Problem mit Biochoeres iridis

  • Hallo,

    mein Biochoeres iridis Pärchen macht mir gerade sorgen. Es schwimmt bei mir seit ca. 6 Monaten im Becken. Gekauft hab ich zwei Weibchen, wo sich allerdings nach gewisser Zeit eines der beiden zum Männchen umgewandelt und die Färbung geändert hat.
    Vor 2 Tagen hab ich bemerkt, dass das Weibchen tagsüber nicht mehr zu sehen war. Als ich dann das Becken länger beobachtet hab, ist es dann wieder aus dem Sand heraus zum Vorschein gekommen. Allerdings wurde es sofort heftig vom Männchen gejagt. Meine erste Vermutung war, dass nun das Weibchen auch eine Geschlechtsumwandlung macht und das Männchen deshalb so aggresiv war. Das Männchen frisst auch nicht mehr richtig, alle anderen schon. Es macht sich auch durch häufige Drohgebärden bemerkbar.
    Heute sah das Weibchen noch schlimmer aus, auf beiden Seiten weiße Schuppenfetzen, gekrümmte Haltung und es wird nun auch vom Hexataenia und von den Acanthops gejagt und angegriffen. Rausfangen hab ich probiert, aber die sind zu schnell, außerdem verschwinden sie sofort im Sand...
    Meine Sorge ist gerade, um was es sich dabei handelt. Äußerlich zeigt das Weibchen wie gesagt die zerfetzten Schuppen und ist an diesen Stellen weißlich gefleckt. Auch das Männchen hat auf der einen Seite eine Art Wunde, nun weiß ich nicht, ob das durch das Kämpfen kommt, oder mein zweiter Gedanke, evtl Vibrionen?
    Die anderen Fische zeigen eigentlich keine Auffälligkeiten, außer dass sie etwas hektischer sind und teilweise auch auf das Weibchen losgehen.
    Wasserwerte: pH 8,0 KH 7 NO2 0,02 NH4 0,2 Dichte 1,0225 restlichen Werte kann ich bei Bedarf noch messen, waren aber die letzte Woche alle im grünen Bereich.
    Vor 5 Wochen hab ich die zweite Hälfte meines Beckens umgebaut, dh lebende Steine raus, größten Teil in Filter, Bodengrund gewechselt, neue Deko aus totem Riffgestein rein und Wasserwechsel. Der erste Teil wurde im Februar umgebaut, müsste ja eigentlich für die Biologie lange genug gewesen sein. Seither nichts mehr verändert. Korallen stehen gut, wachsen, haben Farbe...
    Allerdings hab ich am Wochenende beim Wasserwechsel die paar wenigen roten Schmieralgen, die vorhanden waren, und ein wenig Mulm im Filterbecken abgesaugt.
    In Kombination dieser ganzen Sachen musste ich an den Befall mit Vibrionen bei Robert denken. Zeigen die Fische bei Vibriose auch Aggresivität gegenüber erkrankten Fischen? Wie gesagt, die anderen Fische zeigen bisher keine Symptome. Ich hoffe, mir kann jemand helfen.

  • Hallo Michael

    ich würde täglich eine Knobi-Zehe auf das Futter zerdrücken und gut mischen und dies den Fischen zu fressen geben.
    Dies kann durchaus helfen und ist als Sofortmaßnahme sicher eine gute Sache.

    Gruss Michael

  • Zitat

    Original von Stüni
    Zeigen die Fische bei Vibriose auch Aggresivität gegenüber erkrankten Fischen?


    Hi,
    nach meiner Erfahrung werden die Fische eher teilnahmslos. Meiner Meinung nach wechselt der Fisch gerade sein Geschlecht. Da er schon geschwächt ist wird er auch von den anderen gejagd.

  • HI Stübi

    Na ja, wie Klaus schrieb, das ist eher ne Sache die nicht so wild von stattten geht.
    Ein stiller Tod, ein trauiger Tod wenn Vibrionen auftreten.

    Gänzlich anders als man denkt.

    Wenn Vibrionen dann wird es mehr betreffen als den Lippi.


    Zitat

    Original von Stüni

    In Kombination dieser ganzen Sachen musste ich an den Befall mit Vibrionen bei Robert denken. Zeigen die Fische bei Vibriose auch Aggresivität gegenüber erkrankten Fischen? Wie gesagt, die anderen Fische zeigen bisher keine Symptome. Ich hoffe, mir kann jemand helfen.

  • Hallo,

    vielen Dank für die schnellen Antworten. Was kann ich da jetzt machen? Ich hab ja schon probiert, das Weibchen rauszufangen. Andererseits hab ich auch keine Möglichkeit, es in einem anderen Becken unterzubringen. Wieso macht es eigentlich eine Geschlechtsumwandlung, wenn eh schon ein Männchen da ist?
    Anbei noch zwei Bilder.

  • Hai
    Ich habe diese Lippfische schon in grösseren Gruppen gesehen die dann ein tolles Jagdverhalten zeigen.
    Eventuell ist eine grössere Gruppe auch das Zeichen für die Hormone ruhig zu bleiben. Jedoch irgendwann werden sie sich auch umwandeln.

    Ich würde noch ein paar kaufen damit sich der Stress verteilt............war bei meinen Bodianus damals genau das Gleiche. Ich nenne das die Flucht nach vorne.

  • Hallo zusammen,

    da ich mir nicht anders zu helfen wusste, hab ich mir kurzerhand ne durchsichtige Kunststoffplatte zurechtgeschnitten, ein paar Löcher reingebohrt und im Becken in einer Ecke befestigt, nachdem sich der Fisch zufällig genau dort im Eck vergraben hatte. Ich wollt ihn dann eigentlich zu meinem Händler zurückbringen. Aber er hat es geschafft, nach zwei Tagen irgendwo durchzuschlüpfen und schwimmt nun wieder im Becken. Zu meinem Erstaunen mit den anderen in Frieden. Der andere iridis lässt ihn komplett in Ruhe, der eine Zwergkaiser schnappt ganz selten noch nach ihm. Er ist noch etwas hektisch und sieht mager aus, frisst aber wieder, zwar net so dolle, aber immerhin.
    Ich würde ja au no ein paar dazusetzen, aber ich weiß net, wo und wann ich welche bekomm. Was meint ihr, könnt des doch noch klappen mit den beiden? Oder sollt ich ihn sicherheitshalber doch rausfangen und abgeben?

  • HI Michael,

    habe in meinem alten Aquarium zu Hause ebenfalls zwei sehr kleine gehabt,
    nach ca. 3 Jahren war einer doppelt so groß, wie gekauft, der andere war eher klein geblieben,

    irgendwann fing der größere an, den/die kleine zu jagen, nie wirklich ernsthaft, aber es nervte alle Insassen,

    nach ein paar Wochen, ich wollte sie eigentlich trennen, lag der /die kleine leider auf dem Boden, schon tot
    und leider zu spät für meine Fangaktion


    wenn es geht, fang ihn/sie raus,

    lg Norbert

    H Hersteller/Händler

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