Wasserwerke messen kein Silikat

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mir gestern meine Ausgangswasserwete beim örtlichen Wasserwerk beschaffen. Besonders hat mich der Silikat Wert interessiert. Ich bekam eine schöne recht umfangreiche Tabelle zugeschickt mit allen möglichen Werten nur eben kein Silikat.

    Nach mehrfachem Nachfragen wurde mir mitgeteilt das per Gesetz kein Silikat mehr gemessen werden muss und folglich dieser Wert auch nicht mehr gemessen wird.

    Kennt ihr diese Problematik auch und wenn ja ist diese Aussage so richtig? Wenn ja, wie komme ich an diesen Wert?

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo Ralph,

    diese Aussage bekam ich auch bei meinem Wasserversorger. Die mir von denen zugeschickten Daten der Wasserwerte enthalten auch überhaupt keinen Eintrag bezüglich Silikat.

    "Dieser Wert" sei nicht vorgeschrieben" und wird deshalb nicht berücksichtigt.
    Kann mich erinnern schon gelesen zu haben, das sogar gezielt Silikat zugegeben wird.
    (bitte nicht schlagen, wenn ich mich verlesen habe, den ich finde diesen Artikel nicht mehr)

    Bleibt nur selber messen, oder Probe in einem Labor abzugeben.

    Gruß
    Kay

    ___________
    Gruß aus dem hohen Norden
    Kay

    Hauptbecken ~ 400 Liter (gebogene Front)
    Beleuchtung Giesemann System 200
    2x150W HQI 14k, Dulux blau, LED Leiste weiß
    Umwälzung: 12.000 ltr/H - 4 Pumpen a. 3000 ltr/Std
    UV, Ozon, Kühlung - bei Bedarf
    externer Schaltschrank mit Steuerung - Eigenbau -
    Balling light

  • Hallo Ralph,

    ich meine so etwas hab ich auch gelesen und zwar im Zusammenhang mit der Desinfektion des Wassers. Bin mir aber nicht sicher. Weiss ehrlich gesagt nicht, wie Silikat desinfizierend wirken soll, aber vielleicht weiss es ja jemand aus dem Forum.


    Bin mir sicher das die Wasserwerke genau wissen wieviel Silikat drin ist, allein schon deshalb weil sie es zusetzen
    Gruss Florian

  • Zitat

    Original von kareem
    ...meine Ausgangswasserwete beim örtlichen Wasserwerk ...


    Hallo Ralph,

    die Werte sind sowieso irrelevant für Deinen Hausanschluss. Was sich auf dem Weg von deren Messpunkt bis zu Deiner Entnahmestelle noch alles von Rohrleitungen und Dichtungmaterialien lößt, muß nicht mehr viel mit den gemessenen Werten zu tun haben.
    Wenn Du wissen willst, was alles im Wasser für's AQ drin ist, nim eine Probe von dem Wasserhahn, an dem Du das Wasser für's AQ entnimmst und lass das prüfen.

    Hatte dazu schonmal was zum Phosphat-Gehalt bei mir und meinen Schwiegereltern geschrieben (weiß aber nicht mehr wo). Die Wohnungen lagen in demselben Wohnblock, nur anderer Eingang und deren Leitungen wurden mal chemisch von innen saniert. Bei mir N.N., bei ihnen >4mg.

    Gruß
    Christian

  • Hallo zusammen,

    aber einen Moment......
    nur weil es die Wasserversorger nicht ausweisen müssen, kann doch der Wert nicht ein x-beliebiger sein.
    Da muß es doch z.B. lt. Trinkwasserversorgung einen Maximalwert geben, oder liege ich da falsch?

    Christian
    du hast absolut Recht. Die Werte am Hahn in der Wohnung können teilweise doch erheblich abweichen.
    Bleibt als Fazit, dass es wohl sinnvoll wäre, das hauseigene Wasser einmal bei einem "Profi" testen zu lassen und dann hätte man die "echten" Wasserparameter. Zumindest eine Momentaufnahme, denn wenn am örtlichen Rohrleitungs-System gewerkelt wird, dürften sich damit auch wieder die Werte ändern.

    Was meint ihr?

    Gruß
    kay

    ___________
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  • Hallo,

    also mir hat das Wasserwerk gesagt das das Wasser einen Silikat gehalt von 1mg/l bis 10mg/l aufweisen darf. In der Range würde das dann wohl auch liegen.

