Eintauchtiefe: Experten gefragt

  • Hallo zusammen,

    die gängigen internen aktuellen AS sehen ja alle irgendwie gleich aus, sei es nun eine Säule, Kegel oder Kegel in 'ner Säule, ist mir bei meiner Fragestellung erst mal egal.

    Bei meiner Frage geht es um den Auslauf des abgeschäumten Wassers. Dieser ist bei vielen Modellen in etwa in der Höhe des Übergangs zum Schaumtopf, d. h., im Schäumer ist der Wasserstand mindestens in Höhe des Auslaufs. Gleichzeitig geben alle Hersteller eine min./max., bzw. optimale Eintauchtiefe im TB an, die überlicherweise um 20 cm liegt, mal 'nen Schnaps mehr, mal weniger. Bei einer Abweichung würde die Abschäumerleistung schlechter werden.

    Hier knüpft nun meine Frage an, aus welchem Grund kann ich den AS nicht so tief ins Becken eintauchen, dass die Eintauchtiefe der Höhe des Auslaufs entspricht, denn dort muss der Wasserstand ja sowieso hin?

    Wer kann mir hier eine Erklärung liefern :confused2:

    Gruß
    Joachim

    Gruß
    Joachim

  • Weil die Luftmenge vor dem Steigrohr maßgeblich zur Schaumbildung beiträgt. Wenn du den Wasserstand im Abschäumer dermaßen erhöhst, wird er nur noch hellgrüne Flüssigkeit abschäumen, also sehr naß, weil zur (trockenen) Schaumbildung kein Platz und keine Zeit mehr da ist. Die Zeit, das sich Eiweiße an die Blasen heften können wird geringer, also auch die reine Abschäumleistung, er drückt mehr Wasser als anheftende Stoffe raus.

    Deswegen kann man die meisten Abschäumer ja auch im Wasserstand regeln, um die Schaumbildung zu beeinflussen.

    Das war jetzt wenig wissenschaftlich, ich weiß :face_with_rolling_eyes:

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

    Einmal editiert, zuletzt von Rüdiger Roxlau (5. Februar 2009 um 10:16)

  • Hallo Rüdiger,

    ist schon klar, dass Du das Niveau im AS nachregeln mußt, wenn Du die Eintauchtiefe veränderst.

    Wenn man eine Eintauchtiefe von 20 cm hat, hat man überlicherweise den Auslauf mehr oder weniger geschlossen, um sein gewünschtes Niveau für trockene oder nasse Abschäumung zu haben.

    Bei einer Erhöhung der Eintauchtiefe auf z. B. 35 cm muß man natürlich wieder neu einregeln, weil sonst die "Suppe" aus dem Topf schießt, d. h., wahrscheinlich den Auslauf komplett geöffnet.

    Wenn das Niveau also wieder angepasst ist, hat das gar nichts mit irgendwelcher Zeit oder Platz zu tun, weil der Druck im Abschäumer wieder der Gleiche ist.

    Das kann es also nicht gewesen sein :winking_face:

    Gruß
    Joachim

    Gruß
    Joachim

  • Zitat

    Original von Joachim Kropf
    Hier knüpft nun meine Frage an, aus welchem Grund kann ich den AS nicht so tief ins Becken eintauchen, dass die Eintauchtiefe der Höhe des Auslaufs entspricht, denn dort muss der Wasserstand ja sowieso hin?


    Hallo Joachim!
    na ganz einfach...
    weil Dir dann der Pumpendruck das Wasser im Abschäumerrohr weiter hoch drückt. Je höher der Druck, den die Pumpe erzeugen kann, desto höher ragt der Ablauf (Schaumtopf) über dem Wasserstand raus (je nach Konstruktionsweise des AB) und das ablaufende Wasser muß wieder runter geführt werden.

    Die max. Eintauchtiefe ergibt sich bei Deinem AB da, wo der Ablauf voll offen ist und der Schaum nicht überläuft... und das ist bei jedem AB verschieden.
    Eine höhere Eintauchtiefe macht es der Pumpe leichter... und da der Druck, den die Pumpe aufbaut gleich bleibt - gehts drüber... wenn der Ablauf das nicht verkraftet..

    Maßgeblich ist die grundsätzliche AB-Konstruktion in Zusammenhang mit der Pumpendruckleistung. Daher gibt es bei manchen (älteren) AB auch Maximalangaben für die Pumpe oder tatsächliche Empfehlungen. Konstruktion und Pumpe sind i.d.R. stark aufeinander abgestimmt.

    Viele Grüße
    Norman

  • Hallo

    Hinzu kommt noch, dass mit zunehmender Tauchtiefe auch die Drucksituation für die Luft sich vergrössert und dadurch weniger Luft eingezogen wird, was die Wassermenge zusätzlich erhöht.

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hallo Norman,

    das ist ja in etwa das, was ich auf Rüdigers Posting geantwortet hatte. Wenn die Pumpe so stark ist, dass bei tiefem Eintauchen das Niveau nicht mehr geregelt werden kann, hat man natürlich keine andere Möglichkeit mehr, als den AS wieder höher zu setzen.

    Vielleicht nochmal anders ausgedrückt:

    Wenn ich es durch Regelung schaffe, das Niveau (damit meine ich die Wasser/Luft Trennlinie, also den Übergang von nassem zu trockenem Schaum) gleich zu halten, dann ist es egal, ob der AS nun 20 oder 40 cm im Wasser steht, die Abschäumleistung sollte die Gleiche sein.


