P.bispiralis - Pracht Kalkröhrenwurm?!

  • Hallo,

    ich möchte Euch mal um Hilfe bei der Haltung von Protula bispiralis - Pracht Kalkröhrenwurm bitten.
    Das Tier habe ich ca. 2 Monate. Er stand immer voll geöffnet und man hat deutlich ein Wachstum an den Kronen verfolgen können. Nun, seit drei, vier Tagen kommt der Wurm fast nicht mehr aus der Röhre. Wenn er heraus kommt, öffnet er leider nicht die Kronen: siehe Bild.

    Die Werte sind wie folgt:
    - Nitrat: NN (Salifert)
    - Phospat: 0,024 (Rowa)
    - Calzium: 380 (Salifert) wie gerade angehoben
    - Magnesium: 1285 (Salifert)
    - Alkalität: 8 (Fauna Marin)
    - Dichte: 1,0235 (Spindel) bei 25 Grad C
    - WW jede Woche 10% mit Tropic Marin Bio Activ Salz
    (die meisten Werte sind mit der Fauna Marin Multireferenz gegengemessen und ggf durch Offset angepasst)

    Filtriererfutter:
    - 2x wöchentlich TM - Reef Activ
    - 2x wöchentlich Dupla Rin - Coral Food
    - 3x wöchentlich JBL - Korall Fluid
    - 5x wöchentlich Fauna Marin - Ultra Min S

    Ich bin für jeden Tipp dankbar.

    Tschüss Olaf

  • Zitat

    Original von Lightgear
    Wenn das so ist, ändere das mal, Röhrenwührmer allg. suchen sich lieber ihre Futterplätze.


    Hi,
    erklär mir mal wie der Röhrenwurm das macht :confused_face: Rauskrabbeln, die Kalkröhre huckepack nehmen und los gehts :grinning_squinting_face:

  • Hallo Olaf!

    Die Tiere sind leider manchmal recht hinfällig, wobei er bei deinem Futtermix eigentlich etwas für sich herausfischen sollte. Wie steht es mit der Strömung? Hast du etwas geändert oder hat sich z. B. durch Korallenwachstum etwas an den Strömungsverhältnissen geändert?

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Zitat

    Original von KS


    Hi,
    erklär mir mal wie der Röhrenwurm das macht :confused_face: Rauskrabbeln, die Kalkröhre huckepack nehmen und los gehts :grinning_squinting_face:

    Krone aufstellen und ruckartig einziehen, wenn der Wurm nicht fest liegt kann er sich so
    durch das ganze Becken bewegen, wenn er nicht festhängt.

    So ca. machen das diverse Arten auch oben genannter.

    Hilft Dir das weiter Klaus ?


    MfG Philipp

  • Hi, danke für die Infos.

    Also, er ist leicht eingeklemmt im Riffaufbau. Das er sich allein bewegen kann ich eigentlich fast nicht glauben, da die Röhre doch recht groß ist. Die Strömung ist an dieser Stelle sanft, immer aus der gleichen Richtung. Störenfriede wie Freßfeinde habe ich nicht im Becken. Wenn mal ein größerer Doc vorbei schwimmt, verschwindet er mal kurz in der Röhre und kommt kurze Zeit später eigentlich gleich wieder raus.
    Zwei Monate ging es ja auch super. Geändert habe ich nichts.

    Tschüss Olaf

  • Hi Phillipp,
    da muß aber vorher der Bautrupp die Kalkröhre des Wurms vom Gestein losschlagen, mit der er festgewachsen ist :grinning_squinting_face:

  • Also umsetzen werde ich morgen mal probieren. Gibts eventuell noch andere Ideen?

    Tschüss Olaf

  • Zitat

    Original von Lightgear
    Naja wenn's dem Tier nicht da gefällt, klebt er sich auch nach 2 Monaten noch nicht fest.


