• Hallo an Alle,

    @Benjamin
    Ich füttere Platinum Grade Nauplien.

    Ich gestehe: Mit der Planktonzucht hat es nicht wirklich geklappt. Ab und an kaufe ich auch was anderes zu, aber Hauptnahrung sind halt Artemianauplien. ich füttere morgens zwischen 8 und 10 Uhr, und das reicht bis zum nächsten Tag, und die Artemien leben auch noch (was noch übrig ist).

    Ich halte die Pferdchen auch in einem nackten Becken. Ganz ehrlich: Ich habe die Wasserwerte noch nie! überprüft, außer die Salinität. Wasserwechsel von 50% mache ich so nach ca. 4 bis 6 Tagen (je nach Verschmutzung) und ca. alle zwei Wochen werden die Pferdchen ausquartiert, und dann wird das Becken grundgereinigt.

    Naturnahe Haltung ist natürlich das Beste aber birgt halt auch viele Gefahren. Wie Angi schon sagte: Hauptsache sie können sich festhalten und fressen:-).

    Liebe Grüße
    Carina

  • Hallo Zwergseepferdchenfreunde!

    Der letzte Beitrag ist schon wieder mehr als 6 Wochen her, also hab ich mir gedacht, es wär Zeit für ein Update.

    Bei mir gibt's allerdings nix wirklich Neues zu berichten. Das Becken läuft jetzt schon seit längerem stabil. Cyanos sind keine zu sehen. Die Hydroidmedusenpopulation ist etwas zurückgegangen, es reicht eine Absaugaktion 1x pro Woche beim Wasserwechsel.

    Die Ponies haben jetzt wenigstens wieder Lust auf Nachwuchs bekommen. Nach wie vor aber lass ich nur die fitesten aufkommen, damit's nicht zu viele werden und das Lebendfutter knapp wird. In der Hinsicht bin ich froh, jetzt auch über eine gut gehende Moina salina-Zucht zu verfügen.

    Eine Volkszählung ist wegen des Algendickichts nicht möglich, in der Regel seh ich mit ein bissl Übung tagsüber 15-20 Tiere auf einen Streich.

    Die H. zosterae-Nachzuchten im Wiener Haus des Meeres haben auch schon Nachwuchs, damit ist der Bestand einer Zuchtgruppe in Österreich gut abgesichert.

    Mit den Worten von dessen stellvertretendem Direktor und Kurator für Meeresaquaristik, Dr. Daniel Abed Navandi: "Wir retten die Welt" (zumindest die Seepferdchen aus dem Golf von Mexiko :()

    grüßt euch herzlich
    Linda

  • Auch bei mir geht es aufwärts, ich habe viele Jungtiere. Alle sind noch zusammen und ich werde dieses Tage den letzten Wurf gesondert aufziehen um davon wieder Tiere abzugeben.

    Keine Quallen mehr zu sehen, aber dafür wieder massig Mini Strudelwürmer. Halte die aber für harmlose Restevertilger (Algen und Bakterien vermute ich) und höchstens Konkurrenz für O2.

    Zu schade das ein nacktes Becken echt besser funktioniert ... aber ich bleibe der Pferdezucht erhalten :smiling_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo allerseits,

    schön, dass es bei Euch so gut geht. :smiling_face:

    Leider sind alle größeren Zwerge innerhalb von drei Tagen ohne äußerliche Anzeichen verstorben.
    Sie hatten vorher einige Junge, von denen jetzt 7 aufwachsen und sich sichtlich wohl fühlen.
    Erstaunlicherweise bleiben sie bis jetzt weiß, während ihre Eltern in dieser Größe bereits umgefärbt waren.

    Somit ist zum Glück der Fortbestand gesichert, wenn sich beide Geschlechter entwickeln.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo euch Allen,

    ich bin noch immer am Überlegen mir auch Zosteraes anzuschaffen, habe aber das Problem das ich meiner Urlaubsvertretung das Ansetzen der Artemien nicht zumuten möchte. Daher eine Idee díe vielleicht der eine oder andere schon getestet hat.

    Kann man als Urlaubsfutter, maximal 2 Wochen, auf dekapsulierte Artemiazysten zurückgreifen, die im Becken ausgebrütet werden, oder spricht irgendetwas dagegen?

    Bei meinen früheren Aufzuchtversuchen mit den kudas hat das (allerdings mit ungeschälten) wunderbar geklappt.

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo Benjamin,

    ich stand einmal bei meinen Barbouri-Nachzuchten vor dem gleichen Problem.
    Ich habe Artemia-Nauplien 'auf Vorrat' angesetzt und diese mit der 'Kühlschrankmethode' angereichert.

    So konnte die Vertretung eine Woche lang die vorbereiteten Nauplien bequem aus den Petrischalen entnehmen und verfüttern.

    Sollte für Zosterae genauso funktionieren.


    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Hallo Sabine,

    das ist auch eine sehr gute Idee, aber bei zwei Wochen wird das wohl eng.
    Daher bitte melden wer das schon einmal getestet hat :wink

    Gruß
    Benjamin

  • Hi Benjamin,

    warum züchtest du nicht einfach moina Salina oder tigerPods ? sollten doch als Futter auch gut funktionieren ? geht bestimmt das man Ständig futter enrnimmt wenn du früh genug die Kultur ansetzt.

    grüße

    Grüße Oliver

    Wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten.....

