Jodlösung selbst herstellen

  • Hallo,

    ich dosiere in meinen beiden Aquas als einzige Spurenelemente Strontium und Jod. Das soll den Wachstum der Kalkrotalgen steigern, damit hatte ich im alten Becken arg zu kaempfen. Auch im neuen Becken habe ich es trotz ordentliche Wachstum so beibehalten.

    K.A. ob ich weitermache mit Strontium sobald die Loesungen leer sind. Mit Jod dagegen will ich weiter machen. Soll ja essenziell fuer Wirbellose sein was die Haeutung anbelangt. Vor allem in meinem Einzelknast mit dem 30cm Einsiedler ist das sicherlich nicht unwichtig.

    Nun muss ich ja nicht jede Sau durchs Dorf getrieben haben und wuerde mir die Jodloesung in Zukunft selbst herstellen bzw z.B. Betaisodona (das haette ich eh da) in der richtigen Menge zudosieren.

    Kann mir da jemand sagen, wieviel da pro z.B. Woche (oder ist Tag sinnvoller?) pro bestimmte Wassermenge zudosieren muss? Oder sollte man es vorher verduennen?

    Zusatzfrage: Waere eine andere Dosierung bei meinem Rieseneinsiedler angebracht? Bisher konnte er sich immer haeuten, nur muss das ja nicht so bleiben...

    Danke und viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo!

    Zitat

    Original von Martin S.
    Nun muss ich ja nicht jede Sau durchs Dorf getrieben haben und wuerde mir die Jodloesung in Zukunft selbst herstellen bzw z.B. Betaisodona (das haette ich eh da) in der richtigen Menge zudosieren.

    Kann mir da jemand sagen, wieviel da pro z.B. Woche (oder ist Tag sinnvoller?) pro bestimmte Wassermenge zudosieren muss? Oder sollte man es vorher verduennen?

    Ha, wer lange sucht... :winking_face:

    Habe die Antwort auf diese Frage in Martin Kuhns Wasserparameter FAQ gefunden.

    Zitat

    Faustregel
    PVP-Jod (= Betaisodonna-Lösung): 1 Tropfen je 200-250 Liter Beckenwasser pro Tag

    Ja wunderhuebsch. :winking_face:

    Vielleicht hat jemand noch Erfahrungen/Ideen zu der Sache mit meinem Rieseneinsiedler.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo zusammen,

    mal noch ne andere Frage: Im Betaisodona befindet sich in irgend einer Art und Weise auch Phosphat.

    Hier im Forum sind auch ein paar Threads, die dieses Thema anschneiden. Da es aber immer um andere Dinge ging, hier nochmal meine Frage:

    Wirkt sich die Zugabe von Betaisodona auf den Phosphatwert im Becken aus oder ist das Phosphat so gebunden, dass es nicht relevant ist?

    Danke und viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Martin,

    zu deiner Iodfrage: Wenn du nach Martins FAQ 1 Tropfen Betaisodonna pro 200-250 l Wasser täglich gibst,
    dann sind das etwa 0,003 mg/l Phosphat pro Liter. Darüber brauchst du dir keine Sorgen machen.

    Übrigens: wegen den Kalkalgen brauchst du kein Strontium zugeben. Sie können damit soviel anfangen wie deine
    Fische mit einem Fahrrad. :grinning_squinting_face:

    Gruß Armin

  • Hallo Armin!

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    zu deiner Iodfrage: Wenn du nach Martins FAQ 1 Tropfen Betaisodonna pro 200-250 l Wasser täglich gibst,
    dann sind das etwa 0,003 mg/l Phosphat pro Liter. Darüber brauchst du dir keine Sorgen machen.

    Naja, bei momentan 0,5 (!) mg/l PO4 bei mir im Becken mach ich mir eigentlich ueber alles Gedanken. Sinnvoller waere es aber wohl, an anderen Hebeln zu drehen. Insofern herzlichen Dank, dann kann ich mit dem Jod weitermachen. :smiling_face:

    Hast Du ne Idee, was ich bei meinem Rieseneinsiedler dosieren sollte? Der hat sicherlich einen ueberdimensionalen Bedarf an Jod fuer seine Haeutung. Allerdings will ich ihn ja auch nicht desinfizieren/vergiften.

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Übrigens: wegen den Kalkalgen brauchst du kein Strontium zugeben. Sie können damit soviel anfangen wie deine
    Fische mit einem Fahrrad. :grinning_squinting_face:

    Hehe. Wobei ich genau das im Forum oefters gelesen habe. Ammenmaerchen? Fuer was ist das Strontium denn sonst gut? Und warum verkaufen alle moeglichen Anbieter Strontiumkomplexe fuer Aquazugabe? Die FAQ von Martin Kuhn ist da ja auch nicht wirklich aussagekraeftig.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Martin,

    ich würde mich an die übliche Dosierung halten (wie bei Martin Kuhn angegeben), eine Überdosierung sollte vermieden werden.

    Ja, es handelt sich um ein (eines von vielen) Ammenmärchen. In die Kalkmodifikation, die Kalkalgen aufbauen (Calcit)
    kann Strontium gar nicht eingebaut werden. Martins FAQ ist sehr aussagekräftig:: Steinkorallen verwenden Strontium,
    ob sie es brauchen, weiß man nicht.

    Und aus der Tatsache, dass etwas verkauft wird, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass es notwendig ist, halte ich
    nicht nur in der Aquaristik für gefährlich. :grinning_squinting_face:

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    danke nochmal fuer die Ausfuehrungen. Dann lasse ich's erstmal bei der Dosierung bei Helmut.

    Gut, dass es viel Muell gibt, den man fuer teures Geld kaufen kann, ist ja klar. Was ich allerdings meinte ist, dass es das Strontium ja von allen moeglichen Herstellern zu kaufen gibt. Es scheint also eines der beliebteren Produkte zu sein. Da wundert mich halt, dass sich so etwas vom Ammenmaerchen nicht rumspricht...

    Viele Gruesse,
    Martin

    PS: Macht es eigentlich bei dem Jod Sinn bzw gibt es die Moeglichkeit, das auch woechentlich zu dosieren? Da taeglich dran zu denken ist echt schwierig...

  • Hallo Martin,

    Wenn du weißt, wie viel Wasser tägl. verdunstet, kannst du es auch auf die Woche hochrechnen und dem
    Nachfüllwasser zugeben.
    z.B.: 3L./Tag x 7Tage = 21L. für 1Woche + entsprechende Menge Jodlösung

    So mache ich diesen Ansatz jeden Sonntag und das funktioniert recht gut. Mit der Zeit hast du dann Routine
    damit.

    Gruß, Franz-Josef

    Gruß, Franz-Josef

  • Hallo Martin,

    Strontium für Steinkorallen zu dosieren kann sinnvoll sein oder nicht. Dazu fehlt leider noch der letzte Beweis.
    Somit ist die Anwendung für Steinkorallen möglicherweise sinnvoll.

    Das Ammenmärchen besteht nur darin, dass Strontium den Kalkalgen irgendetwas nützen würde.

    Gruß Armin

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