Lassen sich amphirion Occelaris und Clarkii zusammen halten

  • Hallo zusammen,

    da sich mein Becken so langsam entwickelt, und ich mich nun auf den Erwerb von Korallen beschränke,
    war ich mit einem Kumpel am Samstag wieder unterwegs, und sah eine schöne Teppichanemone. Da
    ich solch ein Tier ohnehin irgendwann wollte, und der Preis attraktiv war, habe ich zugeschlagen. Da ich
    noch genügend freie Bodenfläche habe, und das Tier noch ohne weiteres ordentlich wachsen kann sollten
    keine Probleme auftreten.

    Sie hat den Transport und auch das umgewöhnen scheinbar gut überstanden, und sich auch relativ
    schnell einen festen Platz gesucht.

    Nun fände ich es eigentlich auch klasse,einen Symbiosepartner dafür im Becken zu haben. In Frage
    käme da wohl ob seiner häufigen Verfügbarkeit Amphirion Clarkii.

    Das Problem ist nun aber, dass ich ja bereits ein Trio Amphirion Occelaris von meinem Freund geerbt habe.
    Den Occelaris stehen zwei Kupferanemonen auf halber Riffhöhe zur Verfügung, die rege abwechselnd genutzt
    werden. Des Weiteren residieren sie in den letzten Tagen auch ab und an im Froschlaich.

    Die Teppichanemone sitzt natürlich am Riffboden, allerdings nur knapp 40cm von den Kupferanemonen entfernt.

    Hat jemand Erfahrung damit ob diese beiden Amphirion-Arten zusammen zu halten sind, oder ist das
    Unterfangen zu hundert Prozent zum scheitern verurteilt. Mich würden vor allem Erfahrungswerte interessieren
    und nicht so sehr angelesenes Wissen.

    Danke euch

    Gruß Rouven

  • Hallo Rouven,

    Damals hatte ich in meinem Becken ein Paar A.clarkii mit einem Paar A. ocellaris vergesellschaftet.
    Da jedes Paar eine Anemone besetzte und das Becken entsprechend groß genug war, hielten sich die Raufereien in Grenzen. Höchstens zur Futterzeit gab es einzelne "Bolzereien", meist aber nur Drohgebärden.
    Beide Paare laichten regelmäßig ab und lebten viele Jahre. Das Männchen der Ocellaris wandelte sich nach dem Tod des Partners in ein Weibchen um und "verbandelte" sich anschließend mit einem neu hinzu gesetzten Männchen.
    Als kleines Problem würde ich die ausgeprägte Dominanz der Clarkii ansehen. Es gibt sanftere Amphiprion.
    Eine Art Sichtschutz zwischen den Standorten wäre vielleicht nicht schlecht, was aber in kleineren Becken ein Problem sein könnte.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
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  • Hallo Hajo,

    vielen Dank für deine Erfahrungen. Das Becken an sich ist nicht klein Deltabecken mit Schenkelmaß
    von ca. 1,2 mtr. und ca. 650 Liter Volumen. Das Problem könnte eben die räumliche Nähe der Anemonen
    zueinander sein. Die Teppich-Anemone sitzt am Fuss des großen Riffs und die beiden Entacamea's in etwas
    Entfernung darüber jeweils rechts und links.

    Da die Teppich-Anemone sich zumindest meiner Vermutung nach während ihres Wachstums etwas vom
    Riff weg entwickeln dürfte, ist eben ein gewisser Abstand da, aber ich will nichts riskieren, was die traute
    Trinität der Occerlaris aufs Spiel setzt. Vielleicht kann ich ja noch eine Art Überhang schaffen, der die Teppich-Ane
    weiter aus dem Riff rauswandern lässt, und gleichzeit als Sichtschutz fungiert.

    Danke für deine Anregung

  • Hallo Rouven,

    was hältst du denn alternativ von einem Pärchen Neopetrolisthes maculatus für die Teppichanemone?

    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Hallo Rouven,

    die Frage habe ich mir auch schon gestellt, seit meine Nachzucht- Amphiprion ocellaris in keine Anemone gehen.
    Meine Überlegung war allerdings ob die zwei sich das von den anderen Amphirion vielleicht abschauen würden :yidee

    Gruß Stephan

    185/60/70 6080 als Rückförderpumpe kein Technikbecken,
    Mini Bubble King 200 VS13 mit RD3 Mini Speedy / extra schmale VS
    2xMaxspect RSX 200W, 2xMaxspect Gyre 350, GHL ProfiLux 4 + Doser 4, Grotech 3NG

  • Hallo hatte auch eine Stichodactyla haddoni - Teppichanemone die hatte einen Durchmesser von ca 20cm und so Richtig geöffnet war sie immer Abends was dann für Fische die Schlaftrunken herumschwimmen recht gefährlich ist.
    Hat bei mir einige Garnelen Einsiedler und auch einen Pallettendoc mit der Größe von ca 15cm gefressen.
    Hab sie dann nach einem halben Jahr wieder bei meinem Händler umgetauscht.So schön das Tier auch war der Schaden den ich hatte war grösser.
    lg max

    2 Mal editiert, zuletzt von mexxfaxn (12. November 2010 um 20:02)

  • @Sabine
    Danke für deinen Vorschlag, da ich einen Faible für Krabben habe, würde mir diese Art auch sehr gefallen.
    Jetzt müsste ich natürlich nur einen Händler finden in meiner Nähe, da ich momentan ungern Tiere verschicken
    lassen wollte.

    max
    Ja mir ist bekannt, dann die Hadonni räuberisch sein kann. Aber mit einem Symbiosepartner, wäre ja
    teils auch die Gefahrenzone abgedeckt. Meine Putzergarnelen tanzen bisher aber ganz fleissig drauf rum.
    Dachte schon sie würde kaum noch nesseln, weil vom Transport evtl. geschwächt. Pustekuchen. Heute nach
    der Fütterung mit dem Zeigefinger angetippt, und habs direkt bereut. Klebt besser als Pattex :winking_face:
    Die drei Occelaris habe ich schon als Trio bekommen, der Vorbesitzer hatte sie nur übernommen, da
    der eigentliche Besiter sie abgegeben hatte. Von daher sind sie schon relativ lange ein Team. Ich will
    nun keinen vierten einsetzen und die Harmonie evtl. zerstören.

