The Good, the Bad or the Ugly???

  • Hallo Zusammen,
    mein Becken läuft jetzt seit Ostern und alle sieht soweit gut aus, aber:

    gleich nach dem Einbringen des Lebendgesteins hab ich öfters mal so ein Knacken im Becken. Tritt meistens
    Nachts auf, aber durchaus auch mal tagsüber, und immer so 3-5 mal hintereinander. Hört sich so an wie
    Luftpolsterfolie beim Zerdrücken.
    Hab mir gedacht, solange sonst nix passiert kann sich im Becken ja ruhig ein kleiner Knaller oder ähnliches
    breitmachen.
    Nun hatte ich zu meinen Fischen (Zwergbarsch, falscher Clownie, Algenblenny, zwei Sechspunktgrundeln)
    eine algenfressende Krabbe (Percnon gibbesi) die aber nach 2 Wochen spurlos verschwunden ist.
    Also hab ich mich da mal einbisschen verstärkt auf die Lauer gelegt, und siehe da ich hab eine Krabbe im
    Becken (siehe Bilder).
    Kann die der Knaller sein, und kann es sein das sie meine Percon auf dem Gewissen hat?

    Nen salzigen Gruß aus Ulm

    Jochen

  • Hallo Jochen,

    ich denke nicht, dass die Krabbe der Knaller ist. Bei mir knallts nachts seit ich im September 2007 das Lebendgestein eingebracht habe. Zu Gesicht bekommen, hab ich den vermeintlichen Knallkrebs noch nicht, mein Becken ist nur 40 cm breit und relativ zugebaut mit Steinen. Knallen tuts natürlich da, wo man fast nicht hinsieht.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Jochen,

    du hast einen kleinen Knallkrebs mit dem LS als "Gast" bekommen. Stell dir mal vor, was der kleine Kerl für ein Abenteuer überlebt hat, bevor er bei dir wieder richtig viel Wasser um die Fühler bekam. Er ist vollkommen harmlos und ernährt sich von dem, was halt so abfällt.

    Man hört sie immer, man sieht sie aber nicht oder nur mit viel Glück. Unsere "Gäste" im LS, das sind zwei Krabben, ähnlich wie deine gezeigte, eine blaue Porzellankrabbe und ein gestreifter Knallkrebs, ähnlich dem hier: Alpheus parvirostris.
    Vor einigen Wochen habe ich eine ansehnliche Platte LS aus dem Becken entnommen, um sie zu verkleinern. Nachdem ich die Platte mit dem Hammer zerteilt habe, begutachte ich die Stücke und sehe gerade noch einen quer gestreiften länglichen Hinterleib wieder im löchrigen Stein verschwinden. Ich wußte sofort, das war er, der verantwortliche Verursacher für das Klicken und zarte Knallen im Riff. Die Steine habe ich dann wieder im Becken verbaut und höre auch immer noch das Knacken und Knallen.
    Gleichzeitig wohnt bei uns ein gekaufter Alpheus parvimaculatus, der sitzt aber in der anderen Hälfte des Beckens und ist größer und wesentlich lauter. Man kann beide Tiere orten und anhand des Klangbildes gut auseinanderhalten.

    Wenn deine Percnon nach zwei Wochen verschwunden ist, könnte sie sich zwecks anstehender Häutung in eine unzugängliche Ecke deines Beckens verzogen haben. Unsere Percnon ist dann an ihrem Stammplatz nicht mehr zu sehen und taucht an anderer Stelle nach ein bis zwei Tagen auf, um erst mal ihren Panzer auszuhärten. Also rumlaufen ist dann erst mal nicht. Vielleicht findest du bald das abgelegte Exoskelett des Tierchens auf dem Boden.

    Deine Krabbe ist weder der Verursacher des Geräuschs noch hat sie als sehr langsames Tier die schnelle Percnon auf dem Gewissen. Wenn die Percon aus irgendeinem Grund verendet sein sollte, wird die Krabbe lediglich als Gesundheitspolizei im Einsatz sein.

    Schieb ihr mal ne viertel FD-Tablette vor ihre Höhle, das ist ein Leckerchen für sie. Die Percnon, wenn sie wieder auftaucht, freut sich darüber auch immer herzlich darüber.

  • Hallo Zusammen und erst mal besten Dank für die Antworten!

    Meine Frau hat sich nun am Wochenende öfters auf die Lauer gelegt, und was will man sagen???
    Sie scheint vom CIS zu sein (Crab Investigation Service): Hat sie doch gleich noch eine von diesen
    Krabben entdeckt (noch wesentlich kleiner)! Aber noch keine Sichtung des Knallers.

    Die Percnon Krabbe ist leider nicht wieder aufgetaucht, scheint also entweder gefressen worden zu sein
    oder sie hat so das zeitliche gesegnet (und ist dann gefressen worden).

    Gruss aus Ulm

    Jochen

    P.S.: Hier in Ulm ist am Wochenende (30.10. bis 01.11.) die erste Aquarienmesse.
    Vielleicht sieht man sich?

  • Viele Krabben sind ja eher gemächlich und nachtaktiv. Knallen tut vermutlich eher ein Fangschreckenkrebs, ist dabei aber eher selten zu beobachten. Es sei den man weiss wo er gerade steckt und an seiner Höhle baut. Haben eher ein längliche Form von der aus dem Stein aber meist nur die Augen und Fangbeine als Abdeckung des Loches sichtbar sind. Wenn sie aber mal rauskommen, dann sind sie wirklich flinkt. Schnappen sich auch gerne mal das Futter, dass für die anderen Bewohner gedacht ist, sind aber immer nur ganz kurz zu sehen.
    Ich hatte mir auch mal mehrere mit dem Lebengestein rein geholt (verschiedene Farben, Grösse vielleicht max. 5cm). Einen fand ich nach einem Jahr tot im Ablaufschacht ohne besondere Todesmerkmale, ein anderer lebt definitiv noch. Bis jetzt konnte ich da auch keine Probleme mit anderen Bewohner feststellen.

  • Hallo,

    die gezeigte Krabbe scheint mir einfach nur ein harmloser Algenfresser zu sein (siehe 1stes Bild die flachen Scheerenenden). Du wirst auf einen Fangi oder Knallkrebs im Becken haben. Ob er wirklich deine Percnon "gekilled" hat, kann ich mir aber auch nicht so recht vorstellen.

    Grüße

    Chris

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