Rotbraune Kahmhaut

  • Hallo,

    mit diesem Beitrag möchte ich ein Problem vorstellen, das mich mehr als wochenlang beschäftigte.

    Seit einiger Zeit bemerkte ich auf dem etwas ruhigeren Teil der Wasseroberfläche meines Beckens einen leicht öligen Film. Ich versuchte ihm Herr zu werden, indem ich ihn immer wieder vorsichtig abschöpfte.
    Das war sehr mühselig, weil nach einigen Tagen dieser Film auf der Wasseroberfläche wieder Platz nahm.
    Durch das vorsichtige Abschöpfen bekam ich die Substanz stärker konzentrierter in den Becher, als es beim Absaugen der Fall gewesen wäre.
    Meine Überraschung war groß, als ich im Becher eine starke Konzentration von rotbraunen Partikeln und Schlieren entdeckte.
    Die Frage war jetzt, wo kommt das rotbraune Zeug her?
    Zuerst hatte ich den Eisenadsorber in Verdacht, dann den Silikatfilter.
    Beide Elemente haben eine rotbraune Grundfärbung.
    Beide wurden nun zeitweilig abgeschaltet, was aber letztendlich die Produktion des rotbraunen Schmierfilms nicht stoppte.
    Als letztes Mittel griff ich nun zur Laboranalyse.
    Die sollte Aufschluß geben.
    Nun ist das Rätsel gelöst!!
    Die Analyse lautet: Diatomeen, Kieselgur.
    Das war eine Überraschung, da ich mein Frischwasser zum Ansetzen des Salzes permanent über eine Osmoseanlage mit nachgeschaltetem Silikatadsorber laufen lasse.
    Es musste also eine andere Quelle geben!
    Das Einzige, was mir noch dazu einfällt, ist die Invasion von 1000den kleinen weißen Seesternchen, die munter die üppigen Kalkrotalgen abnagen.
    Die Harlekin-Garnelen sind überfordert.
    Möglicherweise ist das die Ursache für die unschöne Wasseroberfläche.
    Mit ihren kleinen Kauwerkzeugen raspeln sie pausenlos an der Oberfläche der Kalkrotalgen.
    Dadurch lösen sich höchstwahrscheinlich kleinste Partikelchen etc., die an die Wasseroberfläche kommen und dort an der Bildung des unschönen Films beteiligt sind.
    Eine "Kieselalgenblüte" schließe ich aus, da optisch davon im Becken nichts zu sehen ist.
    Gibt es vielleicht ähnliche Beobachtungen bei Massenpopulationen von Seesternen in Verbindung mit einem üppigen Kalkrotalgenwachstum??

    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo,
    hab seit meinem Umbau und Vergrößerung im neuen Becken noch keinen richtig
    funkt. Oberflächenabzug und durch die Strömungspumpen entstehen ebenfalls
    mehr und stärkere Kahmhaut.
    Im neuen AQ hab ich einige grössere Riffkeramikteile verbaut.
    Möglicherweise gibt diese einiges ab.
    Ist aber nur eine Vermutung - nachdem ich deinen Beitrag und die
    Laboranalyse gelesen habe.
    mfg
    bernd

  • Schau auch mal, dass du hinter deine Osmose einen Reinstwasserfilter schaltest, am besten einen mit mindestens 5 Litern, dann musst du relativ selten wechseln. Du kannst das Ausgangswasser dann mit einem einem Leitwertmessgerät überprüfen.

    Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Matthias Kapaun (20. Oktober 2008 um 14:31)

  • Hallo zusammen,

    ich benutze nur osmose mit silikatfilter und einen 20 liter mischbettfilter und habe diese beläge auch. Das was joe sagte stimmt, ich lasse immer die rechte scheibe im wechsel ungereinigt, daran sin immer die seesterne in mengen zu finden.

    Gruß Jörg

    180X90X80

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