Fragen zum Wasserwechsel in einem Nano

  • Hallo Leute,

    ich habe mein erstes Nano, 54l, (auch mein erstens Riffaquarium) seit ein paar Wochen laufen und bin etwas verunsichert über zwei völlig gegensätzliche Aussagen zweier Händler zum Thema Wasserwechsel.

    Aussage Nr 1:

    NICHT mit eingefahrenem Wasser vom Händler wechseln. Nur relativ frisch angesetztes Wasser verwenden. Dichte: 1.024-1.026 (!). 10 Prozent pro Woche

    Aussage Nr. 2:

    NUR mit eingefahrenem Wasser wechseln. Auf keinen Fall frisches Wasser nehmen. Dichte 1.023. 10 Prozent pro Woche oder 20 Prozent alle zwei Wochen.

    Wer von beiden hat Recht?

    Vielen herzlichen Dank & Gruß,

    Stephen

  • Hi Stephen

    Ich würde nur frisches Salzwasser nehmen welches ich selber angesetzt habe. Einfach weil ich dann weiss dass dieses Wasser sauber ist, und keine Nährstoffe die ich ja mit dem Wechsel entfernen will, wieder durch gebrauchtes Wasser einbringe.

    Ich würde in der Woche 5-10% wechseln wenn kein Abschäumer vorhanden ist.

    Trotz aller Wechsel sollte man das Wasser regelmässig auf Gelbstoffe untersuchen und ggf mit Kohle reagieren.

  • Hi Stephen.

    Wasserwechsel würde ich immer mit frisch angesetzten Osmosewasser + Salz machen.

    Zum "animpfen" deines Wassers, bezüglich Bakterien und so, empfehle ich schon, hin und wieder mal, ein paar Liter eines gut eingefahrenen Beckens in deines zu tun. Zumindest in der Einfahrphase.

    Wasser vom Händler würde ich aber nicht unbedingt nehmen. Da diese ja oft mit chemischen Zusätzen arbeiten, es sei denn, du vertraust deinem Händler, wenn er dir sagt, dass sein Wasser bestens sei.

    Vielleicht kennst du ja nen MW-Aquarianer in deiner Nähe, der schon länger ein gut laufendes Becken hat. Lass dir ein wenig Wasser von ihm geben, dies ersetzt aber nicht den normalen Wasserwechsel, den du, meines erachtens nach, alle zwei Wochen machen solltest.

    Freundlicher Gruß -marion :flower:

    Schau'n wir mal, dann seh'n wir schon...

  • Hallo nochmal Stephen

    Ja, wir haben hier sehr unterschiedliche Händlermeinungen im Umkreis :winking_face:

    Ich würde nur mit selber angesetztem Wasser Wasserwechsel machen. Da weiss ich, was ich hab, und die Spuris (deswegen mach ich das ja auch) sind auch noch alle drin.

    Ich würde auch gern mein "Altwasser" verkaufen :face_with_rolling_eyes:

    Ich würde die selbe Dichte einstellen, die Du auch im Becken hast. Und je nach Besatz so um die 10%/Woche.
    Wenn Dein Becken noch einfährt nicht so viel und so oft.

  • Hi Stephen
    Ich hatte mal einen Threat zu dieser Sacher eröffnet klick
    ist vielleicht für dich interessant, ich würd auch nur selbst angesetztes Wasser nehmen..
    Ich denke diese Empfehlung, altwasser gerade für Nanos zu nehmen kommt noch aus der Zeit indem die Nanos enstanden. Die ersten Besitzer hatten meisst ein größeres stabileres Becken mit technisch besserer Ausstattung und probierten einfach kleine Becken aus. Nicht vergessen das das damals was sehr besonders war Bekcen unter 200litern zu betreiben. Diese Leute habe zumeist ihr Wasser einfach mit dem großen getauscht wenn die Wasserwerte im kleinen aus dem Ruder liefen.
    Lars :wink

  • Hallo,

    Zitat

    Original von mandrasgora
    Zum "animpfen" deines Wassers, bezüglich Bakterien und so, empfehle ich schon, hin und wieder mal, ein paar Liter eines gut eingefahrenen Beckens in deines zu tun. Zumindest in der Einfahrphase.

    aber im freien Wasser befinden sich doch kaum Bakterien?!


    Ich würde auch nur frisch angesetztes nehmen.

