Diskussion über artgerechte Tierhaltung (Weiterführung aus Besatz beim AQDM)

  • Zitat

    Original von ChristophKlose
    Ein Blaupunktrochen der in Natura ~60cm erreicht ist sicher auf eine Grundfläche von 5m² gut aufgehoben :face_with_rolling_eyes: ,so wie 2Paletten bei mir auf 1000l :winking_face_with_tongue:

    moin,

    sorry, aber zwischen den tieren gibt es doch gravierende unterschiede!

    der hepatus ist extrem aktiv, schwimmt konstant durch das becken und wird durchaus riesig!

    wenn meine rochen 10% dessen schwimmen, was ein palettie zurücklegt, ist das schon sehr hoch gegriffen.
    zusätzlich ist beim rochen 50% schwanz :winking_face:

    ansonsten haben deine zwei fische ca 1m², meine 5m² bei höherem wasserstand und mit sehr viel sand/schwimmfläche zur verfügung, also da gibt es schon gravierende unterschiede!

    ansonsten, danke für die optimistische 60-cm-schätzung, zumindest weibchen scheinen größer zu werden :winking_face:

    für mich ist aber entscheidend , es gibt im unterschied zum palettie keinerlei haltungserfahrungen, selbst die von mir erwähnten aquarien haben ihn bis auf eins noch nicht länger erfolgreich gehalten. und sollte es irgendwann mal platzprobleme geben, die ich auch nicht sicher ausschließen kann, ihr nächstes becken hätte einen durchmesser von ca 10m.

    es ist also bereits im vorfeld für alles gesorgt :winking_face:

    mfg
    michael

  • Zitat

    Original von Thomas Moczko
    Ihn aber in der Zwischenzeit in eins der 500 Liter Becken zu "pressen" kommt für mich nicht in Frage.

    hi tom,

    wenn du ein 500-literbecken für einen, in der hauptsache herumstehenden, 8 cm fisch als übergangsheim als zu klein empfindest, ist dein 3600 literbecken für kaiserfisch wohl auch nicht mehr als ne untaugliche pfütze...... :O

  • Zitat

    Original von Thomas Moczko
    Wenn du K E I N E N Riffaufbau oder irgendnen Stein im Becken hast, wäre deine Beckengrösse ja wohl auch OK, ohne das er irgendwo "aneckt" da sich diese Tiere ja nur auf dem Bodengrund aufhalten.. Denke aber wohl es ist nicht so.

    wo hast du denn das her?

    bp-rochen leben im riff, ecken ganz sicher nirgends an und schwimmen (wenn sie schwimmen) im freiwasser genauso wie durch den riffaufbau, was sie sogar sehr gerne machen :winking_face:

    ps:

    Zitat

    Original von Thomas Moczko
    Freundschaftlicher Vorschlag meinerseits.
    Wir besuchen uns gegenseitig und fachsimpeln einfach mal ein bischen bei Kaffee und Kuchen (Bier und Wein gibts bei Bedarf auch, und den Grill können wir auch anschmeissen)

    da spricht natürlich nichts dagegen, bist herzlich eingeladen :winking_face:

    mfg
    michael

    Einmal editiert, zuletzt von mbb (21. Juni 2008 um 20:00)

  • Zitat

    Original von ChristophKlose

    ....Wenn es danach gehen würde wäre nicht einmal ein Pärchenanemonenfische in einem 1000l Becken einigermaßen artgerecht unter gebracht!

    Ein 1000l Becken als Rechteck oder Würfel hat ganz andere unterschiedliche Merkmale für die Haltung.....

    hi christoph,

    sorry, aber das erste hört sich für mich nach reiner polemik an :frowning_face: ...und kann auch nicht durch beobachtungen in der freien wildbahn irgendwie nachvollzogen werden.

    zweiteres spricht aber den kern des ganzen an.

    das oft übliche: "ich hab nur einen riffpfleler drin, da haben die fische aber viel schwimmraum" zeigt die völlige ahnungslosigkeit und das verfälschen oder die fehlinterpretation von infos aus dem internetz.

