Besatzdichte an algenfressenden Wirbellosen

  • Hi!

    Nachdem unser Seehase mittlerweile den Großteil des Algenmixes in unserem Becken vertilgt hat, machen wir uns darüber Gedanken, wie es möglichst so schön sauber bleiben kann :winking_face: Ich fürchte nämlich, dass wir insgesamt einfach auch etwas wenige algenfressende Tiere für unsere Beckengröße drin haben. Über eure Empfehlungen zu unserem Besatz an dauerhaften Beckeninsassen, die Aufwuchsalgen fressen, würde ich mich daher freuen.

    Also, diese algenfressenden und sandsäubernden Tiere sind drin (knapp 1000l Raumteiler mit viel Dekooberfläche, weil luftig gebaut, und relativ viel Sandfläche):
    - 1 Siganus unimaculatus (Fuchsgesicht)
    - 1 Valenciennea puellaris
    - ca. 5 Holuthuria hilla
    - 2 Seeigel (Mespilia globus und Pfaffenhut)
    - 1 grabender Seestern
    - 1 Kaurischnecke
    - 1 Seeohr
    - 1 Percnon gibbesi
    - ca. 6 Tectus fenestratus
    - ein paar Nassarius vibex

    Was meint ihr dazu?
    Meine eigenen Gedanken sind: Noch mind. ein Seeigel (welcher?), eine weitere Percnon, mehr Schnecken. Hier weiß ich nicht, ob es besser wäre, noch einige kleine Arten zu kaufen (Turbos o.ä.) oder noch ein, zwei große Schnecken wie die Kauri oder das Seeohr. Im alten 300l-Becken hatten sich die grabenden Schnecken mal richtig toll vermehrt, da hatten wie dutzende. Leider klappt das hier momentan (noch?) nicht.

    Danke :smiling_face:

  • Hallo,

    nach meinen Erfahrungen ist dies schon fast zu viel, wenn der Großteil der Algen erst einmal weggefressen ist. Denke daran, dass die Tiere dann hungern und du zufüttern must, was im höheren Nährstoffgehalt des Wassers endet und dann hast Du wieder Algenprobleme.

    Beste Grüße Andre´

  • Hi,

    danke für die Antwort. Aber nein, zuviel ist das sicher nicht, zumindest nicht in unserem Becken. Schon im 300l-Becken zuvor hatten wir ständig Algen (trotz PO4 n.n.) und da waren etwa die gleichen Tiere drin (kein Fuchsgesicht natürlich), meist sogar noch zusätzlich Einsiedler. Es handelt sich also nicht um ein kurzfristiges, womöglich einfahrbedingtes Algenproblem, sondern ein dauerhaftes, an dem der geschilderte Besatz über Monate hinweg nichts ändern konnte geschweige denn gehungert hätte.

  • Hallo,

    dann stimmt etwas mit Eurem System nicht. Das Problem ist doch, dass die Algenfresser nicht wirklich viel von den Nährstoffen verbrauchen und je mehr Algenfresser um so mehr Nährstoffe bleiben auch im Kreislauf. Ihr müsst aber solche Nährstoffe aus dem System herausbekommen (über das Wachstum der Algenfreser geht das nur kurzzeitig und etliche Algenfresser füttert ihr noch zu) - dann empfehle ich Euch einen Algenfilter, den ihr regelmäßig abernten könnt.

    beste Grüße Andre´

  • Hi

    ich hatte mich etwas an Joe's Artikel über Algenplagen auf seiner Homepage orientiert http://www.korallenfarm.de/plagen.htm. Auch an anderer Stelle - weiß aber leider nicht mehr wo - habe ich schon davon gelesen, dass wir im Vergleich zu einem natürlichen Riff häufig viel zu wenig Fressfeinde von Algen in den Becken haben.

    Soweit man es an den Wasserwerten festmachen kann, ist unser System in Ordnung (abgesehen von zuviel Ca und zuwenig KH, was wohl noch von der Riffkeramik kommt und die Algen nicht weiter stören dürfte). Wir haben sogar immer eher zuwenig Nährstoffe drin und nie zuviel.

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