Nitratreduzierung durch Bakterien

  • Hallo zusammen,

    Ich bin in mitte der Umstellung auf Zeolith und verstehe einiges nicht. Bei Zeovith sagt man, das man zu viel Bakterienfutter (Kohlenstoffe) gegeben hat, wenn ein bräunliches Belag an den Scheiben sich bildet. Der belag bildet sich bei mir auch bei hälfte der Dosis. Wenn der Belag sich bildet mögen es anscheinend auch meine Korallen nicht. Anderseits, ich sehe dass bei anderen Methoden wie die Wodka Methode einige Berichten dass bei zu höhen zugabe im Zweifell das Wasser ein bischen Trüb wird und das Nitrat sehr schnell sinkt. Bei der Dosierung wo der Belag sich bei mir Bildet kriege ich gerade dass der Nitrat nicht nach oben geht. Bis jetzt ist seit 2 Monate der Nitrat konstant. Verstehe irgendwie nicht... Liegt es an den Bakterien die bei Zeovith verwendet werden, oder Kohlenstoffquelle, oder wieso ist bei mir anders der Effekt?

    Gruß,
    Adrian

    Einmal editiert, zuletzt von Adrian Golumbovici (21. August 2007 um 17:42)

  • Hallo Adrian,

    wenn du die original Zeovith-Methode machst, dann stell so eine Frage lieber direkt an Herrn Pohl. Der sollte wissen,
    was in seinen Zusätzen drin ist.

    Ich würde bei braunen Belägen auf den Scheiben zuerst auf Algen und nicht auf Bakterien tippen und daher
    vermuten, dass deine Zugabe auch Eisen enthält. Aber wie gesagt, nur eine Vermutung. Ein Mikroskop könnte
    weiter helfen.

    Gruß Armin

  • Der Belag könnte , muss aber nicht, auch Zooxanthellen (sind ja auch Algen) sein.
    Die Zeovith-Methode besagt auch, dass das u.a. Wasser extrem klar und Nährstoffarm werden soll (duch div. Filtermaßnahmen). Die Folge höhere Lichtdichte. Bei der Umstellung werden nun von den Korallen eine gute Portion Zooxanthellen abgestossen, da die Polypen nicht mehr so viele Zooxanthellen brauchen. Korallen werden farbiger (u.a. geringere Zooxanthellendichte), die Algen müssen irgend wo hin. Z.B. an die Scheiben / Deko.
    Sollte Poll eigentlich wissen! Sollte eigentlich jeder Meerwasseraquarianer wissen!

    Bin im übrigen kein Fan der Zeovith-Methode. Aber jedem seine Glaubensrichtung!

    Einmal editiert, zuletzt von chrysokoll (29. August 2007 um 08:13)

  • Zitat

    Original von chrysokoll
    Der Belag könnte , muss aber nicht, auch Zooxanthellen (sind ja auch Algen) sein.

    Nein, kann er nicht!
    Zooxanthellen kleben nicht auf Glasscheiben fest, was Adrian da an den Scheiben hat sind entweder irgendwelche Grünalgen oder Bakterien, aber garantiert keine Zooxanthellen

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Danke euch alle für die Antworten!

    Naja, Zooxanthellen sind ja auch Algen (unizellulare aber immer noch Algen). Können die ausserhalb einer Koralle gar nicht leben?!? Wenn nicht, dann wäre auch der Transfer von Zooxanthellen zwischen Korallen gar nicht möglich. Ich habe jetzt spaßeshalber die zugabe von Zeobak gestoppt und bin auf die Biodigest umgestellt, da z.B. bei der Ultralith Methode damit gut funktioniert (auch auf Zeolith basierte Methode). Zu meine Überraschung entstehen die Beläge auch bei der normaldosierung von Bakterienfutter nicht mehr. Der Korallen geht es ohne diesen Belag auch besser. Keine Ahnung was das Zeobak zeug enthält. Andere Parameter habe ich nicht geändert. :face_with_rolling_eyes:

    Naja, ich werde versuchen diese Mischung zwischen Zeovith und Ultralith System weiter zu fahren und mal sehen wie es weiter läuft. Seit 2 Wochen geht es der Korallen sichtbar besser nach dieser Umstellung. Bin mal gespannt wie es sich weiterentwickelt.

    Übrigens, ich habe mich immer gefragt wozu man Bakterien zugeben muss. Auch wenn man starke Abschäumung hat, schafft man nicht alle Bakterien abzuschäumen. Und durch ständige Zugabe von Futter und Verwertung der Substanzen in dem AQ, werden sich immer wieder vermehren. Ich verstehe nicht wirklich wieso man immer wieder neue zugeben muss... :confused_face:

    Gruß,
    Adrian

    2 Mal editiert, zuletzt von Adrian Golumbovici (29. August 2007 um 11:55)

  • Zitat

    Original von Jens Kallmeyer

    Nein, kann er nicht!
    Zooxanthellen kleben nicht auf Glasscheiben fest, was Adrian da an den Scheiben hat sind entweder irgendwelche Grünalgen oder Bakterien, aber garantiert keine Zooxanthellen

    Grüße

    Jens

    Falsch, wenn Polypen in massen ihre Symbiosealgen = Zooxanthellen (deine "irgendwelche Grünalgen", und Symbiosealgen sind, wenn ich mich nicht irre, Grünalgen) entlassen, werden immer welche an den Scheiben hängen bleiben und sich auch dort eine Zeitlang vermehren. Kann relativ leich abgewischt werden. Ob Adrians Belag nun Algen oder was auch immer ist, kann ohne eine Untersuchung natürlich nicht gesagt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von chrysokoll (29. August 2007 um 12:08)