  • Hi,

    Zitat

    warum züchtest du nicht einfach moina Salina oder tigerPods ? sollten doch als Futter auch gut funktionieren ? geht bestimmt das man Ständig futter enrnimmt wenn du früh genug die Kultur ansetzt.

    Danke für den Tip, aber nenn mich übervorsichtig, denn gehe in der Planung immer davon aus das solche Kulturen genau zum wichtigsten Zeitpunkt umkippen. Natürlich habe ich geplant die genannten Arten zu kultivieren, aber ich suche eine absolut sichere Lösung. Zusätzlich möchte ich immernoch eine Mysiskultur starten, deren Larven sollten auch die richtige Größe haben.

    Aber mit der Kühlschrankmethode von Sabine kann ich ja schon einige Tage überbrücken.

    Gruß
    Benjamin

  • Hi,

    gib sei bei einem der vielen Berliner hier für die Zeit in Pflege - ist das einfachste :winking_face:
    Nacktes 30iger Becken und blubberfilter (vorher einfahren lassen !) und alles ist für 2 Woche prima

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    das wäre auch eine mögliche Lösung, mal sehen was ich mache.

    Gruß
    Benjamin

  • Hi Benjamin,

    ich habe auch einen Ansatz tigerpods von Olaf bekommen. Und das was hier steht kann ich nur bestätigen. aus ca 100 Pods sind es min. das zehnfache geworden in 6 Wochen.

    grüße

    Grüße Oliver

    Wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten.....

  • Hi,

    ja das glaube ich, aber langfristig stabile Kulturen sind schwierig und wenns dumm läuft kippen die Tigger genau zum falschen Zeitpunkt.

    Ich denke aber mit der Kühlschrankmethode und/oder geschälten Zysten würde es im Notfall gehen.

    Gruß
    Benjamin

  • Diesmal hat es mich heftig erwischt ....in den letzten beiden Tagen über 20ig Tote Pferde im Hauptpferde Becken. Ich kann weder sehen was los ist noch an was sie sterben. Ungewöhnlich ist nur das sie toten Tiere rötlich sind ??? Nehme an gleich weitere tote bergen zu müssen. Als Maßnahmen habe ich bisher nur mehrere große Wasserwechsel gemacht.

    In einem Becken daneben sind ca 15 Jungtiere - diese sind völlig OK ????

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Was ´ne Sch.... Zu den rötlichen Tieren ´mal zwei Theorien: Artemia, die unter O²-Mangelbedingungen gehalten werden, entwickeln vermehrt roten Blutfarbstoff ( Hämoglobin ). Unwissende Kundschaft kauft dann die "kräftig roten Tiere" in der Hoffnung, was besonders gutes erworben zu haben. Zum anderen zeigen Menschen nach Kohlenmonoxid-Exposition eine kräftig rosa-rote Gesichtsfarbe. Zusammen mit dem offenbar sehr schnellen Todeseintritt der Pferdchen würde ich ´mal in Richtung O²-Mangel, evtl. CO²-Überschuss (Ph-Verschiebung??) nachsehen. Vergiftung o.ä. käme natürlich auch in Frage, warum aber dann nur in einem Becken?? Evtl. auch an andere Gifte denken, die im selben Zimmer benutzt wurden. Permethrinhaltige Insektenvernichter sind zum Beispiel stark toxisch für Fische!!

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Hi Peter,

    ich tippe wie Muschelschubser auf Sauerstoffmangel oder Ammoniak. Mir fiel vor einiger Zeit in einem nackten Becken die Luftpumpe aus. Dort hatte ich junge Adulte für einen anderen Aquarianer. Diese Tiere starben auch und zeigten die von Dir beschriebenen Symptome.

    Benjamin: warum verteilst du nicht Zooplankton auf 2 oder 3 Eimer und stellst die etwas kühler, etwas Phyto rein und es passt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die alle umkippen ist gleich Nulll

  • Zitat

    Original von Benjaminbja das glaube ich, aber langfristig stabile Kulturen sind schwierig und wenns dumm läuft kippen die Tigger genau zum falschen Zeitpunkt

    Ging mir bisher jedes Mal so. Auch ich habe zwei Ansätze von Olaf und noch einige mehr von Thomas Moczko bekommen. Gefüttert mit u.a. Granulat, Flocken, FroFu, Hefe. Innerhalb weniger Tage waren kaum noch pods zu sehen, die vom Thomas haben noch am längsten gehalten, aber von Vermehrung auch hier keine Spur, weder im Eimer im Garten ohne Belüftung noch im Eimer im Zimmer mit Belüftung. Wo liegt denn nur der Fehler???#

    Edit sacht noch: Lediglich die Nannochloropsis und Brachionus-Zuchten laufen derzeit ganz ordentlich. Kann ich von Brachionus auch "Sicherungskopien" erstellen, d.h. kleines Gefäß mit etwas Nannochl. füllen, Brachionus dazu und im Kühlschrank lagern für schlechte Zeiten??

