Riffaquarium 160x60x60

  • Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und möchte ganz gern Euer Know-how etwas nutzen, um mich schlauer zu machen.
    Ich bin zur Zeit in der Planung für ein neues Aquarium. Da ich eigentlich recht gut Platz habe, konnte ich meine Frau für ein Riffaquarium gewinnen. Es soll die Abmessungen 160x60x60 erhalten und komplett aus Weißglas bestehen. Das alte Becken (160L) ist nach Aussage des Herstellers Seewassertauglich und soll als Technikbecken verwendet werden. Nun wollte ich eigentlich mit einem Überlauf im Hauptbecken arbeiten, weiss aber leider nicht, wie groß ich den machen lassen soll?! Ich dachte an 2 Bohrungen (1x Ablauf, 1x Zulauf), weiss aber auch nicht, welchen Durchmesser ich wählen sollte.
    Kann mir hier jemand ein paar Tipps geben??

    Im Technikbecken wollte ich nen Abschäumer einbauen. Ich dachte mir, den Ablauf des Beckens direkt durch den Abschäumer zu schicken und dann ins Technikbecken. Ist das eine gute Idee?? So bräuchte ich keine weitere Pumpe.
    Welchen weiteren Technikaufwand würdet ihr empfehlen??

    Vielen Dank im Voraus,
    SamyD

  • Hi,

    Komplett aus Weißglas ist Verschwendung. Vermutlich ist bei der Größe die Glasstärke 10mm. Selbst bei 12er Glas würde ich nur die Sichtscheibe aus Weißglas machen!

    Ich halte es für wichtig, das Projekt als GANZES zu Planen!

    Also Beckengröße, Fußbodenbelastung, Unterbau, Elektrik und Wasserlaufinstallaton! Das ist nicht ganz einfach an alles zu denken!!!

    Deine Frage...

    Zitat

    Das alte Becken (160L) ist nach Aussage des Herstellers Seewassertauglich und soll als Technikbecken verwendet werden. Nun wollte ich eigentlich mit einem Überlauf im Hauptbecken arbeiten, weiss aber leider nicht, wie groß ich den machen lassen soll?! Ich dachte an 2 Bohrungen (1x Ablauf, 1x Zulauf), weiss aber auch nicht, welchen Durchmesser ich wählen sollte.

    ...ja geht aber ich würde 2x Ablauf 40er (oder 32er) machen und ein Zulauf 25er Rohr in einen Ablaufschacht.

    Zitat

    Im Technikbecken wollte ich nen Abschäumer einbauen. Ich dachte mir, den Ablauf des Beckens direkt durch den Abschäumer zu schicken und dann ins Technikbecken. Ist das eine gute Idee?? So bräuchte ich keine weitere Pumpe.

    ...das Ablaufwasser teilweise direkt in den Schäumer ist bei einigen Modellen möglich, aber ohne Pumpe geht es dennoch nicht!

    Zitat

    Welchen weiteren Technikaufwand würdet ihr empfehlen??


    ...eine Frage was es kosten darf!!!
    Wichtig ist... Strömung, Licht und ein guter Abschäumer.


    Gruß Sven

  • huhuu!

    Wenn du Platz hast würde ich 160x60x70cm machen, also 70cm Breite.
    Wir haben 160x60x60 und nicht dass ich jetzt schon unzufrieden wäre, aber 70cm breit wäre mit
    Sicherheit besser vond er Optik und auch für evt. größere Fische.

    Bohrungen wir gesagt 3, Ablauf, Zulauf und Notüberlauf in den schon genannten Größen.

    Bezüglich weiterer Technik wäre es wichtig zu wissen, was du denn so genau pflegen willst (zb Licht für SPS oder UV/Ozon für Fische etc)

    Grüße
    -petra

  • vieleicht hilft dir das etwas weiter, denk dir einfach die Verrohrung wo closed loop dran steht weg. Du solltest alles andere nachvollziehen können, zumindest wenn du vorhast dir ein Meerwasserbecken anzuschaffen. Ist es dein erstes?
    Die Maße finde ich richtig. Wenn du die Möglichkeit hast, mach es so tief wie möglich, also 70 oder 80cm. Wie Sven B schon schreibt.

  • Zitat

    Original von Peet
    Wenn du Platz hast würde ich 160x60x70cm machen, also 70cm Breite.

    moin,

    160x70x 60 :winking_face:

    aber petra hat völlig recht, würde sogar auf 80 gehen!

    wenn du erst mal salzwasser drin hast, wirkt das becken lange nicht mehr so tief, und die tiefenwirkung ist für die optik so ziemlich das wichtigste!!!

    mfg
    michael

  • Die Abmessungen sind allerindgs auch immer eine Frage des persönlichen Geschmackes. Ich persönlich finde optisch z.B. auch Becken sehr reizvoll, die einer gewisse Höhe besitzen bzw. genau so hoch sind wie sie tief sind. Primär ist jedoch die Tiefe wichtig, da schließe ich mich den vorherigen Postings an.

