Jaubert oder Algenrefugium?

  • HI leuts,

    da hier ja recht viel über verschiedene system rumdiskutiert wird, frage ich mich, welches für mich am besten wäre? Bisher ist es einfach das berliner system mit kalkwasser. Da ich aber starke und hungrige verbraucher im becken habe (in form von fischen), reicht das system nicht aus um PO4 und NO3 genügend zu reduzieren.
    PO4 hat bei mir werte an die all eure zusammenaddiert gar nicht rankommen würden;(
    NO3 dagegen ist gar nicht mal so hoch: ca. 20-30mg.

    Was würde bei mir mehr bringen:
    a) ein Algenrefugium
    b) das Jaubertsystem?

    Ich persönlich finde das algenrefugium irgendwie besser, da algen genau das futtern was ich in übermengen habe: PO4. Das jaubertsystem guckt mir eher in richtung Nitratabbau.

    Wie groß sollten die systeme so litermäßig sein?

    Sonstige daten:
    - Beckenmaße: 160x60x80 (l x h x t)
    - Nettoinhalt ca 650 liter
    - Abschäumer: H&S 200-2xF2001 für 1500 liter
    - Wasserwechsel alle 2 tage
    - Zeovithsystem seit einem monat
    - Spurenelemnte: keine

    Vielen Dank für eure Hilfe,

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo iP,

    ich weiss nicht ob dich eins der beiden Refugien weiter bringen wird, da irgendwo Grenzen gesetzt sind was dein Fischbesatz (Art) anbetrifft.

    Das Algenrefugium erlaubt ein dichteren Fischbestand als sonst üblich aber wie schon geschrieben in maßen.

    Wissenswert wäre dein derzeitiger Fischbesatz.

  • Hi Resa,

    na dann leg ich mal los:

    Großverbraucher:
    - Paddelbarsch
    - Juwelenzackenbarsch
    - Steinfisch
    - 2 Odonus niger

    Normalverbraucher:
    - Fuchsgesicht
    - Zebrasoma flavensces
    - Zebrasoma xanthurum
    - Traumkaiser navarchus

    Und nun? :))

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hi IP,

    was mich wundert ist das du trotz deinem seher häufigen WW den PO Wert so weit nach oben treibst :confused_face:

    Kann das denn nur über den Stoffwechsel kommen?
    Wie hoch ist denn der PO Wert in deinem Ausgangswasser?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter:D

    das augsburger (bereich kriegshaber/stadtbergen) wasser soll eigentlich sehr gut sein. Dennoch werde ich demnächst mal bei den Stadtwerken anrufen und mich mal über die werte informieren. Allein schon wegs dem silikat.

    Viele grüße:))

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Das sind ca. 266cm Fisch im ausgewachsenem Zustand , bei gleichem Volumen habe ich ca. 116cm Fisch die am Tag ca. 2 qcm Artemia bekommen.

    Ich denke das für dein Besatz ein Refuguim sinnvoll wäre das dein Volumen erweitert , am besten um nochmal 650L .

  • @ all:

    "Ich denke das für dein Besatz ein Refuguim sinnvoll wäre das dein Volumen erweitert , am besten um nochmal 650L."

    Sind da alle resas meinung? Wenn das nämlich so ist, brauche ich nicht versuchen das algen refugium auf 100-150 liter zu bringen. Dann kann ichs gleich lassen.

    Im übrigen rechnest du die fische alle im ausgewachsenen zustand, der in 10 jahren nicht erreicht wird. Odonus von 50 cm länge habe ich roten meer noch nie gesehen. Die größten waren, wenns mit der lichtbrechung und dem tiefenrausch hinkommt, höchstens 40 cm. Der Paddelbarsch ist zwischen 15 und 25 cm. Alle anderen sind ca 10 cm.

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Danke Uwe:)

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo iP,

    letztlich kannst Du beides miteinander verbinden: Jaubert und Algenrefugium.

    Die Sache mit dem Phosphat im Ausgangswasser ... hast Du noch nie Dein Ausgangswasser auf Phosphat gemessen?

    Da könnte natürlich der Hund, oder ein Teil des Hundes begraben sein.

    Miracle Mud ist mit Sicherheit ein System, das funktioniert. Es ist teuer, das stimmt.

    Zu Jaubert: Letztlich hast Du mit einem ausreichend hohen Bodengrund immer einen sehr effektiven Stickstoffkreislauf, d.h. Stickstoff ist an sich nicht mehr unbedingt so das Problem. Dir geht es ja ums Phosphat.

    Ich kann selbst nicht beurteilen, in wie fern der Abbau von Phosphat innerhalb einer hohen Sedimentschicht signifikant ist. Also bringt das was, oder nur ein bißchen, oder gar nix? Keine Ahnung, da tappe ich noch ein wenig im Dunkel.

