Neueinsteiger hat Fragen zu einem Grundelbecken

  • Hallo,

    mein Name ist Timo.
    Ich habe bis vor etwa 6 Jahren alle Grössen an Süßwasseraquarien Betrieben (das letzte hatte 300l) meist nach dem Motto:
    Viel Pflanzen, wenig Fische.
    Die Fische wurden dann so gewählt das sie zueinander und in das Aquarium gepasst haben.
    Dieses Konzept hat mir über Jahre relativ pflegeleichte Becken beschert.

    Genug Vergangenheit, jetzt ein Blick in die Zukunft.
    Ich plane nach mehrmonatiger Recherche im Netz und der üblichen Literatur ein Nano Grundelbecken.
    Ins Auge gefasst habe ich dabei:

    1) Aquacube 40 Liter mit
    2 x 18W Solaris
    Aquaclear Hang-on
    Tunze MiniPumpe
    Heizstab 25W
    Sander Piccolo (würde ich mir gerne sparen)


    Iich finde das Design der Würfel mit den gebogenen Kanten einfach edel.
    Als Fischbesatz sind geplant: Ein oder zwei Discordipinna griessingeri und dann noch eine weitere kleine Grundel (Stonogobiops yasha) mit ihrem Krebs.
    Eine Seenadel wäre noch hübsch, aber dann evtl. schon zu viel?
    Ansonsten Einis usw.

    Allerdings Frage ich mich ob man in so einer "Pfütze" überhaupt guten Gewissens einem Fisch einen Lebensraum geben kann.
    Reichen 40 Liter für mein Vorhaben aus?
    Mal davon abgesehen das ich wenn das Becken läuft erst mal schauen muss wo ich die gewünschten Bewohner bekomme....


    Grüsse

    Timo

  • Hi Timo,

    Das kannst Du so durchaus machen - bedenke aber, dass so ein kleines Becken eine Menge Fingerspitzengefühl erfordert, wenn es auch noch mit Fischen besetzt ist.

    Den Sander Piccolo kannst Du Dir sparen, bei einem so kleinen Becken kann man mit einem wöchtentlichen großzügigen Wasserwechsel mit weniger Arbeit einen größeren Effekt erzielen.

    Zum geplanten Besatz:

    D. griessingeri sind wirklich tolle Tiere, die man gut paarweise halten kann. Allerdings solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass Du sie auch in einem Nano-Aquarium sehr selten sehen wirst.

    S. yasha (auch paarweise pflegen!) passt ebenfalls in so ein Nano, allerdings wären sie (und vor allem die passenden Symbiosekrebse A. randalli) mir als Beibesatz für die D. griessingeri viel zu unruhig. Ungünstig wäre in dieser Konstellation auch, dass beide Grundel-Arten den Boden bewohnen und es so zu Konflikten (zu Ungunsten der D. griessingeri) kommen könnte.

    Also, bei den Grundeln: entweder die eine Art, oder die andere.

    An Seenadeln kommt eigentlich nur D. excisus/melanopleura in Frage. Die bleiben so klein, dass sie auch in 40l gehalten werden könnten, wobei etwas mehr Platz schöner wäre. Auch hier ist paarweise Pflege anzuraten. Auch wenn sie nicht sonderlich heikel sind, nicht unbedingt ein Anfängertier.

    Viele Grüße
    Inken

    PS: Herzlich Willkommen im Forum!

  • Hi Inken,

    Vielen Dank für die Antwort, dann kann ich ja grundsätzlich schon mal loslegen :smiling_face:
    Dann wird es nur eine der beiden genannten Grundeln.
    Welche Grundel es dann letztendlich wird, hängt wohl davon ab welche Grundel ich zum gegebenen Zeitpunkt kaufen kann.
    Sind ja alles beides keine Tiere die ständig auf dem Markt verfügbar sind.

    Mir ging es erst einmal darum ob man das überhaupt machen sollte in so einem kleinen Becken.
    Das kleine Becken empfindlicher sind ist mir durchaus bewusst, aber zum einen gibt der Platz im Moment nicht her, zum andere der Geldbeutel und letztendlich haben diese Nano Becken ihren ganz eigenen Charme.

    Ich halte euch auf dem laufenden.


    Grüsse

    Timo

  • Dem ist nicht viel hinzuzufügen, außer daß man vielleicht nicht unbedingt mit solch teuren Fischen anfangen sollte.