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von muschelschubser (12. September 2010 um 11:55)

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Diesmal hat es mich heftig erwischt ....in den letzten beiden Tagen über 20ig Tote Pferde im Hauptpferde Becken. Ich kann weder sehen was los ist noch an was sie sterben. Ungewöhnlich ist nur das sie toten Tiere rötlich sind ??? Nehme an gleich weitere tote bergen zu müssen. Als Maßnahmen habe ich bisher nur mehrere große Wasserwechsel gemacht.

    In einem Becken daneben sind ca 15 Jungtiere - diese sind völlig OK ????


    Hallo Peter!

    Nach einer Augenoperation tu ich mir schwer mit dem Lesen und Schreiben, deshalb hab ich es noch nicht gepostet. Nach deinem Beitrag heute tu ich's jetzt: Erst kürzlich hab ich ähnliche Erfahrungen machen müssen, und wie du konnte ich (bis auf einen Fall, davon später) keinen unmittelbaren Grund für die Dezimierung des Ponybestands erkennen. Und weil meine Pferdekoppel ja ziemlich dicht bewachsen ist, hab ich das Malheur auch erst sehr spät, fast zufällig erkannt. Tote Tiere hab ich nur ganz wenige gefunden (und die waren ohne erkennbaren Krankheitsbefund), aber von den zu Beginn des Jahres an die 40 Pferdchen sind jetzt bloß 10 übrig.

    Das ist möglicherweise auch ein Tribut an die naturnahe Einrichtung des Aquariums. Ich entdeck immer wieder neue Bewohner, die ich nicht mit Absicht eingebracht hab. Wahrscheinlich sind sie mit Pflanzen oder Schnecken eingewandert, Lebendgestein verwend ich ja aus diesem Grund nicht in dem Aquarium. Die meisten sind harmlos, ja sogar nützlich (wie etwa die kleinen Borstenwürmchen, die Jannes Freiberg als Sylliden erkannt hat), aber zuletzt hab ich auch einen schon ziemlich großen Flohkrebs gefunden (und ihn Gott sei Dank auch gleich erwischt). Mit seinen gut 2 cm KL kann er die Ursache gewesen sein, dass seit Monaten kein Fohlen mehr aufgekommen ist in der 'großen' Koppel.

    Für das Hauptproblem halt ich neuerdings die exzessive Fütterung mit Artemianauplien. Sie leben im Aquarium nicht lang, auch wenn sie in Aquarienwasser angesetzt waren. Ausgehend von den irgendwann mal 40 Pferdchen hab ich die Futtermenge lange Zeit recht lang konstant gehalten. Die Biologie des Beckens ist so weit stabil, die zahlreichen Detritusverwerter haben das Angebot restlos verwertet, und auch NO3 war nie ein Thema wegen der vielen Algen und der Mangrove im Bypasskübel.

    Sehen konnte man im Caulerpadickicht ja immer nur ein paar Ponies, und so hab ich den Populationsrückgang erst bemerkt, als ich ein paar Einsiedlerkrebse (Clibanarius erythropus) eingesetzt hab, um der Fadenalgenplage beizukommen, die nach einer radikalen Caulerpa-Auslichtaktion blitzartig an deren Stelle getreten sind. Es war eine Empfehlung eines Bekannten, ein anderer hingegen hat gemeint, dass Einsiedler Allesesser sind und möglicherweise auch an die Pferdchen gehen.

    Aus diesem Grund hab ich 5 adulte Tiere in ein Quarantänebecken übersiedelt. Es ist eine 10 Liter Faunabox ohne Bodengrund, mit einem Büschel Caulerpa serrulata, Lufthebe-Schaustofffilter, beleuchtet mit einer 18W ESL Philips Tornado Daylight.

    Diese Gruppe füttere ich nicht mit Artemien, sondern indirekt mit Schwebealgen und probiotischen Bakterien. Die eingesetzten Tiggerpods und andere Copepoden bzw. Brachionus vermehren sich entsprechend, sodass ich bloß hin und wieder den Kleinzeugbestand ergänzen muss. Diese Methode wende ich seit Beginn dieses Jahres bei den Fohlen an, die ich separat aufziehe, und sie hat sich bis jetzt bewährt - auch bei den Großen. Etwa alle 14 Tage wechsel ich 30-50% des Wassers, allerdings ohne dass die Werte im Becken vorher ungünstig wären.

    Ich hab mich jetzt entschlossen, die Fütterung auch im großen Becken auf Copepoden umzustellen und dort das Klima für das Kleinzeug entsprechend zu verbessern. Die Einsiedlerkrebse scheinen dabei recht hilfreich zu sein, sie vertilgen mit den Fadenalgen scheinbar auch die in den Algenpolstern sitzenden Hydroiden. Die Zahl der Medusen ist seit dem Einzug der Krebse vor 3 Wochen deutlich zurückgegangen. Die Hydroiden halt ich für mitverantwortlich, dass sich das Kleinzeug in der Pferdekoppel zuletzt nicht vermehrt hat.

    Zurück zu deinem Beitrag und zu Stefans Antwort. Sauerstoffmangel könnt ich mir erklären, wenn das Becken stark besetzt ist und entsprechend mit Artemien gefüttert wird. Ich hab auch noch eine weitere Theorie, ausgehend von einer Beobachtung in der 'großen' Pferdekoppel: Ein Pferdchen litt unter krampfartigen Zuckungen, bevor es verendete. Ich glaub, das entspricht dem Krankheitsbild von Vibriose.