    Aber was ich Dir empfehlen würde, ist (übrigens, das mit den 650 L Algenrefugium denke ich kannst Du mal vergessen, das ist ja fast so groß wie Dein Hauptbecken und mehr als 5 mal so groß wie mein eigenes Becken?) einfach mal eine Kombination zu probieren: Also einen relativ feinen Sand (z.B. Foraminiferensand oder besser noch kleiner) mit einer Schichtdicke von ca. 10 cm. Entweder Du machst es komplett nach Jaubert mit Plenum etc., oder Du füllst einen mit Glasscheiben abgetrennten Bereich mit dieser Schicht einfach so auf. Darauf würde ich dann auch keine Steine und nix setzen, sondern stumpf Caulerpa reinsetzen. Hier kann man sich dann mal eine Wasserdurchführung überlegen.

    Hinter diesem Sandbereich, baust Du Dir dann einen abgetrennten Bereich mit kleinen Brocken (5-10 cm) von Lebenden Steinen, die Du mit einer Strömungspumpe auch ordentlich umströmen lässt. Darauf lässt Du einfach mal was wachsen, was da gerade kommt. Und dann eine letzte Stillwasserzone, nach der es dann zurück ins Hauptbecken geht. Ich würde das dann 24 h beleuchten, keine Tiere: keine Einsiedler und ... auch kene Seepferdchen.

    Größenmaßstab: so ein 1 Meter Becken sollte reichen.

    In die letzte Kammer kannst Du dann auch ab und zu Kohle geben, wenn Du merkst, das die Algen Gelbstoffe produzieren (wenn das denn passiert?).

    H Hersteller

  • Hallo iP u. Jörg,

    es sollte kein 650l Algenfilter werden sondern ein Vorschlag das Beckenvolumen an den Fischbesatz anzupassen wobei man ein Teil als Algenrefugium einrichten kann so das man das möglicht größte Volumen als Filter einsetzt.

    Die 650l sollten veranschaulichen was mann bräuchte wenn die Fische ausgewachsen sind was ja auch irgend wann passiert zu dem sind es ja Räuber die ganz andere Mengen Futter zu sich nehmen als ein Schwarm Chromis. Was noch dazu kommt das sich die Fische irgendwann mal nicht mehr bewegen können mangels Schwimmraum. Die Becken wo oft dicht besetzt sind haben viel Technik, ein Ehöhtes Wasservolumen als Filter oder beides wobei wir hier auf Miracle Mud stoßen das einiges verkraftet , wo allerdings die Grenzen liegen kann ich nicht sicher beantworten da ich diese noch teste , meiner Erfahrung nach liegen die bei ca. 250 cm Fisch auf 500l Wasser wobe die Werte nicht gegen Null stehen, ich werde noch abwarten ob sich da was tut.

    Was mir noch einfällt ist ob iP ein Korallenriffaquarum betreiben möchte (was ich vermute) oder ein Räuberbecken was ja ein wesentlichen Unterschied macht.

    Was das Jaubert angeht ......... würde mich auch interessieren wie das Po4 entfernt wird ?

    Einmal editiert, zuletzt von Resa (4. März 2003 um 19:22)

  • Also, da ich ja das glecihe Problem wie IP habe, habe ich mir gestern mal folgende Sache in mein Technik, jetzt Filterbecke gebastelt:

    Der Anfang:

    und weiter:

  • es wird:

    und fertig:

    Das ganze Ding ist 38X38cm groß nd hat mich ganze 40,-€ gekoset. Eingerichtet habe ich es nach der Aufbaubeschreibung von Sabine auf Korallenriff.de. Lediglich die Abschtandhalter unter den Lichtplatte mußte ich leider weglassen, da meine Algen sonst nicht genug Wasserstand gehabt hätten.

    Ich kann logischerweise noch nichts über die Möglichkeiten sagen, aber ich verspreche mir schon etwas davon.

    Vielleicht gibt Sabine ja auch mal ihr bestes dazu.

    Afreas!

  • Hallo Resa!

    Viele Grüße,

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo Jörg:))



    Vielen Dank für die bisherigen antworten. So langsam kann ich mir ein bild davon machen, was ich so in den unterschrank bauen werde:)

    MfG,

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Zitat

    Original von iP
    Und dann eine letzte Stillwasserzone, nach der es dann zurück ins Hauptbecken geht. Ich würde das dann 24 h beleuchten, keine Tiere: keine Einsiedler und ... auch kene Seepferdchen.
    ----> Wozu die Stillwasserzone? Was genau verstehst du darunter? Und wieso keine einsiedler? Ist das denn schlecht?

    In die letzte Kammer kannst Du dann auch ab und zu Kohle geben, wenn Du merkst, das die Algen Gelbstoffe produzieren (wenn das denn passiert?).
    ----> Wieder was dazugelernt. Warum machen das algen?


    [/quote]

    Hallo iP (wie war eigentlich nochmal Dein richtiger Name ??)

    klar, wir können mal telefonieren. Ich schicke Dir die Nummer per PN.

    ich hatte eher vermutet, das sich jemand fragt, wafür die extra Kammer mit Lebenden Steinen gut sein soll... :grinning_squinting_face:

    egal, die Stillwasserkammer hat zwei simple Funktionen:

    1) das die Kleinstlebewesen, die in der Sand- und in der Steinkammer leben und sich entwickeln, hier ihre "völlige Ruhe" haben und nicht so leicht von der starken Rückführpumpe erfaßt werden. Die Rückführpumpe kann dann also einfach und ungestört ihren Dienst tun und verdreckt nicht so schnell mit Sand und allem möglichen Zeug, Z.B. abgerissenen Algenthalli.