    Kapierst Du es nicht. Das ist ein Kalkröhrenwurm. Der klebt sich nirgends fest und löst sich auch nicht um durchs Becken zu schwimmen. Der Wurm lebt in einer massiven Kalkröhre die fest mit dem Stein verwachsen ist. Einmal vom Fänger (meist mit einem Stückchen Substrat) losgeschlagen wächst das nicht mehr fest. Bei einer Störung wirft er höchstens mal seine Krone ab, wenn er sich nicht wohlfühlt kümmert er meist kurze Zeit bis er dann stirbt.

  • Ich hab den lat. Namen schon richtig gelesen, die Tiere leben in einer massiven Kalkröhre die unten
    minimal geöffnet sind und in dem Bereich kann er sich sehr wohl anhaften. Und die letzten +20 Tiere
    habe ich ohne ein Filtzel Substrat (nur in Sand) bekommen, wenn die Tiere eine Röhre von ca. 10 -15 cm
    haben, sind sie noch ziemlich mobil.


    MfG Philipp


    Beispiel von Claude ..

  • Hallo,

    Ich habe auch 2 dieser Würmer. Bei mir ware es vermutlich ein Spuri bzw. Jodmangel. Krone entfaltete sich damals wochenlang nicht mehr mal ganz selten zu sehen war sie kleiner geworden. Alle übrigen Wasserwerte waren wie bei dir OK, Staubfutter war regelmässig im Wasser und es war auch nichts im Becken was an den Kronen zupfte. Eigentlich bin ich durch schlechter stehende SPS darauf aufmerksam geworden, dass irgendwas nicht stimmt, dabei ist mir dann aufgefallen, dass auch die Würmer schon lange nicht mehr gesehen waren und an ihrer Röhre bauten, wie das bei einem vitalen Wurm der Fall ist.
    Einen vorsichtigen Versuch ists allemal wert, wenn du in der Hinsicht nicht schon was gibst.

  • Moin,

    Zur Fütterung: Die Tiere können mit dem Korallen-Staubfutter meiner Meinung nach nur wenig anfangen, besser sind kleine Frostfutterpartikel- da kann es schon hilfreich sein, Frostfutter einfach mal nicht auszuwaschen und so ins Becken zu geben; da werden die Wasserwert-Fanatiker zwar gleich auf die Barrikaden gehen, aber Röhrenwürmer leben nun mal von kleinen Partikeln, und die sind IMO in den Korallenfutter-Produkten nicht in der richtigen Größe/Form gegeben.
    Cyclop-Eeze, Lobstereier und andere Kleinstprodukte sind ebenfalls hilfreich, und das gerade bei Protula täglich- die Tiere brauchen nun mal Futter, sind ja auch nicht ganz klein.

    @Michael: Wozu braucht ein Wurm zudosierte Spurenelemente? Das ist keine Koralle, Leute...

    Zur Bewegung: Die Bewegung ist Schwachsinn, sorry. Was du beobachtest, ist die zufällige Bewegung, die durch die ruckartige Bewegung des Wurmes entsteht, der sich vor Schreck einzieht- dass die Röhre sich dabei mitbewegt, ist weder gewollt noch in der Natur ebenso, da die Würmer, wie auch Klaus schon sagte, sobald sie vom pelagischen zum sessilen Stadium übergehen, sich irgendwo festsetzen und dort ihre Röhre bauen- sind die Bedingungen ideal, wächst der Wurm und gedeiht, sind sie es nicht, geht er zugrunde. Die mobile Phase endet allerdings bei einer Größe von unter 1cm, und noch bevor der Wurm als solcher erkennbar wird; und eine Bewegung danach ist weder vorgesehen noch kommt sie freiwillig vor. Für den Wurm hätte es ja auch keinen Sinn, sich auf diese Weise zu bewegen, zumal er ja nur Hell/Dunkel wahrnehmen kann sowie Strömungsbewegungen, folglich also nicht mal den blassesten Schimmer hat, wohin er sich bewegt und das mit seinen Sinnesorganen auch nicht mal ertasten kann- auch wenn ich gerade eine interessante Vorstellung von Würmern, die lemminggleich von der Riffkante stürzen, habe... :winking_face:
    Dass Löcher in der Röhre ausgebessert werden und diese damit evtl. wieder am Stein befestigt werden kann, ist zwar richtig, aber auch vom Wurm nicht bewusst durchgeführt- der will nur innen eine glatte Oberfläche ohne Schäden haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Jannes Freiberg (15. Februar 2010 um 11:38)