    Für mich ein weiterer Grund, auf Artemianauplien als Hauptfutter doch zu verzichten. Das geht allerdings nur, solang der Bestand nicht wieder auf 30, 40 Tiere angestiegen ist. Meine Lebendfutterzuchten geben nicht soviel her.

    Lieber Peter, wie immer wünsch ich dir - uns - dass der Bestand an Seeponies durch diese Rückschläge nicht ernsthaft gefährdet wird und wir durch sie neues lernen können.

    Schöne Grüße aus Wien,
    Linda

  • Hallo zusammen!

    Danke für die vielen Antworten. O2 Mangel habe ich noch nicht bedacht, ist aber gut Möglich. Gerade in Verbindung mir zu viel Artemia und ca 70 Pferden in einen 50x30x30. Und dann noch einige Tage mit dem sauber machen des Beckens gezögert, Wasserwechsel verbummelt und schon kommt alles zusammen. Ich habe auch erst Vorgestern gemerkt das was nicht OK war als ich drei tote Tiere vorne in einer Ecke fand. Heute Morgen noch 3 weitere gefunden. Die meisten scheinen zu fressen und ich hoffe das alles OK ist. Denke es wird Zeit die Tiere auf noch mehr Becken zu verteilen. Platz habe ich ja genug.

    Gute Besserung Linda !!

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel. Denke es wird Zeit die Tiere auf noch mehr Becken zu verteilen

    Falls Du welche "auslagern" möchtest, Platz hätte ich da auch noch :winking_face:

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Zitat

    .

    Für das Hauptproblem halt ich neuerdings die exzessive Fütterung mit Artemianauplien. Sie leben im Aquarium nicht lang, auch wenn sie in Aquarienwasser angesetzt waren. Ausgehend von den irgendwann mal 40 Pferdchen hab ich die Futtermenge lange Zeit recht lang konstant gehalten. Die Biologie des Beckens ist so weit stabil, die zahlreichen Detritusverwerter haben das Angebot restlos verwertet, und auch NO3 war nie ein Thema wegen der vielen Algen und der Mangrove im Bypasskübel.
    ...

    Ich hab auch noch eine weitere Theorie, ausgehend von einer Beobachtung in der 'großen' Pferdekoppel: Ein Pferdchen litt unter krampfartigen Zuckungen, bevor es verendete. Ich glaub, das entspricht dem Krankheitsbild von Vibriose.

    Für mich ein weiterer Grund, auf Artemianauplien als Hauptfutter doch zu verzichten.

    Hallo Linda, hallo Ihr anderen Zwergerl-Liebhaber

    ich konnte im Laufe meiner Zosteraehaltung 3 Ponies in nackten Becken an dem von Linda beschriebenen Phaenomen sterben sehen. Einmal habe ich es sogar gefilmt, um das zu dokumentieren. Ein Vibrioseschnelltest verlief aber negativ. Ein Tier hatte ich davon mit einer starken Vergrößerungslupe näher angeschaut. Es hatte eine winzige blutige Stelle am Bauch. Da ich keine Erklärung für diese Verletzung hatte, schenkte ich ihr keine weitere Beachtung und ging von einer Todesursache wegen Sauerstoffmangels bzw. Ammoniakproblem aus. Im großen naturnahen Becken konnte ich so etwas nie beobachten, aber dieses ist auch ebenso dicht wie Linda´s bewachsenen und mit Kleingetier belebt, das man dort eh nie tote Pferdchen findet. Im Moment kommt mir ein böser Verdacht, doch dazu später.

    Gegen reine Artemianauplienfütterung war ich schon immer. Seit ich das erste Mal gesehen habe, mit welcher Inbrunst neugeborene Mysis erjagt werden, war mir klar das adulte Zosterae größere Häppchen bevorzugen. Auch habe ich schon immer als Hauptfutter Copepoden und Moina gereicht.

    Doch nun zurück zu meinem bösen Verdacht. Dr. Adelaide Rhodes berichtete jüngst, dass ein irischer Wissenschaftler entdeckt hatte, wie sich Tigerpods in den Darm von einem Kuda-Baby durchfraßen und das Pferdchen deshalb starb. Darauf bestätigte ich zwar, das Tigriopus carnivor sind und fragile Fischlarven angreifen sowie andere Cops und frisch geschlüpfte Artemien fressen, entgegnete aber gleichzeitig das ich die dicken Roten für Zosterae ungefährlich halte. Etwa zur selben Zeit erzählte mir ein holländischer Züchterfreund, das er so viele Tigerpods auf einem Zosterae-Neonat beobachten konnte, das dieses komplett rot erschien und er deshalb keinerlei Tigerpods mehr verfüttere.


    Ursprünglich hatte ich meine Zot´s nur mit calanoiden Cops und Moina gefüttert und in dieser Zeit enorme Vermehrungsraten. Damals hatte ich zeitweise 200 Tiere. Wenn ich es mir recht überlege, sank die Vermehrungsrate seit ich Tigerpods in meine Outdoorzuchten eingeschleppt habe heftig, aber ich schob das immer auf das viele Kleingetier im naturnahen Zosterae-Becken.