    Ich glaube es werden die Krabben

  • Hallo Sabine. Habe nun mittlerweile eine Krabbe bei meinem Händler bekommen.
    Leider handelt es sich nicht genau um die von dir angegebene Art, aber scheinbar nur um eine andere Farbvariante.

    Neopetrolisthes oshimai, wobei bei mir die Punkte auf den Panzern nur wenig ausgeprägt sind.

    Sehr interessantes Tier und sehr territorial. Habe sie ca. 5 cm von der Teppich-Anemone entfernt auf den
    Bodengrund gesetzt, und dachte schon sie hätte das umgewöhnen (obwohl über 1,5 Stunden - Tröpfchenmethode) nicht verkraftet, da komplett regungslos. Aber kaum habe ich sie losgelassen, wanderte
    sie schnurstracks zur gewünschten Anemone, bzw. viel mehr darunter und versuchte diese ihrer Laune nach
    umzukrempeln oder aus dem Weg zu drücken. War schon irgendwie drollig David gegen Goliath.
    Nachdem sie nach einiger Zeit scheinbar verstanden hatte, dass Umbauen nicht möglich ist, hat sie sich letztlich
    doch auf / in die Anemone begeben. Seither sitzt sie ausnahmslos darin, außer bei der Fütterung der ANE ist sie
    in Deckung gegangen.

    Trotz ihrer geringen Größe reagiert sie sehr ungehalten wenn sich jemand IHRER Anemone zu sehr nähert.
    Einer Lysmata wurde gleich Mal vermittelt wo das Grenzgebiet verläuft :angry_face:
    Das habe ich ja irgendwie gehofft, um Tiere aus dem Gefahrengebiet Mund-Öffnung zu halten, aber bei der
    geringen Größe des Tieres nicht erwartet.l

    Ich hoffe das der Händler bald wieder einige der Tiere hat, und ich das Geschlecht bestimmen kann, um
    beim Nachsetzen nicht gleich nen Krieg zu verursachen.

    Vielen Dank nochmal für eure Hilfe.

    Einmal editiert, zuletzt von RouvenMarkovic (18. November 2010 um 12:52)

  • Hallo Rouven,

    freut mich, dass du dich für die Krabben als Bewohner entschieden hast und dir das Tier gefällt :thup
    Und es wäre natürlich super, wenn du dem Tier noch einen Partner gönnen könntest.

    Ein Foto hätte natürlich auch was :winking_face:


    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
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  • Ich würde gerne ein Foto beipacken, nur fehlt mir da das Equipment. Nur eine schlechte Kamera daheim
    und die Entfernung Glasscheibe - Anemone bzw. Krabbe sind mal gut 60-70cm. Da versagt der Zoom leider,
    oder wenn ist auf dem Foto nur noch Matsch zu erkennen :yrf

    Leider frisst mein Becken momentan noch soviele monetäre Ressourcen, dass die Spiegel-Reflex sich in das nächste Jahr verschieben wird. Aber ich reiche das Foto nach.

  • Hallo Sabine,

    nachdem meine Hadonni nun gewandert ist, konnte ich auch mit meiner Handy-Cam ein Bild von
    Ane und Krabbe machen. Zwar mit reichlich Verspätung aber naja.

    Die Krabbe ist sehr aktiv und fächert einen Großteil des Tages nach Nahrung. Echt sehr interessant
    aber auch sehr garstig anderen Bewohnern gegenüber. Sie liebt es scheinbar den Putzergarnelen
    nachzustellen und diese zu zwicken. Auch der Chelmon der der Anemone zu Nahe kam wurde schon
    attackiert. Sie hat sich nun auch schon zwei Mal gehäutet und ein gutes Stück zugelegt. Als ich sie kaufte
    war sie kaum zu erkennen in der Anemone.


    Nun aber die Bilder here you go

    und hier ohne Krabbe weiter draußen

  • Danke ihr beiden.

    Ich bereue den Kauf auch nicht im geringsten. Ich bin nur noch hin- und hergerissen
    ob ich der Krabbe nicht noch einen Partner zusetzen soll. Hat jemand einen Tipp zur
    Geschlechtsbestimmung. Ich habe gelesen, dass dieses nur an der Unterseite
    des Brustpanzers möglich ist. Oder gibt es hier ein optisches Kriterium, dass ich auch
    sehen könnte ohne die Krabbe zu entnehmen, was eh kaum möglich ist, und ich eigentlich
    auch nicht gerne tun möchte. Aber vielleicht habe ich Glück und sie stellt sich weit genug
    auf um das Geschlecht bestimmen zu können. Ich werde mal versuchen sie mit Futter zu
    locken und sie zum Aufrichten zu bewegen.

    Was ich noch anmerken wollte ist, dass die im Meerwasser-Lexikon beschriebene Eigenschaft
    "Scheu sein in Anwesenheit schnell schwimmender Fische" bei mir nicht zutrifft (Wird unter N.maculatus
    beschrieben und sollte somit auch für N.Oshimai gelten) . Meine Haweii-Docs flitzen teilweise in sehr geringem
    Abstand an der Anemone vorbei und die Krabbe stört sich hieran überhaupt nicht.

    Grüße Rouven

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