    2) Hier kann man dann z.B. Aktivkohlebeutel reinhängen und sonstiges, was man vielleicht braucht.

    Gelbstoffe: das sind Sekundärmetabolite, die Algen produzieren und die meistens durch ein Leck freigesetzt werden, weil die Pflanze im Laufe der Zeit viel synthetisiert und akkumuliert. Aber auch aus dem Abbau von totem organischen Material entstehen Gelbstoffe. Daher sind v.a. solche Becken oft mit Gelbstoffen mehr belastet, die durch eine hohe Detritusbildung charakterisiert sind.

    Die biologische Funktion von Gelbstoffen ist sehr verschieden, weil "Gelbstoff" ja nur ein Name für eine Kategorie ist, in die Substanzen eingeordnet werden, die letztlich durch Strahlungsabsorption gelb erscheinen. Hierzu gehören z.B. Phenylverbindungen, die z.B. als Fraßschutzmittel synthetisiert werden, aber auch Huminsäuren, die meistens jedoch aus organischen Substraten (Torf) rausgewaschen werden. Per Definition werden glaube ich sogar auch anorganische Substanzen als Gelbstoffe bezeichnet, wenn sie eben durch Lichtabsorption gelb erscheinen.

    Deshalb sind Gelbstoffe ja auch so unbeliebt, weil sie das Strahlungsspektrum verändern und v.a. die zur Photosynthese wichtige blauen Strahlungsanteile herausfiltern (sonst wären sie nicht gelb).


    Im Miracle Mud System ist angeblich eine Gelbstoffentwicklung ausgeschlossen, trotz der hohen Algendichte im Filter selbst. Manche Bakterien können Gelbstoffe im Meerwasseraquarium sicher aufspalten und irgendwie verwerten. Möglicherweise helfen Sandbettfilter auch dabei, das solche Bakterien im Substrat siedeln können.

    H Hersteller

  • Hallo IP,

    ich sehe 3 Möglichkeiten die Dir im Moment helfen würden um PO4 zu reduzieren.

    1. Fischbesatz verringern (kommt nicht in Frage ich weiß )

    2. 1-2 große Wasser Wechsel >20% (Wasser abgestanden/belüftet!) und dann Phosphatatsorber im Dauereinsatz verwenden. Bei Abnahme von größeren Mengen, sollte der Preis akzeptabel sein.

    3. Entsprechend großes Miracle Mud System. Ob das billiger kommt als die 2 ersten punkte oder dir besser gefällt mußt Du wissen, denke aber es wird funktionieren.

    Vom Jauert-System würde ich Dir aus eigenen Versuchen abraten, macht ne menge Arbeit und wenn es hinter nicht funktioniert kannst Du den ganzen Bodengrund wieder aus dem Becken entfernen. In einem 150L Becken bringt Dir das Jaubert, meines errachtens nix. Von der Belastbarkeit ist das System ja so ausgelegt das bei "normalen" Fischbesatz (also in deinem Fall ca. 3 Fische bei 150L)
    ohne Abschäumer gearbeitet werden kann, bei guter Fütterung. Ich denke das es aber nicht ausreichend ist, bei deinem Besatz und Beckengröße als Anhang.

    Ein Algenbecken mit 150L das voll des prächtigen wuchses höherer Algen ist, würde vorrausgesetzt das die Algen schön fleissig wachsen, bei regelmäßiger Ernte selbiger, wahrscheinlich helfen das System auf niedrigen PO4 Werten zu stabilisieren, nachdem Po4 durch 1-2 große Wasser Wechsel deutlich gesenkt wurde. Problem hier, ist die Algen am wachsen zu halten, funktioniert oft leider nicht, oder sehr unbefriedigend.

    Von Jörgs idee halte ich nicht viel, da wenn ich es richtig Verstanden habe, ein Verbacken der unteren Sandschichten, sehr schnell eintreten wird, was Dir auch nicht gerade helfen wird Po4 zu reduzieren.
    (Ich lasse mich hier gerne korrigieren, wenn jemand auf diese Art schon positive Erfahrungen gemacht hat.)

    Gruß

    Sascha

  • Zitat

    Original von Sascha Hauser
    Von Jörgs idee halte ich nicht viel, da wenn ich es richtig Verstanden habe, ein Verbacken der unteren Sandschichten, sehr schnell eintreten wird, was Dir auch nicht gerade helfen wird Po4 zu reduzieren.
    (Ich lasse mich hier gerne korrigieren, wenn jemand auf diese Art schon positive Erfahrungen gemacht hat.)

    Gruß

    Sascha

    Hi Sascha,

    wie machst Du das denn mit dem Verbacken der untersten MiracleMud schichten ... ?