    Sollten also Tigriopus, wenn sie ausgehungert sind und in großer Zahl vorhanden sind, eventuell doch Zosterae töten können?


    muschelschubser
    Ich wüßte nicht, das Tom Tigerpods hat. Er kauft immer nur calanoide also freischwimmende Copepoden (das sind die mit den langen Antennen). Calanoida brauchen Phytoplankton zur Vermehrung. Mit Flocken etc kann man die nicht züchten, sondern nur durch die indirekte Fütterung mit Bakterioplankton ein paar Wochen am Leben erhalten.

  • Zitat

    Original von angiIch wüßte nicht, das Tom Tigerpods hat. Er kauft immer nur calanoide also freischwimmende Copepoden

    Das stimmt, bei Tom bekomme ich immer eine Copepoden-Mischkultur ( s. Bild ). Also, dann werde ich die nächste Ladung ´mal mit Phyto füttern und schauen, ob´s dann besser klappt.

    Bilder

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Oho, Angi,

    das ist keine gute Nachricht :frowning_face:

    Ich hab mich gefreut, dass sich meine Tiggerpods im Gartenwanndl so gut vermehrt haben, dass ich jetzt sogar mehrmals pro Woche ernten kann.

    Dass sie möglicherweise an Seepony-Neonate gehen hätt ich nicht gedacht, aber dein Beitrag jetzt macht mich sehr unruhig, hab ich doch vor, die 5 adulten Pferdchen in der Faunabox zu belassen, bis die drei Jungs ihre Fohlen geworfen haben. Und da sind auch eine Menge Tigriopus drinnen.

    Danke also für den Hinweis. Gleich morgen werd ich die Box austauschen und das drin befindliche Gemüse gründlich durchwaschen.

    Es bleibt also spannend an der H.zosterae-Front. Und es ist prima, dass hier ein derartiger Erfahrungsaustausch erfolgt.

    Die kleinen Copepoden (Tisbe & Co) werden vermutlich auch bei mir künftig die Hauptnahrung sein für die Zostera-Pferdchen, neben den Moinas, aber da verfüttere ich erst welche, wenn die Indoor-Kulturen so weit stabil sind. Meine Freilandzuicht ist - nach den kühlen Temperaturen der vergangenen Tage - bereits im Rückgang.

    Und die große Herausforderung wird wohl sein, den Bestand der Pferdchen auf dem Niveau zu halten, das auf diese Weise ausreichend ernährt werden kann. 70 Pferdchen (wie Peter zuletzt hatte) wären mir bei weitem zuviel, das hab ich in der Zwischenzeit gelernt.

    Die natürliche Selektion im naturnahen Becken kommt dieser Intention bestimmt zugute. Fohlen ggf. separat aufzuziehen ist nach meiner Erfahrung die beste Möglichkeit, den Bestand - kontroilliert - zu erhalten.

    Ich weiß net, wie's bei euch in Deutschland ist: Bei uns ist die Nachfrage nach den Seezwergerln begrenzt (um es mal zurückhaltend auszudrücken) :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • @Stefan - ja genau, das sind die calanoiden Cops. Zumindest von diesen kann ich sicher ausschließen, dass sie gefährlich für Seepferdneonate sind. Ich hatte mit deren ausschließlicher Fütterung bisher immer eine Überlebensquote von nahezu 100 Prozent (bei allen Seepferdarten).

    Linda - bis jetzt ist es nur ein Verdachtsmoment, den wir alle zusammen unbedingt verfolgen sollten.
    Ich hoffe, das wir den Verdacht ausräumen können, da sich keine mir bekannte Copepodenart so schnell und leicht vermehren läßt wie Tigriopus. Doch bis es gesicherte Erkenntnisse gibt, gilt es wachsam zu sein und evtl. Zusammenhänge zu posten.

    Achtet vor allem auf plötzliche unerklärliche Todesfälle, untersucht Kiemen, Darmausgang, Bauch (evtl. schon winzig vorhandene Bruttasche) auf evtl. Eindringen von Tigerpods und Wunden.
    Bzw. was auch interessant wäre, kennt ein Züchter unter Euch solche plötzlichen Todesfälle mit Drehen und Winden oder heftigem Atmen ohne das Tigerpods anwesend waren?


    Nochmals an Linda: Bei mir werden oft Zosterae-NZ angefragt, doch ich gebe nur Tiere an Leute ab, die eine gut funktionierende Planktonzucht haben und ein eingefahrenes Becken ohne Lebendgestein und Invasoren. Diese Bedingungen erfüllen nur die wenigsten der Leute, die hier anfragen :winking_face:

  • Zitat

    Original von angi
    Linda - bis jetzt ist es nur ein Verdachtsmoment, den wir alle zusammen unbedingt verfolgen sollten.


    Nein, Angi, keine Angst, ich werd jetzt nicht in Panik geraten. Aber bei meinem aktuellen Pferdchenstand ist mir jedes erkennbare Risiko zu hoch.

    Zitat

    Ich hoffe, das wir den Verdacht ausräumen können, da sich keine mir bekannte Copepodenart so schnell und leicht vermehren läßt wie Tigriopus. Doch bis es gesicherte Erkenntnisse gibt, gilt es wachsam zu sein und evtl. Zusammenhänge zu posten. Achtet vor allem auf plötzliche unerklärliche Todesfälle, untersucht Kiemen, Darmausgang, Bauch (evtl. schon winzig vorhandene Bruttasche) auf evtl. Eindringen von Tigerpods und Wunden.


