Leitwert bei Kati und Ani VE

  • Hi,

    ich habe mal eine Frage bezüglich des Leitwertes beim Kati und Ani VE!


    Ab welchem Leitwert muss regeneriert werden, um Silikat, Nitrat und Phosphat zu entfernen?
    Und dann habe ich ein Leitwertmessgerät von Hanna, das DiST 3 ATC.
    Technische Daten: Messbereich 10 - bis 1990 uS/ cm
    Genauigkeit +/- 2 % vom Endwert
    Temperaturkompensation erfolgt automatisch von 0 - 50 Grad


    Kann ich dieses dafür nehmen?
    Und hat das zufällig einer, der mir sagen kann wie ich das Ding kalibriere ( mittels Referenzlösung) ?
    Habe nämlich das Problem, dass er bei VE Wasser 1 x 10 = 10 anzeigt, im Leitungswasser 12 x 10= 120 und im Becken 1x 10= 10! Halte ich nach dem Leitungswasser das Gerät nach Säuberung ins VE Wasser pendelt er zwischen 25 und 30 x 10= 250 - 300 ! =(
    Was nun tun?
    Manuelle Tests vom VE Wasser ergeben Sio2, No3 und Po4 = n.n.


    Vielen Dank!


    Liebe Grüße


    Julian

  • Hallo Julian,

    wenn dein Leitwertmessgerät in VE-Wasser mal 10 und mal 300 Mikrosiemens/cm anzeigt, dann ist das kein Fall
    für eine Kalibration, sondern ein Defekt. Überprüfe nochmal, ob du irgendetwas falsch gemacht hast (Verunreinigung?).
    Ansonsten gib das Ding zurück.

    Meerwasser kannst du damit sowieso nicht messen.

    Für die Überprüfung des VE-Wassers reicht das Gerät, wenn es funktioniert, aus. Wenn du einen stabilen Anzeigewert hast,
    dann musst du bei einem deutlichen Anstieg (über den Daumen gepeilt. bei Verdopplung des Normalwerts)
    das Harz regenerieren.

    Das funktioniert allerdings nur, wenn die Harze richtig dimensioniert sind, d.h. wenn die Kati- und die Ani-Mengen
    zueinander passen.

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    gut zu wissen!=) Nur was heißt "Normalwert"?
    Der VE hat 2x 5 Liter Harz, beim Ani ist etwas mehr drin.
    Habe die Elektrode gereinigt und jetzt scheint es zu stimmen, er zeigt kontant 10 an.
    Nur wie weit kann ich hochgehen, bei 10 schon regenieren oder wo?!


    Vielen Dank!


    Liebe Grüße

    Julian

  • Hallo Julian,

    Was hast Du den für Harz im Anioner, stark oder schwach basisch?
    Ein Leitwert von 10 erscheint mir bei neuem Harz zu hoch. Ich erhalte bei einer Ausgangshärte von 22 dGH (Leitwert so um die 770µS) trotz Durchfluss von 500l/h einen Leitwertvon 0,7µS.
    Ich glaube mal gelesen zu haben, daß man bei schwach basischen Anioner solch einen hohen Leitwert am Ausgang erhält.

    Gruß Dirk

    Edit: die Erschöpfung des Harzes kann man wohl am besten durch eine PH-Wert Messung ermitteln. Wenn die Säuren durchkommen, sinkt der PH-Wert von Basisch (so um die 8 herum) nach Sauer.
    Ob man dies auch am Steigen des Leitwertes rechtzeitig merkt, kann ich noch nicht sagen. Die erste Füllung ist bei mir noch nicht erschöpft.

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

    Einmal editiert, zuletzt von Millenniumpilot (14. Februar 2011 um 12:44)

  • hi dirk,

    gute frage welches harz ich im anioner habe?!
    habe den ve im oktober letzten jahres guenstig bekommen
    und der typ hatte ihn fuer meerwasser in gebrauch!
    (welches kommt da rein und wie bekommt man das raus?)
    muesste doch eigentlich sauer sein, oder?
    habe den ve dann nach kauf regeneriert und das hat auch geklappt,
    bin da immer nach dem red sea sio2 test gegangen,
    dann im november beim neubefüllen des neuen beckens ist mir die katisaeule kaputtgegangen und hatte ab da einen
    mischbett ve eines kumpels! und da hieß es immer der ist erschoepft wenn er so bei einem
    leiwert von 10 ist!
    habe vor 2 wochen dann dank neuer katiroehre meinen 2 saeulen ve wieder in gebrauch genommen!
    laut wassertests kein sio2, po4 und no3 !
    leitwert vom leitungwasser liegt bei 120 und dkh bei 1 !
    und jetzt am wochenende hab ich dieses leitwertmessgeraet geschenkt bekommen!
    dieses mist leider nur erst ab 10 uS/cm !
    deshalb ja meine frage ab wann das ding durch ist und regeneriert werden muss?
    habe vorhin nachfuellwasser gezapft und da sprang es immer zwischen 0 und 1!
    und diese werte muessen mal 10 gerechnet werden laut anleitung!
    kann ja dann auch sein das es bei 9 oder so ist und er deshalb 0 anzeigt?