    H Hersteller

  • Hallo,
    und mich würde interessieren, was bei Jaubert eine menge Arbeit macht :confused_face: :confused_face:


    Vom Jauert-System würde ich Dir aus eigenen Versuchen abraten, macht ne menge Arbeit

  • Zitat

    Original von sabine
    Hallo,
    und mich würde interessieren, was bei Jaubert eine menge Arbeit macht :confused_face: :confused_face:


    Vom Jauert-System würde ich Dir aus eigenen Versuchen abraten, macht ne menge Arbeit

    Hi Sabine,

    ich denke auch, das ist nicht mehr Arbeit als jedes andere Sandbettsystem auch. Ob Du jetzt ein Plenum einbaust, oder ob Du für den Miracle Mud Filter eine Bioballsäule einbauen mußt. Darüber hinaus ist die Wasserdurchführung im Jaubert System viel einfacher!

    Außerdem kommt Jaubert um einiges billgier als das Miracle Mud System!

    Wenn es also um Sandbettfilter als Empfehlung für iP geht, um seinen Nährstoffgehalt zu reduzieren, dann sollte man wenn schon alle funktinierenden Systeme aufführen.

    Also:
    Jaubert System
    Deepsand Bed filter (DSB)
    Miracle Mud

    H Hersteller

  • Hallo Sascha!


    Grüße,

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • Hi

    ->Sabine
    Für mich stellt es eine Menge Arbeit da, ein laufendes 650L Becken mit Plenum zu versehen und eine 10cm hohe Kiesschicht ein zu bringen und wenn das ganze nicht funktioniert es wieder zu entfernen. Wie ich schon geschrieben habe, glaube ich nicht dass bei 100-150L ein signifikanter unterschied was den Po4 Abbau angeht, eintreffen wird. Deshalb Jaubert für das Hauptbecken oder gar nicht. Meine Meinung wäre nach eigenen Versuchen mit einem 120L Becken mit Standzeit von 3/4 Jahr, gar nicht!

    -> Jörg:
    wie machst Du dass denn mit dem Verbacken der
    untersten MiracleMud schichten... ?

    Also ich verbacke keine untere Schichten in dem MiracleMud System! :face_with_tongue:
    Nein im ernst, wie kommst Du darauf das da was verbackt? Ich habe kein System hier, wo ich das jetzt bejahen oder verneinen könnte aber, glaubst Du im ernst das bei einer Schichthöhe von 2,5cm (Laut MM Homepage)das etwas verbackt? Also ich nicht. Bei Deinen empfohlenen 10cm aber mit Sicherheit! Das ganze ist kein DSB wenn Du das meinst, in Deinem Beispiel fehlen die Organismen die den Sand "locker" halten und gerade das Verbacken verhindern. Schon gleich vorweg: Die leben zu 95% nicht in Lebendgestein!

    ->IP

    Das das soo teuer ist/wird mit dem Po4adsorber kann ich mir gar nicht vorstellen. Wie gesagt, wenn Du eine größere Menge, wie z.B. bei Salz ja auch, kaufst, wird es deutlich günstiger. Wenn der Wert vorher deutlich verringert wurde, sollte das bezahlbar sein. Du kannst Dir ja mal die Arbeit machen nach zu rechnen, wann sich das MM System für dich rentiert, bzw. günstiger wird als der WasserWechsel + adsorber. Ich glaube bei dem Preis für den Schlamm wird das Jahrzehnte dauern, solange wird das Becken gar nicht stehen, schätze ich mal.

    Die Frage ist allerdings auch, wie weit der Po4 Wert runter soll ?

    Versuchen kannst Du es ja, vielleicht Irre ich mich ja auch und Dein 150L Jaubert System wird der MegaPo4adsorber, ich wünsch es Dir! Was die Langzeiterfahrung angeht haben Die meisten das Jaubert-System als Hauptbecken, ich meine auch mal was gelesen zu haben welche Fläche ca. notwendig ist, auf den Fischbesatz bezogen, ich weiß jetzt aber nicht mehr genau wo. Evtl. findest Du auch was in einer der älteren Koralle Ausgaben.

    Was an dem Algenbecken nicht funzt, hatte ich doch geschrieben, das die Algen nicht immer Wachsen wollen - ohne Wachstum- keine Ernte- ohne Ernte - keine Po4 reduktion! Es wurde ja schon öfters hier im Forum empfohlen evtl. mit Eisendünger nach zu helfen, z.B. von Jörg wenn ich nicht irre.


    Gruß

    Sascha

    Einmal editiert, zuletzt von Sascha Hauser (7. März 2003 um 19:42)

  • Hi Sascha,

    hatte sich so angehört als wärest Du absoluter MM-Fan und da dachte ich, Du hättest einen MM-Filter in Betrieb. Naja, geirrt ... :grinning_squinting_face:

    Zum Verbacken des Sediments: Ein Verbacken kommt dann zustande, wenn der Bodengrund unbelebt ist. Die obersten Schichten sind bzw. werden allerdings von den benthischen Bewohnern stark durchwühlt, natürlich langsam, aber in der Masse macht das was aus. Auch gräbt sich das Caulerpa-Rhizoid (das was aussieht wie eine Wurzel, aber keine ist), recht tief ins Sediment ein und wird auch hier ein verbacken verhindern.