  • Zitat

    Original von Jannes Freiberg

    Zur Bewegung: Die Bewegung ist Schwachsinn, sorry. Was du beobachtest, ist die zufällige Bewegung, die durch die ruckartige Bewegung des Wurmes entsteht, der sich vor Schreck einzieht- dass die Röhre sich dabei mitbewegt, ist weder gewollt noch in der Natur ebenso, da die Würmer, wie auch Klaus schon sagte, sobald sie vom pelagischen zum sessilen Stadium übergehen, sich irgendwo festsetzen und dort ihre Röhre bauen- sind die Bedingungen ideal, wächst der Wurm und gedeiht, sind sie es nicht, geht er zugrunde. Die mobile Phase endet allerdings bei einer Größe von unter 1cm, und noch bevor der Wurm als solcher erkennbar wird; und eine Bewegung danach ist weder vorgesehen noch kommt sie freiwillig vor. Für den Wurm hätte es ja auch keinen Sinn, sich auf diese Weise zu bewegen, zumal er ja nur Hell/Dunkel wahrnehmen kann sowie Strömungsbewegungen, folglich also nicht mal den blassesten Schimmer hat, wohin er sich bewegt und das mit seinen Sinnesorganen auch nicht mal ertasten kann- auch wenn ich gerade eine interessante Vorstellung von Würmern, die lemminggleich von der Riffkante stürzen, habe... :winking_face:
    Dass Löcher in der Röhre ausgebessert werden und diese damit evtl. wieder am Stein befestigt werden kann, ist zwar richtig, aber auch vom Wurm nicht bewusst durchgeführt- der will nur innen eine glatte Oberfläche ohne Schäden haben.

    Wenn das so ein Schwachsinn ist, erkläre mir bitte wie folgende Arten teilweise
    0.5 - 1,0 m / Tag auf dem Sandboden zurückgelegt haben direkt nach dem Besatz:

    Sabellastarte indica/magnifica
    Protula bispiralis/magnifica
    Myxicola spec.

    Um es vorwegzunehmen die Tiere sind nicht durch Strömung oder grabende Tiere
    transportiert worden, die Tiere haben sich, wie Du es beschrieben hast, durch Rückstoß
    bewegt.

    Ich konnte immer wieder beobachten wie all' diese Arten sich von Plätzen wegbewegten,
    die anscheinend nicht favorisiert waren und diese Bewegung habe ich selbst verfolgt,
    die Kalkröhrenwürmer bewegen sich ab einer länge von 10 cm immer noch und buddeln
    sich teilweise in den Boden ein wie eine Pfahlramme.

    Mag sein das ihr das nicht so beobachtet habt, aber ich kann euch nur meine Beobachtungen schildern,
    was ich bestätigen kann, wenn sie sich angehaftet haben, dann blieben die Tiere auch sessil.

    Ob der Wurm eine gerichtete Bewgung beabsichtigt, glaube ich auch nicht, aber sein hell/dunkel
    Empfinden hilft ihm schon zu unterscheiden, ob er freiliegt oder irgendwo im Sand oder Gestein.


    MfG Philipp

  • Zitat


    @Anmerkung JF: Wozu braucht ein Wurm zudosierte Spurenelemente? Das ist keine Koralle, Leute...

    Jannes,
    ich halte das für eine sehr gewagte These von dir. Wo bitte kann ich nachlesen dass nur Korallen Spuris brauchen, Würmer und andere "Niedere" wie etwa Muscheln nicht?
    Wenn das stimmt würde mich das sehr wundern. Das würde jeder Erfahrung wiedersprechen und ich gehe auch nicht ernstlich davon dass du die Behauptung belegen kannst.