    vielen dank!

    liebe grüße

    julian

  • Hallo Julian,

    für Meerwasser benutzt man im Anioner das STARK basische Harz um auch die Kiesel- und die Kohlensäure rauszuholen.
    Meiner Meinung nach ist Dein Leitwertmesser für diese Zwecke ungeeignet.
    Wie willst Du bei einem kleinsten Messwert von 10µS entscheiden, ob das VE-Wasser in Ordnung ist oder nicht? Bei 10 tauschen schon viele Ihren Harze.
    Entweder Du kaufst ein anderes Messgerät oder Du versuchst es mal mit einem PH-Test.
    Bei unverbrauchten stark Sauer im Kationer und stark Basisch im Anioner muß ein PH-Wert von >=8 erziehlt werden können, geht der Wer <7..8, so ist das Harz verbraucht. Eigendlich müsste hier auch ein Tropfentest ausreichen. Armin wird bestimmt noch wissen, was zwischen den beiden Säulen, also nach dem Kationer zu messen sein muß, ich glaube es war was um die PH 5..6 herum.

    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo Julian,

    als Normalwert würde ich in deinem Fall die 10 Mikrosiemens/cm nehmen. Tauschen solltest du dann bei 20.

    Dirk: pH-Messung in VE-Wasser funktioneirt NICHT! Die Elektrode benötigt Elektrolyte, um etwas messen zu können.
    Außerdem ist VE- bzw. dest. Wasser so wenig gepuffert, dass jeder Windhauch den pH verändern kann.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    deswegen gibt man ja bei der Messung eine Priese Salz dazu.

    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo Dirk,

    die Prise Salz macht eine Messung im VE-Wasser überhaupt erst möglich, das Problem der Instabilität des pH
    bleibt aber trotzdem bestehen. VE-Wasser sollte einen pH von 7,0 haben, dieser wird aber bei Kontakt mit Luft
    bis auf 5,6 gesenkt.

    Der von dir ermittelte Wert > 8 ist auf die Dominanz des Anionentauschers zurückzuführen. Wenn du die Erfahrung
    gemacht hast, dass du so die Erschöpfung deiner Harze kontrollieren kannst, dann kannst du so weiterarbeiten.
    Übertragen auf andere Austauschersysteme lässt sich diese Angabe aber nicht.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Der von dir ermittelte Wert > 8 ist auf die Dominanz des Anionentauschers zurückzuführen.

    ich möchte nochmals auf diese Aussage von Dir zurück kommen.
    Natürlich ist mein Anioner größer als der Kationer, da sich der Anioner schneller verbraucht benötige ich hier mehr Harz. In meinem Fall habe ich einfach den Anioner pauschal doppelt so groß genommen wie den Kationer.
    Ich dachte bisher es reicht aus, bei Verbrauch einer beliebigen der beiden Säulen aufzuhören und zu regenerieren. Dann ist halt die andere Säule, bei mir wohl der Anioner nicht ganz verbraucht, sollte aber egal sein.
    Nach Deiner Aussage, muss aber das Verhältnis beider Säulen auch im täglichen Betrieb stimmen - oder?
    Ich habe nämlich aktuell den VE wieder einmal regeneriert und erhalte leider einen PH-Wert von 8,4, gemessen mit Tröpchentest.
    Sollte ich also den Kationer vergrößern, damit ich ein anderes Harzverhälnis bekomme, also meinetwegen nicht 5Liter/10 Liter sondern 7,5L/10Liter?


    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo Dirk,

    wenn dein System optimal läuft, dann hast du recht, dann SOLLTEN einfach alle Kationen durch H+ und alle Anionen
    durch OH- ersetzt werden und das Ergebnis wäre neutral. Soweit die Theorie...

    Die Verschiebung in den alkalischen pH-Bereich erfolgt bei deinem Aufbau mit der allmählichen Erschöpfung
    des Kationenaustauschers. Wenn du den Effekt schon am Anfang hast, dann könnte dein Anionenaustauscher noch
    nicht ausreichend gespült sein.

    Gruß Armin

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