  • mbb

    naja, sagen wir mal so, hab sie bisher nur im sealife München oder in Hellabrunn gesehen, und da haben sie sich eben fast nur am Bodengrund "rumgetrieben. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    @ Joe

    Für 2 (i.W. ZWEI) Grosskaiser mit Sicherheit nicht, oder vielleicht doch? :]


    Gruss
    Tom

  • hi tom,

    nein, ich bin ja jemand, der da nicht so kleinlich ist, da ich die dinge ähnlch wie hans-werner sehe.

    allerdings neigen wir deutschen immer zu übertreibungen( meist aus unwissen über die dinge)

    im riff hängen die feuerfische üblicherweise während des tages unter irgendwelchen riffvorsprüngen oder in höhlen herrum und sind nur während der kurzen dämmerlichtphase aktiver.

    denke, wenn man ihnen täglich zur selben zeit ihren happen hinhalten würde, würden sie sich keinen meter mehr bewegen....

  • Zitat

    Original von Joe
    im riff hängen die feuerfische üblicherweise während des tages unter irgendwelchen riffvorsprüngen oder in höhlen herrum und sind nur während der kurzen dämmerlichtphase aktiver.

    denke, wenn man ihnen täglich zur selben zeit ihren happen hinhalten würde, würden sie sich keinen meter mehr bewegen....

    moin, joe

    das würde bei mir nur klappen, wenn sie vollgestopft werden wie ne weihnachtsgans . und da geht unglaublich was rein. :winking_face:

    meine beiden großen sind wirklich den ganzen tag sehr aktiv, auch wenn es nicht die sprinter sind, durchschwimmen sie doch den ganzen tag das becken, durchaus flott, wenns um futter geht :winking_face_with_tongue:

    ps: hatte mal soldatenfische im alten 1000l-becken, auf die trifft das von dir beschriebene verhalten im riff ja auch zu. bei mir wurden sie über tag schon fast hyperaktiv! schwimmen jetzt bei einem anderen forenmitglied in hamburg

    mfg
    michael

    Einmal editiert, zuletzt von mbb (21. Juni 2008 um 20:44)

  • Hallo Michael,

    ich kann zwar nicht genau erinnern, wie sich die Fische vor 10 Jahren im Jura-Museum verhalten haben, aber ich denke es geht in die Richtung, die Joe von den Feuerfischen geschildert hat. Wenn sie nicht gerade Hunger hatten, standen sie in einer Nische unter einem Tischkorallenskelett, senkrecht oder eher bauchoben, kopfunter. Wirklich aktive Schwimmer waren das keinesfalls. Wenn Sie sich bei Dir anders verhalten, wäre das auch eine Überlegung wert, weshalb das so ist/war. Könnte es sein, dass entsprechende Nischen fehlen? Nur als Beispiel. Ich sah aber auch mit 2 oder 3 Kaiserfischen in diesem Aquarium von "nur" 4.500 l, mit Filter 5.000 l kein wirkliches Problem. Die sind echt schwimmfaul und konnten sich so bei ca. 3,5 m Kantenlänge und Sichtschutz in der Mitte aus dem Weg/Blickfeld gehen, im Gegensatz zu Acanthurus, wo auch zwei verschiedene Arten dieser Gattung schon grenzwertig waren. Sie sind unglaublich aggressiv und zumindest der A. lineatus auch sehr schwimmfreudig. Ich hatte den Eindruck, das bereits das Kopfprofil eines weiteren Acanthurus oder Paracanthurus ausreicht, um Aggressionen auszulösen. Das Kapitel Unterbringung und Vergesellschaftung könnte also eigentlich endlos diskutiert werden.

