Besucht zu diesem Thema auch den Thread Osmoseanlage - die Umfrage
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Hallo alle Zusammen :-),
da ich die letzte Zeit öfters im Forum in den Unterschiedichen Boards auf das Thema rund um die Wasseraufbereitung gestoßen bin hier einmal ein anderer Aspekt gegenläufig dem Trend Osmoseanlage:
Jeder kennt sie, viele benutzen sie...
Die sehr beliebte Osmoseanlage. Doch muß sie wirklich sein??
Mit guten Kontakten zum Bereitschaftsdienst der örtlich ansässigen Wasserwerke hat das "Umdenken" angefangen.
Mittlerweile bin ich davon Überzeugt daß nach Expertenagaben min. 60% aller Meerwasseraquarianer auf eine Osmoseanlage verzichten könnten.
Der Sinn einer Osmoseanlage ist ein möglichst reines Wasser zu bekommen.
Das bedeutet aber auch daß wir die "guten" Stoffe hier allen voran Kalk (also der KH Wert) komplett entfernen. Es ist auch eigentlich sehr verwunderlich daß wir erts fast steriles Wasser machen um es dann nachher wieder teuer mit Kalk und anderen Spurenelmenten aufbereiten damit es "Lebensfähig" wird!
Im Forum habe ich schon des öfteren beobachet daß viele eigentlich recht kleine Wechselintervalle der Membranen haben, was u.a. meist auf Kalk zurückzuführen ist.... Den wir doch eigentlich brauchen!!
Alle tatsächlich schädlichen Stoffe sind nach unseren strengen deutschen Gesetzen und vor allem durch die enorme Technik zur Wasseraufbereitung soweit minimiert daß wir sehr oft auf das Ausgangswasser direkt zugreifen können um unser wertvolles Meerwasser anzumischen. In der Regel reicht ein Silikatfilter (Algenbildung) und ein genaues Überprüfen der Wasserwerte vor ansetzten mit Meersalz!
So haben wir dann auch unseren beliebten Kalk in vollem Umfang enthalten und so wird z.b. bei entsprechendem Besatz ein Kalkreaktor unnötig sein! Allerdings bei starkem Steinkorallenwuchs eingesetzt werden muß o. Alternativen eben wie ein Calziumhydroxidreaktor oder auch die Balling Methode. (ich berichtete...)
Da ich und auch mein gesamter Freundeskreis hier auf der schwäbischen Alb ausnahmslos KEINE Osmoseanlagen verwenden lässt sich das wirklich schon sehr gut bestimmen. Die Erfahrungen "ohne"
sind eindeutig besser als "mit". Mein hier ansässiger Händler führt nicht einmal Osmoseanlagen und müßte sie wenn unbedingt gewollt erst extra bestellen.
Klar ist unser Ausgangswasser vielleicht besser als das aufbereitete Wasser im Rhein Main Gebiet z.b. aber die Werte lassen sich sehr gut erfragen beim örtlichen Wasserwerk.
Wir haben hier Bodenseewasser und auf Anfrage hin wie weit dieser Zweckverband der Wasserversorgung reichte ergab sich daß Bodenseewasser bis nach Heilbronn, also hinter Stuttgart gespeist wird!! Also können fast alle Baden Württembergische Aquarianer auf eine Osmoseanlage verzichten!
Man kann wirklich davon ausgehen daß eine Osmoseanlage im Süßwasserbereich (insbesondere z.b. bei Diskuszuchten wo sehr weiches Wasser benötigt wird), absolut Sinn macht aber im Meerwasser kann wirklich meist darauf verzichtet werden! Die Wasserwerte sind in ganz Deutschland ähnlich! Das ergab schon ein Analysetest der verschiedenen Zweckverbände der Wasservrsorgung hier in Deutschland. Auch die Richtlinien (die überdies noch meist unterschritten werden!!) gelten für ganz Deutschland!