    Ich habe hier einfach meine persönlichen Beobachtungen gepostet, mehr nicht. Obs einer probieren will, wenn er keine bessere Idee und anderes schon probiert hat, bleibt jedem selbst überlassen.

  • Philipp,

    du scheinst echt auf dem Schlauch zu stehen ?! Diese Kalkröhrenwürmer sind unmöglich mobile und in alle den Jahren habe ich auch niemals gesehen das die ohne Kalkröhre ankommen.

    Natürlich ist es bei den Röhrenwürmern mit weicher Hülle anders - das bestreitet ja auch keiner hier

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Philipp,

    du scheinst echt auf dem Schlauch zu stehen ?! Diese Kalkröhrenwürmer sind unmöglich mobile und in alle den Jahren habe ich auch niemals gesehen das die ohne Kalkröhre ankommen.

    Natürlich ist es bei den Röhrenwürmern mit weicher Hülle anders - das bestreitet ja auch keiner hier


    Nee Peter, die hatten schon ihre Röhre, aber wie bei dem Bild aus Claudes Shop hingen die nirgends dran,
    wie ich das bei Klaus verstanden hab.

    Und ich habe das wirklich mehrfach beobachtet, das die Tiere sich doch für Kalkröhrenwürmer extreme
    bewegten, ich hab mich auch gewundert, die Sabellastarte spec. bewegen sich mehr das ist klar.

    Ich hab zur Zeit kein Becken auf Grund meines Umzuges, wenn ich im Herbst dann wieder Zeit
    hab, bekomm ich wieder eins :grinning_squinting_face: . Vllt. bekomm ich dann auch ein paar Protula bispiralis,
    dann guck ich mal ob sie das auch tun und dann dokumetiere ich das per Video.


    MfG Philipp

  • Moin Michael,

    Ich sage nicht, dass sie gar keine brauchen, aber ich halte sie für deutlich weniger wichtig als eine gute Ernährung- bei mir, aber auch bei anderen Leuten lassen sich die Tiere durch simple Wasserwechsel sehr gut halten, daher scheint ja eine Zudosierung absolut nicht nötig zu sein. Wohingegen die Leute gern Spurenelemente und Korallenfutter zudosieren, aber dann davon ausgehen, das Tier sei optimal versorgt, obwohl es verhungert...

    Daher würde ich das mit den Spurenelementen erstmal vernachlässigen, ich gebe aber gern zu, dass sie die in geringem Maße aufnehmen, wie jedes Tier, und vermutlich auch irgendwo nutzen- nur scheinen sie da zumindest keinen Bedarf zu haben, der im normalen Aquarium nicht gedeckt werden könnte. Besser ausgedrückt?

    @philipp:
    Bevor das noch peinlicher wird, bitte sieh dich mal danach um, wo die Würmer im Riff leben, gerade Protula- bei denen wäre eine derartige Bewegung vollkommen sinnlos, zumal sie ausschließlich bergab ginge- und das weit weg von jeglichem glattem Sandboden...
    Ich bestreite ja nicht, dass das, was du da beobachtest, in deinem Becken so vorkommst, ich sage nur, du interpretierst es falsch- es ist ja, trotz deiner offensichtlichen Meinung, nicht so, dass du der einzige bist, der sich mit diesen Tieren beschäftigt, stell dir mal vor, es gibt sogar Wissenschaftler, die darüber etwas schreiben...