    Gruß
    Mark

  • Hallo Stephen,

    Ich werde auch nur mit frisch angesetzten Osmosewasser + Salz machen und wöchentlich 10%.Aber nicht im Einfahrphase.Meine Meinung her werde ich Minimum 8-10 Woche warten und danach die erste Wasserwechsel machen und in EinfahrPhase mit Bakterien infen.Ich werde in dein stelle nur Osmosewasser rein tun.

  • Hi Mark.

    Na klar, sind im Wasser auch Bakterien (an Schwebeteilchen haftend), die sind überall, die müssen da auch sein, zwischen ihnen sollte ein konstantes Verhältnis bestehen. Ich denke, dass man dies mit ein paar Litern eingefahrenen Wassers erreichen kann.

    Ich würde sagen, mit dieser Methode läßt sich die Einfahrphse etwas verkürtzen. Meine Erfahrung.

    Noch freundliche Grüße -marion :flower:

    Schau'n wir mal, dann seh'n wir schon...

    Einmal editiert, zuletzt von mandrasgora (19. August 2007 um 19:41)

  • Hallo Marion
    Ja ich weis das ist ein weit verbreiteter Glaube. Da mich das Thema interessiert und ich schon seit längerem das Gegenteil beweisen wollte habe ich vor einiger Zeit mal recherchiert.
    Ich habe allerdings nur Arbeiten aus der Nordsee gefunden aber ich denke die Korallenriffe haben noch geringere Bakterioplankton Konzentrationen. Fakt ist, ja es gibt Bakterien im Wasser, alles andere ist ja auch unwahrscheinlich. Allerdings ist die Konzentration, gering und - was für uns noch wichtiger ist- der Anteil an sog. Sarpophytischen (=abbauenden) Bakterien beträgt davon lediglich 0,1 -2 Prozent. Ich denke die altbewärte Methoden eine Handvoll Schlamm, Bodengrund, Destritus, oder eben Lebendgestein ist auf jeden Fall viel effektiver. Ich denke wir sollten unser Wasser so Bac frei wie möglich halten, die Abbauleistung des Wassers ist irrelevant, die abbauenden Bacs sind substratgebunden
    Also die Bedeutung "eingefahrenes" Wasser wird erheblich überbewertet.

    Lars :wink

  • Hi Lars.

    Unsere Aussagen wiedersprechen sich nicht.

    Die Bakterien, die da im Wasser, auf Schwebeteilchen, umher schwirren, werden ja, wenn sie die Mögleichkeiten (Nährstoffe, Umfeld/ Lebensraum) haben, sesshaft.
    Und sicher ist auch, dass es nicht nur eingefahrenes Wasser bedarf, um ein BECKEN einzufahren.
    Deine aufgeführten Zutaten, denke ich, sind genauso wichtig - genauso, wie aber auch das Wasser, was mit den, vielleicht noch fehlenden, Bakterin hinzugegeben wird.

    Und natürlich soll die Konzentration an Bakterien so gering wie möglich sein (das ergibt sich ja aus deren Verhältnis zueinander), sonst hält sich ja auch nicht die Waage.

    freundlich grüßt -marion :flower:

    Schau'n wir mal, dann seh'n wir schon...

  • hi,

    die definition "altwasser" ist weitläufig zu interpretieren.

    früher war altwasser no3 und po4 verseuchte brühe, die wochenlang schon im becken zirkulierte.

    wenn ich so unser "altwasser" ansehe, das wir wegkippen, ist dieses bestes wasser, was manch einer der hier schreibt nicht mal in seinem privatbecken so hinbekommt.

    eigentlich zu schade zum wegkippen.......

  • Hallo Joe

    Zitat

    wenn ich so unser "altwasser" ansehe, das wir wegkippen, ist dieses bestes wasser, was manch einer der hier schreibt nicht mal in seinem privatbecken so hinbekommt.


    Schon klar, "Altwasser" ist sicher immer provokativ, aber wenn das frische nicht besser wäre, würdest du doch sicherlich nicht wechseln.
    Lars :wink

  • Hi,

    der Händler, der gerne eingefahrenes Wasser verkaufen möchte (den Liter zu 0,50€) sagte als Begründung, er habe schon 150 Nanos verkauft und die Kunden, die nur mit frischem Wasser wechseln hätten alle Probleme mit Algen und Fischkrankheiten bekommen...

