Pygoplites diacanthus - Pfauenkaiserfisch Paar basteln

  • HI liebe Fischflüsterer !


    Ich hatte 2 Pfauenkaiserfisch a 3cm, einer ist nach 2 Wochen gestorben. Es sollte ein Pärchen werden.

    Jetzt misst das Einzeltier ca. 6cm.


    Wäre es möglich einen 12-15 cm großen Pygoplites diacanthus nachzusetzen? Kann der Keine sein Geschlecht noch anpassen ? Oder soll ich den Kaiser alleine im Becken lassen?


    Gruß,
    Dietmar

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  • Hi,
    ich hatte mal zwei so Malediven-Zwerge (ca. 4cm) die sich sehr gut vertragen haben und auch später nur zusammen geschwommen sind. Letztes Jahr habe ich versucht, meinem Madagaskar-Pygo einen Partner nachzusetzen (auch Madagascar und deutlich kürzerer Kiemensporn), das ging schief. Allerdings habe ich sie auch in der Natur, Rotes Meer wo sie häufig vorkommen, genauso oft alleine, wie als Paar gesehen.

    Meines Wissens ist bei allen Großkaisern das Geschlecht vorgegeben.

    Bei Chaetodontoplus duboulayi z.B. ist das Geschlecht ja gut zu erkennen.

  • Hallo,
    Nach neuesten Erkenntnissen sollen ALLE Kaiserfische zwittrig auf die Welt kommen. Sie werden ihr Leben als Weibchen beginnen und sich gegebenenfalls bei Bedarf in ein Männchen verwandeln (sogenannte Folgezwitter; protogyne Hermaphroditen) Dieser Vorgang ist unumkehrbar und vollzieht sich innerhalb weniger Wochen. Aus diesem Grund sehe ich keine große Gefahr juvenile Tiere miteinander zu vergesellschaften.
    Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen sondern in den Kommentaren diesbezüglicher Fachleute nachzulesen.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • HI Hajo,hallo Klaus,


    ich könnte heute einen schöner ca. 15cm Kaiser kaufen.Ich lasse es mal. Wenn mein Kleiner groß ist, kann ich vielleicht einen Kleinen nach setzen. Meine beiden ca. 3cm Kaiser mochten sich auch nicht unbedingt.


    Vielen Dank,
    Dietmar

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  • Hallo Dietmar,

    habe die Erfahrung gemacht, dass zwei juvenile Kaiser sich eher aus dem Weg gehen. Weder meine damaligen Navarchus noch die beiden Pygos haben sich im juvenilen Stadium gemocht. Ich habe zwei mal versucht zu einem großen Pygo einen kleinen nachzusetzen. Ging immer schief. Umgekehrt hatte es funktioniert. Kann auch Zufall gewesen sein.

    Risiko besteht bei Kaisers leider immer.

    Grüße Ralf


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  • Ralf:
    Ich habe zwei mal versucht zu einem großen Pygo einen kleinen nachzusetzen. Ging immer schief. Umgekehrt hatte es funktioniert. Kann auch Zufall gewesen sein.

    Hallo,

    Diese Variante würde ich einmal ausprobieren. Leider sind in der Aquaristik Berichte über die erfolgreiche Verpaarung von Großkaisern Mangelware. An P. imperator habe ich beim Thema Paarhaltung 2 Erinnerungen. Einmal ein Bericht in einer Fachzeitschrift (ist schon älteren Datums) und zum anderen während eines Besuches bei meinem damaligen Händler. Dort schwamm ein ausgewachsenes Paar seine Runden. Leider hatte ich damals nur ein 300l-Becken. Der Preis (der Händler verkaufte beide Tiere nur zusammen) sprengte weit meine dafür vorgesehenen Mittel. Den herrlichen Anblick werde ich trotzdem nicht vergessen. Bei Pygoplites diacanthus sind die positiven Berichte schon zahlreicher, obwohl es sich hier (nach meiner Kenntnis), überwiegend um juveniles bis semi-adultes Zusammenschwimmen ging. Leider sind weiterführende Berichte Mangelware, so dass der weitere Lebensweg der Tiere leider unbeschrieben bleibt. Das ist sehr bedauerlich, da es für alle Interessenten eigentlich sehr aufschlussreich sein müsste, ob eine Verpaarung in der Gefangenschaft dauerhaften Bestand hat oder etwa ein frühes Ableben der Tiere der Grund für ein „Schweigen im Walde“ war. Dass nach neueren Beobachtungen auch einige der als Einzelgänger verschrienen Pomacanthus-Arten nicht nur solo bis monogam unterwegs sind, sondern überraschender Weise kleinere Haremsverbände bilden können, macht den Gedanken einer Verpaarung im Aquarium noch interessanter. Vielleicht ist das Desinteresse an Großkaisern auch eine Folge der modernen Riffaquaristik. Bekanntlich schließt oft das eine das andere ja aus. Was aber nicht immer der Fall sein muss. Ich hatte schon mehrfach über das Zusammenleben von P. chrysurus, H. ciliaris, Pygoplites diacanthus, Genicanthus lamarck und Centropyge loricula in einem intakten und stark zugewachsenen Riffbecken berichtet. Die Großkaiser waren Einzeltiere und die anderen verpaart. Nachdem der Ciliaris eine gewisse Größe erreichte, wurde er seinem Ruf als Stinkstiefel gerecht. Ich musste ihn, aus Rücksicht auf den übrigen Besatz, aus der Gemeinschaft entfernen. Desgleichen verfuhr ich mit einem semi-adulten P. imperator, der einen neu zugesetzten Centropyge multifasciatus so sehr bedrängte, dass dieser nach etlichen Tagen den Dauerstress nicht überlebte. Obendrein hatte der Centropyge keinerlei Chance an das tägliche Futter zu kommen. Die Verärgerung des Imperators war durch die Decke des Kellers noch im Stockwerk darüber zu hören. Die meisten negativen Berichte kennt man vom Hörensagen. Ob das auch immer so stimmen muss und ob die daraus gewonnenen Erkenntnisse auch schlüssig sind? Wenn Großkaiser in viel zu kleinen Becken gehalten werden, ist das Ende sicherlich vorprogrammiert. Dass dort der Versuch einer Verpaarung ausnahmslos zum Scheitern verurteilt ist, sollte allgemein bekannt sein. Diese Fehler sind m. E. ein häufiger Grund für die negative Bilanz. Die Größe der geschlechtsreifen Tiere verlangt unbedingt auch nach großen Aquarien. In größeren Becken ist es aber allemal einen Versuch wert. Man muss sich nur trauen. Schön ist es einen Händler seines Vertrauens zu haben, der nach einem „Missgriff“ das Tier auch wieder zurück nimmt um es ggf. gegen ein anderes Exemplar zu tauschen. Probieren geht hier über studieren. Ich bin mir da ganz sicher.
    Gruß
    Hajo

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    (Mark Twain)

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