Auch über die Aufbereitung ließ ich mir einiges zeigen und direkt veranschaulicht vor Ort erklären:
Die enormen Wassermassen die für ein Wasserwerk zu Reinigen sind um auf Trinkwasserniveau zu kommen benötigen auch spezielle Technik:
Es ist aber alles durchaus mit der Aquaristik vergleichbar. Sie ist quasi wie ein "Modell" der großen Aufbereitung. Ich versuche es mal etwas zu veranschaulichen. (Ich werde mal nachfragen, vielleicht bekomme ich mal ein paar Bilder und einen Bericht zusammen.)
Der Eiweißabschäumer funktioniert im Süßwasser größtenteils noch nicht. Hier kommt ein Reaktor aus Aluminiumsulfat zum Einsatz der vereinfacht gesagt die selbe Funktion hat wie unser Abschäumer im Meerwasser.
Dann gibt es gigantische Filterbecken mit Aktivkohle und vesch. Harzen die autom. gespült und auch gefüllt werden. Um sich mal die Größenordnung vorzustellen: Die Aktivkohle bringt monatlich ein Tanklastzug (1 Lastzug pro Becken!). Die Befüllung eines Becken kostet ungefähr 80.000 €uro! Bei unserem Wasserwerk hier sind es 6(!) solcher Aktivkohlebecken, plus die Harzbecken! (damit ihr das auch mal wisst liebe Steuerzahler
)
Ozon wird ebenfalls eingespeist. Jedoch NUR soviel damit der Weg des Wassers durch die Leitungen geschützt ist. Also als Prophylaxe, somit gibt es nur einen minimal messbaren Restgehalt an Ozon an unserem Wasserhahn. Wie Ozon funktioniert und was es bewirkt brauch ich nicht näher drauf einzugehn denk ich. ![]()
Wie peinlich genau dort gearbeitet wird ist Phänomenal...
NUR Überschuhe, NUR Handschuhe, EIGENES Kontrolllabor, UND die aktuellen Wasserwerte werden TÄGLICH von einem unabhängigen Institut im Taunusstein gemessen! TÄGLICH!!!
Hinzu haben sie bei uns hier in der Eingangshalle ein riesiges Forellenbecken direkt hinter
der fertigen Aufbereitung gespeist mit durchfließendem Wasser. So kann direkt am Tierbesatz (und Forellen brauchen sehr sauberes und vor allem Sauerstoffreiches schnell fleißendes Wasser) sofort festgestellt werden wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte.
Die Einzelnen Wasserbehälter der versch. Stadtteile, werden TÄGLICH ZWEI MAL mit Frischwasser vollgepumpt. Also ein abstehen des Wassers in den einzelnen Behälter ist auch ausgeschlossen. Das ist Vorschrift so.
Mir wurde sogar zugesagt daß man "unser" Wasser Theoretisch schon direkt VOR der Aufbereitung trinken könnte und keine ernsthaften Schäden davon tragen würde. Die Wasserwerte sind im übrigen schon über Jahre Hinweg sehr Stabil und verändern sich nur unwesentlich. Also Schwankungen gibt es kaum! Und zur Sicherheit unserer Lieblinge wird das Wasser vor Aufbereitung zum Meerwasser nochmals getestet.
Das ganze liegt sicherlich auch an der "bergigen" Gegend hier, (der Bodensee ist umgeben mit Bergen und somit von natürlichen Filtern) das hat zum einen den Vorteil daß die größte Verschmutzung eigentlich durch "sauren" Regen entsteht und nicht durch andere Sonst wie z.b. in Ballungszentren rech giftige Substanzen, und zum anderen wird durch den hohen Filtereffekt durch viele Wälder und bergigen Landschaften viel Kalk gelöst. Unsere Waschmaschine mag das vielleicht nicht Sonderlich aber unsere Korallen!
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Also Mut zur Selbstinitiative und Nachfragen kostet nix!!
Mit ein wenig Glück kann dann bei dem nächsten Anstehenden "Membranenwechsel" die Anlage zu Ostern bei einen "Diskusfreund" im Körbchen liegen
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...Schönen Abend noch, und Danke für die Aufmerksamkeit wer bis hier her gelesen hat ![]()
beste Grüße
Thilo ![]()
PS: Das Bild konnte ich leider nicht Schärfer einstellen(Speicher zu klein). Wer es gern "groß" mag dem kann ich es Faxen oder senden per E-Mail. (habe es in 144MB Tiff Format.
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