Regenwasser und Ionentauscher

  • Hi!

    Da mein Leitungswasser für den Ionentauscher so ziemlich ungeeignet ist (müsste alle 2 WW den Ani regenerieren), hatte ich über die Verwendung von Regenwasser nachgedacht. Bei Osmose sollte das kein Problem sein, machen ja auch einige. Allerdings zieht der Ionentauscher nur Ionen aus dem Wasser und bekannterweise sind in einem Fass voll Regenwasser ja nicht nur irgendwelche Ionen sondern auch noch andere Dinge, wie beispielsweise Mikroorganismen.
    In wie fern könnten die für ein Becken schädlich werden, wenn ich Wasser aus einer großen Regentonne nehme, in welches das Wasser auch schon länger steht? Ich schließe aufgrund mangelnder Industrie jetzt mal aus, dass das Regenwasser zu belastet ist, deswegen mach ich mir dabei nur noch um die Bakterien und andere Mkroorganismen Sorgen. Berechtigterweise?

  • Hai,
    ich habe noch nie Probleme gesehen, nach einer längeren Regenperiode (wenn das Wasser einigermassen sauber abgeregnet ist) selbiges unbearbeitet zu verwenden.
    Im Normalfall verwende ich sonst nur Reinstwasser.
    Wenn du Bedenken bzgl. des weiteren Inhalts im Wasser der Regentonne hast, würde sich die Durchleitung durch UV und einen Sedimentfilter anbieten. Normal würde es aber ein größerer Kaffeefilter tun.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (2. April 2008 um 10:24)

  • Hi Stefan!

    Danke für deine Antwort. Hätte nicht gedacht, dass es auch unaufbereitet geht. Dann werd ich das Wasser in "Regenzeiten" ohne und in "Trockenzeiten", wenn das Wasser schon alt ist und lange im Fass steht, mit UV-Vorfilterung nutzen.

  • Hallo Michael,
    ehrlich gesagt, UV habe ich bei Regenwasser noch nie benutzt. Ich lasse das Wasser per Schwerkraft über einen 4/6mm Schlauch durch einen Papierkaffeefilter in ein sauberes Behältnis laufen.
    Zu evtl. Keimen und Bakterien:
    Wenn es im Sommer Mückenlarven im Regenfass gibt, fang ich die auch mit einem Kescher und ab damit zu den Fischen. Ob die Bakterien und Keime in der Tonne jetzt unbedingt sooo gefährlich sind? Ich glaube nicht.

    Servus
    Stefan

  • Hallo!

    Nur rein vorsorglich: Vorsichtig wäre ich bei Kupfer-Regenrohren oder auch verzinkten Rinnen.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo,

    ich verwende Regenwasser jetzt schon länger, allerdings bislang nur im Süsswasserbereich. Wichtig finde ich, dass man nicht einfach das Regenfass die ganze Zeit an der Rinne hängen hat, sondern "gezielt" sauberes Wasser sammelt. Vor allem nach einer längeren Trockenperiode liegt ja eine Menge Dreck, Staub, Vogelkot usw. auf dem Dach, außerdem wird Feinstaub aus der Luft gewaschen. Sowas möchte ich nicht in meiner Aquarienwasser-Tonne haben. Deshalb lasse ich bei Regen zunächst mal einiges in die Kanalisation laufen, bevor ich das Fass ans Fallrohr hänge. Zudem ist mein Fass völlig abgedeckt. So gesammeltes Wasser ist optisch glasklar, selbst nach längerer Standzeit setzt sich hier praktisch nichts ab. Sicher sind da trotzdem Mikroorganismen drin, aber wenn man von vornherein auf sauberes Wasser achtet und damit deren Nahrungsquellen und Wachstumsgrundlagen minimiert, sollte das kein Problem darstellen.

    Grüße, Florian

  • Zitat

    Original von Wolfgang S
    Hallo!

    Nur rein vorsorglich: Vorsichtig wäre ich bei Kupfer-Regenrohren oder auch verzinkten Rinnen.

    Gruß

    Wolfgang

    Kupfer liegt doch in Ionen (Cu2+) vor und wird damit vom Ionentauscher gebunden oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

    @Florian
    Ich hab hier ein 3000l-Fass auf dem Hof vergraben. Darin münden alle Fallrohre. Ein zweite Fass wollte ich nicht unbedingt anschließen, da ich denke, dass die Menge an Dreck im Verhältnis zur Wassermenge doch relativ gering ist. Das einzige Problem wäre dann höchstens, dass der ganze abgelagerte Dreck grundlage für viele Baks ist, die aber bestimmt auch wieder substratgebunden sind und daher nur in kleinen Mengen im freien Wasser vorkommen. Vieleicht sind es auch solche Bakterien, die im Meerwasser absterben. So jedenfalls meine Überlegungen. Ich werde demnächst mal eine Probe vom Wasser auf Bakterien überprüfen lassen. Dann werd ich ja sehen wie viele es sind.