    Wie kommst Du darauf, das sich da keine benthische Fauna entwickelt ??? Wie soll die denn beim Miracle Mud dahin kommen, da ist der Schlamm auch absolut unbelebt. Deep Sand Bed sagt nichts anderes aus, als das man hier einen dicken Haufen Sand ins Refugium kippt. Mehr nicht. Ob man dann Live Sand nimmt oder unbelebten Bodengrund ist völlig schnuppe!

    Wenn die untersten Schichten durch den Wasserdruck verbacken sollten, dann ist das nicht weiter schlimm. Der Punkt ist aber, das Du bei einem höheren Sedimentbett von mehr als 5 cm eine deutlich größere anaerobe Zone hast und dadurch das anaerobe Sandbett eine größere Zahl an Bakterien beherbergen kann. Das ganze Sediment ist dadurch stabiler. Außerdem haben die Bakterien in allen Sandschichten eine Stoffwechselaktivität und setzen z.B. Säuren frei, um Substanzen aufschließen zu können. Da wir sehr wahrscheinlich alle kalkhaltigen Bodengrund benutzen würden, entstehen dabei Lösungsvorgänge, die letztlich auch verhindern, das das Sediment sich zu stark verdichtet. Aber auch bei anderen Materialen werden solche Effekte auftreten.

    Die Angabe von 2,5 cm auf Markus Resch's Homepage kenne ich. Ich finde das recht wenig, da ich aus Jens Kallmeyers Vortrag in Sindelfingen diese nette Animation gesehen habe, in der ein Farbstoff durch durch Wasseragitation durchs Sediment befördert wurde. Und das waren locker 2 cm, die da von Wasser durchströmt werden: also aerobe! Irgendwo muß aber auch noch das anaerobe Mileu hin, das passt aber nicht in einen halben Zentimeter rein! Ich werde ihn mal fragen, was er dazu meint, aber er schreibt auch min. (=deute ich mal als mindestens oder minimum) hinzu.

    Wenn Caulerpa-Algen nicht wachsen, dann liegt das daran, das der Nährstoffgehalt zu gering ist bzw. irgend ein Nährstoff das Wachstum limitiert... in diesem Falle wird wahrscheinlich auch keine Koralle mehr wachsen. Der Hinweis mit dem Eisen ist berechtigt und ich hatte das aufgegriffen, weil in der aktuellen Koralle-Ausgabe von Terry Siegel ein Beitrag zu lesen ist. Aber im Ernst, ich kenne kein Algenbecken/refugium, wo Caulerpa nicht wächst, außer in der Einfahrphase. Meine eigenen Beobachtungen sind eigentlich stets die, das Caulerpa noch wächst, wenn die Korallen schon anfangen aus einer Nährstofflimitierung heraus schlapp zu machen. Ich denke, hier kommen wieder die organischen Nährstoffe ins Spiel!

    Beim Sediment an sich geht es übrigens nicht um Phosphatabbau, sondern um den Stickstoffkreislauf. Der Phosphatentzug kommt wohl hauptsächlich durch die Algen zustande. Die Bakterien im Substrat werden Phosphat dann verbrauchen, wenn die Population anwächst, d.h. in den ersten paar Wochen. Danach liegt ein Steady State vor, d.h. hier wird Phosphor lediglich umgesetzt, aber nicht verbraucht, weil pro neu entstandenem Bakterium, das Phosphat verbraucht, gleichzeitig ein anderes stirbt und Phosphat wieder freisetzt. Überhaupt kriegt man auch in der Wachstumsphase das Phosphat nicht aus dem Becken raus!

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,

    ich glaube, wir kommen hier zuweit vom Thema ab, aber um Deine Frage zu beantworten:

    Wie kommst Du darauf, das sich da keine benthische Fauna entwickelt??? Wie soll die denn beim Miracle Mud dahin kommen, da ist der Schlamm auch absolut unbelebt. Deep Sand Bed sagt nichts anderes aus, als das man hier einen dicken Haufen Sand ins Refugium kippt. Mehr nicht. Ob man dann Live Sand nimmt oder unbelebten Bodengrund ist völlig schnuppe!

    -> Bei MM ist es nicht nötig, weil es auch ohne "wühlende Mikroorganismen" zu keinen Verbacken kommt, alleine wegen der geringen Schichthöhe.

    -> Ein DSB tiefes Sand Bett, ist von Nahmen her zwar nur hoch geschichteter Sand, gemeint sind aber hier die tiefen Sand Schichten, die in vielen Riffbänken in der Natur vorkommen. Diese sind eben extrem Dicht mit Mikroorganismen besiedelt.


    Noch mal diese Organismen bekommt man nicht einfach so ins Aquarium und deshalb funktioniert das ganze auch nicht. Ich füge gerne 4 links an, die das ganze untermauern, leider wie immer in englischer Sprache. Fakt ist, das das DSB auch in Amerika kurz vor dem aus steht, da sogar Shimek mittlerweile in einen Posting zugegeben hat, das es über 6 Jahre kaum hinauskommt, weil die Mikroorganismen sich dann einfach nicht mehr genügend vermehren und sehr schnell wieder absterben. Dies kann auch durch die Zugabe von so genannten "Critterpacks" die es in Amerika zu hauf zu kaufen gibt, nur hinausgezögert werden. Shimek empfiehlt bereits nach 1 Jahr, das DSB mit solchen Critterpacks wieder aufzufrischen, weil die Population der genannten Fauna, dann schon wieder deutlich zu sinken beginnt. Deshalb komme ich darauf dass sich die entsprechende Fauna eben nicht „so einfach “ entwickelt
    Ein anderes sehr großes Problem ist die korrekte Sandgröße die hier noch gar nicht angesprochen wurde, in den links findest Du hinweise darauf, das nur kleine Unterschiede in der Korngröße, Riesenunterschiede in der Fauna Population ausmachen, die Proben hierzu wurden soweit ich mich an die Texte erinnern kann aus verschieden sehr dicht zusammen liegenden Sandbetten entnommen.