    Es gibt einige Abschäumer, bei denen du das gesamte Wasser vom Ablauf in den Abschäumer führen kannst. Dies wurde mir z.B. für meinen AquaMedic Turboflotor Shorty 5000 damals so empfohlen. Es hat auch ganz gut funktioniert, allerdings kamen immer wieder vereinzelt größere Luftblasen durch den Ablauf in den Abschäumer und haben dann mit einem "Blubb" die Schaumkrone zum Zusammenbrechen gebracht.
    Der Abschäumer hat dennoch gut was heraus geholt.

    Es gibt auch Abschäumer (z.B. alle BubbleKing Modelle) die mit nur einer Pumpe auskommen. Die Pumpe ist hier gleichzeitig Dispergatorpumpe und Förderpumpe. Der Abschäumer steht dann in der ersten Kammer des Filterbeckens (dies ist ganz wichtig, immer zuerst der Abschäumer dann alles andere) und in diese Kammer wird das Wasser vom Ablauf zugeführt. Die Kammer sollte am Ende eine Scheibe durch eine Scheibe mit einer bestimmten Höhe - z.B. 24cm - haben. Dadurch wird der Wasserstand in dieser Kammer konstant auf 24cm gehalten. Die meisten Abschäumer haben einen optimalen Wasserstand, diesen kann man so gewährleisten.

    Das Filterbecken von Kadatz würde ich als optimal geplant bezeichnen. Eine Einlaufkammer in der Luftblasen nach oben steigen können, eine Kammer für den Abschäumer und am Ende eine Klarwasserkammer in der auch eine Nachfüllanlage angebracht werden kann sowie weitere Geräte (z.B. Fließbettfilter für Phosphatadsorber bzw. Aktivkohle, Zeolithfilter sowie Kalkreaktor oder Kalkmischer).

    Falls du Kalkwasser zur Aufhärtung nutzen möchtest, so würde ich nach der Überlaufkammer und vor dem Abschäumer noch eine Sedimentierkammerplannen. Dies lässt sich z.B. durch eine schräg gestellte Scheibe realisieren, über die das Wasser rüberlaufen muss (die gleiche Höhe oder etwas Höher als die Trennscheibe am Ende der Abschäumerkammer). Die Schräge sollte dabei "entgegen" des Wasserflusses stehen. In diese erste Kammer führst du dann das Kalkwasser zu. Kalkwasser verwendet allerdings heute kaum noch jemand, da es für ein Riffbecken als alleinige Versorgung in der Regel nicht ausreicht.

  • Hallo zusammen,

    nachdem mir gerade der Rechner abgestorben ist, schreibe ich das jetzt nochmal. Hoffentlich klappt es jetzt.
    Ersteinmal vielen Dank für die vielen nützlichen Informationen. Nach genauer Überlegung werde ich wohl doch ein Becken mit den Abmaßen 150x60x70 realisieren. Ein Becken mit 160x60x70 ist mir vielleicht doch etwas heftig.
    Welche Bohrungen und Rohrdruchmesser sollte ich hierfür einbringen lassen??
    Leider weiss ich nicht, wie groß die Tankverschraubungen sind, wie weit sollten die Bohrungen auseinander liegen?

    Was ich noch nicht so richtig verstanden habe, ist die Funktion des Überlaufes (Entschuldigt bitte meine Unwissenheit!!) Der Überlauf sollte nach mehreren Meinungen leer sein (keine biologische Filterung), wofür benötige ich den dann?? Dann kann ich doch auch nur 2 oder 3 Bohrungen einbringen lassen und verrohren und auf den Überlaufschacht verzichten??

    Notablauf:
    Wofür benötige ich den? Eigentlich doch nur, wenn der Hauptablauf verstopft ist. Wenn dies der Fall ist, sollte eigentlich der Wasserstand in TB sinken. Hierfür wollte ich einen Niveauschalter einbauen, der dann die Rückförderpumpe abschaltet. So sollte das Becken gegen Überlauf geschützt sein. Ist die Überlegung falsch??

    Ich werde euch kurz schilder, was ich mir so überlegt habe. Vielleicht könnt ihr mir eure Meinung dazu mitteilen?!
    Das komplette Becken soll mit einer SPS (Siemens Logo) gesteuert werden. Die SPS arbeitet beim jetzigen Becken schon recht gut. So soll die SPS verschiedene Dosierpumpen für die Ballingmethode steuern, das Wasserniveau regeln (inkl. Nachfüllautomatik) und dann noch die Temperatur regeln. Bezüglich der Strömung, da wollte ich die linke Seite des Beckens durch die Rückförderpumpe „befeuern“, auf die rechte Beckeseite soll eine richtige Strömungspumpe kommen. Somit muss die Rückförderpumpe stark genug sein, ich dachte so an mind. 4000 L/h für die Rückförderpumpe.
    Technikbecken: Das Technikbecken ist 100x40x40. Als erstes will ich den Abschäumer einbauen. Was dazwischen kommt, weiss ich selber noch nicht. Als letztes soll dann die Rückförderpumpe stehen.
    Was haltet ihr davon, ist das sinnvoll und i.O.??

