Phosphatfällung durch Kalkwasser

  • Hallo an alle!

    Um meine Calciumversorgung im Becken aufrecht zu erhalten, gebe ich regelmäßig Kalkwasser, dass ich mir selbst aus Osmosewasser und "Calcium Pro instant" mische, zu. Oft liest man in Büchern oder im Internet, dass dies eine gute Methode gegen zu hohe Phosphatwerte ist. Das stimmt aber nur bedingt, da man das Phosphat aufgrund der Ausfällung (durch die Zugabe von Kalkwasser) einfach nicht mehr messen kann (es ist aber noch im Becken!). Das ausgefällte Phosphat lagert sich im Becken ab und kann bestimmten unerwünschten Algen trotzdem als Nährstoff dienen. Daher zu meiner Frage: Kennt jemand einen Trick wie man dieses Problem umgehen/verhindern kann?
    Lg Cari

    PS: Was ist eigentlich das beste Magnesium-Supplement das es auf dem Markt so gibt (habe aber keinen Kalkreaktor)?

  • Hallo Horst!

    Leider kann ich dir nicht sagen wo genau ich diese Beiträge gelesen habe. Habe aber in einem meiner Bücher einen Absatz gefunden, der sich kurz mit diesem Problem beschäftigt. Das würdest du im Buch "Das Riffaquarium. Praxis für Neueinsteiger" von Rüdiger Latka auf Seite 67 finden. Ich bin mir aber sicher, dass mir dieses Problem schon mehrmals untergekommen ist.

    Naja, wennst nicht stimmen würde, wäre das natürlich toll und ich somit um eine Sorge ärmer! =)
    Lg Cari

  • hi,

    phosphat wird an kalzium"teilchen" angelagert und gebunden.

    selbst eine marmorplatte ins becken getaucht, lagert phosphate an der oberfläche ein.

    durch kalwasser wird somit phosphat ausgefällt und lagert sich im becken mit der zeit an....

  • Hallo Joe!
    Was willst du uns damit sagen? Wer Kalk ins Wasser gibt,muß mit Phosphatproblemen rechnen?

  • Das Löslichkeitsprodukt von Calciumphosphat liegt normalerweise bei 0,02g/l, allerdings dürfte daß bei dem Hohen pH Wert und Vorhandensein diverser anderer Calciumverbindungen in unseren Aquarien deutlich darunter liegen.
    Als fällt als feine weiße Kristalle aus und diese lassen sich schon mit herkömmlichen Filtermethoden beseitigen.

    Wichtig ist eine gute Bewegung des Bodengrundes durch grabende Tiere.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Zitat

    Original von Horst-J.
    Hallo Joe!
    Was willst du uns damit sagen? Wer Kalk ins Wasser gibt,muß mit Phosphatproblemen rechnen?

    hi horst,

    nun, dahingehend, dass es an phosphaten mangeln wird..... :O

  • Hallo Cari,

    was du zugibst ist kein Kalkwasser, sondern eine Calciumchloridlösung. Kalkwasser ist CacliumHYDROXIDlösung, eine
    stark alkalische Lösung.

    Bei der Zugabe von Calciumchloridlösung kann je nach KH- und pH-Wert Calciumcarbonat ausfallen. Dabei lagert sich
    etwas Phosphat an. Gleichzeitig kann sich auch Calciumphosphat bilden. Beide Reaktionen enfernen aber nur einen
    Teil des vorhandenen Phosphats aus dem Wasser und lagern es im Aquarium ab, wo es irgendwann von Bakterien
    und Algen wieder verwendet werden kann.

    Auch bei der Kalkwassezugabe wird dem Wasser Phosphat entzogen. Das meiste ist dabei aber an Magnesiumhydroxid
    gebunden. Dieses löst sich nach kurzer Zeit wieder auf und gibt das Phosphat wieder frei. Die Wiederverwertung
    der geringen Phosphatmenge, die ausgefällt bleibt, kann man dadurch verhindern, dass das Kalkwasser in die erste
    Kammer des Fliterbeckens gegeben wird, wo es sich auf dem Boden ablagern kann oder sogar abgeschäumt wird.

    Gruß Armin

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