Funktionsweise vom Tunze-Einhänge-Ablauf

  • Hallo,

    kann mir jemand die Funktionsweise des Tunze Einhänge-Ablaufs erklären?

    Der Ablauf bietet die Oberflächenabsaugung und eine Bodenabsaugung mit Hilfe eines Rohres.

    Tunze schreibt, dass Oberflächen- und Bodenabsaugung ein Verhältnis von 50 zu 50 haben. Ausserdem schreiben sie, dass der Überlauf nur so viel Wasser nach unten befördert, wie die Förderpumpe nach oben schafft.

    Das mit dem Oberflächenabfluss ist mir klar. Aber die Bodenabsaugung ist mir ein Rätsel. Normalerweise, wenn ich ein Schlauch ins Becken tue und damit den Boden absaugen will, muss ich Wasser durch den Schlauch ansaugen. Mit dem Tunze Überlauf soll das ohne Ansaugen funktionieren. Aber wie? Warum läuft da das Becken nicht irgendwann leer durch die Bodenabsaugung, wenn die Förderpumpe versagt?

    Kennt sich jemand aus?

    Gruss
    Artur

  • Hallo Artur,

    wenn die Förderpumpe ausfällt, dann läuft solange Wasser ins Filterbecken, bis der Tunze Ablauf oben, wo der Kamm angebracht ist, Luft saugt. Dann hört er vollständig auf zu arbeiten!
    Der Ablauf funktioniert so: Du hast einen U-Förmigen Bogen, der auf der Beckeninnenseite ein Stück unter der Wasseroberfläche endet. Dieser Bogen ist mit einer kleinen Kammer im Beckeninneren verbunden. Diese hat einen Überlaufkamm und in dieser mündet auch der Bodenabzug.
    Auf der Beckenaußenseite ist ebenfalls eine Kammer. Beide Kammern sind über den Bogen verbunden und bilden damit ein System von Kommunizierenden Röhren, sobald der Bogen vollständig mit Wasser gefüllt und entlüftet ist.
    Wenn man jetzt auf der Außenseite Wasser ablässt, so sinkt der Wasserstand in der Außenkammer. Da diese Kammer als kommunizierende Röhre mit der inneren verbunden ist, läuft über den Bogen Wasser nach, bis der Wasserstand in der äußeren Kammer genau so hoch ist wie in der inneren Kammer.

    Ich weiß nicht, ob der Tunze Ablauf selbstentlüftend ist (d.H. nach einem Stromausfall selbständig wieder anläuft), oder ob man ihn entlüften muss, aber er hört bei einem Stromausfall nach einer gewissen Zeit auf zu laufen (wenn das Wasser im Hauptbecken einige cm gesunken ist), da er dann Luft ansaugt und in dem Moment hält sich das Wasser im Bogen nicht mehr.

  • Zitat

    Original von Stefan F.
    Ich weiß nicht, ob der Tunze Ablauf selbstentlüftend ist (d.H. nach einem Stromausfall selbständig wieder anläuft), oder ob man ihn entlüften muss, aber er hört bei einem Stromausfall nach einer gewissen Zeit auf zu laufen (wenn das Wasser im Hauptbecken einige cm gesunken ist), da er dann Luft ansaugt und in dem Moment hält sich das Wasser im Bogen nicht mehr.

    Da muss man nichts machen. Solange man den Ablauf nicht auskippt, bleibt das Wasser drinnen stehen auf beiden Seiten, dh das U-foermige Rohr zieht keine Luft. Nach Wartungsarbeiten, Stromausfall o.ae. laeuft das alles also direkt weiter ohne Eingriff von aussen.

    Was Du mit "Luft ansaugen" schreibst ist daher nicht ganz richtig. Am besten sollte das mal fotografiert werden damit man sich einfacher und anschaulicher was vorstellen kann.

  • Wie ist es denn dann mit der Bodenabsaugung? Dann endet das Rohr der Bodenabsaugung über dem unteren Eingang des U-Rohres? Ansonsten müsste der Ablauf mit Bodenabsaugung ja weiterlaufen bis das Becken leer ist ...