    Und Serpuliden sind sessil, da sie ihre Röhre direkt an das Substrat anheften- eine Möglichkeit, sich MIT der Röhre zu bewegen, ist für den Wurm vollkommen sinnlos, da er im Leben niemals dazu kommt(wohl nur der Mensch baut die Röhre ab, um den Wurm drin zu lassen); und das gilt eigentlich auch für Sabelliden- wobei diese aber eine Ausnahme bilden, da sie, wenn sie sich absolut nicht wohlfühlen, tatsächlich ihre Röhre verlassen und sogar recht gute Schwimmer sind- aber das ist ein anderes Thema. Mit ihren Röhren ziehen die allerdings auch nicht umher, was auch dämlich wäre, denn als Schwimmer können sie sich von der Strömung leiten lassen und damit gute Plätze finden, als "Einsiedelwürmer"... können sie eben Kante für Kante runterfallen, und hoffen, dass sie irgendwann auf Sandboden landen...

  • Zitat

    Original von Jannes Freiberg
    Und Serpuliden sind sessil, da sie ihre Röhre direkt an das Substrat anheften- eine Möglichkeit, sich MIT der Röhre zu bewegen, ist für den Wurm vollkommen sinnlos, da er im Leben niemals dazu kommt(wohl nur der Mensch baut die Röhre ab, um den Wurm drin zu lassen);

    huhu,

    ähmm...nun seind nicht so kleinlich.

    es mag ja durchaus sein, dass der wurm bei recht kurz gebrochenen röhren es unbewusst durchs "herumhampeln" schafft, sich zufälligerweise weiterzubewegen...

    :O

  • Moin,

    Das habe ich ja oben schon eingestanden; es ist ja sogar logisch, dass sich die Röhre dann weiterbewegt- nur ist das eben, wie du selbst schreibst, weder bewusst, noch für den Wurm irgendwie nützlich... :O

    Eigentlich ist es sogar logisch, dass der Wurm sich reflexartig bewegt- durch das plötzliche "Loch" in der Röhre fühlt sich der Wurm gestört, da plötzlich auch Strömungen und Druckänderungen in der Rohre vorkommen, die vorher nicht da waren- somit fühlt er sich bedroht, gerade wenn eine dezent wechselnde Strömung im Becken herrscht. Folglich dürfte er sich öfter in die Röhre zurückziehen und damit die "Bewegung" auslösen, woraus man wiederum schließen könnte, dass es doch sinnvoller wäre, die Tiere eben so zu platzieren, dass dieses Problem der Störung gar nicht erst eintritt, denn die ruckartige Bewegung kostet den Wurm ja jedes Mal Energie- und wenn er sich damit in kürzester Zeit eine Strecke von über 1m bewegt, dann zehrt das sicher gewaltig an seinen Reserven und schwächt das Tier insgesamt, da es ja in der Zeit auch nicht genug Nahrung aufnehmen kann..?
    Folglich etwas auf das Händler achten könnten, um gesündere Tiere zu verkaufen. :wink

    2 Mal editiert, zuletzt von Jannes Freiberg (15. Februar 2010 um 17:39)

  • Zitat

    Original von Jannes Freiberg

    @philipp:
    Bevor das noch peinlicher wird, bitte sieh dich mal danach um, wo die Würmer im Riff leben, gerade Protula- bei denen wäre eine derartige Bewegung vollkommen sinnlos, zumal sie ausschließlich bergab ginge- und das weit weg von jeglichem glattem Sandboden...
    Ich bestreite ja nicht, dass das, was du da beobachtest, in deinem Becken so vorkommst, ich sage nur, du interpretierst es falsch- es ist ja, trotz deiner offensichtlichen Meinung, nicht so, dass du der einzige bist, der sich mit diesen Tieren beschäftigt, stell dir mal vor, es gibt sogar Wissenschaftler, die darüber etwas schreiben...

    1. ich habe nie gesagt das ich das für alle Kalkröhrenwürmer auf diesem Planeten annehme.

    2. ich habe nie gesagt das die Art im Sand lebt, lediglich das sie sich eingraben kann.

    3. ich habe auch nie behauptet das die Tiere sich gezielt bewegt haben.

