Rieselschacht oder Überlauf ?

  • Hallo, ich bastele mir ein neues Becken.
    122x78x73cm oder so..
    Neuerdings gibt es nicht wenige , selbst etwas größere Becken die ich gesehen habe, die anstelle eines Rieselschachtes einen Überlauf haben.

    Was ist dabei zu beachten ?

    Wie sieht das mit der Zuverlässigkeit aus ?

    Denn eins ist klar, ein Becken welches nicht angebohrt wird, hat eine fehlerquelle weniger.
    Der Rieselschacht stört auch nicht mehr im Becken. Die Rückwand ist leichter mit Riffkeramik zu verkleiden.

    Was ist besser ?

  • Hallo Frank,

    wie genau unterscheidt sich denn ein Rieselschacht von einem Überlauf? Beide benötigen eine Bohrung, oder?
    Ein externer Überlauf ist keine Fehlerquelle weniger sondern eine mehr :winking_face:

  • ich würde einen internen Ablaufschacht mit Bohrungen machen. Bei guter Verarbeitung passiert da nichts.
    Bohrungen und freistehende Druck oder Ablaufrohre würde ich jedoch vermeiden. Wenn dann im Schacht untergebracht ! Ich habe 15 Jahre mit Schacht und Bohrungen hinter mir ohne Probleme und kenne derzeit auch
    niemanden der damit unzufrieden ist bzw war.
    Bei richtiger Planung und sauberer Durchführung würde ich sagen ist das sicher genug

  • Ich hatte bisjetzt auch nie einen externen Überlauf. Immer nur Rieselschacht.
    Ich werde wohl auch wieder eine Bohrung machen...

    Vielen Dank für die schnelle Antwort...

  • Zitat

    Original von Stefan F.
    Hallo Frank,

    wie genau unterscheidt sich denn ein Rieselschacht von einem Überlauf? Beide benötigen eine Bohrung, oder?
    Ein externer Überlauf ist keine Fehlerquelle weniger sondern eine mehr :winking_face:

    Also ich fahr nun schon seit etlichen Jahren ausschließlich mit externen Überläufen,
    sei es die Flowbox von Shuran oder der Niagaraüberlauf, bis heute hatte ich noch keinerlei
    Ausfälle zu verzeichnen.
    Ich würd die externen Überläufe auf keinen Fall als zusätzliche "Fehlerquelle" bezeichnen.

    mfG Jörg

  • Hallo,

    gut, eine weitere potentielle Fehlerquelle dann, wenn dir das lieber ist. Zumindest wasserführende Teile ausserhalb des Aquariums. Ich will die Überläufe gar nicht schlecht reden. Ein Schacht nimmt ja auch viel Platz im Becken weg.

    Allerdings muss man auch relativieren: Wenn bei den externen Überläufen etwas undicht werden sollte, dann kann nur eine begrenzte Menge an Wasser auslaufen, nämlich die 2-3cm die sich im Hauptbecken normal vor dem Überlauf stauen (die ins TB zurück laufen, wenn die Förderpumpe ausfällt). Sollte bei einem Schacht einmal eine Undichtigkeit im unteren Bereich auftreten und gleichzeitig eine Undichtigkeit an einer der Verschraubungen, dann könnte theoretisch das Aquarium bis unten leer laufen.
    Nur sind die Silikonverbindungen vom Schacht genau so dicht wie die Verklebung des Beckens ansich.

  • Da habe ich jetzt mal eine ganz blöde Frage :

    Was ist eigentlich wenn so ein externer Überlauf Luft zieht. Dann würde doch theoretisch kein Wasser mehr über den Überlauf ablaufen. Gleichzeitig würde der Fördermotor das komplette Unterbecken nach oben fördern. Die Nachfüllelektronik würde den gesammten Vorratsbehälter ins Unterbecken pumpen, da dort der Wasserpegel sinkt.. Dieses neue Nachfüllwasser würde wiederum vom Fördermotor ebenfalls nach oben ins Hauptbecken transportiert.

    Läuft dann nicht das Hauptbecken über ???

    Oder ist so ein Überlauf wenn er Luft gezogen hat selbstansaugend ?

  • Er muss mit Hilfe einer kleinen Pumpe im Becken entlüftet werden, dann sollte es solche Probleme nicht geben :smiling_face:

    Das gleiche Problem besteht aber auch z.B. bei verstopftem Ablaufschacht, weswegen man immer einen Ablauf und einen Notablauf haben sollte.

  • Zitat

    Original von Frank D.
    Da habe ich jetzt mal eine ganz blöde Frage :

    Oder ist so ein Überlauf wenn er Luft gezogen hat selbstansaugend ?

    Es gibt keine blöden Fragen!
    Soviel ich,bis jetzt,mitbekommen habe,sind zumindest die Tunze Teile selbstansaugend.

  • Beide externen Überläufe, der Shuran wie auch der Niagara, laufen nach einem Stromausfall
    selbstständig wieder an. Die sich im Überlauf mit der Zeit sammelnden Luftblasen können
    problemlos mit einer kleinen Eheim Compact mit Difussor abgesaugt werden.

    Der große Vorteil des Niagara ist, er hat zwei Abläufe.
    Bei mir habe ich damit einen Notablauf realisiert. Der erste Ablauf wird zur Geräuschreduktion
    mit einem Kugelhahn leicht angestaut, der zweite Ablauf wird im äusseren Überlaufkasten mit
    einem Stück 32er PVC-U Rohr soweit verlängert das er ca. 1cm über dem Wasserstand endet.
    Sollte nun der erste Ablauf aus welchen Gründen auch immer verstopft sein, steigt der
    Wasserspiegel im Überlaufkasten um die besagten 1cm und das Wasser läuft über den zweiten
    "Notablauf" ab.

    Die o.g. Konstruktion läuft bei mir seit nun 1 1/2 Jahren völlig Störungsfrei an meinem
    600ltr. Aquarium mit Technikbecken und einer RD 4500 als Rückförderpumpe.

    Auf jedenfall eine astreine Alternative für diejenigen welche keine Bohrungen oder
    einen Ablaufschacht im AQ wollen oder für Becken welche umgerüstet werden und keine
    Bohrungen haben.

    mfG Jörg

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