  • Zitat

    Original von chrysokoll
    Falsch, wenn Polypen in massen ihre Symbiosealgen = Zooxanthellen (deine "irgendwelche Grünalgen", und Symbiosealgen sind, wenn ich mich nicht irre, Grünalgen) entlassen, werden immer welche an den Scheiben hängen bleiben und sich auch dort eine Zeitlang vermehren. .

    hi,

    nun, wenn korallen ihre zooxanthellen abgeben, geschieht das in form von schleimartigen ausscheidungen.

    es fliegt keine feine wolke von zooxanthellen herum, die sich überall niederlassen könnten.

  • Zitat

    Original von Joe

    hi,

    nun, wenn korallen ihre zooxanthellen abgeben, geschieht das in form von schleimartigen ausscheidungen.

    es fliegt keine feine wolke von zooxanthellen herum, die sich überall niederlassen könnten.

    Hi,

    das kann ich auch bestätigen. Das es immer so abläuft, nicht. Aber auch nicht das Gegenteil!

    Kann aber sagen, das unabhängig von der Zufuhr von Bakterien bei einer schnellen Umstellung auf Nährstoffarm (inkl. mehr Licht, usw.) dieser Belag oft auftritt. Desweiteren habe ich in einem Fall den Belag in einem Labor untersuchen lassen (war doch skeptisch). Das Ergebnis war: zu einem großteil Algen einer Symbiosealgen sp. Wenn ich nicht im Büro wäre und ich den Untersuchungsbericht noch finden würde (weis nicht ob ich diesen Bericht noch habe oder finde) und einen Scanner hätte (müßte zu einer anderen Abteilung gehen), könnte ich es rein geben. So, nur mein Wort.

    Aber kannst Du den Beweis erbringen, dass nicht zumindestens einige der Algen sich nicht aus dem Schleim entkommen können? Bei mir und auch in anderen Becken hat sich der Schleim (bei LPS, z.B. Favites sp., gut zu sehen, da große Schleimbatzen) durch die Verwirbelungen im Wasser recht gut aufgelöst. Und ich bezweifle, dass die Algen vollständig in den Abschäumer oder in den Filter gekommen sind. Da sich immer dann (wenn mehrere Korallen sich daran beteiligt haben), zumindestens leicht, die Scheiben mit einem leichten braunen Belag belegt war.

  • Aber ich muss dir Recht geben ,denn wir sprechen hier nur von sichtbaren Abgeben der Zooxan. wie wir aber alle wissen tun das SPS auch halt nur net sichtbar wie LPS dieses "Phänomen konnte ich auch ca. 2 Wochen lang beobachten (Neueinrichtung mit geringeren Werten als im Alten )also denke ich schon das der braune Belag auch Zooxan. beinhaltet die sich dann aber wieder in diversen Filten wiederfinden werden ,denn meine Beläge waren etwa nur 2 Wochen so braun

  • Zitat

    Original von denis811
    Aber ich muss dir Recht geben ,denn wir sprechen hier nur von sichtbaren Abgeben der Zooxan. wie wir aber alle wissen tun das SPS auch halt nur net sichtbar wie LPS

    ...

    nicht sichtbar, oder besser gesagt bemerkbar, weil son sps-polyp um etliche tausendfach kleiner ist.....

  • Hi,

    Korrektur meinerseits: Zooxanthellen (Gymnodinium microadriaticum) sind keine Grünalgen sondern Dinoflagellaten. Vgl. hierzu Korallenriff-Aquarium Band 2 u.a. S. 201 "Dinoflagellaten (Dinophta): Algenklasse mit meist einzelligen, begeißelten Algen. Die meisten leben freischwimmend, doch auch die symbiotischen Zooxanthelen gehören zu den Dinoflagellaten."

    Weiter zum braunen Belag:

    Klar, hat auch keiner ernsthaft erwartet: Ich habe die Analyse nicht gefunden! Habe allerdings auch nicht ernsthaft gesucht, da ich noch nicht einmal mehr weis wann das war. Vor 10 oder 12 Jahren ? , oder vor noch längerer Zeit? Ich betreibe die Meerwasseraquaristik seit 1990 und Riff seit etwa 1991. Nun, sei es wie es sei. Ich habe aber noch einen Aufsatz im "Das Aquarium" Nr. 407 (Mai 2003) gefunden.Thema "Die Farben der Steinkorallen Teil 4" von Jörg Kokot (Uni Bremen): "... Die überschüssigen Zooxanthellen werden in der Regel nicht von der Koralle verdaut, wie oft vermutet wird. Vielmehr sind die Wirte auf ihre Symbionten bedacht und schleusen sie lebend nach draußen. Die Zooxanthellen siedeln sich dann an den Scheiben an und hier sind die Lebensbedingungen auch nicht schlecht, ..." Ich nehme an, falls sie nicht gefressen werden oder aus dem Wasser durch Filteranlagen entfernt werden. Und da nicht immer alles weggefiltert werden kann.

    Habe ansonsten wie, Joe schon schrieb, die Schleimbatzen an SPS oder Xenien usw. nicht bemerkt, da sicherlich zu klein um zu bemerken.

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