  • Hallo Michael,

    aber sammelt sich bei dir nicht der Dreck von Jahren in der Anlage?

    Ich denke, derartige Proben müsstest du übers Jahr verteilt untersuchen lassen. Im Moment sind die Temperaturen ja noch niedrig, da dürfte auch die Vermehrung von Mikroorganismen sehr begrenzt sein. Interessant wird das ganze im Sommer, da kommen zu höheren Temperaturen auch noch reichhaltige Futterquellen wie z.B. Staub, Pollen usw. dazu.

    Ich glaube allerdings nicht, dass die Bakterien usw. direkt eine Gefahr (als pathogene Keime o.ä.) für deine Tiere darstellen. Sorgen würde ich mir eher machen, dass die im Meerwasser tatsächlich massenhaft absterben und sich zersetzen und damit deine Wasserwerte verschlechtern. Vielleicht freuen sich aber auch die Filtrierer in deinem Becken über die Zusatzfütterung. Ist alles schlecht vorauszusagen.

    Grüße, Florian

  • Zitat

    Original von Florian II
    Hallo Michael,

    aber sammelt sich bei dir nicht der Dreck von Jahren in der Anlage?

    Ja, das ist richtig. Da hab ich mir auch schon Gedanken gemacht.

    Zitat

    Ich denke, derartige Proben müsstest du übers Jahr verteilt untersuchen lassen. Im Moment sind die Temperaturen ja noch niedrig, da dürfte auch die Vermehrung von Mikroorganismen sehr begrenzt sein. Interessant wird das ganze im Sommer, da kommen zu höheren Temperaturen auch noch reichhaltige Futterquellen wie z.B. Staub, Pollen usw. dazu.

    Im Sommer werde ich das Wasser auf jeden Fall noch mal überprüfen lassen. Obwohl das Waser im Fass, da unterirdisch, immer noch relativ kühl ist, sodass Bakterienblüten eigentlich nicht möglich sein sollten.

    Zitat

    Ich glaube allerdings nicht, dass die Bakterien usw. direkt eine Gefahr (als pathogene Keime o.ä.) für deine Tiere darstellen.

    Genau! Es könnten auch normale Bakterien aus dem Stickstoffkreislauf sein (Nitrobacter und die anderen). Entweder die sterben im Meerwasser (ich denke es sind zu wenige, um die Wasserwerte zu beeinflussen) oder sie verrichten ihre Arbeit im Becken weiter (unwahrscheinlich aber auch nicht schlecht).

    Zitat

    Ist alles schlecht vorauszusagen.

    Wie wahr, wie wahr...

  • Hallo Michael!

    Zitat

    Kupfer liegt doch in Ionen (Cu2+) vor und wird damit vom Ionentauscher gebunden oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

    Es ging mir um die andiskutierte Verwendung von unbehandeltem Regenwasser. Ein Bekannter von mir hat in seinen Gartenteich Wasser aus einer Kupferrinne (noch dazu einer neuen) in den Gartenteich geleitet. Er hatte keinerlei Algen, aber auch keinerlei Schnecken oder anderes Kleingetier im Teich, bis er die Einleitung beendete.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Wolfgang,
    wenn die Rinne aber mal durch den Lauf der Jahre anoxidiert ist, spielt es nach meiner Erfahrung keine Rolle mehr. Ich hatte das Wasser daraus in meinen Weiher geleitet; viele Fische, viele Algen, viel Kleingetier.
    'Hatte' deshalb, da eine Wühlmaus durch Biss den Teich bis zur Grundsole trockenlegte.

    Und eben dieses Wasser aus der Rinne nehme ich im Sommer in regenreichen Perioden für die Aquas her.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan!

    Deshalb habe ich auch angemerkt, dass es eine neue war. Allerdings würde ich zumindest für Meerwasserzwecke auch aus einen "Grünspan"-überzogenen Kupferrinne kein unbehandeltes Wasser verwenden. Ich bin da recht vorsichtig. Man muss nur mal die Dächer anschauen, die kupferverkleidete Kamine haben: Auch nach vielen Jahren sind die im Abbfließbereich gelegenen Dachabdeckungen blank wie neu - nix Moose und Flechten - während sich außerhalb des Kupfer-Einflussbereichs ein kleines Dachbiotop entwickelt.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Halllo

    wie schaut es eigentlich mit grundwasser aus weil das von meinen brunnen ist ganz klar fast keine kiselsäure
    nur nitrat und nitrit aber das dürfte doch eine osmose rausbringen oder wen ich einen feinfilter for die anlage schalte das die membran nicht so schnell verschmutzt

    Gruß thomas

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