Osmosewasser oder Leitungswasser

  • Ich habe bei Knop gelesen, dass das Ansetzen von WW-Wasser mit normalem Leitungswassersogar den positiven Effekt haben soll, dass Spurenelemente in´s Wasser kommen, die sonst nachdosiert werden müssen. Das langamige Ansetzen von Osmosewasser würde sich dann ja auf die autom. Nachfüllung beschränken.
    Hat jemand in Berlin das schon mal probiert? Das Berliner Wasser ist ja eigentlich qualitativ sehr gut.

  • Hallo Gomol

    An sich hat Daniel da auch recht, zumindest wenn man die eine Seite betrachtet. Man entfernt über Umkehrosmose ja nicht nicht das schlecht (Nitrat, Phosphat etc) sondern auch das gute was man gerne haben möchte... :smiling_face:

    Dennoch, es ist auf Dauer der wohl bessere Weg eine Umkehrosmose zu verwenden, und meist sogar noch einen Reinstwasserfilter da meist zuviel Silicat im Wasser.

  • Hallo!
    Ich denke,das ich beim Wasserwechsel,mit gutem Salz,genug Spuris einbringe.Somit mache ich meinen WW mit Osmose.

  • Ich würde sofort auf Leitungswasser umschwenken wenn unser Wasser nicht komplett ungeeignet wäre.
    Nitrat, Phosphat und Silikat - alles in Bereichen vorhanden die man im Aquarium nciht haben will.

    Nitrat übrigens nicht immer, es kann also durchaus nicht reichen das Wasser ein mal zu messen und danach sicher zu sein dass die Qualität stimmt!

    Gruß
    Steffen

  • In welchen Bereichen sind denn die drei Stoffe zulässig? Gibt es da Erfahrungen?
    Welche der nachfolgen angegebenen Stoffe entfernt eine Umkehrosmoseanlage denn eigentlich?
    Diese Werte geben die Wasserwerke an:

    Elektrische Leitfähigkeit µS/cm 20°C 630
    pH-Wert 7,4
    Färbung (SAK 436nm) 0,27
    Trübung NTU <0,20
    Gesamthärte °dH - 15,0
    Karbonathärte °dH - 10,8
    Härtebereich - 3
    Organisch gebundener Kohlenstoff (TOC) mg/l 0hne anormale Veränderung 3,2
    Sauerstoff mg/l - 5,9

    Kationen

    Ammonium mg/l <0,05
    Calcium mg/l - 94
    Eisen mg/ <0,03
    Kalium mg/l - 3,4
    Magnesium mg/l - 8,0
    Mangan mg/l <0,01
    Natrium mg/l 40

    Anionen

    Bromat mg/l <0,005
    Chlorid mg/l 52
    Cyanid mg/l <0,003
    Fluorid mg/l 0,21
    Nitrat mg/l 3,7
    Nitrit mg/l <0,03
    Sulfat mg/l 85

    Anorganische Spurenelemente

    Aluminium mg/l <0,01
    Antimon mg/l <0,001
    Arsen mg/l<0,002
    Blei mg/l<0,005
    Bor mg/l 1 0,075
    Cadmium mg/l 0,005 <0,0005
    Chrom mg/l 0,05 <0,002
    Kupfer mg/l 2 <0,01
    Nickel mg/l 0,02 <0,004
    Quecksilber mg/l 0,001 <0,0002
    Selen mg/l 0,01 <0,002

    Organische Spurenelemente

    Benzo-(a)-pyren mg/l 0,00001 <0,000005
    Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe mg/l 0,0001 <0,00001
    Benzol mg/l 0,001 <0,0001
    1,2 Dichlorethan mg/l 0,003 <0,0005
    Tetrachlorethen und Trichlorethen mg/l 0,01 <0,0005
    Trihalogenmethane Summe mg/l 0,01 <0,0005

    Pflanzenschutzmittel insgesamt mg/l 0,0005 <0,00005

    Mikrobiologische Parameter
    Clostridium perfringens /100ml 0 0
    Coliforme Bakterien/100ml 0 0
    Enterokokken /100ml 0 0
    Escherichia coli /100ml 0 0
    Koloniezahl bei 20°C /ml 100 4
    Koloniezahl bei 36°C /ml 100 0


    Wasserwerk Beelitzhof

    2 Mal editiert, zuletzt von gomoll (9. Juli 2007 um 08:39)

  • Zum Thema Phosphat und Silikat habe ich die Wasserbetriebe angeschrieben... mal sehen ob und wann die reagieren. Ich werde dann nochmal Euer gesammeltes Wissen in Anspruch nehmen.

  • Hi gomoll

    Ich wohne ja auch in Berlin und würde hier auch normales Leitungswasser nehmen, aber das Wasser hat eine KH von 11 und fast 100 mg/l Calzium. Da mein Becken noch einläuft, und daher wenig Kalkverbraucher drin hat, dazu aber viel Verdunstung (ca. 40 bis 50 L pro Woche bei 500 L netto) schoss meine KH und der Ca Wert im Becken steil nach oben. Inzwschen benutze ich einen Ionenaustauscher. Sollte ich erstmal einen ordentlichen Verbrauch an Kalk haben werde ich wohl wieder auf Leitungswasser umsteigen.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Das ist interessant; ich denke, wenn von den BWB nichts beunruhigendes bzgl. Phosphat und Silikat kommt, werde ich das einfach mal mit Leitungswasser probieren; da ich ein altes Becken auflöse und mich auf ca. 550 l vergrößern habe ich eingefahrenes Wasser und ich denke, dass die Einfahrophase selbst nur kurz sein wird - hoffentlich... :face_with_rolling_eyes: Die Verdunstungsnachfüllung werde ich dann wie gehabt mit Osmosewasser machen, aber den WW und den Erstansatz mit Leitungswasser.

    Ein wöchentliche Nachfüllung von 40-50 Liter ist ein recht hoher Wert, oder? Mein jetziges Becken braucht ca. 10 Liter/Woche mit einer Verdunstungsfläche von ca. 0,6 m² und einer Übertemperatur von 6-7°C.

    Einmal editiert, zuletzt von gomoll (10. Juli 2007 um 16:25)

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    Hallo gomoll,

    Nitrat sieht oK aus.
    Das Problem ist, dass wie immer Phosphat und silicat nicht angegeben werden.
    Das musst du selbst messen.

    So, hat zwar etwas gedauert, aber in der Urlaubszeit ... :winking_face:

    Nun habe ich die Werte für Silicat und Phosphat mal selber gemessen:

    Phosphat < 0,04 mg/l Testergebnis ROWA
    Silikat < 0,5 Testergebnis Salifert

    Ist das gut genug oder heißt das jetzt wieder Osmose...

  • Ok, das werde ich dann noch zweimal machen;
    Ich hielt mich einfach für perfekt.... :winking_face:

    Muss man den Silikat absorbieren? Die letzen 10 Jahre lief mein kleines Becken ohne einen solchen Absorebr, allerdings mit Osmosewasser.

    Einmal editiert, zuletzt von gomoll (27. August 2007 um 16:30)

  • Na denn, ich habe jetzt alles drei mal gemessen mit den selben guten Messergebnissen.
    Ichwerde dann mal den Test mit dem guten BerlinerWasser machen und Deinem Tipp
    folgen... Silicarbon immer in der Hand...

  • Hallo gomoll

    Eventuell kommst Du auch ohne Silicat Absorber aus, aber einen auf Vorrat zu haben kann bestimmt nicht schaden.

    Grüße

    Jens

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