  • Zitat

    Original von Stefan F.
    Wie ist es denn dann mit der Bodenabsaugung? Dann endet das Rohr der Bodenabsaugung über dem unteren Eingang des U-Rohres? Ansonsten müsste der Ablauf mit Bodenabsaugung ja weiterlaufen bis das Becken leer ist ...

    Richtig. Die Bodenabsaugung endet auf ~ der gleichen Hoehe wie das Loch fuer den Oberflaechenabzug. Ist das Becken also leerer wie diese Hoehe, laeuft nichts mehr in den Ueberlauf, das U-Rohr zieht aber auch keine Luft.

  • Hallo Stefan,
    Du hast bei den Überläufen immer 2 Kammern. Eine im Becken und eine aussen. Wenn das Wasser aufhört zu fliessen weil der Wasserstand nicht mehr über den Kamm reicht bleibt in der Beckenkammer noch so viel Wasser das im Überlauf trotzdem Wasser stehen bleibt. Also läuft das System auch immer wieder an bei Pumpenausfall oder ähnlichem.

  • Hallo,

    habe mir diesen Thread nochmals durchgelesen. Muß leider gestehen, dass ich es trotz Euren guten Erklärungen nicht kapiert habe. :confused_face:

    Möchte in einem Becken, das noch gebaut wird, einen Ablauf haben, der 50% des Wassers von der Oberfläche holt und 50% vom Bodengrund.

    Der Ablauf muss nach einem Pumpenausfall von alleine wieder anlaufen.

    Das Becken darf unter keinen Umständen (Pumpenausfall oder ähnliches) durch irgendwelche Sogwirkung leergesaugt / leergepumpt werden.

    Es soll so aufgebaut sein, dass ein Überlaufschacht ins Becken eingesetzt wird. Den brauche ich sowieso.

    Das wären die Anforderungen.

    Große Bitte an Euch: Könnte mir das jemand erklären, so dass es auch ein Laie versteht bzw. eine kleine Skizze zum Aufbau machen?

    Möchte das Problem unbedingt lösen und natürlich auch verstehen.

    Danke im Vorraus und einen guten Rutsch ins Neue Jahr an ALLE! :iP

    Artur

    2 Mal editiert, zuletzt von seaart (29. Dezember 2007 um 22:40)

  • Hallo zusammen, habe diesen ablauf seit 1 woche an meinem qube 45 , verbunden mit einem schuran filter-rack r als rückförderer eine Ocr 1200, klappt wunderbar. Wenn ich den strom abschalte läuft das becken bis auf höhe des ablaufes leer. Nach dem einschalten saugt er von alleine wieder an. Das klapp aber nur so lange der schlauch oben am rohrbogen keine luft zieht, wenn das passiert hört er auf.Zur sicherheit kannst du da eine powerhead als treiberpumpe anschließen. Den luftschlauch der ph an den schlauch am rohrbogen anschließen, damit wird die gesamte luft heraus gezogen.

    Für bilder und zeichnungen geh mal auf die tunze seite, sind da als pdf hinterlegt.

    Gruß Jörg

    180X90X80

  • Nach dem gleichen Prinzip kannst du natürlich auch einen eingeklebten Schacht betreiben, wenn dieser zwei Kammern hat die intern über einen "Überlauf" miteinander verbunden sind.

    1. Kammer klassischer Schacht mit Kamm oben.
    2. Kammer Schacht der höher ist (ohne Oberflächenabzug) mit Bohrung vorne

    Zwischen den beiden Kammern eine Trennscheibe, die ein paar mm niedriger ist als die Scheibe, die die 1. Kammer vom Becken trennt.
    Dann wird in der 2. Kammer Wasser über die Bohrung angesaugt, dieses fließt über die Trennscheibe nach oben in die 1. Kammer und in die 1. Kammer fließt zus. Wasser aus dem Becken über den Kamm.

  • Hallo,

    auf den Seiten von Matuta gibt es auch eine Zeichnung einer weiteren Alternative.

    Welche Vor und Nachteile hat diese zu der oben genannten?

    Gruss
    Artur

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