    4. All' diese Info's stehen aber schon oben.

    5. Die Röhren waren alle vollständig bis auf kleinere Löcher.

    6. Ob der Wurm einen Nutzen davon hat, wenn er sich bewegt, bewegen kann, bewegen könnte,
    sei mal dahin gestellt.

    Ich denke wir stellen einfach die Diskussion ein und helfen Olaf weiter.


    MfG Philipp

  • Um wieder aufs Thema zu kommen,

    wenn die Würmer nicht mehr raus kommen kann es nach eigenen Beobachtungen folgendes Ursache haben:

    Sie werden von irgendwas immer wieder gestört (von oben oder von unten)

    Es geht ihnen nicht gut, weil sie nicht alle Vitalstoffe haben die sie brauchen.
    Ursache kann sein, nicht genügend Organic im Becken, welche aufgenommen werden kann und diese Vitalstoffe enthält, oder ersatzweise nicht genügend der Stoffe im freien Wasser die für eine ausreichende Organic verantwortlich sind und dazu zählen auch diverse Elemente.

    Ich beschäftige mich schon ziemlich lange, praktisch mit diesen Themen und es gibt im Riff nicht nur direkt kausale Zusammenhänge. Dies gebe ich im Zusammenhang mit meinem Hinweis auf Spuris zu bedenken. Wie gesagt "nichts genaues weis man nicht" wie der Volksmund sagt. Drum rate ich einfach mehr auszuprobieren und genau zu beobachten. Immer jedoch vorsichtig agieren und möglichst nicht 5 Dinge gleichzeitig ändern.

    Die Strömung ist nach meiner Erfahrung nicht primär, wenngleich eine zu turbulente oder zu scharfe laminare Strömung nicht erwünscht ist.

  • Hallo Jannes,

    auch wenn Du es nicht glauben magst, es ist mit den Spurenelementen irgendwie anders als Du denkst und ich weiß nicht inwiefern Du das mit den Frostfutterpartikeln ausgedehnter ausprobiert hast.
    Ich kann hier nicht von Protula berichten aber von einer Röhrenwurmart mit Sediment-Exkret-Hülle, die ca 4 cm Durchmesser erreicht und von einer Kalkröhrenwurmart, die ca. halb so groß wird. Beide werden von der richtigen Spurenelemente-Dosierung deutlich gefördert, so wie auch Schwämme, Foraminiferen und andere Filtrierer.
    Dazu gebe ich mal folgendes zu bedenken: Sowohl Planktonalgen als auch Bakterien, die als Nahrung dienen können, werden durch Spurenelemente gefördert. Möglicherweise sind bestimmte Spurenelemente in der EPS-Matrix von Biofilmen und im Detritus ein wertbestimmender Bestandteil. Egal, es sei wie es sei, was Michael schreibt, kann man nicht so einfach von der Hand weisen. Denken reicht nicht aus, man muss es probieren. So komplex wie das System ist, kannst Du nicht denken ohne Deine einzelnen Gedankenschritte mit Versuchen zu bestätigen oder zu verwerfen. Ist zwar mühsam, aber man kann nur gehen indem man einen Schritt nach dem anderen tut.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von mmegerle
    Bei mir ware es vermutlich ein Spuri bzw. Jodmangel. Krone entfaltete sich damals wochenlang nicht mehr mal ganz selten zu sehen war sie kleiner geworden. Alle übrigen Wasserwerte waren wie bei dir OK, Staubfutter war regelmässig im Wasser und es war auch nichts im Becken was an den Kronen zupfte. Eigentlich bin ich durch schlechter stehende SPS darauf aufmerksam geworden, dass irgendwas nicht stimmt, dabei ist mir dann aufgefallen, dass auch die Würmer schon lange nicht mehr gesehen waren und an ihrer Röhre bauten, wie das bei einem vitalen Wurm der Fall ist.

    Hi Michael,
    also, dass es Spuri- oder Jodmangel ist, denke ich nicht. Ich gebe Spuris regelmäßig mit den Ballingsalzen, WW und Ultra Min S zu. Die SPS stehen auch alle super.