    Na, ich hoff auch sehr, dass sich der Verdacht als unbegründet erweist. Bis zu einem Beweis des Gegenteils gilt aber die Schuldvermutung.

    Zitat

    Bzw. was auch interessant wäre, kennt ein Züchter unter Euch solche plötzlichen Todesfälle mit Drehen und Winden oder heftigem Atmen ohne das Tigerpods anwesend waren?


    Also ein Mal hab ich gesehen, dass ein Pferdchen nach einem der schwimmenden Borstenwürmer geschnappt hat. Darauf hin hat es sich ordentlich verkutzt und ist wie von der Tarantel gestochen durch's ganze Becken gesaust. Passiert ist sonst nix. Deshalb hab ich damals aber auch gefragt, was das sein könnte und ob es gefährlich wäre für die Ponies. Danach hab ich so etwas nicht mehr beobachtet.

    Zitat

    Nochmals an Linda: Bei mir werden oft Zosterae-NZ angefragt, doch ich gebe nur Tiere an Leute ab, die eine gut funktionierende Planktonzucht haben und ein eingefahrenes Becken ohne Lebendgestein und Invasoren. Diese Bedingungen erfüllen nur die wenigsten der Leute, die hier anfragen :winking_face:


    Soooo weit simma hier noch gar net :smiling_face:

    Gute Nacht!
    Linda

  • Hallo Peter,

    mir scheint, dass es ganz einfach an der Besatzdichte liegt. In einem derart kleinen Becken so viele Pferdchen, und dazu noch deren Futterbedarf - das halt ich mit den paar Erfahrungen, die ich jetzt gesammelt hab, für einen Hochseilakt ohne Netz.

    Ich glaub nämlich nicht, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt, und wenn, ist der Rückgang des Bestands gleichzeitig ein Teil der Therapie. Bitte versteh mich jetzt nicht falsch: Das regelt sich sozusagen von allein.

    Ich bin mittlererweile froh, dass im naturnahen Becken ohne mein Zutun keine Fohlen mehr aufkommen. Die paar Adulten muss ich kaum noch füttern, weil sich das eingesetzte Kleinzeug jetzt prima hält. Wie schon zuletzt gesagt: Mehr als 20 Ponies könnt ich mit meiner Lebendfutterzucht eh nicht ernähren, und die Nachfrage ist bei uns so gut wie nicht vorhanden.

    Du hast ja noch 15 gesunde Fohlen im separaten Becken. Was, wenn du aus dem 'Problemaquarium' noch ein paar erwachsene Pferdchen rausfängst und sie ebenfalls in einem Quarantänebecken unterbringst? Ich kann mir gut vorstellen, dass einem ganz mulmig wird, wenn man alle paar Tage eine Handvoll toter Tiere absammelt. Die Aufteilung auf mehrere Becken würd mir in so einem Fall ein wenig Ruhe bringen.

    Die Daumen halt ich dir sowieso, dass du nicht wieder ans Aufhören denkst mit der Haltung der Zostera-Pferdchen!

    Liebe Grüße
    Linda

  • Peter, tut mir furchtbar leid wegen den neuen Problemen und Todesfällen!

    Mach bitte eins - wie schon von Linda vorgeschlagen: Neues Becken mit eingefahrenem, auf 50 my abgesiebtem Wasser und hältere die Kleinen da zwischen. Umsetzen ohne Adaptieren um Zeit zu schinden, nur rübersetzen. Die packen das. Die Zwerge sind da echt unempfindlich, so lange der Salzgehalt einigermaßen passt. Jeden 2. Tag WW machen mit eingefahrenem Wasser aus anderen Becken. Parallel dazu bitte ein Becken mit etwas Lebendsand ohne Invasoren einfahren (wennst keinen hast, ich kann dir welchen schicken). Sobald kein Ammoniak mehr da ist, da rein setzen.

    Ich mach zwar ab Ende der Woche Betriebsurlaub, aber ich kann noch schnell veranlassen, dass Dir von den calanoiden Cops geschickt wird. Müßt ich aber heute weg schicken lassen.

    Decapsulierst Du die Cysten vorher? Argent ist ja normalerweise absolute Premiumware, aber ich würd sie bei solchen Problemen vorsichtshalber trotzdem decapsulieren. Einfach Chlorix nehmen bis die Cysten grell orange aussehen, danach gründlich spülen und entchloren.


    Ich drück Dir die Daumen!

    Einmal editiert, zuletzt von angi (15. September 2010 um 02:59)

  • Hab noch ne Idee.. Verfütterst Du nur frisch geschlüpfte BBS? Dann haben die kleinen evtl. einen Artemia-Schock. Dann die Nauplien mindestens 2 Tage schwimmen lassen und mit Dan´s Feed anreichern...

