Booster Pumpe für Osmoseanlage

  • Hallo

    Wie wird die Booster Pumpe für die Osmoseanlage geschaltet?

    Vor den Vorfiltern (Boosterpumpe/Sediment/Kohle/Osmoseanlage)
    oder
    nach den Vorfiltern (Sediment/Kohle/Boosterpumpe/Osmoseanlage)?

    Auf eine Antwort würde ich mich freuen =)

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Mletzko

    :fish2:

  • Mensch Jürgen, du kannst Fragen stellen......

    das ist gar nicht so einfach zu erklären.....auf jeden Fall mal nach den Filtern (oder nicht)

    in dieser PDF Datei kannste mal schauen (letzte Seite ganz unten) aber da sind noch diverse Ventiele dazwischen, ich blick bei meiner nicht wirklich wo welcher Schlauch aus welchem Ventiel wo hingeht :confused_face:

    ansonsten komm vorbei und schau dir das Ding selber an

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Hi,

    der Eingang der Boosterpumpe kommt über ein T-Stück an den Ausgang der Vorfilter. Der Ausgang der Boosterpumpe geht in die Membran. Der Schmutzwasserausgang der Membran geht auf ein T-Stück, der zweite Anschluß des T-stückes geht in den Abfluß, der dritte Anschluß des T-Stückes über ein Nadelventil an das T-Stück am Eingang der Boosterpumpe. Über das Nadelventil stell ich im Betrieb einen Betriebsdrück von 5 Bar am Ausgang der Boosterpumpe ein. Dort muß also ein Manometer sein. Der Sinn der Brücke ist das die Boosterpumpe mehr fördert und höheren Druck erzeugen kann als die Membran verkraftet. Daher wird über die Brücke mit dem Nadelventil ein Teil des Abwassers wieder dem Eingang zugeführt was die Effizient der Anlage auf ein Reinstwasser/Abwasserverhältnis von 1:1 erhöht.

    Tipp.
    Wenn im Ablaufschlauch des Abwassers so ein farbiger Nippel steckt bzw. ein Durchflußbegrenzer im Ablaufschlauch ist dann diesen entfernen und ein Nadelventil dafür einbauen. Über dieses Nadelventil kann man durch öffnen spülen wenn man möchte und das Abwasser/Reinstwasserverhältnis nach Wunsch einstellen. Unter 1:1 sollte man aber nicht gehen. Die Durchflußbegrenzer verstöpfen/verkalken nämlich gerne und dann wird zuviel Dreck in die Membrane gepreßt was deren haltbarkeit erheblich reduziert. Wenn also am Schmutzwasserausgang weniger als am Reinstwasserausgang rauskommt ist meistens der Durchflußbegrenzer zu/verstopft.

    mfg Uwe

  • Hi,

    das Nadelventil wie im ersten Bild einbauen. Damit stellst Du ein wieviel Altwasser zusätzlich im Kreislauf gebraucht wird damit der Druck nicht über 5 bar steigt. das Spülventil kenne ich nicht. Wahrscheinlich hat es die Drosselung integriert, heißt der hahn macht geschlossen nicht ganz zu. Solange das Reinst- zu Abwasserverhältnis stimmt ist das dann OK. Man sollte den Ablauf aber immer mal kontrollieren. Meine letzte Membran habe ich vernichtet weil sich der Ablauf mit Kalk zugesetzt hatte und dann das komplette Wasser durch die Membrane gepreßt wurde.

    mfg Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von use (14. November 2009 um 23:49)

  • Hallo Uwe,

    die Rückkopplung zwischen Abwasser und Boosterpumpeneingang leuchtet mir nicht ein. Ein Druckbegrenzung
    brauchst du nicht, die übliche FT30-Membran ist doch mit 41 bar angegeben. Je höher der Druck, desto effektiver
    arbeitet die Membran. So produzierst du nur unnötig Abwasser.

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    meine Membran bringt 380l/Tag, Die Boosterpumpe 80l/h=1920l/Tag. Das währe ein Verhältnis von 1:4 ohne Durchflußbegrenzer. Mit Durchflußbegrenzer würde die Pumpe gegen den Maximaldruck von 8 Bar laufen den sie gerade noch schafft. Das geht dann krass auf Kosten der Haltbarkeit der Boosterpumpe da die Membranen dann ständig maximal belastet werden. Außerdem wird durch die Rückkopplung das Abwasser konzentrierter da es sozusagen mehrfach gefiltert wird.

    So hat mir es zumindest der Mensch von IEM erklärt als ich nach dem Sinn der Rückkopplung gefragt habe.

    mfg Uwe

  • Hallo Uwe,

    das mit der Pumpenschonung leuchtet mir ein, auch wenn es suboptimal ist, dass die Pumpe nicht mit vollem Druck arbeiten darf.
    Eine bessere Pumpe und voller Druck wären die sinnvollere Lösung. Die Literleistung der Pumpe reguliert sich dabei
    durch den Gegendruck der Membran übrigens deutlich runter.

