Hallo zusammen!
Bei diesem Angebot habe ich mich wieder einmal mehr gefragt, wie die Stoffwechselbiologie eines solchen Beckens aussieht.
ZitatEs ist gut eingefahren (läuft seit 4 Jahren ... und kommt mit Minimaltechnik aus (Verzicht auf Abschäumer, die Filtrierer danken es, sogar ausschließlich filtrierende Muscheln gedeihen darin).
Das Aquarium ist ausschließlich mit Wirbellosen besetzt, z.B. Anemonen ("kleine Klone" (kleinbleibende Blasenanemonen) - garantiert ohne Glasrosen/Manjanos!), Scheibenanemonen, Lederkoralle, leicht lädierte Fingerkoralle, Röhrenkorallen, Krabben.), Microfauna.Es wurde mit viel Live-Sand und Lebendgestein bestückt.
Es eignet sich hervorragend zum Neubesatz von z.B. einer Gruppe Sexy Shrimps oder kleinen Grundeln.
An Technik ist dabei: Strömungspumpe, 2 Leuchtröhren in Abdeckung, Heiszstab.
Klar ist, dass alle Stickstoffverbindungen vollständig im Becken abgebaut werden müssen, da sie ja nicht per Abschäumer entfernt werden. Bei Live-Sand und vielen lebenden Steinen ist auch klar, wo das geschieht.
Meine Fragen dazu: Der offensichtlich hohe Gehalt an Plankton muss sich irgendwo von ernähren. Braucht ein solches Becken daher viele Nährstoffe im Wasser, oder kann auch so ein Becken Nährstoffarm sein?
Das ist auch eine Frage nach der Anfälligkeit, denn ein nährstoffreiches Becken müsste z.B. bei Stromausfall viel schneller umkippen, weil es wegen der vielen freien Nährstoffe zu einer stärkeren Sauerstoffzehrung kommt, und zudem die Kleintiere auch viel Sauerstoff brauchen?
Oder ist es so, dass solche Becken sogar stabiler sind, weil die große Zahl von Mikroorganismen in der Lage ist, anfallenden Dreck zu verwerten, und so eine Vergiftung des Wassers verhindern?
An welcher Stelle findet in solchen Becken die Vermehrung der Kleintierchen statt? Ist dazu ein hoher Bodengrund nötig, in dessen sauerstoffarmen Tiefen sich massenhaft Bakterien ansiedeln, oder hätte man dasselbe z.B. in einem Boden aus Korallenbruch, der durchströmt und sauerstoffreich ist?
Einige Fragen, aber ich wäre wirklich dankbar für Antworten, die mir helfen, die Biologie solcher Becken besser zu verstehen.
Viele Grüße
Willi