  • Peter,

    versuch mal folgd. Soforthilfe:http://www.oxydator.de/ - Technische Daten - Minioxydator

    Tim aus den Niederlanden setzt diese Oxydatoren mit Erfolg ein, ich habe auch welche. (Übrigens schöne Grüße von Tim, Du sollst mal wieder ins Dutch ´Forum schauen)

  • Schlechte Nachrichten: Auch das zweite Becken ist nun betroffen - ich musste heute die Hälfte der Tier ein dem Becken Tod aufsammeln.

    Ich vermute als Ursache meine Artemia Zuchtflasche die dringend mal wieder völlig gereinigt werden müsste. Dort könnte sich etwas Bakterielles eingeschleppt haben.

    Im den anderen Becken (Tiere wie vorgeschlagen getrennt) geht das sterben weiter .... ich befürchte das schlimmste :frowning_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    nach Deinen Schilderungen fürchte ich nun auch, dass Du Dir pathogene Keime eingeschleppt hast. Ach, Dir muss ja furchtbar zumute sein. Die armen Pferdchen.

    Der Artemia-Hatcher könnte durchaus die Quelle einer solchen Infektion sein. Ich desinfiziere meine eignen Gerätschaften spätestens alle 3 Tage mit Chlorix und benütze bei jedem Cysten-Ansatz ACE Sanocare von INVE. ACE minimiert evtl. Keimdruck und verhindert Schaumbildung beim Schlupf, das Wasser müffelt damit auch nicht und der Schlupf ist gleichmäßiger.

    Hast Du die Temperatur abgesenkt? Hilft bei vibrio-indizierten Krankheitsfällen, die Ausbreitung zu verlangsamen, zumindest bei Garnelen verschafft einem diese Maßnahme wertvolle Zeit. Ich würde die Kleinen täglich in frische (desinfizierte) Becken umsetzen und jedesmal probiotische Baks zugeben, um die Keimdichte so weit als möglich niedrig zu halten. Kommst Du an die Mikroalgen Tetraselmis und Chaetoceros calcitrans? Ersteres wirkt allgemein desinfizierend, zweiteres hat in Laborversuchen Vibrio verdrängt.
    Desinfiziere auch unbedingt alle Siebe etc. gründlich. Hast Du die Möglichkeit, ein totes Tier an ein Labor einzuschicken, um Keime bestimmen zu lassen und das wirksamste Antibiotika zu erfahren?


    Ich wünsch Dir so sehr, das das Sterben ein Ende hat und Du noch einige Tiere retten kannst!

  • Zitat

    Original von angi Hast Du die Möglichkeit, ein totes Tier an ein Labor einzuschicken, um Keime bestimmen zu lassen und das wirksamste Antibiotika zu erfahren

    In diesem Fall sollte ein Abstrichröhrchen mit einem Oberflächenabstrich der befallenen Pferdchen eingesandt werden, zu dem ein totes Tier mit Express und möglichst gekühlt, weil es sonst zu einer Verschiebung der Keimbesiedlung kommt und die ursprünglichen Erreger von der sich rasch vermehrenden Sekundärbesiedlung verdrängt werden und u.U. nicht mehr nachweisbar sind. Und letztlich sollte ein Pferdchen mit eröffneter Leibeshöhle ( um die Autolyse der Organe möglichst hinauszuzögern ) in Formalin fixiert eingeschickt werden für eine histologische Untersuchung für den unwahrscheinlichen Fall, dass außer einer Infektion noch andere Krankheitsfaktoren ein Rolle spielen. Und das ganze am besten vorgestern, da allein das Antibiogramm einige Tage dauert.

    Edit sacht noch: Aufgrund der rasanten Ausbreitung würde ich einen Versuch mit Streptomycin und Chloramphenicol machen, ggf. umstellen, wenn nach Erhalt des Antibiogramms noch Behandlungsbedarf besteht.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von muschelschubser (18. September 2010 um 07:45)

  • Hallo Peter,

    das sind tatsächlich schlechte Nachrichten :frowning_face:

    Du schreibst vom 'anderen' Becken. Versteh ich's richtig: Das mit den zuvor verschont gebliebenen Fohlen?

    Die von Angi und Stefan beschriebenen Untersuchungen zur Ursachen sind natürlich lege artis, aber mit der Einsendung von Abstrichen verendeter Tiere hab ich bei anderen Gelegenheiten in der Sache nicht wirklich hilfreiche Erfahrungen gemacht. Obwohl die Ergebnisse rasch vorlagen waren sie nur mehr für die abschließenden Dokumentation geeignet. Den erkrankten Tieren war nicht mehr zu helfen, das ging einfach zu schnell.

    Ich denk auch, dass die am meisten Erfolg versprechende Maßnahme die Aufteilung der Tiere in zumindest zwei neue Quarantänebecken ist, je mehr desto besser. Mir wär wichtig, die Besatzdichte zu reduzieren, um die Infektionsgefahr und die Wasserbelastung gering zu halten. So weit wie Angi - diese Aquarien täglich zu desinfizieren - würd ich wahrscheinlich nicht gehen. Als Anhängerin der Naturheilung bin ich überzeugt, dass die Unterstützung der Widerstandskraft dazu führen wird, dass zumindest einige Tiere überleben werden und du die Zuchtgruppe erhältst. Auch ohne den Einsatz von Antibiotika, von denen man ohne Kenntis des Erregers ja eh nur eine Breitbandvariante anwenden kann. Das ist halt ein anderer Ansatz als der von Stefan. (Der nimmt mir das hoffentlich nicht übel.)