    http://www.animalnetwork.com/fish2/aqfm/199…s/1/default.asp

    http://www.rshimek.com/reef/sediment.htm (ist glaub ich bekannt)

    Are Plenums Obselete? Another Viewpoint, by Dr. Rob Toonen
    http://www.seabay.org/art_plenums_part1.htm
    http://www.seabay.org/art_plenums_part2.htm


    Im großen und ganzen möchte ich ja gar keinen von einen DSB abbringen, es wird beim lesen der obigen
    Artikel aber sehr schnell deutlich, dass Sand alleine, mit sicherheit nicht reicht, damit es funktioniert.

    Gruss

    Sascha

    Einmal editiert, zuletzt von Sascha Hauser (7. März 2003 um 22:19)

  • Hallo Sascha,

    ich denke nicht, das wir hier weit vom Thema abkommen, weil es iP letztlich auch hilft, ein eigenes Urteil zu bilden.

    Überhaupt hast Du wohl zumindest theoretisch recht viel Wissen über das Thema DSB, und es macht natürlich um so mehr Spaß, auf dieser Basis zu diskutieren. Zumal das Thema hier im Forum sehr aktuell ist.

    Bis auf die Artikel von Toonen ist mir die von Dir empfohlene Literatur bekannt. Danke für die Referenzen!

    Zum Thema Infauna in marinen Sedimenten:

    Live Sand hat selbstverständlich viele Vorteile und eine regelmäßige Neubeimpfung mit DSB Activator Kits bzw. Critterpacks ist auch nur förderlich.

    Es ist ein ökologisches Konzept, das sich bei fehlender Störung eines Systems letztlich die am besten an das System angepassten Organismen durchsetzen und damit das System dominieren (Intermediate Disturbance Hypothesis).

    Allerdings spielt dieser Aspekt der Kleinstfauna-Artenvielfalt hier denke ich keine große Rolle.
    Ich will die Ergebnisse aus Amerika nicht in Frage stellen (das steht mir gar nicht zu), aber ich möchte sie hinterfragen!

    In unseren Becken sind Amphipoden z.B. sehr dominant im Bereich der Sandoberflächen, und detritivorer Borstenwürmer innerhalb des Sandes. Das reicht meiner Meinung nach aber auch schon völlig aus, um den Sand erstens zu Beleben und zweitens durchzuwühlen. Abgesehen von der benthos-assoziierten Fauna wie tropsches Mysis oder Copepoden, die hier ihre Rückziemöglichkeit haben.

    Ich denke nicht, das sich die Populationen dieser Tiergruppen in einem solchen System über die Jahre verändern, es sei denn, ihnen geht die Nahrung aus! Das muß natürlich berücksichtigt werden. Wenn jedoch eine zusätzliche Ernährung gewährleistet ist, sollte man hier langfristig eigentlich keine Probleme bekommen, eine größere Population weniger Arten aufrecht zu erhalten. Und ich weiß nicht, wie weit die Amerikaner im Bereich der Phytoplanktonfütterung sind? Vielleicht weißt Du darüber etwas.
    Es sind viele Beobachtungen in unseren Hauptbecken gemacht worden, das eine Phytoplanktongabe gerade die Kleinstfauna sehr stark beleben kann. Ich selbst werde in einem - gerade aus Gründen der aktuellen Thematik - aufgebauten Refugium mit DSB an einem Experimentieraquarium eine Phytoplanktongabe ausprobieren, um die einzelnen Fortpflanzungsstadien der Kleinstfauna zu ernähren.
    Ich denke hier liegt letztlich das Problem in der ganzen Sache, das die speziellen Ernährungsbedürfnisse der Kleinstfauna nicht berücksichtigt wurden oder werden.

    Das die Artenvielfalt abnimmt, ist jedoch aus ökologischer Sicht wie gesagt beinahe vorprogrammiert.

    Natürlich fehlt hier in Deutschland auch die Erfahrung mit DSB Filtern an sich, da sind uns die Amerikaner weit voraus, aber letztlich halte ich ein solches System alleine aufgrund der maximierten Stickstoffkreisläufe für eine geeignete Methode, der wir in Zukunft mehr Aufmerksamkeit widmen müssen. Übrigens liegen im Bereich der MM-Filter auch keine langfristigen Erfahrungen vor, ausser den von Leng Sy selbst gemachten.