    Gruß
    Stephen

  • Na ja, mach Dir dein eigenes Bild :winking_face: es muss ja auch nicht unbedingt schlecht sein, aber dass alle Probleme bekommen halte ich schlicht für Blödsinn..

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Schon klar, "Altwasser" ist sicher immer provokativ, aber wenn das frische nicht besser wäre, würdest du doch sicherlich nicht wechseln.
    Lars :wink

    hi lars,

    nun, wolln mal so sagen: um es vor weiteren alterungsprozessen zu bewahren, wird das wasser regelmässig gewechselt und mit unserem "abwasser" lässt sich bestens noch ein otto-normal-sps-becken betreiben.

    ist aber immer noch optimal für jede weich-/lederkorallen oder fischpflege.

    und gerade nanos sind nur seltenst mit sps bestückt.

    übrigens - altwasser gibts bei uns kostenlos oder bei grösserer menge mal ne spende für die bonbonkasse :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Fakt ist, ja es gibt Bakterien im Wasser, alles andere ist ja auch unwahrscheinlich. Allerdings ist die Konzentration, gering

    moin,lars

    ist jetzt etwas ot, aber wenn deine prämisse stimmt, würde die vodkametode nicht funktionieren.

    die basiert ja gerade auf dem abschäumen frei schwimmender bac.

    mfg
    michael

  • Hallo Joe,

    Wenn ich es nicht falsch vorstanden habe ist es dann möglich Z.B;Mein Becken ist Brutto 522 Liter und ich habe vor mein Becken zu vergrößern nach 1500 Liter. Wenn ich wie immer jedes Woche bei Wasser wecksel 20% als 10% mache und das Wasser von alten Becken nach neu Becken kippe bis 1000 Liter und dann die 500 Liter komplett von mein alten Becken nach neu Becken nachfühle wird es klappen ohne Probleme und was ist denn mit Einfahrphase?
    Dein Antwort würde mich sehr interessieren.Danke

  • Hallo Michael

    Zitat

    ist jetzt etwas ot, aber wenn deine prämisse stimmt, würde die vodkametode nicht funktionieren.
    die basiert ja gerade auf dem abschäumen frei schwimmender bac.

    Das ist volkommen richtig, ich hatte mir bei meinem ersten Poast auch überlegt was zu Vodka zu schreiben, bin dann aber aus Faulheit und wegen OT davon abgekommen.
    Die Vodkamethode züchtet tatsächlich die freilebenden abbauenden Bacs. Überdosierungen können wir ja auch an Bakterienblüten sehen. Ich glaubich werde heute mal einen Threat zum Thema Bacs im Wasser starten, muss aber noch etwas recherchieren..
    Lars

  • also ich habe auch n kleines Nano. Hab mir damals zum einrichten 40L vom Händler mitgenommen. Einfach um die einfahphase zu verkürzen.
    Hatt auch wunderbar geklappt.

    Wasserwechsel mache ich alle 2 Wochen. Dazu holl ich mir immer destiliertes WAsser ( 5L ) ausm Baumarkt.
    Da unser Wasser zu sehr belastete ist und mir ne osmoseanlage, wegen 5 liter alle zwie Wochen zu teuer is.

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Ich glaubich werde heute mal einen Threat zum Thema Bacs im Wasser starten, muss aber noch etwas recherchieren..
    Lars

    moin,

    wäre sicher mal wieder ein interessantes thema :thup

    mfg
    michael

  • Danke Michael
    Ist noch schwieriger als erwartet, Ich find kaum wirklich vergleichbare Untersuchungen, hänge hier zwischen diversen pdfs, Aussagen von Herstellern diverser AquaBac produkten, Untersuchungen aus Badeseen, livesand und Nordseeuntersuchungen etwas fest...
    Was sagt es schon aus wenn der Hersteller eines live Sands von 4 Milliarden Bacs pro Kilogramm spricht? Wer will das messen? Ist das viel ? wohl eher wenig wenn auf der anderer Seite die Hersteller von Glasflaschenbacs von 20 Milliarden pro ml sprechen. :confused_face:
    Mein Hauptproblem zur Zeit: Ich finde keine Angaben über die Keimzahl von marinen Böden.

    @ Topper

    Zitat

    also ich habe auch n kleines Nano. Hab mir damals zum einrichten 40L vom Händler mitgenommen. Einfach um die einfahphase zu verkürzen.


