Aluminium

  • Hallo,
    kann mir jemand sagen wie ich Alu auf Hochglanz bringen kann? Will das für'n Reflecktor nutzen. Danke schon mal

    René

  • viel Spaß beim Hochglanz herstellen.

    Zuerst einen Fakt: zwischen Glanz und Hochglanz liegen Welten an Arbeitszeit!

    Die meisten kennen den Unterschied rein optisch gar nicht, außer die beiden Bleche liegen nebeneinander.

    Dann muß ich auch dazu noch sagen, es ist eine sch...arbeit, wobei "sch..." nicht "schön" heißt.

    und wenn du es machen willst, dann mit Maschinen.
    Bohrmaschinen, Flex und Satiniermaschinen gehen ausgezeichnet dafür.

    am besten fängst du so an:

    alls Erstes musst du den eventuell vorhandenen lack abbeizen....dazu schmierst du Beize drauf, am besten über Nacht einwirken lassen, dann abspülen.

    dann fängst du an zu schleifen...fängst mit der gröbsten Körnung an..zb.
    80
    100
    120
    200
    400
    600
    800
    1000
    1200
    2000
    3000

    aber nassschleifpapier!

    immer schleifen, schleifen..

    so , dann nach 3 Tagen:ylol schleifen, eine Woche warten bis die Blasen von den Fingern weg sind, dann polieren..

    da kaufst du dir am besten einen Aufsatz für die Bohrmaschine oder Flex, eine sogenannte Huttenscheibe, sind so Stoffscheiben


    dann musst du dir verschiedene Polierpasten kaufen..auch nach körnung....also zuerst mit der groben, dann immer feiner, und als letztes nimmst du dir z. B. eine chrompaste ....

    mit der wird's dann am schönsten*g*


    damit du aber immer diesen Glanz erhälst, und die Alubleche nicht immer wieder nachpolieren musst, wäre es sinnvoll, mit einem hitzebeständigen Klarlack zu lackieren.


    Viel Geduld und Spaß

    Peter

    Einmal editiert, zuletzt von ibk-peter (14. September 2008 um 19:57)

  • Hi,

    bis auf den Bordstein kann ich mich meinem Vorredner vollkommen anschließen :grinning_squinting_face:

    Ich denke, dass dieses Vorhaben eine riesen Arbeit ist und durchaus auch mit diversen Materialkosten verbunden ist.

  • Hi Michael,
    dieselbe Frage beantwortete ich auch in einem Autoforum,
    deshalb den Quatsch mit Bordsteinkante und so.
    Peter:wink

  • Hallo!
    Ich habe einmal den Getriebedeckel eines "Mopeds" poliert...Danke. Aller Vorschreiber haben alles gesagt!:)

  • Zitat

    Original von Horst-J.
    Hallo!
    Ich habe einmal den Getriebedeckel eines "Mopeds" poliert...Danke. Aller Vorschreiber haben alles gesagt!:)


    Ich habe auch diverse Moppedteile poliert und ich habe keine 11 verschiedene Sandpapierkörnungen benötigt 400er und 800er reicht wenn die Oberfläche schon eine normale Rauheit hait. Danach mit der Schwabbelscheibe und Polierpaste drübergegangen - so aufwendig ist das bei ebenen Flächen nicht um eine gut glänzende Fläche (kein Spiegel) zu erzielen.
    Das Hauptproblem sehe ich in der Haltbarkeit. Die ist in normaler Umgebung nur von kurzer Dauer, über einem Meerwasserbecken wird die glänzende Fläche eine noch kürzerer Lebensdauer haben. Möglicherweise ist eine Lacklierung mit Klarlack machbar.
    gruß Thomas

  • Ich hab in meinem vorigen Berufsleben Prozesse zur Herstellung von hochglänzenden medizinischen Implantaten (meist Hüft- und Kniegelenke) entwickelt.

    Es ist nicht ganz leicht, man braucht das richtige Material und Erfahrung. Wenn man es drauf hat, geht es in 3 Schritten.

    1) Schleifen. Damit wird eigentlich nur die Form erzeugt. Die Oberfläche ist danach relativ grob. Je nach Ausgangsmaterial entfällt dieser Schritt.

    2) Vorpolieren. Dazu nimmt man im Medizinbereich eine Scheibe, die beim Anfassen wie ein sehr harter Schwamm wirkt. In der Branche heisst die "Fiber"-Scheibe (englisch ausgeprochen). Sowas gibt es z.B. bei 3M. Resultat ist eine mattglänzende Oberfläche. Diese Scheibe nimmt einige 1/100 bis einige 1/10 mm ab. Das Problem ist, dass man schon hier eine homogene Oberfläche erzeugen muss, da in Schritt 3 kaum noch Material entfernt wird. Von Hand auf einer ebenen Fläche ist das nicht so einfach, da man mit dem Umfang der Scheibe arbeitet, nicht mit der Stirnfläche.

    3) Polieren. Wie schon von einigen erwähnt, geht das mit einer Stoffscheibe und Polierpaste. Das Problem: wie im vorigen Schritt wird hier mit relativ viel Druck gearbeitet. Bei der richtigen Drehzahl wird die Stoffscheibe knallhart. Das ist echte Knochenarbeit. Wenn man etwas zu lang oder zu heiß poliert, entsteht eine Orangenhaut. Die bekommt man durch Polieren nicht mehr weg. Man muss mit dem richtigen Druck arbeiten und rechtzeitig aufhören. Spannend wird das Ganze, weil man mit der Schleifpaste nicht erkennen kann, wie weit man schon ist. Wenn man die Paste unvorsichtig mit einem Lappen wegwischt, ist die Oberfläche schon hinüber. Leute, die das von Hand können, haben meist viele Jahre Erfahrung. Wobei die Anforderungen in der Medizintechnik extrem hoch sind. Das Metall muss danach wie ein Spiegel aus Glas aussehen. Auf diesem Level würde ich sowas freiwillig von Hand nicht machen wollen.

    Gruß
    Stefan

  • Hi,
    in Essen ist grad die Messe > Aluminium< 2008 Ich war gestern dort. In zwei Hallen sind nur Aussteller konzentriert, die Maschinen und Zubehör für schleifen und polieren von Aluminium und Metallen, herstellen. Das wäre genau das richtige für Dich gewesen... :wink

    Grüße ...Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • hi
    also ich muss steve rechtgeben ich hab 5 jahre in der zahnmedizin mitunter polierarbeiten an sämtlichen metallen gemacht und ich bin froh dass ich jetz altenpfleger bin:D bei manchen metallen musste man so heis polieren dass man kaum noch das ding halten konnte... zum vorpolieren hatten wir sogenannte gummis und für hochglanz schwabbeln.und der gesunde polierstaub...
    ach gott sei dank darf ich jetz *** abwischen:D
    alex

    ich war mal die signatur:D

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