    Was die Verbackung des Sedimentes betrifft korreliert diese natürlich mit abnehmender Korngröße. Je feiner das Material, desto schneller wird es sich verdichten. Dazu müssen wir aber auch noch die Fließgeschwindigkeit des über dem Sandbett bedindlichen Wassers mit einbeziehen. Wenn diese recht hoch ist, werden zumindest die obersten Schichten regelmäßig umgeschichtet und verbacken dadurch nicht.
    Algenwachstum auf der Sandoberfläche verlangsamt diese Fließgeschwindigkeit und entsprechend muß dies auch im System berücksichtigt werden. Andererseits trägt wie gesagt auch die Caulerpa-Rhizoidbildung dazu bei, das hier eine Verdichtung verlangsamt wird. Die meisten Aquarianer zwicken die Caulerpa in den im Wasser befindlichen Thallusbereichen ab, aber entnehmen dem Sediment keine Algen. Dadurch wird das Sediment mechanisch gestört und es wird neuer Siedlungsraum frei.

    Du beschreibst, das die im Laufe der Zeit abnehmende Fauna der weiteren Durchmischung des Sedimentes nicht mehr nachkommen kann. Darüber hinaus sprichtst Du die Verbackung der untersten Sedimentschichten an. Die Kleinfauna hält sich jedoch sowieso nur in der obersten aeroben Schicht auf, und nicht in den tieferen anaeroben Schichten. Dass heißt, das diese Fauna gar keine Einfluß auf die Verbackung haben kann und dies entsprechend von Anfang an nicht verhindert. Die aerobe Schicht wird von dem ins Sediment eintretende Wasser determiniert, und darin halten sich die Organismen auf. Und nicht umgekehrt: zuerst muß im Sediment mal Sauerstoff vorhanden sein, bevor dort Tiere hinkommen.


    Übrigens habe ich von Markus bereits Antwort erhalten, und er bestätigt, das die 2,5 cm Schichtdicke als unterste Grenze anzusehen ist und dies letztendlich auf sein eigenes Aquariensystem abgestimmt ist, aber nicht der Norm bzw. Ecosystem-Empfehlung entspricht.

    Zur Korngröße: je kleiner, desto größer die Oberfläche. Das wird immer als der entscheidende Punkt angesehen. Allerdings verringert dies den Wasserdurchfluß im Sediment und damit letztlich den Stoffaustausch zwischen Bakterien und deren Mikroumgebung.
    Eine zu große Korngröße wird zu einer verstärken Verdreckung des Sedimentes mit Detritus führen, was ebenfalls zu einer Verringerung des Wasseraustausches führt und weiterhin den Stoffaustausch zwischen aerober und anaerober Schichtung erschwert. Das heißt, die Stoffumsätze werden bereits im Detritus stattfinden und gelangen von hier aus eher wieder ins Wasser als in die tieferen Schichten.

    Ich erachte persönlich eine Korngröße von 1-2 mm für geeignet. In wie fern ich dies noch in zwei oder drei Jahren sagen werde, weiß ich natürlich nicht, aber aus den mir im Moment vorliegenden Befunden und Erfahrungen sollte dies ein guter Kompromiss sein.

    Ich bin deshalb dem DSB hinterher, weil es eine sehr einfache und günstige Alternative ist, unsere bisherigen Becken zu unterstützen. Und hier liegt ein weiterer Punkt: Unsere Becken werden gegenüber den amerikanischen Becken ganz anders betrieben und zielen mehr darauf ab, Korallenwachstum zu maximieren und den Eintrag von organischen Belastungen zu minimieren.
    Die meisten Amerikaner versuchen v.a. die organische Belastung ihrer Becken abzubauen (viele betreiben z.B. keine Abschäumung ... und finde mal hier jemanden, der keinen Abschäumer hat) um ein gutes Korallenwachstum zu erreichen. Das ist ein deutlicher Unterschied, der sich letztlich auch in der Methodik wiederspiegelt!

    Das heißt, wir sollten uns darüber bewußt sein, das unsere Becken so weiterlaufen wie bisher, aber durch einen DSB unterstützt werden, und den DSB nicht als zentrale Filterkomponente betreiben. Dieses Bild habe ich zumindest vor Augen!

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,
    das gleiche kann man auch als Jaubert betreiben, als Bypass eben. Wenn dann mal was schief läuft, läßt es sich vom Hauptbecken abkoppeln. Mit meinem System bin ich jetzt so weit, das ich viel füttern kann, ohne das der Nitrat wie früher bei 40-50mg/l liegt. Er hat sich auf einen konstanten Wert von 20mg/l eingependelt. So kann er bleiben, sinkt er noch weiter, werde ich meinen Abschäumer abkoppeln, denn sonst werden meine Gorgonien sauer, sie mögeb keine zu niedrigen Nitratwerte. :]
    Beim Phosphatwert kann ich es nicht beurteilen, ich lasse immer einen Phosphatadsorber mitlaufen.
    Das einzige was noch aufällt, ist, das meine Calciumgehalt relativ stabil ist, stabiler als früher. Ich habe im Moment mit Balling aufgehört, aber er sinkt trotzdem nicht, und auch die Kh liegt bei 7. Ich mache nur immer einen wöchentlichen Wasserwechsel von 10%.Ob aus der hohen Kiesschicht Kalk gelöst wird? In der amerikanischen Literatur habe ich entnommen, das bei Jaubert immer mal wieder Kies aufgefüllt werden muß. Kann das sein?