    Ja natürlich hat das geklappt, es hat niemand gesagt das man so nicht vorgehen kann. Aber woher willst du wissen ob die Einfahrphase ohne das Wasser länger gewesen währe? Wie willst du abschätzen welchen Anteil das Lebendgestein und welchen Anteil dein Lebendgestein hatte? Aus einem einzelnen erfolgreich eingerichtetem Becken lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen treffen
    Lars

    2 Mal editiert, zuletzt von Lars Kläning (20. August 2007 um 10:10)

  • Hi Lars.

    Bei mir hat es auch supa geklappt, habe aber auch erst mein TB laufen lassen und nach der Einrichtung das Hauptbecken damit kurz geschlossen.

    Siehe:
    Ein Odontodactylus scyllarus - Becken entsteht

    Werde mich aber auch mal in das Thema mit den Bakterin reinlesen. - Freu mich schon auf den Thread.

    Mit freundlichem Gruß -marion :flower:

    Schau'n wir mal, dann seh'n wir schon...

    Einmal editiert, zuletzt von mandrasgora (20. August 2007 um 10:37)

  • moin,

    ich bin allerdings auch der meinung, daß eingefahrene materialien aus verschiedenen becken zur beschleunigung der einfahrphase und zur artenvielfallt der kleinstlebewesen beitragen.

    hab das bisher eigentlich auch immer so praktiziert und hatte gute erfolge!

    mfg
    michael

  • Zitat

    Original von Denniskaan
    Wenn ich es nicht falsch vorstanden habe ist es dann möglich Z.B;Mein Becken ist Brutto 522 Liter und ich habe vor mein Becken zu vergrößern nach 1500 Liter. Wenn ich wie immer jedes Woche bei Wasser wecksel 20% als 10% mache und das Wasser von alten Becken nach neu Becken kippe bis 1000 Liter und dann die 500 Liter komplett von mein alten Becken nach neu Becken nachfühle wird es klappen ohne Probleme und was ist denn mit Einfahrphase?
    Dein Antwort würde mich sehr interessieren.Danke

    hi asil,

    das ist genau die vorgehensweise, die ich seinerzeit praktiziert habe um mein 340-liter-becken ins 1200literbecken zu überführen.

    paralell dazu hatte ich zuvor noch frisches lebendgestein "eingefahren" - sprich von abgammelnden schwämmen, algen, würmern etc. freigemacht.

    es gab danach keine einfahrphase mehr im grossen becken.

  • Zitat

    Original von Lars Kläning
    Ja natürlich hat das geklappt, es hat niemand gesagt das man so nicht vorgehen kann. Aber woher willst du wissen ob die Einfahrphase ohne das Wasser länger gewesen währe? Wie willst du abschätzen welchen Anteil das Lebendgestein und welchen Anteil dein Lebendgestein hatte? Aus einem einzelnen erfolgreich eingerichtetem Becken lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen treffen
    Lars


    Klar. Ob das nun die Einfahrüphase wirklich verkürzt hatt ist reine spekulation. Aber ich gehe einfach davon aus das die Einfahrphase besser verläuft wenn ich LS + eingefahrenes ( oder besser gebrauchtes) Wasser verwende.
    Theoretisch könnte ich ja mein 2. nano, das ich dei nächsten Tage / Wochen einrichte ja nur mal mit LS "animpfen". Aber da ich beim ersten Becken eigentlich keine Dokumentation oä gemacht habe würde das auch keinen wirklichen vergleich geben.


    Aber das ist eigentlich ja auch ein ganz anderes Thema. Hier ging es ja nur um denn Wasserwechsel in einem Nano.
    Und denn mach ich, wie ja schon geschrieben ausschlieslich mit destiliertem Wasser.

  • Zitat

    Original von Joe

    hi asil,

    das ist genau die vorgehensweise, die ich seinerzeit praktiziert habe um mein 340-liter-becken ins 1200literbecken zu überführen.

    paralell dazu hatte ich zuvor noch frisches lebendgestein "eingefahren" - sprich von abgammelnden schwämmen, algen, würmern etc. freigemacht.

    es gab danach keine einfahrphase mehr im grossen becken.

    Hallo Joe :wink,

    Tausend dank für dein antwort.Das freut mich sehr das mit diesen Methode gut klappt. und das schönste ist ohne große stresst die fische und lebende direkt ins neu Becken ein zusetzen kann.Da ist ja dann die Risiko für lebende fast Null :hop2:

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