Korallenwelt einmal anders

  • Eigentlich verstehen wir uns ja nicht als Anlagenbauer, aber ab und zu überkommt es einen doch wieder...

    An meiner Uni sollte die überaus betagte Aquarienanlage wirklich weg und etwas neues her, was die nächsten 45 Jahre Dienst tut....

    Gar nicht so einfach! Öffentlicher Dienst, großes Gejammer, kein Geld, dafür umso mehr Bürokratie. Wir sollten sozusagen die eierlegende Wollmilchsau erschaffen, mit der man alles machen kann, die aber nichts kosten darf.
    Der eine oder andere Kompromiß mußte zwar gemacht werden, aber im Grunde kann man auch mit wenig Geld gute Dinge umsetzen.

    Die Kühler hat der Hausmeister bei Aqua Medic besorgt und außen angebaut, vielleicht nicht ganz passend, aber zumindest funktionell.

    Hier zunächst das Endergebnis:

  • Wenigstens hat der öD noch Geld für nen BK-Abschäumer :face_with_tongue:

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Es sind drei Stück und zwar 200er Mini´s, meine persönlichen Favoriten. Für die ganze Anlage standen 10.000 Euro zur Verfügung, was ersteinmal viel klingt, bei genauerer Betrachtung aber schnell aufgebraucht ist:

    Es sollten drei völlig unabhängig voneinander zu betreibende Anlagen werden, so das man gleichzeitig unterschiedlichste Tier- oder Pflanzenarten in verschiedenen Salzgehalten und Temperaturen pflegen kann.
    Derzeit wird die Anlage mit einem Turm bei 30 Promille und zwei Süßwassertürmen gefahren. Die Abschäumer befinden sich im Schrank, damit die nicht nächste Woche bei Ebay auftauchen, ist ja ein öffentlicher Laden, wo jeder rein- und raus kann.

    Es werden vornehmlich kleine Tiere gehältert und untersucht, aber es soll auch eine "Notaufnahme" für gefangene seltene Tiere sein, z.B. einen echten Stör.
    Die Tiere sollen eben nicht so dahinvegetieren, wie in den meisten sogenannten "Forschungsanlagen", die jeder Veterinär sofort dicht machen würde, wäre es ein Zoo oder ein Privatmann.

    So haben wir vor allem Wert auf einfache Bedienbarkeit und möglichst wenig Technik gelegt.
    Abschäumer, Schnellfilter und Klarwasserkammer zur Bestückung mit Adsorbern, falls notwendig. Wasserwechsel mit Osmsoewasser direkt an den Becken möglich, unmittelbare Bodenabläufe.

  • Für kleiner Tiere sind Einzelboxen unterschiedlichen Typs vorgesehen, welche in Anzahl und Größe beliebig verändert werden können.
    Pro Turm sind 36 Gefäße mit 5 Litern Inhalt möglich. Jedes hat einen separaten Wasserdurchfluß und frei wählbare Ausflüsse, um beispielsweise auch Larven hältern und kultivieren zu können. Es wird nur kurz der Wasserdurchlauf gestoppt und dann die Gaze vor dem Abfluß getauscht. Ganz simpel, kaum Pflegeaufwand. Vielleicht eine Idee für Züchter?

    In größeren Gefäßen werden einzelne Fische gehältert, die z.T. untereinander aggressiv werden können.
    Jedes Einzelgefäß hat ein richtige Einrichtung mit Steinen und Bodengrund, die sich schgnell unter einem Wasserhahn im Gefäß selbst reinigen lassen.

    Die größeren Becken lassen sich auch noch einmal mittels verschiebbarer Trennscheiben in unterschiedlich große Bereiche teilen.

    Welchem "wissenschaftlichen" Zweck die Krebse dienen, hat sich mir noch nicht erschlossen, wahrscheinlich einem ähnlichen, wie "wissenschaftlichem Walfang" ... :ylol

  • Für vernünftige Elektrik war leider kein Geld mehr da, aber wenigstens ordentliche Beleuchtung habe ich noch durchdrücken können.
    Alles frei verschiebbare T5 Doppelleuchtbalken.
    Einer lag auch schon im Wasser, hat einfach weitergeleuchtet.....

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