    Was mir aber nach nochmaligem Betrachten der Zeichnung immer noch nicht einleuchtet: Eigentlich ist es ja gar keine
    Rückkopplung, sondern ein Bypass. Ein Teil des Leitungswassers geht durch das T-Stück direkt ins Abwasser,
    da der Druck hinter der Membran am offenen Abwasserschlauch niedriger ist als der Leitungsdruck. Das Nadelventil
    ohne T-Stück wäre zur Druckminderung ausreichend und würde kein zusätzliches Abwasser produzieren.

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    das kommt daher das das Drosselventil im Ablauf nicht mit eingezeichnet ist, bzw. der Durchflußbegrenzer mit Spülventil. Wenn der Ablauf gedrosselt ist baut sich hinter der Boosterpumpe ein Druck von 5 bar auf der damit höher ist wie der vom Eingang und nur auf der Reinstwasserseite ist der Abgang Drucklos. Wenn Du Dein Spülventil öffnest schießt das Wasser auch fast nur aus dem Abwasserschlauch :winking_face:

    mfg Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von use (17. November 2009 um 00:11)

  • Hallo Uwe,

    stimmt, das hatte ich übersehen.

    Ich schaue mir diese Woche mal die UO im Vivarium an, ob da auch so ein Rückkopplungssystem verwendet wird.
    Zuhause betreibe ich die Boosterpumpe jedenfalls ohne Rückkopplung und habe damit ein Reinwasser-/Abwasserverhältnis von 1:0,5

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    und wie lange hält Deine Membran das aus? Meine vorletzte hat 5 Jahte gehalten bei 200l Reinstwasser/Woche. Die letzte war leider nach 6 Monaten hin weil sich der Schmutzwasser-Ablauf durch Kalk zugesetzt hatte. Hatte den leider in den Ablauf des Waschbeckens gestopft damit es nicht mehr plätschert und nie mehr kontrolliert. Bei der Membran vorher lief es noch frei ins Waschbecken und wurde dadurch unbewußt kontrolliert.

    mfg Uwe

  • Hallo Uwe

    Das T Stück im Abwasserschlauch(Rückkopplung) kommt also vor dem Spülventil/Durchflußbegrenzer ?
    Betreib meine Anlage auch schon 2 Jahre mit Booster vor den Filtern 8o, dachte umso höher der Druck umso besser.
    Will das jetzt aber ändern. :winking_face:

  • Zitat

    Original von use
    Hi Armin,

    meine Membran bringt 380l/Tag, Die Boosterpumpe 80l/h=1920l/Tag. Das währe ein Verhältnis von 1:4 ohne Durchflußbegrenzer. Mit Durchflußbegrenzer würde die Pumpe gegen den Maximaldruck von 8 Bar laufen den sie gerade noch schafft. Das geht dann krass auf Kosten der Haltbarkeit der Boosterpumpe da die Membranen dann ständig maximal belastet werden. Außerdem wird durch die Rückkopplung das Abwasser konzentrierter da es sozusagen mehrfach gefiltert wird.

    So hat mir es zumindest der Mensch von IEM erklärt als ich nach dem Sinn der Rückkopplung gefragt habe.

    mfg Uwe


    Hallo Uwe,
    dass die BA von IEM dann aber den Anschluß ihrer UOA verkehrt darstellen? Hier anzusehen.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Uwe,

    wie lange sie das maximal aushält, kann ich dir noch nicht sagen. Ich habe sie bisher 18 Monate in Betrieb.
    Das funktioniert natürlich nur mit vorgeschaltetem Kationenaustauscher. Aber das sollte bei Boosterpumpen selbst-
    verständlich sein. Sonst verkalkt die Membran bei hartem Leitungswasser ruck-zuck.

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    wir haben mittlere Härte. Bis jetzt haben die Membranen das ganz gut weggesteckt. Ich denke mal je höher der Druck und je geringer das Abwasser desto mehr dürfte die Anlage Kalkanfällig werden. Deshalb empfehle ich nicht unter 1:1 zu gehen.

    @ stefan,

    auf dem Bild siehst Du das Nadelventil der Brücke womit der Druck eingestellt wird. Der Auslauf wird bei dieser Anlage durch einen farbigen Reduziernippel im Ablaufschlauch fest eingestellt. Spülen unmöglich. Auf dem schaltbild fehlt die Druckerhöhungspumpe und daher auch die Brücke :winking_face:

    @ Andreas

    richtig

    mfg Uwe

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