Hallo Hans-Werner,
ich fände es gut, wenn wir wieder zu einer sachlichen Diskussion zurückfinden würden.
Ich gebe zu, ich habe mich etwas geärgert über deinen "Gedächtnisschwund". Bei einigen deiner Aussagen entstand
bei mir der Eindruck du übersiehst gerade unter anderem, dass ich im Vivarium, wo wir euer Salz tonnenweise verwenden,
auf mehrere tausend Liter frisch angesetztes Meerwasser zurückgreifen kann, und dass du dich nicht einmal mehr
an Untersuchungen die ich für TM durchgeführt habe erinnerst.
Den Ärger habe ich inzwischen verdaut, also lass uns wieder konstruktiv werden:
Wenn wir mit dem Begriff Spurenelemente nur die Schwermetalle bezeichnen, können wir beim Thema
"Spurenelemente und Korallenriffaquarium" von folgenden gesicherten Erkenntnissen ausgehen:
1. Jedes künstliche Meerwasser enthält mehr Spurenelemente als natürliches Meerwasser.
2. Korallen können sich an höhere Spurenelementkonzentrrationen gewöhnen, so dass die höhere Konzentration,
des künstlichen Meerwassers (bei Verwendung einer guten Salzmischung) kein Problem darstellt.
3. Bei zu hohen Spurenelementkonzentrationen lagern Korallen diese in die Zooxanthellen ein und stoßen sie ab.
Dies führt zu der oftmals beobachteten Farbverstärkung.
Viele andere Dinge sind bisher noch unklar, z.B. die Einlagerung der Spurenelemente in das Skelett. Diese kann
opportunistisch aber auch selektiv sein und scheint auch artabhängig zu sein. Ein Rückschluss auf eine
physiologische Bedeutung lässt sich sicherlich nicht herstellen.
Zu klären ist z.B. auch noch, wie sich die "Farbverstärkung" auf Dauer im Aquarium auswirkt. In der Natur ist sie
eine Stufe des coral bleaching, des Absterbens der Korallen....