    Ich bin ja gerade erst in die "praktische" Weerwasser Aquaristik eingestiegen, geleseh habe ich aber sehr viel so das ich mich nicht mehr an alle Quellen erinnere, aber ich meine einmal folgendes gelesen zu haben:

    Eine Osmose Anlage nimmt 90% des Silikats aus dem Wasser, dies ohne Entmineralisierungspatrone betrieben wird, bei einem Leitungswasserwert von 0,2mg Silikat/Liter oder darunter währe das verträglich. Also es würden maximal 0,02mg/ Liter übrig bleiben. Alles was darüber hinaus geht, sollte durch eine Entmineralisierungspatrone laufen.

    Kann man das so sagen? Abgesehen davon das ich aufjedenfall den Silikat Wert testen werde im Leitungs, im Osmose und im Beckenwasser, beschäftigt mich dies dann doch. By the way kann zuviel Silikat Kieselalgen verursachen?

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo Ralph,


    deshalb habe ich nach meiner Osmoseanlage einen Silikatfilter nachgeschaltet um Kieselalgen zu vermeiden.
    Besher sehr erfolgreich.


    Gruss Florian

  • Hallo Florian,

    ist ein Silikatfilter das gleiche wie eine Entmineralisierungspatrone?

    Ich fahre mein Becken ja noch ein aber ich habe schon mächtig Kieselalgeln. Die Frage ist ob manns nicht irgendwann übertreibt. Ich weiß das ist fast ne philosofische Frage, aber wieviel Wasseraufbereitung ist genug?

    Ich zum Bespiel fahre derzeit mit einfachem Osmosewasser, habe Ozon angeschlossen und lasse über eine UV Lampe klären. Becken steht aber auch erst ne Woche, ich möchte aber die best möglichen Bedíngungen schaffen.

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo Ralph,

    von welchem Hersteller ist denn deine Patrone? Bzw. mit was ist sie gefüllt, oder was ist da für ein Einsatz drin. Weiss nicht genau was du für einen Filter meinst. Es gibt zu viele davon.

    Mein Silikatfilter ist von Aqualight und ist mit Vollentsalzerharz gefüllt und kostet so ca. 40 Euro bei verschiedenen Shops


    Gruss Florian

  • Hallo Ralph,

    Siliciumverbindungen müssen laut Trinkwasserverordnung wirklich nicht angegeben werden, da sie unschädlich sind.
    Das ist zwar für uns Aquarianer ärgerlich, dafür gibt es ganz ordentliche Silicattests, mit denen man den Wert
    selbst ermitteln kann.

    Vor Silicat sollte man allerdings nicht zu viel Angst haben, viele Meerwasseraquarien funktionieren auch mit Silicat im Wasser,
    im Meer steht den Korallen etwa 0,1-1,0 mg/l davon zur Verfügung.

    Gruß Armin

  • Zitat

    Original von Armin Glaser

    Vor Silicat sollte man allerdings nicht zu viel Angst haben, viele Meerwasseraquarien funktionieren auch mit Silicat im Wasser,
    im Meer steht den Korallen etwa 0,1-1,0 mg/l davon zur Verfügung.

    Hallo Armin,

    das genau ist was ich meinte, wie weit sollte die Wasserwerte Paranoia gehen?

    Ich bin ja grad erst eingestiegen ins salzige Hobbie und mach mir seit einer Woche mehr Sorgen um meine Wasserwerte und mein Becken als um sonst was :P. Es gilt wohl den Königsweg zu finden zwischen Gleichgültigkeit und täglich messen ?(.

    Ich werde Silikat auf jedenfall messen, mal sehen was die Werte so bringen.

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Dir bleibt auch die Option das auszuprobieren.
    Bei mir (Germering) ist's jedenfalls glasklar zu erkennen wenn das Harz meines reinstwasserfilters erschöpft ist. Die Kieselagen sind ein eindeutoges Indiz dafür.
    Wenn ich das harz wechsle ist der belag nach wenigen Tagen wieder kpl verschwunden.

    Gemessen welche Konzentration von Si unser Wasser vor/nach Osmose hat ist mir allerdings zuviel Aufwand, sonst könnte ich's sagen.

    lG Martin

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