Pünktchen??

  • hey
    Habe mal ne frage wie soll das funktionieren mit dem Knoblauch gegen pünktchen???
    wie muss mann da vorgehen???
    mfg
    Steffen :wink

  • Hallo Steffen,

    ganz einfach du nimmst eine Knoblauzehe presst diese aus und gibst den Saft dem
    Futter zu.

    Ich nutze diesen Knoblauchsaft z.B auf Trockenfutter (Pellets) da diese den Saft super
    aufsaugen und somit sich weniger schnell im Wasser verteilen/auflösen.

    Über die "medizinische" Wirkung müssen dir leider andere Auskunft geben.


    Gruß
    Olaf

  • Hi,

    ich glaube die Hauptwirkung des Knoblauchs ist die Desinfektion. Vielleicht noch ein paar Vitamine,
    aber hauptsächlich wirkt es keimtötend. Ich nehme nicht nur den Saft sondern gebe das ganze gepresste Zeugs zum FroFu. Die Fische fressen es mit Begeisterung.

  • Hallo zusammen,

    um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe bisher weder meine Fische, Katzen oder Schildkröten (das sind die Tiere, die bei uns im und am Haus leben) mit Knoblauch gefüttert oder damit gegen Krankheiten behandelt und daher mit dieser Methode auch keine Erfahrung. Trotzdem interessiert mich der Einsatz von Knoblauch und die in diesem Zusammenhang beobachteten therapeutischen Wirkungen, die nachweislich Erfolge gegen Fischkrankheiten erbracht haben, da er offensichtlich sehr häufig eingesetzt wird. Ich muss allerdings auch bekennen, dass ich Knoblauch in einer guten Küche sehr wohl zu schätzen weiß, aber seinen Wert als Fisch-Therapeutikum bislang eher skeptisch sehe.

    Hauptbestandteile des Knoblauchs: 65 % Wasser, 28 % Kohlenhydrate, 3 % Protein, 1,5 % Rohfaser, 0,5 % Mineralstoffe, restl. 2 %: überwiegend Schwefelverbindungen, einige schwefelfreie Verbindungen, wie z.B. Saponine, Adenosin. Die für den Menschen wichtigen Verbindungen des Knoblauch befinden sich in diesen restlichen 2 %. Der starke und für viele Menschen unangenehme Geruch des Knoblauchs wird von seinen Schwefelverbindungen hervorgerufen, hauptsächlich von Allicin.

    In unverletztem Zustand ist in der Knoblauchzwiebel zunächst nur eine Schwefelverbindung, nämlich Alliin, vorhanden. Erst bei Verletzung der Knolle wird Alliin durch Reaktion mit dem Enzym Alliinase zur Weiterreaktion u.a. zu der oben aufgeführten Schwefelverbindung befähigt.

    Knoblauch wird wegen seiner Wirkung beim Menschen auf arteriosklerotische Plaques, auf die Gefäßelastizität und die Fließfähigkeit des Blutes zur vorbeugenden Behandlung der Arterienverkalkung eingesetzt. Um diese Wirkungen zu erzielen, ist eine Einnahme von ca. 4-6 Knoblauchzehen pro Tag notwendig - eine Maßnahme, die zwar die Gesundheit fördern kann, jedoch auch einsam machen kann. :grinning_squinting_face: Die alternativ im Handel angebotenen Knoblauch-Präparate enthalten nur in den wenigsten Fällen noch medizinisch wirksame Bestandteile.

    Eine evtl. positive Wirkung beim Menschen ist allerdings nicht immer 1:1 auf Tiere übertragbar. Knoblauch ist z.B. giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Schweine, Ziegen sowie für Hund und Katze, Hasen und Kaninchen. Für Meerschweinchen und Hamster ist Knoblauch ein ungeeignetes Futter das Blähungen verursacht. Die Symptome einer Vergiftung sind Magen- und Darmbeschwerden, Durchfälle und Erbrechen. Es gab auch schon Vergiftungen mit tödlichem Ausgang.

    Von befreundeten Aquarianern habe ich schon mal gehört, dass Fische, die mit Knoblauchsaft oder –öl behandeltes Futter aufgenommen haben, es anschließend sofort wieder ausgespuckt haben bzw. es erst nach einiger Zeit und dem Ausschwemmen der Geruchstoffe aufgenommen haben. Wobei ich damit nicht sagen will, dass Knoblauch für Fische giftig ist. Im Forum liest man auch immer wieder, dass Fische den Knoblauch gerne fressen. (siehe Beitrag von Claudia B).

    Im Zusammenhang mit Fischkrankheiten wird häufig auf die antibakteriellen Eigenschaften des Knoblauch-Wirkstoffs Allicin hingewiesen. Allerdings haben Ingwer und Honig ebenfalls antibakterielle Eigenschaften, die denen des Knoblauch vergleichbar sind. Trotzdem habe ich bisher nicht davon gehört, dass mit Ingwer oder Honig kranke Fische behandelt werden. Die Wirkung bezieht sich zudem nur auf den konzentrierten Saft.

