Salarias fasciatus gestorben

  • Hallo,

    wir haben gestern nach Rücksprache mit unserem Zoohändler unseren ersten Fisch, einen Salarias fasciatus in unser Aquarium gesetzt. Die Wasserwerte wurden von ihm getestet, laut seiner Meinung sprach nichts gegen einen ersten Algenfresser.

    Außerdem kam noch eine Lederkoralle mit ins Becken.

    Unser Becken wurde nur mit Lebenden Steinen und eingefahrenem Meerwasser eingerichtet. Seit fünf Tagen sind vier Einsiedler und mehrere Schnecken eingezogen, die auch alle fit und munter wirken.

    Unsere Wasserwerte sind von Beginn an ganz gut gewesen, ein bißchen Nitrat, das zwischenzeitlich abgebaut wurde, PH 7,9, KH 6 (hier geben wir seit gestern Zusätze ins TB), NO4 0, NO3 0, NO2 0,025, Dichte 1,022.

    Gestern sah er sehr fit aus, heute war er die ganze Zeit nicht zu sehen und in einer Felsspalte versteckt. Gerade eben kam er aus seiner Spalte rausgeschnellt und schwamm bauchoben hektisch zuckend umher. Fünf Minuten später war er tot. Wir haben ihn fotografiert, vielleicht könnt ihr uns sagen, was die Ursache für diese Hautveränderung auf beiden Seiten war ? Die Haut scheint nicht beschädigt zu sein, sieht aus wie ausgebleicht, bis in die Rückenflosse.

    Bitte helft uns, denn so wollten wir unser Projekt "Hausriff" eigentlich nicht starten :frowning_face:

    Vielen Dank !

    Marion

  • moin,

    was das mit der ausgebleichten haut auf sich hat, kann ich dir auch nicht sagen, ev. schreckfärbung im todeskampf.

    aber hast du mal mehr infos, beckengröße und standzeit, ev ein gesamtbild etc. ?

    mfg
    michael

  • Zitat

    Gerade eben kam er aus seiner Spalte rausgeschnellt und schwamm bauchoben hektisch zuckend umher. Fünf Minuten später war er tot. Wir haben ihn fotografiert, vielleicht könnt ihr uns sagen, was die Ursache für diese Hautveränderung auf beiden Seiten war ? Die Haut scheint nicht beschädigt zu sein, sieht aus wie ausgebleicht, bis in die Rückenflosse.

    Hallo Marion,

    die Verfärbung zeigt sich bei vielen Fischarten , wenn sie sterben bzw. gestorben sind. Manchen werden dunkel andere Arten heller oder zeigen großflächige Flecken. Bei dem von Dir geschilderten Verhalten sind leider einige Ursachen denkbar. Fische, die über eine Blockade des Kiemengewebes ersticken oder eine Vergiftung des Nervensystems haben, zeigen im Endstadium meistens eine derartige Schwimmweise. Aber im Grunde ist das reine Spekulation. An einem Foto eines gerade verstorbenen Fisches mit einem "Totenfleck" kann man leider nichts erkennen.

    Bei einem Fisch, der sich nicht versteckt und im Freiwasser aufhält, würde man wahrscheinlich viel eher Symptome beobachten können, als an einem versteckten Salarius. Die Wasserwerte geben auch keinen Hinweis, aber man muss sich bewußt machen, dass die Haustests nur einen Bruchteil der Wasserparameter anzeigen. Also alle Möglichkeiten noch einmal überdenken und wenn man nichts weiter findet und gerade beim Erstbesatz ist, zunächst einen neuen Testkandidaten auswählen, der im Freiwasser schwimmt und den genau beobachten. Zeigt der auch irgendwelche merkwürdigen Verhaltensänderungen, sofort raus und in ein Zweitbecken (z.B. Quarantänebecken) oder wieder zum Händler. Dann erneut die Ursache suchen - ist sicher nicht immer leicht. :loudly_crying_face:

    Noch ein Hinweis:
    Wenn ein Fisch kurze Zeit nach dem Einsetzen verstirbt, dann frage ich immer zuerst: "Wie ist er gefangen worden ?" So mancher Fisch wurde schon in der Hektik des Fangens mit dem Kescherbügel gegen die Glasscheibe oder Einrichtungegegenstänge "gedrückt", was dann nach wenigen Stunden über unsichtbare Verletzungen zum plötzlichen Verlust führte.

    Wie lange ist das Becken bereits in Betrieb ?

    Etwas ärgerlich ist noch, dass Dir der Salarias fasciatus als Erstbesatz empfohlen wurde, da er kein Anfängerfisch ist und als Nahrungsspezialist bei einem nicht alteingefahrenen Becken entsprechender Größe wahrscheinlich mit der Zeit verhungert wäre.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

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