Gramma loreto am Sterben?

  • Hallo zusammen

    Einer meiner Grammas, welchen ich vor ca. 2 Wochen gesund gekauft habe, klagt über (sehr wahrscheinlich) eine Bisswunde. Nach dem Kauf habe ich nichts bemerkt, ein zwei Tage später bemerkte ich eine weisse Verfärbung vor der Rückenflosse (siehe Bild, ist aber nicht der Gramma, von welchem hier die Rede ist). Die Verfärbung ist nun eine tiefe Fleischwunde welche immer grösser wird und nun schon fast so gross wie der gesamte Rücken ist (sieht echt unschön aus, das anzusehen, tut mir echt weh).

    Leider kann ich den Fisch nicht aus dem Becken fangen, da dieser immer noch zu flink ist. Jemand eine Idee, wie ich Ihn hinausfischen kann, damit ich diesen etwas pflegen kann? Er lebt von Tag zu Tag versteckter im Riff :frowning_face:

    Danke für die Antworten & allen noch nen schönen Sonntag

  • ich habe solche einen gewebezerfall auch schon 2 mal bei grammas gehabt.
    ich glaube nicht, dass es was mit verletzungen oder so zu tun hat.

    aber irgendwas machen um den tieren zu helfen kenn ich auch nicht.
    meine sind an der sache gestorben.
    mit irgendwelchen fangaktionen bringst du höchstens unruhe ins becken

  • Hm, das hört sich gar nicht gut an :loudly_crying_face: Vielen Dank für deine Infos.

    Hat denn jemand eine Ahnung, durch was dieser Gewebszerfall ausgelöst wird, oder was das genau ist?

  • Hallo AshenKeen,

    die Grammas sind leider in dieser Hinsicht etwas heikel. Sie bekommen relativ schnell Hautläsionen, die sich dann mit Bakterien und/oder Parasiten infizieren. Leider geht es meistens so aus, wie Thomas es beschrieben hat. Wenn der Fisch irgendwann so schwach ist, dass er leicht zu fangen ist, ist die Nekrose bereits so weit fortgeschritten, dass man nichts mehr machen kann. Im Anfangsstadium kann man manchmal mit gezielter Antibiotikagabe noch was erreichen (sofern es sich "nur" um Bakterien handelt), der dazu nötige Aufwand (Fisch fangen, Abstrich aus Wunde, evtl. Restistenz bestimmen lassen, Antibiotika über Tierarzt beschaffen) ist für den normalen Aquarianer aber meistens nicht durchführbar. Daher weiterhin abwechslungsreich füttern, Vitamine zuführen und hoffen, dass er es alleine schafft.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

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