    Ich möchte hier niemanden seine Knoblauchbehandlung vermiesen, aber um sie weiter zu empfehlen, sollte man kritisch prüfen, ob eine echte therapeutische Wirkung nachgewiesen werden kann. Meistens wird aus nachvollziehbaren Gründen bei einer massiven Infektion eine Vielzahl an Mitteln gleichzeitig ausprobiert und dann ist es schwierig nachzuweisen, womit die Krankheit letztendlich geheilt wurde. Andererseits sollten positive Erfahrungen der Knoblauch-Therapie in Verbindung mit der Behandlung von z.B. Cryptocaryon-Infektionen (und anderen) hier auch ausführlich publiziert werden, um genügend Daten für eine Beurteilung zu bekommen. Dabei wäre es interessant, in welcher Form der Knoblauch (als Preßsaft, als Apothekenprodukt, Produkt aus dem Reformhaus, usw.) vorlag.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Salvelinus, (gibt es auch einen vernünftigen Namen, mit dem man Dich ansprechen kann?)

    Es ist doch wie so oft, wenns hilft kann es doch nicht verkehrt sein, oder?
    Und schaden tut es doch offensichtlich auch nicht.

    Ich gebe Knoblauch prophylaktisch einmal im Monat und ich habe noch nie irgendwelche Pünktchen an
    meinen Fischen feststellen können. Im Gegenteil, ich hatte noch nie einen kranken Fisch, außer dem
    Geschwür an den Kiemen meines Altherren Riffbarschs, aber der lebt immer noch und ist quicklebendig.

    Man kann auch annehmen dass ich Glück habe, aber ich denke es sind einfach Erfahrungswerte.
    Knoblauch hilft mir (respektive meinen Fischen) und hat auch schon vielen anderen (respektive deren
    Fischen) geholfen, also warum sollte man, nur weil es (noch) nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist,
    darauf verzichen?

    Ingwer würde ich übrigens auch ausprobieren, aber Knoblauch ist einfacher zu bekommen. Honig ist
    mir zu heikel, weil er dann doch zu sehr in die Beckenbiologie eingreift.

    Ich finde diese Naturheilmittelchen auf jeden Fall besser als jedes Medikament oder andere Chemie.

  • Habe letztens das wasser was verdunstet ist wieder augefüllt mit normalen wasser direkt ins Aquarium.
    war das ein fehler???
    Denn seit da an hatte mein doc pünktchen und jetzt auch noch mein allgrundel..
    sollte man normales wasser nicht direkt ins aquarium geben sondern ins technikbecken oder so wie ich der so eins nicht hat in denn schäumer so das es sich mit dem Salzwasser vermischt bevor es ins Aquarium kommt???
    oder wie macht ihr das???

    MFG
    Steffen :loudly_crying_face:

  • Hi Steffen,

    besser ist natürlich immer eine langsame und indirekte Zugabe.

    Aber solange Du das Süsswasser nicht in einem Schwung und wohlmöglich noch eiskalt s Becken kippst, kann nicht soviel passieren.

    Da wir kein Technikbecken haben lassen wir es immer langsam aus einem Literbecher an einer Ecke des Beckens hineinlaufen. Danach machen wir eine kurze Pause und nehmen für den nächsten Becher die andere Ecke.

  • Hallo Steffen!

    Knoblauch soll in der Zierfischernährung über eine positive Beeinflussung des gesamten Stoffwechsels - insbesondere durch eine Verbesserung der Durchblutung - die allgemeine Krankheitsabwehr im Fisch deutlich erhöhen. Über das Futter kann Knoblauch auch gegen die bei Fischen häufigen und lästigen Darmparasiten eingesetzt werden. Daher ist es sinnvoll, als vorbeugende Maßnahme gegen Darmparasiten in regelmäßigen Abständen (z.B. 1x pro Woche) Mückenlarven mit Knoblauch zu füttern. Da Knoblauch von Fischen gerne gefressen wird, verbessert er die Futteraufnahme bei vielen Fischarten und führt dazu, dass schlecht fressende Fische bei Kräften bleiben. Ob frischer Knoblauch oder Knoblauchpulver/-Saft ist im Grunde unerheblich. Wichtig ist vor allem der Aliingehalt, der je nach Herkunft und Art bei 0,5 -1,5% liegt und der für die vielen günstigen Wirkungen verantwortlich ist.
    Das Alliin hat eine antibiotische Wirkung.
    Mit Knoblauch angereichertes Futter hilft vor allem bei Cryptocarion sehr gut, und wirkt bei Oodinium unterstützend.
    Da die Pünktchenerreger meist die Sekundärbesiedler sind, geht hier also in den meisten Fällen eine Primärerkrankung hervor. Diese Primärerkrankung kann durch die Gabe von Knoblauch ausgeheilt werden, und damit wird der Fisch gleichzeitig robuster und vitaler gegenüber Beispielsweise Cryptocarion, und kann somit mit der Sekundärerkrankung fertig werden.

  • Hallo,
    wenn bei mir ein Fisch irgend ein Anzeichen einer Krankheit zeigt, gebe ich etwas Korvimin ZVT auf das Futter. Es ist eine Vitaminmischung. Bekommt man beim Tierarzt, oder bei ebay.
    Hat bei meinen Fischen spätestens nach 2 Tage Wirkung gezeigt, egal ob Pünktchen , oder sonstiges. Natürlich hilft das nicht bei allen Krankheiten, aber es scheint so , dass die Fische sich durch die Vitamine besser selber heilen können.

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