    Für mich wissen die Fische nicht, dass sie eingesperrt sind. Weshalb sollte ich also Überlegungen anstellen, ob das ein gleichwertiger/besserer/schlechterer Ersatz für den natürlichen Lebensraum ist. Es hat für den individuellen Fisch Vor- und Nachteile. Mein Bestreben muss es sein, dass der Fisch sich möglichst natürlich verhält und dann ist das in Ordnung, ich kann dem Fisch nicht in den Kopf schauen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Wenn sie nicht gerade Hunger hatten, standen sie in einer Nische unter einem Tischkorallenskelett, senkrecht oder eher bauchoben, kopfunter. Wirklich aktive Schwimmer waren das keinesfalls. Wenn Sie sich bei Dir anders verhalten, wäre das auch eine Überlegung wert, weshalb das so ist/war. Könnte es sein, dass entsprechende Nischen fehlen? Nur als Beispiel.

    moin,

    ich wollte mit meinem beitrag weder dir noch joe widersprechen, ich weiß (auch vom tauchen), daß die sich normalerweise so verhalten :winking_face:

    nur meine halten es anders, die zwerge übrigens auch, und ehrlich gesagt, ich bin nicht traurig drum :winking_face:
    aktiv die ganze zeit durch das becken schwimmend gefallen sie mir viel besser. die unterstände werden eigentlich nur genutzt, wenn sie total überfressen sind :yrf

    das muß leider manchmal sein, wenn ein neuer fisch reinkommt :grinning_squinting_face:

    ansonsten, ob die tiere wissen, daß sie eingesperrt sind, kann ich nicht beantworten, vermutlich hast du da aber recht.

    nur ob sie vernünftig untergebracht sind oder in nem unpassenden becken dahinvegetieren müssen, merkem sie glaub ich schon!

    mfg
    michael

  • Hallo Michael,

    Du darfst mir ruhig widersprechen aber wenn ich meinen Standpunkt rüberbringen konnte, noch besser.

    Letzlich wissen wir nicht, was die Fische merken und empfinden und werden das so bald nicht erfahren, wir können uns nur daran orientieren, was der natürliche Lebensraum dem Fisch bietet, was die von uns gehaltene(n) Art(en) davon nutzt und ob sie sich dem Angebot in unserem Becken (z. B. ohne Fressfeinde) entsprechend natürlich verhält. Das ist glaube ich schon ziemlich viel und wenn wir die gleichen Maßstäbe z. B. and Sportpferde anlegen würden, gäbe es keinen Pferdesport.

    Insofern ist die Argumentation (nicht von Dir), den Fischen geht es in der Natur so unendlich viel besser und wir bösen Bösewichte sperren sie ein .... für mich eigentlich unverständlich. Woher nimmt man die Kompetenz?

    Klar, ich gehöre zu den privilegierten Menschen, die nicht aus Notwendigkeit sondern um weniger elementare Bedürfnisse zu befriedigen .... wollen wir´s ändern und uns auf die Befriedigung der elementaren Bedürfnisse beschränken? Ökologisch wär´s sicher besser, aber mehr, weil der Fisch um die halbe Welt geflogen wird, aber auch weil unser Auto Benzin verbraucht, unser Aquarium und unser Fernseher Strom usw., wo doch eine Schale Reis oder ein Stück Brot am Tag und eine Holzhütte genügen würden.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    (z. B. ohne Fressfeinde)

    wieso ohne fressfeinde?

    ich hab reichlich drin, und was in adulte feuerfische reinpasst, überrascht mich immer wieder :winking_face_with_tongue:

    trotzdem nehmen noch nicht mal meine gelbschwanzstinker die ernst.

    auch meine adulten mirakelbarsche, der igel, und der harlekinlippie sind eigentlich nicht zu verachten

    mfg
    michael

  • Stimmt, Michael,

    erstaunlich viele Fische kann man mit einem Feuerfisch zusammen halten.

    Ich werde aber nicht vergessen, wie gleich drei gelbe Meerbarben in einem P. volitans von fast gleicher Größe verschwunden sind, mein teuerstes Lebendfutter.

    Grüße

    Hans-Werner

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