    Hilfreich ist dabei vermutlich auch der Einsatz probiotischer Bakterien wie sie Angi schon erwähnt hat. Ich verwend seit ein paar Monaten in der Lebendfutterzucht ein Präparat, das Bacillus subtilis und B. licheniformis enthält, mit Kalk als Trägersubstanz. Es wird normalerweise in der Masttierhaltung eingesetzt, um die Entwicklung pathogener Keime hinanzuhalten. Eine Messerspitze davon geb ich bei der Neueinrichtung auch in die Faunaboxen, in denen ich die Fohlen aufzieh. Wenn du magst schick ich dir eine Fiole des Mittels.

    Nach den Erfahrungen, die ich zuletzt gemacht hab, war die Umstellung des Hauptfutters von Artemia auf Copepoden und die Zugabe von Nannochloropsis salina offenbar ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität.

    Meine Artemia-Kulturgeräte reinige ist seit jeher alle 2 Tage mit Natriumhypochlorit-Lösung (ist der Wirkstoff im Clorix). Wenn die Artemianauplien auch bei mir ein Beitrag für den Bestandsrückgang waren, dann glaub ich eher, dass die Menge an verendeten Futtertieren und der folgende Zersetzungsprozess die Ursachen gewesen sind. Wenn eine Infektion mit im Spiel war, dann ist die dadurch begünstigt worden.

    Ich drück jedenfalls noch immer die Daumen, dass du die Geschichte in den Griff bekommst. Wegen des Präparats mit den probiotischen Bakterien gib mit bitte Bescheid.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Original von LindaDas ist halt ein anderer Ansatz als der von Stefan. (Der nimmt mir das hoffentlich nicht übel.)

    Natürlich nicht :wink Ich habe mit Angi auch schon ´mal über die prophylaktische Anwendung von Probiotika gemailt. Ist ziemlich interessant. Aber in so einem Fall wie dem von Peter beschriebenen, wäre das so, als ob Du einem Ertrinkenden das Schwimmen beibringen wolltest. Aber auch mit dem Einsatz von Breitbandantibiotika ist es mehr als fraglich, ob man in diesem Fall noch etwas retten könnte. Leider.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Ich glaube noch immer an die Selbstheilungskräfte der Natur. Ähnlcih wie LInda es beschrieb. Habe noch winzige Mengen an Protexin hier, das normalerweise (vorbeugend) in großen Aquakulturen eingesetzt wird. Ich würde Dir was davon zur Verfügung stellen. Egal was Du jetzt unternimmst, es ist wohl alles wie den Teufel mit dem Beltzebub austreiben. Man kann nur hoffen, dass die Natur gewinnt.

    good luck

  • Hallo Leute


    Darf ich euch vorstellen:


    Die ersten Schweizer Zosetraes.


    Die kleinen (4) stammen aus Angi's Pferdekoppel. (Besten dank an dieser Stelle nochmals an Angi für ihre Hilfe!)

    Den kleinen geht es soweit gut.

    Gefüttert wird eine mischung aus Thisbe, Tiggerpods, Moinas, freischwimmmenden Cops und viele Artemia (Inve MC-450 und Artemia persimilis, welche ich in Algenwasser 3 Tage wachsen lasse) (im moment habe ich das gefühl sie bevorzugen die Artemia nauplien)

    Zur Zeit bewohnen sie ein 12L Becken mit Plastikpflanzen bei welchem ich jeden Tag 10% Wasser Wechsle, Später (sobald mein bestand gesichert ist) werden sie in ein 30L Becken umziehen mit Seegras. Wobei ich immer noch 2 Pärchen im 10L halten werde.


    Gruss Beni

  • Moin,Beni!
    Wirklich sehr hübsche kleine Kerlchen :thup Ich habe letztes WE erstmals H. zosterae in einem Becken gesehen ( bei Elena Theys ) und muss sagen: Könnten mir auch gefallen. Bisher hatte micht immer die Haltung in einem "Steril-Becken" abgehalten. Ich habe mir bei Elena auch das Art-für-Art-Buch zu den Zwergen gekauft und finde die dort von D. Knop vorgestellte Haltung in einem Einhängebecken nur mit Chaetomorpha ganz interessant. Mal sehen, vielleicht werde ich mich doch ´mal durchringen. Dir jedenfalls ein glückliches Händchen mit den Kleinen und zeig´ruhig ´mal wieder, wie sie sich weiterentwickeln.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Hallo Beni,

    prima, dass die Seeponies jetzt auch die Schweiz erobert haben! =)

    Ich wünsch dir viel Freude mit den Zwergerln. Berichte bitte weiter, wie's dir mit ihnen geht. Es gibt so viele unterschiedliche Erfahrungen!

    Sag, welches Seegras hast du denn für das 30er Becken vorgesehen? Ich bin ja auch ein Fan von Seegräsern, aber so richtig gut gedeiht bei mir nur die Thalassia hemprichii, und die wird doch ziemlich groß. Zostera (vermutlich noltii aus Kroatien) ist bloß so langsam gestorben, dass ich anfangs geglaubt hab, sie hält :frowning_face:

    Liebe Grüße
    Linda

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