    Zitat

    Original von Jannes Freiberg
    Zur Fütterung: Die Tiere können mit dem Korallen-Staubfutter meiner Meinung nach nur wenig anfangen, besser sind kleine Frostfutterpartikel- da kann es schon hilfreich sein, Frostfutter einfach mal nicht auszuwaschen und so ins Becken zu geben; da werden die Wasserwert-Fanatiker zwar gleich auf die Barrikaden gehen, aber Röhrenwürmer leben nun mal von kleinen Partikeln, und die sind IMO in den Korallenfutter-Produkten nicht in der richtigen Größe/Form gegeben.
    Cyclop-Eeze, Lobstereier und andere Kleinstprodukte sind ebenfalls hilfreich, und das gerade bei Protula täglich- die Tiere brauchen nun mal Futter, sind ja auch nicht ganz klein.

    Hi Jannes,
    eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mit dieser Futtermischung die Bedürfnisse abdecke.
    Hier mal ein paar Aussagen der Hersteller:

    Originaltext von TM zu Reef Activ:
    "Zu den Spezialisten, die REEF ACTIF nutzen können, gehören die symbiontischen Bakterien, die auf und in Korallen, Schwämmen, Röhrenwürmern und vielen anderen Filtrierern leben."

    Originaltext von Dupla Marin zu Coral Food:
    "Die ausgewogene Zusammensetzung essentieller Spurenelemente, Mineralstoffe, speziellen Aminobausteinen und Vitaminen macht Coral Food zu einem idealen Ergänzungsfuttermittel und ist ein wichtiger Energie- und Mineralstofflieferant. Muscheln, Haarsterne, Zylinderrosen und Röhrenwürmer müssen im Aquarium genauso gefüttert werden wie azooxanthellater Korallen, zu denen z.B. Gorgonien, Weichkorallen (z.B. Dendronephtya) aber auch Steinkorallen (z.B. Tubastrea) gehören, wenn sie erfolgreich im Aquarium gepflegt werden sollen. Zusammensetzung: Nährstoffvormischung, Aminosäuren, Spirulina, Laminaria, Chlorella, essentielle Spurenelemente, Eiweiße, Omega 3 Fettsäuren, Cyclop eeze, Astaxanthene, Beta Glucane und Vitamine."

    Originaltext von JBL zu Korall Fluid:
    "Flüssig-Plankton für Wirbellose und Fischbrut
    •Suspendiertes Phyto- und Zooplankton.
    •Essentielle Aminosäuren sorgen für gutes Wachstum.
    •Multivitamin-Komplexe schaffen Widerstandskraft und Farbausprägung"

    Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass Röhrenwürmer zu große Futterpartikel nicht verwerten können.
    Habe gerade folgende Text bei Aqua Terra Shop zu diesem Wurm gefunden: "Benötigt für den Aufbau seiner Röhre ausreichend Calcium und muss mit feinstem Futter gefüttert werden (s. unten). Futter: Feinstes Frostfutter (z.B. Lobstereier, Oyster-Eggs), Staubfutter (z.B. UltraminF, UltraSeaFan, Cyclop-eeze)"

    Tja, decke ich das nun ab oder eher nicht!?

    Tschüss Olaf

  • Hallo Olaf,

    wenn alles passen würde, sollte es dem Wurm gut gehen. Wenn das nicht der Fall ist, wäre eine Möglichkeit, vorsichtig etwas zu verändern. Du schreibst, Du gibst Spurenelemente mit den Ballingsalzen, welche denn? Nur die im NaCl-freien Meersalz?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner,

    NaCl freies Salz gebe ich gar nicht zu da ich jede Woche 10% WW durchführe.

    In der Calciumchlorid-Dihydrat Lösung sind von Fauna Marin die Strontium-Barium-Komplexe und die Schwermetall Komplexe anteilig enthalten. In der Natriumhydrogencarbonat Lösung ist von Fauna Marin der Jod Flour Komplex anteilig enthalten.

    Tschüss Olaf

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