  • Hallo Ian, Hallo @ all :smiling_face:

    @Sascha:
    Das das Jaubert funktioniert und keine Arbeit macht sehe ich oft bei Sabine. Sie hat es aber als Zusatzbecken und nicht im Hauptbecken installiert.
    Zudem, und das ist vielleicht für Ian interessant wachsen dort viele eingebrachte Algen mit.
    Und die wachsen sicherlich nicht schlecht.,
    Mit dem MM Filtersystem ist es allerding vom Algenwachstum her nicht ganz vergleichbar.

    Dennoch es geht beides, hoher Bodengrund und Algenwachstum.

    Wir haben nun seit 12. Januar 2002 ein Ecosystem als Hang on an unserem kleinen Becken.
    Aufgrund des doch guten Abbaues von Nitrat und Phospaht auch seit September im grossen. Allerdings dort nur ein halbes System ein sog. Refugium.
    Auch hier ist das Algenwachstum enorm.

    Wir sehe das Refugium im grossen als Zusatz, im kleinen aber muss das ganze nur mit dem MM Filter zurecht kommen. Wir haben eine Schichthöhe von 5 cm, also fast das doppelte wie Markus Resch.

    Für einen Bericht über diese Mehtode halte ich es dennoch für fast zu früh. Denn wir belasten das System in beiden Becken über alle Masse hinaus, da wir seit einiger Zeit viele Filtrierer halten, und eben dadruch wesentlich mehr Nährtstoffe ins Becken einbringen. Erstaunlich ist das das Refugium im grossen damit besser zurecht kommt als das Hang on.

    Aber im kleinen Becken kann ich durch Wasserwechsel viel mehr agieren wie im grossen (112 Liter - 1000 Liter)

    Ich halte nach nun einem jahr das Ecopsystem für eine wirkliche Alternative, die sicher nicht unbedingt günstig ist.

    Aber das selbe gilt für Jaubert. Das klappt auch gut, wie ich immer wieder bei Sabine sehen kann.

    Letztendlich muss jeder selber entscheiden welchen Weg er geht.
    Bei Ian bleibt nur einen noch grösseren Abschäumer, oder eben andere Mehtode um Nitat und Phospaht unten zu halten.

    Also leichter ist die Entscheidung für Dich Ian, nun sicher nicht geworden....

    Was man nicht vergessen sollte, diese abgetrennten Abteile, so würde ich Jaubert und MM bezeichnen, bieten den Vorteil das sich dort Tiere entwickeln, wo dann wieder herum das Hauptbecken von profitiert. Bei uns sind das im gro Mysis die dort im Filter um den Platz kämpfen. Diese Laichen natürlich regelmässig und stehen dann als Nahrung im Hauptbecken zur Verfügung.
    Bei Becken wo Fische mit drinn sind, ist das vermutlich nicht im den Masse so.

  • Hallo,
    da muß ich Robert recht geben, was im meinem Jaubert so an Mysis und anderem Getier rumkreucht, ist schon erstaunlich.Und die höheren Algen( Halimeda, Caulerpa und zwei Rotalgen und seit heute ein brauner Tang und etwas was wie rote Stahlwolle aussieht) wächst so, das ich damit zweimal die Woche meinen Doktor beglücken kann.

  • @All,

    zu meiner Schichtdicke, von 2,5 cm im Schlammfilterbecken, gibt es folgendes zu sagen!

    Das ist meiner Meinung nach das absolute Minimum, was man an Ecosystemfiltersubstrat(Miracle Mud) haben sollte.
    Es gibt auch Leute die haben 8-9 cm Substrathöhe!

    Cu Markus

  • Zitat

    Original von Robert Baur
    Also leichter ist die Entscheidung für Dich Ian, nun sicher nicht geworden....

    ----> Im gegenteil.... riesen verwirrung :confused_face:
    Ich plädiere weiterhin für Jaubert zusammen mit algen. Das scheint mir als beste lösung hervorzugehen.

    Problem ist phosphat. Was frisst phosphat? Algen. Was kann man gegen phosphat einsetzen? Algen. Fertig:))

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo Ian

    Wenn nur alles so leicht wäre.
    So stark ist der Phospahtentzug nicht, vor allem dann nicht wenn schneller mehr entsteht als es abgebaut werden kann. Deshalb sollten viele Algen rein, und natürlich dann eine 24 STündige Beleuchtung.
    Ob die Algen dann so gut wachsen wie im Ecosystem weiss ich nicht.
    Der Rest wird sich dann finden, sprich ja durch messen rausfinden lassen.


    Zitat

    Original von iP
    [Problem ist phosphat. Was frisst phosphat? Algen. Was kann man gegen phosphat einsetzen? Algen. Fertig:))

  • Hi Robert,

    was ist dieses ecosystem? Ein produktname oder wie? Wo gibts infos darüber? Wenn ihr damit MM meint, hat sichs schon erledigt:)

    MfG,

    :grinning_squinting_face: iP!!

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    Einmal editiert, zuletzt von iP (11. März 2003 um 09:11)

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