Leitungswasser Ok?

  • Hallo zusammen !

    Ich wollte Euch fragen ob ich mit diesen Wasserwerten arbeiten kann oder doch besser eine Osmoseanlage einsetzen soll:

    Leitfähigkeit 405 µS/cm
    ph-Wert 8,1
    Nitrat 5,5 mg/l
    Nitrit <0,01 mg/l
    Ammonium <0,05 mg/l
    Carbonathärte 13 °dh
    Gesamthärte 13,8 °dh
    Calcium 54,3 mg/l
    Magnesium 27,3 mg/l
    Chlorid 4,9 mg/l
    Sulfat 7,9 mg/l
    Eisen <0,03 mg/l
    Mangan <0,01 mg/l
    Phospat <0,01 mg/l

    Würde mich sehr auf Eure antworten freuen.

    Lg Thomas

  • Moin!
    Die Werte sehen zwar auf den ersten Blick ganz gut aus, aber prinzipiell sollte man Leitungswasser nicht benutzen.
    Es können immernoch Stoffe drin sein, die in der Liste nicht aufgeführt sind, zB Kupfer.
    Hinzu kommt, dass die Werte beim Wasserwerk gemessen werden. Man weiß nie, was auf dem Weg in Dein Haus noch an Schadstoffen hinzu kommt, zB durch die Leitungen.
    Also wenn Du risikofreudig bist, probiers aus. Willst Du auf nummer sicher gehen, kauf Dir ne Osmose :winking_face:

    Gibt hier im Forum übrigens schon jede Menge solcher Threads.

  • Hi, ein Risiko ist bei der verwendung von Leitungswasser immer dabei.

    Ich kenne einige wo es seit Jahren gut geht, allerdings muß man fast immer mit Phosphat Absorber arbeiten. Dazu kommt noch wenn die Stadtwerke mal die Leitung spülen etc.etc.

    Sicherer ist es immer über eine Osmose zu filtern oder mit einem Mischbett-Vollentsalzer der wirklich alles rauholt.

    Gruß Daniel

  • Keine Angabe beim Silikat-Gehalt! Gerade dieser ist häufig kritisch und schwankt v.a. in den meisten Wasserversorgungsnetzen.

    -> meistens ist kommt am Ende doch teurer wenn man ohne Osmose-Analge + Reinstwasserfilter arbeitet (oder andere Wasserausfeberitung), da man sich dann Dinge mit teueren Adsorbern wieder aus dem Becken ziehen muss.
    Den Ärger dabei mal ganz aussen vor gelassen.

    lG Martin

  • Hi zusammen

    Wie so oft fehlt, Martin hat es ja schon geschrieben, die Angabe des SI. Diese ist so gut wie sicher viel zu hoch, wie fast überall im Leitungswasser. Selbst nach Osmose bleibt ja meist noch genug über. Das kann man aber in den meisten fällen durch einen Anruf abfragen.
    Wobei ich an sich auch keine 5 mg Nitrat dauerhaft zuführen würde.

  • Hallo zusammen,
    kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, hab anfangs auch mit Leitungswasser gearbeitet, am Ende hab ich mit Absorbern usw, das ganze wieder ausgleichen müssen :frowning_face:
    Und ab und zu geben die lieben Wasserwerke auch noch Chlor mit ins Wasser wenn sie Probleme mit Keimen haben.
    Also für mich ist Fakt: "" Nie ohne Filterung (Osmose oder vergleichbar)"""

    Gruß Alfred

    Einmal editiert, zuletzt von blueseadiver (13. Januar 2008 um 13:41)

  • Hallo,
    auch ich kann mich da nur anschließen. Ich habe über Monate mit Leitungswasser gewechselt.
    Plötzlich fingen die Probleme an und ich wußte nicht wieso und warum. Eine kurze Wasserprobe brachte es an den Tag.
    Unser Leitungswasser war ungeeignet für Meerwasser. Zuviel Nitrat, zu wenig Karbonat, usw. usw.
    Nach dem Kauf einer Osmoseanlage kommt so langsam wieder alles ins Lot.

    Auf alle Fälle kommt mir kein Leitungswasser mehr direkt ins Becken!!!!

    Gruß, Franz-Josef

    Gruß, Franz-Josef

  • Hallo,

    hab seit Beginn an nur mit Leitungswasser gearbeitet. Hab vielleicht deshalb eine längere Einfahrphase gehabt (Cyanos, Kieselalgen ...), diese Probleme kann man aber auch bei Verwendung von Osmosewasser bekommen. Mittlerweile läuft mein Becken aber sehr gut, Nitrat- und Phosphatwert sind nicht nachweisbar. Cyanos sind zwar noch vorhanden, aber einmal alle zwei Wochen während des Wasserwechsels Absaugen reicht, um sie im Zaum zu halten.
    Wenn man hochempfindliche Korallen pflegen will, ist es sicher empfehlenswert, sich eine Osmoseanlage anzuschaffen. Mein Schwerpunkt liegt allerdings auf Anemonen, Weichkorallen und unempfindlichen Steinkorallen wie Euphyllias und Tubastreas. Alles gedeiht prächtig. Für ein derartiges Becken reicht meiner Ansicht nach daher Leitungswasser aus, wenn das Ausgangswasser nicht zu schlecht ist. Hätte bei deinem Wasser jetzt keine Bedenken. Der Silikatgehalt ist meiner Meinung nach nur für Kieselalgen ausschlaggebend und die werden von vielen Algenfressern gerne vertilgt. Ich hab mittlerweile jedenfalls, trotz erhöhten Ausgangswert keine Kieselalgen mehr im Becken.
    Fazit: Ein gewisses Risiko ist zwar dabei, aber ich hab es bis jetzt nicht bereut.

    Viele Grüße
    Maria

    Einmal editiert, zuletzt von Meerjungfrau (3. Februar 2008 um 20:19)

  • Hallo Thomas,

    wir betreiben mehrere MeWa-Becken seit ca. 1 Jahr mit Leitungswasser. Das ist allerdings im MeWa auch nicht wirklich lang und ich denke unsere Becken sind noch nicht wirklich eingefahren...

    Mein Fischbecken mit 1200 Litern läuft ganz Okay...da ist auch nix empfindliches drin. Bei meiner Freundin sieht es anders aus. Sie hat 250 Liter und pflegt Korallen. Bisher ebenfalls ohne Probleme, wobei sie hauptsächlich LPS, Weichkorallen und nur wenige SPS pflegt...
    Bei den SPS gibt es m.E. eine 50 % Chance...einige funzen, andere verabschieden sich innerhalb von kurzer Zeit.

    Der einzige Adsorber der bei uns eingesetzt wird ist PO4...aber da gibt es auch genügend Becken die über Ionentauscher und/oder UO laufen und den brauchen.

    Grundsätzlich ist es aber mit einem Risiko verbunden...du weißt nie was die Wasserwerke zur Reinigung (u.a. Chlor und Silikat) mit ins Wasser mischen...

    Die Entscheidung kannst nur Du treffen...hängt m.E. vom geplanten Besatz ab....

    Grüße Markus

    M.f.G

    Markus

  • Hi zusammen

    Grundsätzlich gesehen geben wir soviel Geld für das Hobby Gesamt aus, dass man sich das Hobby nicht durch den Sparfimmel beim Wasser nehmen lassen sollte. Ich würde niemals ohne Osmose arbeiten... plus Silicafilter...
    einfach Erfahrungssache. Geht mal gut, mal nicht. Wer weiss schon was ins Wasser kommt wenn es dem Wasserwerk passt.

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