Kieselsäurefilter "einfahren?"

  • Hi,

    habe mir neues Harz für meinen Kieselsäurefilter bestellt.
    Da ich bisher "gebrauchtes" Harz benutzt habe. Weiß ich nicht, ob ich das Zeug direkt verwenden kann, oder ob ich die ersten 10l lieber erstmal wegschütten sollte.

    Da ich auch nen neuen Filter benutze würde ich gerne wissen, wie lange 1l Hartz hinter einer Osmoseanlage halten? Ich will keinen genauen Wert, sondern eher nen richtwert...sowas wie 100-200l oder 1000-1500l etc. :smiling_face:

    Würde mich freuen.


    Grüße

    Joe

    Einmal editiert, zuletzt von Jochen Renz (25. Oktober 2007 um 12:43)

  • Hy,

    also habs noch nie nachgezaehlt .. aber 1000l bekomm ich locker raus ...

    Ich fahrs nicht ein ..

    Gruß
    Roger

  • Ahoi,

    löst sich das Harz eigentlich mit der Zeit auf, oder 'sieht' man nicht, dass es aufgebraucht ist und kann das nur über die WW hinter der Anlage prüfen?

  • Hallo Joe,

    als erstes empfehle ich dir ein gutes Harz wie MB20. Das zweites halt ich persönlich ein Leitwertmessgerät (ca.50.- Euro) für notwendig. Es kommt natürlich auf ein Ausgangswasser und deine Osmoseanlage an. Sofern du nach der Omose schon ein sehr geringen Leitwert messen kannst (0 bis 20),wird deine Harz auch länger halten. Grob kannst du bei 1 Liter Füllmenge von ca. 1200 Liter ausgehen.
    Mit dem Leitwertgerät kannst du hier nähmich auch mal deine Osmosanlage überprüfen.
    Das verbrauchte Harz werfe ich zum Restmüll. Bei neuem Harz lasse ich einige Liter durchlaufen, ohne das ich das Wasser im Vorratsbehälter auffange.


    Gruß


    Thomas

  • Hy,

    0-20 nach der Osmoseanlage? das schaffen wohl nur sehr wenige hier, da das vom Ausgangswasser abhaengt. Da die UOA nur 95-98% abhaelt, kommt bei schlechten Ausgangswasserwerten weitaus mehr durch ..

    Gruß
    Roger

  • .. mal ne Frage, habe mehrfach den Tip gelesen, die Funktion UOA mit GH-Test zu überprüfen. Wäre das nicht eine günstige Alternative?

    Ich spüle mein MB20 Harz auch immer (gem. mitgesandter "Bedienungsanleitung") erstmal ein wenig aus.

    Ob das Harz noch i.O. ist merke ich reglmäßig daran, das ein leichter Kieselalgenbewuchs zunimmt. Dann ist es Zeit zu wechseln! Ganz einfach ohne großes Messen. Sehen kann man das jedenfalls nciht (leider!).

    Gruß,
    Christian

  • Hallo,

    zum Erkennen der Erschöpfung eines Austauscherharzes ist die Leitwertmessung die beste Methode. Sie ist daher
    bei professionellen Anlagen fest integriert.

    Ein GH-Test geht theoretisch auch, aber nur wenn er empfindlich genug ist und hinter der Umkehrosmose noch
    eine messbare GH vorhanden ist. Da das Austauscherharz hinter der UO primär der Silicatentfernung dient, ist eine
    Silicatmessung aber viel sinnvoller als eine GH-Mesung.

    Das Ausspülen des Harzes dient der Entfernung von Aminresten (Fischgeruch) und sollte am besten mit destilliertem
    oder UO-Wasser durchgeführt werden.

    Harz löst sich nicht auf, da nur ein Ion gegen ein anderes ausgetauscht wird, die Grundstruktur bleibt dabei unverändert.

    Auch ein Mischbettharz würde ich nach Erschöpfung nicht einfach wegwerfen, sondern aus ökologischen und
    ökonomischen Gründen einem professionellen Aufbereiter zurückgeben. Austauschpreise sind günstiger als Neupreise.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    danke für die aufschlussreiche Antwort! Ich war bislang immer der Meinung, dass MB20 Harze nicht regeneriert werden könnten, da sie ja vermischt sind (Ani+Kati) und das somit nicht geht. Was kann dann ein Profi damit noch anfangen? Gibt es einen Weg zur Trennung?

    Gruß,
    Christian

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