    Gruß
    Joachim

    Gruß
    Joachim

  • Hallo Ruedi,

    das hat ja wohl eher was mit der Position der Pumpe zu tun. Die befindet sich zwar überlicherweise in der Nähe des Bodens des AS - wäre als bei großer Eintauchtiefe tatsächlich auch "tief" im Wasser. Die Pumpe könnte man aber mit einem längeren Schlauch wieder nach "oben" bringen und hätte dadurch wieder die ursprüngliche Luftmenge, oder?

    Gruß
    Joachim

    Gruß
    Joachim

  • je länger der weg, den die pumpe drücken muß, desto höher sind auch die verluste...

    ich verstehe noch nicht, warum du das fragst... was hast du vor?

    Gruß
    Norman

  • Meine Frage hat zwei Gründe:

    a) interessiert mich einfach der technische Hintergrund und
    b) habe ich ein TB mit 42 cm Wasserstand, interessiere mich für einen neuen AS und irgendwann geht einem, trotz hochbauchen, der Platz aus :ylol

    Gruß
    Joachim

  • Zitat

    Wenn ich es durch Regelung schaffe, das Niveau (damit meine ich die Wasser/Luft Trennlinie, also den Übergang von nassem zu trockenem Schaum) gleich zu halten, dann ist es egal, ob der AS nun 20 oder 40 cm im Wasser steht, die Abschäumleistung sollte die Gleiche sein.


    Hallo!
    Da der Abschäumer ein offenes System ist, wirst du es nicht schaffen, den Wasserstand im AS unter das Niveau des TB zu bringen.Aber grade das wäre für die Abschäumung wichtig.

  • Hallo Horst,

    stimmt, der Wasserstand im AS kann nicht unter dem des TB liegen. Das ist ja auch nicht das Problem, sondern der Ausgangspunkt der Frage.

    Wenn ich einen niedrigen Wasserstand im TB habe, dann regele ich ja den Druck im AS, damit der Wasserstand im AS steigt, also über das Niveau im TB.

    Meine These ist aber, je höher der Wasserstand im TB, desto weniger brauche ich zu regeln (natürlich nur soweit, bis die Pumpe zu stark ist (siehe weiter oben)).

    Gruß
    Joachim

  • Hallo!
    Ich galube:
    Im AS ist ja nicht wirklich "Druck" ?!. Nur, man benötigt einen maximalen Wasserstand, damit es noch zur richtigen Schaumbildung kommt.Ist der zu hoch, so kocht halt nur die dünne hellbraune Brühe über, wie hier ja schon beschrieben wurde.Es bilden sich dann keine richtigen Blasen mehr, an denen die Partikel haften könnten.
    Du regelst auch nicht den Druck im AS sondern nur den Wasserstand.Und diesen eben auf die effektivste Höhe. Das kannst du aber nicht mehr, wenn der Wasserstand im Becken schon zu hoch ist. Dann müsste man z.b. wohl den Auslauf erweitern.Man müsste es austesten.Ok. Nur, ich sehe da keinen Sinn drin.

  • Hallo Horst,

    vielleicht drücke ich mich ja zu kompliziert aus, deshalb versuche ich es noch mal anders.

    Stelle Dir deinen AS vor, der steht sicher in einem TB mit optimaler Eintauchtiefe und Du hast den Wasserstand im Abschäumer durch Regelung des Auslaufs (sei es nun mit Keilrohr, Schieber oder sonstwie) so eingestellt, dass ein für Dich optimals Abschäumergebnis erzielt wird.

    Jetzt kommt der Gedankensprung. Stell Dir vor, Du erhöhst den Wasserstand im Technikbecken. Die Folge ist, die Wasser-Luft Trennlinie im Abschäumer geht nach oben, was wiederum zur Folge hat, dass der AS "nasser" abschäumst, also nur hellbraune Brühe im Topf landet. Um dem gegen zu steuern, öffnest Du den Auslauf wieder soweit, dass die Wasser-Luft Trennlinie wieder auf die Höhe sinkt, die sie vorher hatte.

    Der Effekt ist, dass der AS das gleiche Ergebnis bringt, wie vor der Erhöhung des Wasserstands im TB.

    Das ganze Spielchen (Erhöhung im TB) kann man jetzt soweit treiben, bis der Auslauf des AS komplett geöffnet ist. Wenn man an diesem Punkt noch weiter den Wasserstand im TB erhöhen würde, wird tatsächlich das Abschäumergebnis schlechter, weil man nicht mehr gegen regeln kann.

    Hintergrund des ganzen ist, dass ich herausarbeiten möchte, dass man einen Abschäumer mindestens bis zur Höhe seines Auslaufs ins Wasser stellen kann, ohne das Abschäumleistung verloren geht.

    Gruß
    Joachim

  • Hallo Joachim!
    Ich sehe, wir haben uns verstanden. Du beschreibst das gleiche, was ich beschrieben habe.:D
    Nur, der Auslauf meines AS ist z.b. unten,auf Höhe der Pumpe.:D Was passiert also, wenn ich den Wasserstand im TB erhöhe? Der Auslauf hat zuviel Gegendruck und verliert, schätze ich, seine Funktion.

    Einmal editiert, zuletzt von Horst-J. (6. Februar 2009 um 20:07)

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