    So, jetzt bin ich aber wirklich auf eure Meinung gespannt!

    Viele Grüße
    SamyD

  • Den Schacht benötigst du eigentlich nur als zusätzliche Sicherheit - falls mal eine Verschraubung undicht wird, läuft nur der Schacht leer nicht das ganze Becken. Außerdem lässt sich dadurch einfach ein Oberflächenabzug realisieren.
    Ich empfehle immer zwei Schächte mit Dreieckiger Grundfläche. Den einen mit Ablauf ins Technikbecken, den anderen für eine Closed-Loop Strömungspumpe (wie bei Kadatz).

    Dies lässt sich allerdings nur optisch ansprechend realisieren, wenn das Becken eine verkleidete Rückwand bzw. Seitenwand hat, ansonsten wirken zwei Schächte schnell zu klobig.

    Es ist immer sinnvoller mit Notablauf zu arbeiten, als mit Schwimmerschalter. Schwimmerschalter haben sich im biologisch aktiven Salzwasser als nicht besonders zuverlässig erwiesen (Bakterienfilme, Salzkrusten). Außerdem kann mit einem Notablauf das ganze System weiterlaufen und das Wasser im Technikbecken steht nicht ab. Wenn die Pumpe für mehrere Stunden steht (z.B. im Urlaub) und dann auf einmal wieder loslegt, dann kann dir das abgestandene Wasser aus dem Technikbecken giftige Stoffe ins Hauptbecken bringen, die alle Tiere tötet.

    Man gibt übrigens immer Länge x Breite x Höhe an, also 150x70x60cm.

    Das Technikbecken mit 100x40x40cm ist wohl ausreichend. Als Förderpumpe würde ich dir in dem Fall eine RedDragon Mini 5000 empfehlen, die hat in jedem Fall genug Dampf für deine Vorstellungen. Ablauf im Schacht für 2 x 40er Rohr und 1 x 25er Rohr Zulauf. Wegen der Bohrungen frag am besten den Aquarienbauer, der weiß genau wie groß die Löcher sein müssen.

    Bei nur 60cm Höhe kommst du übrigens bei 12mm Glas u.U. ohne Querstrebe aus wenn du eine Umlaufende Längsverstrebung hast. Hier kannst du auch mal deinen Aquarienbauer fragen.

  • Hallo zusammen,

    es hat eine gewisse Zeit gedauert, aber mittlerweile habe ich doch schon Angebote von diversen AQ-Hersteller bekommen. Nun geht es um den Feinschliff und nicht zuletzt um den AQ-Unterschrank.
    Also: Das Becken bekommt die Abmaße 150x70x60 cm. Ob ich das nun aus Weißglas machen lassen, weiss ich selber noch nicht. Ein AQ-Bauer meinte, es sei rausgeschmiessenes Geld, man sieht keinen Unterschied.
    Leider kann ich das nicht beurteilen!? Stimmt das?? Das Becken soll mit 12mm Glasstärke und ohne Mittelsteg gefertigt werden. Was ist da mit dem Grünstich??

    Den Unterschrank wollte ich aus Yton mauern (600x200x75 mm), entsprechend der Skizze. Da ein Technikbecken mit 1000x400x400 mm eingebracht wird, kann ich nicht mit 3 Säule arbeiten.
    Was haltet Ihr davon?? Würde das halten??

    Was könnt Ihr mir noch für Tipps geben??

    Viele Grüße
    SamyD

  • Zitat

    Original von samyd
    Das Becken bekommt die Abmaße 150x70x60 cm. Ob ich das nun aus Weißglas machen lassen, weiss ich selber noch nicht. Ein AQ-Bauer meinte, es sei rausgeschmiessenes Geld, man sieht keinen Unterschied.

    Hallo,

    also ich kann dir nur raten geh einmal in einen Aquarienladen und lass dir den Unterschied zwischen Weiß - und Grünglas zeigen. Bei einem Besetzten und vorallem beleuchteten Becken.

    Wenn du noch nie den Unteschied gesehen hast, dann wirst du das im ersten Step auch nicht vermissen aber wehe du siehst mal ein Weißglasbecken :face_with_rolling_eyes:. Du musst ja auch nicht das ganze Becken aus Weißglas machen sondern nur die Sichtscheiben, das reicht dann schon.

    Meine Meinung ist man sieht einen Himmelweiten unterschied!

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

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