Meine Aalgrundel (Pholidichthys leucotaenia), vor etwa fünf Jahren als 5 cm langes Jungtier gekauft (damals las ich in der Fachliteratur nur von einer Maximallänge von 20 cm), hat jetzt eine Länge von fast 40 cm erreicht und wird jeden Abend unruhig, verlässt ihre Höhle, schwimmt im freien Wasser umher und beunruhigt die anderen Fische. Die Jahre davor hat sie niemals ihre Höhle verlassen und streckte den Körper höchstens zu einem Drittel heraus um einen Futterbrocken zu erhaschen. Hat jemand eine Vermutung über die Gründe?
unruhige Aalgrundel
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Moin,
evtl. braucht sie nur einen Partner (nachsetzen kein Problem, wenn das Tier kleiner/ juvenil ist- "polt" sich um).Allerdings sind die Beckenmaße etwas beengt.
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ich würde schlicht und einfach mal behaupten das Dein Becken viel zu klein ist für das Tier!
Ich weiß das wolltest Du nicht hören, aber ich denke das wird der Grund sein! -
hi,
bei uns bewohnt eine solche grundel ähnlicher größe im 1500-literbecken eine fläche, die eher kleiner als die bei agil angegebene beckengröße ist.
habe sie noch nie irgendwo anders in unserem schaubecken gesehen.
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Daran das das Aq. zu klein ist hab ich auch schon gedacht. Wie gesagt, als ich sie gekauft habe, war mir nichts von einer Größe über 20 cm bekannt, hätte ich sonst nicht gemacht. Aber bisher, sie lag ja nur in der Höhle, hat sie die Begrenzung ihres Lebensraums eigentlich nicht bemerkt, erst seit sie rumschwimmt.
Das Aalgrundeln ihr Geschlecht wechseln können, habe ich noch nirgendwo gelesen und ist mir neu. Ursprünglich hatte ich zwei Exemplare. Die jetzige fing mit einer Länge von etwa 18 cm an, ihren etwa 4 cm größeren "Partner" ständig zu bedrängen und biss ihn auch in die Seite. Das machte dieser nicht lange mit und ist nach wenigen Tagen verendet. Darum sehe ich den Vorschlag einen "Partner" zuzusetzen etwas skeptisch. Gibt es irgendwo einen Bericht über Geschlechtsumwandlungen bei Aalgrundeln?
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Hallo,
In Anbetracht der Tatsache, dass die Aalgrundel nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eigentlich ein Schleimfisch zu sein scheint, und diese sich bekanntlich mit dem Geschlechtswechsel schwerer tun, zumal über Pholidichthys auch keine derartige Information vorliegt, würde ich das eher als Spekulation sehen, und zwar als ziemlich unsichere.
Generell weiß ich aber auch nicht, was das Nachsetzen eines weiteren Tieres in ein zu kleines Becken bewirken soll- ganz gleich, wie standorttreu so ein Tier auch sein mag bei Super-Aquarianern, wenn es in einem Beckenunruhig und aktiv umherschwimmt, dann ist ein Tier mit der zu erwartenden Endgröße nicht unbedingt für das Becken geeignet... D.h. die hilfreichste Lösung wäre es, das Tier in ein größeres Aquarium abzugeben.
Was heißt eigentlich "noch nie woanders gesehen" - könnte es sein, dass die Tiere vielleicht eher nachts durch die Gegend ziehen?
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Zitat
Original von Jannes Freiberg
Hallo,In Anbetracht der Tatsache, dass die Aalgrundel nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eigentlich ein Schleimfisch zu sein scheint, und diese sich bekanntlich mit dem Geschlechtswechsel schwerer tun, zumal über Pholidichthys auch keine derartige Information vorliegt, würde ich das eher als Spekulation sehen, und zwar als ziemlich unsichere.
Hi,
ich kann nur sagen, dass das die Infomation war, die mir damals Helmut Strutz gegeben hat und ich vertraue seiner Erfahrung. Bei meinen Aalgrundeln hats funktioniert, ob es Zufall war oder nicht vermag ich nicht zu sagen. Ob sie sich umgewandelt haben, weiß ich auch nicht- aber sie haben sich zumindest "paarmäßig" verhalten.
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Moin!
ZitatOriginal von Jannes Freiberg
In Anbetracht der Tatsache, dass die Aalgrundel nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eigentlich ein Schleimfisch zu sein scheintWäre mir völlig neu, soweit ich informiert bin gehören sie lt. DNA Untersuchungen zur Familie der Brunnenbauer (Kieferfische - Opistognathidae) und nicht zu den Schleimfischen, auch wenn Wikioedia da was anderes schreibt und die engl. Namen irreführend sind.
Gruß
Gerrit -
Hallo!
Meine Aalgrundel wurden vor einen Jahr mit ca. 15cm gekauft und habe jetzt ca. 27 und 35 cm erreicht.
Sie liegen unter Tags ruhig unter einem Stein, anfangs alleine seit 1 Monat immer zusammen.
Am frühen Morgen kann man sie im ganzen Becken finden. Da wird jede Spalte und auch alle Ecken des Becken untersucht. -
Hallo,
ZitatWäre mir völlig neu, soweit ich informiert bin gehören sie lt. DNA Untersuchungen zur Familie der Brunnenbauer (Kieferfische - Opistognathidae) und nicht zu den Schleimfischen, auch wenn Wikioedia da was anderes schreibt und die engl. Namen irreführend sind.
Hast du dazu zufällig die Quelle?Muss mich aber auch korrigieren, z.B. werden sie bei Fishbase gegenwärtig als eigene Familie mit zwei Arten geführt, sind also "nur" Pholidichthyidae und nichts anderes.
Wikipedia-Unterstellungen lass ich mir allerdings nicht ankreiden, sollte ich das jemals als Informationsquelle heranziehen, werde ich mich persönlich erschießen

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Moin Jannes!
Ist schon länger her, als ich mich mit diesen Fischen näher befasst hatte, da war die Rede noch von Kieferfischen. Aber nach diesem Artikel:
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/1497641
weisen sie wohl Verwandschaft zu den Schleimfischartigen und Brunnenbauern auf. Aber auf keinen Fall zu den Grundeln.
Von daher werden sie wohl derzeit als eigene Familie gelistet. So lange es dauert.
Gruß
Gerrit -
Der Artikel ist nichts weiter als ein Derivat des Wikipediaartikels (steht rechts oben), aber er gibt den Stand der Diskussion zur Zeit richtig wieder. Die gesamte Systematik der Barschartigen (Peciformes) und ihrer Verwandten ist gegenwärtig unsicher und wird sich in Zukunft teilweise sehr radikal ändern.
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Hallo,
ich denke, die Nomenklatur ist für das Problem der 'Grundel' eigentlich nebensächlich.
Schon durch das zu erreichende Alter von 40 Jahren wird dem Fisch eine eigene Familie zustehen.Tatsache ist, -dem Fisch ist das Becken zu klein.
Dies deutete sich schon durch den Verbiss des Partners an.
Wer glaubt, dass Aalgrundeln nur ihrem Unterstand/Höhlensystem verbunden sind, sollte die Tiere genauer beobachten.
Aalgrundeln sehen sehr schlecht. Durch diesen Umstand bedingt, verlegen sie ihre aktive Phase in die morgendliche Dämmerung.
So wie Reinhard es beschreibt, kann ich es von meinen beiden auch berichten. Kaum zu glauben, welche Wegstrecken sie dabei zurücklegen.
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