    Ich würde Dir eher Stonogobius nematodes empfehlen, die kann man problemlos als kleine Vierergruppe halten, was sehr viel Spaß macht. Man könnte das auch umschreiben mit:

    "Nichts menschliches ist Ihnen fremd!"

    Das Bild zeigt mal drei davon aus bessren Tagen, als ich noch Fischezüchter werden wollte....

    Bilder

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

    2 Mal editiert, zuletzt von Korallenwelt (11. März 2008 um 09:46)

  • Hallo Torsten,

    ich muss mich hier mal einklinken...du hast mich da auf eine Idee gebracht...

    Ist vielleicht eine dumme Frage, aber wie viele Alpheus braucht es denn dann für so eine 4er Gruppe Nematodes?
    Und wie sieht es mit dem Nachsetzen aus?

    (Ich pflege derzeit 1 A. randalli mit 1 Nematodes in 54L)


    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Ich hätte da noch eine Frage zum Bodengrund.
    Eigentlich wollte ich feinen Live Sand einsetzen, aber der ist da wohl nicht so angebracht, A. Randalli und Konsorten bauen ja ganz gerne Höhlen
    Fragen dazu:

    Bringt der Live Sand überhaupt was? Da gibt es ja tausende verschiedene Meinungen
    Wenn nein, welchen weißen (hellen) Bodengrund können die Experten für mein Vorhaben empfehlen?
    (Evtl. auch Sand+Korallenbruch?)
    Wie hoch sollte der Bodengrund sein?

    Grüsse

    Timo

    Einmal editiert, zuletzt von edwood (11. März 2008 um 10:16)

  • Hi Timo,

    Für Stonogobiops & A. randalli ist feiner Sand wie z.B. Livesand genau richtig. Im Gegensatz zu manchen größeren Krebsen bauen die ihre Wohnungen in feinem Sand ohne grobes Material zu verwenden.

    Ein paar cm sollte der Bodengrund für diese WG schon sein, aber mehr als 5cm müssen es nicht sein.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo,

    übrigens kann man mit den St. nematodes auch Pech haben. Ich hatte 2 und einen Krebs gekauft und die eine Grundel jagte die andere relativ unbarmherzig durchs 400L Becken. Momentan sehe ich eine Grundel und den Krebs etwa zweimal im Monat (1 1/2 Jahre im Becken)... im Riffbecken sind schon Z. flavescens zu starke Schwimmer für die kleinen. :frowning_face:

    Ciao sagt Nico.

    Einmal editiert, zuletzt von nhauke (11. März 2008 um 11:51)

  • Hi Timo,

    ich habe auch eine Stonogobiops nematodes mit Alpheus randalli bei mir im Nano. Ich würde dir zu einem Paar dieser Grundel raten, ist einfach schöner. Hatte auch ein Paar eingesetzt, 5 Tage später war einer draußen. Trotz Abdeckscheibe den Weg Richtung Parkett gesucht und gefunden. Also sehr sprunghaft....

    Zum Thema Livesand: Habe bei mir eine Schichthöhe von gut 4 cm drin, das langt. Ich habe aber zusätzlich etwas gröberes Material für Bob :grinning_squinting_face: eingebracht, ein wenig groben Kies und kaputtgeschlagene, nicht mehr benötigte, Einsiedlergehäuse. Wird alles verbaut...

  • Das Becken von der Gang oben auf dem Bild hatte 60 x 30 Grundfläche. Darin lebten 3 Krebse, 4 Grundeln und 4 gelbe Mirakelbarsche. Da war immer Stimmung und alle haben abgelaicht.
    Leider bekommt man von den Grundeln den Schlupftermin nie mit, man merkt dann nur, daß man plötzlich wieder 4 Stück hat, dann war´s schon zu spät. Die Acessor waren da als Maulbrüter einfacher zu beobachten.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo @ all,

    da mein Anliegen wohl machbar ist, werde ich die Tage mal losziehen und das Becken kaufen.
    Gibt es ein Salz dem ich den Vorzug geben sollte?
    Lebendgestein wollte ich bei Mrutzek bestellen.
    Es gib in Frankfurt zwar einen Zoo Welke und auch einen Kölle Zoo,
    aber da ich (noch) nicht in der Lage bin die Qualität der Dinge zu beurteilen wollte ich auf Nummer sicher gehen.


    Grüsse


    Timo

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