hungerleider ans Fressen zu bringen, da Form und evtl. auch Farbe mit dem Angebot in der Natur oft vergleichbar sind. Über Trockenfutter allein wird das kaum sofort gelingen. Der Fisch muss erst an diese tote Materie gewöhnt werden. Mal klappt es, mal nicht. In jedem Fall sollen die Fische erst einmal lernen, dass es sich um etwas Fressbares handelt. Der Gesundheitszustand spielt eine wichtige Rolle. Sind die Tiere zu sehr abgemagert und geschwächt, ist oft die größte Mühe umsonst. Man hat bereits ein langsam sterbendes Tier vor sich. Der Fisch wird keinerlei Nahrung annehmen und verhungern. Sind sie aber fit, lernen sie (zumeist durch das Fressverhalten der anderen Mitbewohner) auch Unbekanntes zu probieren und, wenn´s schmeckt, auch zu vertilgen. Sensibelchen halte ich erst einmal separat in einem Quarantänebecken in Gesellschaft altgedienter „Fressmaschinen“, wie Dascyllus oder Pomacentrus, die als Allesfresser zur Nachahmung animieren. Das klappt (fast) immer. Sogar bei den etwas empfindlicheren, weniger pflegeleichten Falterfischen. Leider können wir das Futter nicht der natürlichen Nahrung angleichen. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, ist es umso wichtiger, so vielseitig wie möglich zu füttern. Vitamine, Mineralstoffe (Spurenelemente) und Ballaststoffe sind heutzutage in jedem guten Futter enthalten. Aber egal, ob Flocke, Granulat oder Frostfutter, die Tiere (mit einigen Ausnahmen) ändern ihr natürliches Verhalten. Das kann man leider nicht verhindern, es macht aber für den Betrachter den eigentlichen Reiz aus. Wer schon einmal einen Forellenzüchter mit seiner Pelletswurfmaschine bei der Arbeit gesehen hat, weiß vielleicht wo mich der Schuh drückt. :frowning_face:
    Gruß
    Hajo
    I

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo zusammen,


    also, gestern habe ich mir Trockenfutter fütterung angefangen. Die Nemos essen die ohne Probleme aber die Kardinalbarsche nicht :frowning_face:

    Mal sehen, ob die gewöhnen werden.


    Gruss, Stephan

  • Hallo Stephan,

    das ist eher unwahrscheinlich. Meine Kardinalbarsche fressen auch nach Jahren noch kein Trockenfutter.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo zusammen,

    Ich habe mit den Granulat Automatisierung angefangen. Mein Problem ist nun, dass die Granulaten bleiben an die Wasseroberfläche und deswegen einige Granulaten gehen unten in de Technikbecken.
    Wir kann es sein, dass die Granulaten schwimmen an die Wasser und gehen nicht unten?
    Wie kann ich das verhindern, dass die Granulaten nicht in die Technickbecken untergehen?

    Ich möchte meine AS und Überlaufpumpe nicht automatisch für die Futterzeit ausschalten.

    Danke, Stephan

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