Weniger WW - besser fürs Becken?

  • Bisher wird ja immer behauptet, das beste fürs Becken und seine sessilen Bewohner sei ein regelmäßiger Wasserwechsel. So 10% alle ein bis zwei Wochen. Bisher habe ich immer etwa 10% alle 2 Wochen gewechselt. Jetzt habe ich aber festgestellt, da ich aus beruflichen Gründen weniger Zeit habe, dass bei einem dreiwöchigen WW, irgendwie das Becken besser steht. Also der letzte ist nun drei Wochen her, der davor weitere drei Wochen. Diese Beobachtung habe ich auch in meinem "schmuddeligem" Ablegerbecken gemacht, wo nur etwa alle 4 Wochen ein WW erfolgt. Tiere die im Hauptbecken "schwächeln" gehen in diesem in kürzester Zeit wieder voll auf. Wasserwerte habe ich nun aus den schon erwähnten Zeitgründen auch nicht mehr bestimmt.Gab ja auch keinen Grund dazu. Werde diese aber wahrscheinlich morgen wieder mal checken. Als Salz verwende ich Deep Blue. Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht?

  • Hallo Dirk!

    Ich mache in meinem (in Österreich bekannten) "Blumengärtlein" (54 Liter, keine Abschäumung, Standzeit: 6,5 Jahre, Nitrat: n.n., Phosphat: 0,04) kaum jemals einen Wasserwechsel.

    Ich denke aber auch, dass man das nicht verallgemeinern kann. Dazu ist die Vernetzung aller (z. T. noch gar nicht bekannten) Parameter viel zu komplex. Einer hat damit Erfolg, ein anderer wiederum mit etwas anderem ...

    Lieben Gruß

    Harold

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Hallo Harold,
    ich habe auch nicht daran dedacht, dass man das verallgemeinern kan, nur dass es bei mir so sein könnte. Du hast ja den Spruch "nicht immer soviel im Becken rumpfudeln" oder so ähnlich irgendwo stehen und ich denke bei mir kommt das hin.
    Als ich Probleme mit meinem Becken hatte kam nur sehr häufigr der Rat "mach mal häufiger WW, so jede Woche mal 10%". Leider hatte das damals keinen Erfolg gebracht und jetzt wo mir das mit dem weniger WW auffiel dachte ich mir man müsste das mal mitteilen.
    Das Du ein kleines 54 Liter Becken ohne AS betribst wird wohl einer meiner nächsten Schritte werden. Wenn die Werte in meiner 54 l Ablegerpfütze stimmen, den kleinen AS einfach mal auszuschalten und zu beobachten, bzw. auch mal wieder die Werte messen.

  • Ja, in einem anderen meiner Aquarien mit 63 Litern, Beleuchtung ausschließlich blau, ebenfalls kein Abschäumer, Besatz ausschließlich mit zu fütternden sessilen Wirbellosen (Tubastrea spp., Duncanopsammia sp., Bäumchenhydroidpolypen, Meerhand), vielen verschiedenen Schwämmen, Röhrenwürmern, Seescheiden sowie 3 kleinen Fischen (Synchiropus picturatus und Plectranthias inermis) wechsle ich schon alle 2 bis 3 Wochen 20 % des Wassers. Funktioniert auch super.

    Lieben Gruß

    Harold

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Hallo!

    Zitat

    (in Österreich bekannten) "Blumengärtlein"

    Nicht nur dort, lieber Harold :wink!

    Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, dass die Frage des Wasserwechsels nicht pauschal beantwortet werden kann, sondern nur beckenbezogen. Wenn mich meine Beobachtungen und der Eindruck in den Foren nicht völlig täuscht, ist der Wasserwechsel umso wichtiger, je "bonboniger" das Becken angelegt ist. Aber das ist ja auch erklärlich. Allerdings habe ich auch bei meinen Becken, die aufgrund des Besatzes mit hauptsächlich Weichkorallen und LPS nährstofflastiger zu fahren sind, festgestellt, dass ein Wasserwechsel von mindestens 5 % wöchentlich positive Effekte zeigt. Andererseits zeigten sich nach 2 Wochen ohne Wasserwechsel auch keine negativen Konsequenzen, was allerdings auch noch nichts sagt.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hmmm, ich habe mir da auch schon so meine Gedanken gemacht...

    Ich wechsle wöchentlich ca 7% Wasser und bin da auch immer relativ vorbildlich.

    Immer, wenn ich aus dem Urlaub komme (es wird dann 14 Tage kein Wasser gewechselt) bilde ich mir ein, alles steht irgendwie super da, die Korallen sind voll offen und von gestressten Tieren keine Spur.

    Nun kann es ja auch ein psychisch bedingter WoW-Effekt sein (man hat das Becken längere Zeit nicht gesehen, ja, sich auch tierisch darauf gefreut) oder ist es wirklich so, dass vielleicht das Hantieren im Becken, das frische Meerwasser etc, gar nicht so gut aufgenommen werden?

    Interessantes Thema

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Also ich werde mal den 3 Wochen Rhytmus mit 10 % bei behalten und berichten und Wasser ist halt doch schnell gewechselt :ylol .

    Einmal editiert, zuletzt von jailwarrior (7. März 2010 um 11:35)

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