Gewebeverlust bei zwei Korallen

  • Hallo alle zusammen,

    seit zirka 3 Wochen habe ich das Problem, dass sich bei meiner Seriatopora hystrix und der Seriatopora caliendrum Gewebe abloest. Erst war das nicht sonderlich schlimm und auffaellig, es ging dann aber unaufhoerlich weiter. Anfang letzter Woche sah es dann schon nicht gut aus, hab das Problem dann allerdings auf nach meinem Urlaub, aus dem ich heute nacht zurueck gekehrt bin, verschoben. Eventuell ein Fehler.

    Letzte Woche habe ich noch die Stroemungspumpe etwas verstellt - die S. caliendrum stand auf der Seite, auf der sich das meiste Gewebe loest, gut drinnen in der Stroemung. Nun sollte die Stroemung dort schwaecher sein, gebracht hat das auch nichts. Die Hystrix steht nicht direkt in der Stroemung.

    Hier aktuelle Bilder von heute:

    Was auf den Bildern der S. caliendrum nicht zu erkennen ist: An Stellen, wo das Gewebe noch dran ist, haengt es teilweise nur noch so halb dran und die Fetzen wehen wie Fahnen im Wind vom Ast...

    Anfang letzter Woche habe ich dann auch mal wieder gemessen, hier die Ergebnisse:

    0,1 mg/l Nitrit (Tropic Marin)
    5 mg/l Nitrat (Tropic Marin)
    8,1 pH (Tropic Marin)
    1350 mg/l Magnesium (Salifert)
    460 mg/l Calcium (Salifert)
    7,4 dKH (Salifert)
    2,63 meq/l Alkalinität (Salifert)
    0 mg/l Phosphat (Salifert)
    1023 kg/m^3 Dichte

    Dazu zu sagen ist, dass ich noch NIE (also seitdem ich das Becken gestartet habe) Phosphat nachweisen konnte, der Test ist nun aber auch seit 3 Monaten abgelaufen. Sieht aber ansonsten doch ganz nett aus.

    Kann mir hier jemand helfen oder Ratschlaege geben?!? Bin kurz davor, mit dem Seitenschneider die S. caliendrum zurechtzuschneiden. Viel ueber bleiben wuerde aber wohl nicht, ausserdem waere die Koralle dann ziemlich ungleichmaessig. Seitenschneideraktionen bei der Hyxtrix kann ich mir denke ich sparen, dann ist ja nix mehr ueber.

    Was ich nicht erwaehnt habe, schiebe ich auf Nachfrage gerne nach. Mehr ist mir grad bei der Problemschilderung spontan nicht eingefallen.

    Vielen Dank und viele Gruesse,
    Martin

  • Hi!

    Ist ja immer schwer zu sagen! Aber bei mir hat wirklich alles gehalten aber ich hatte immer Probs genau die selben mit genau den gleichen Korallen! Sind sehr empfindlich ! Vieleicht den Po4 nn zu wenig?

  • Hallo Martin !

    Meiner Meinung nach sieht das nach RTN aus. Vermutlich hervorgerufen durch Nährstofflimitierung (insbes. No3 zu Po4). Glaube nicht, das die Korallen sich wieder erholen werden. Ableger machen ist meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit.

    Vermutlich wird das der Anfang vom Niedergang anderer Steinkorallen in Deinem Becken sein, wenn Du nicht beginnst, etwas in Hinblick auf die Nährstoffe zu unternehmen (z.B. Aminos, Nitrat anheben, ...).

    Viel Glück :thup


    Gruß,
    Claus

    2 Mal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (25. Mai 2007 um 18:55)

  • Zitat

    Original von Christian T.
    <edit evtl auch brown jelly? Mal daran riechen!

    Dazu muss ich die Koralle rausholen? Sorry, habe mich mit solchen Problemen bisher auch noch nicht wirklich beschaeftigt, bin also relativ bis komplett unbeschlagen. Auch RTN sagt mir ausser als Schlagwort nicht wirklich was.

    Das Becken betreibe ich momentan so: Wasserwechsel alle 1-2 Wochen. Dosierung von 1ml Jod und 1ml Strontium beim Wasserwechsel. Natriumhydrogencarbonat im Nachfuellwasser um den KH-Wert zu halten. That's it.

    Was soll ich denn Eurer Meinung nach nun unternehmen? Den schoenen Korallenstock komplett zu zerlegen hab ich eigentlich keine Lust, wuerde eben alles tote oder halbtote abknipsen. Reicht das? Bei der Hystrix kann ich mir das sparen, denn die muesste ich ja komplett zerlegen und nachher waere nix mehr ueber.

    Ist eventuell zu wenig Stroemung? Habe eine Nanostream 6025 im Becken, dazu eben noch die Rueckfoerderpumpe aus dem Technikbecken.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hi!

    1. Kann sein dass deine Korallen audf PO4 nn reagieren! Ist auch oft so wenn das verhältniss von No3 und Po4 nicht mehr stimmt! RNT!? Oder 2.Brown Jelly ! Die Hölle ! Bakterielle Erkrajnkung wobei das Gewebe wie Match zerfällt und sehr stark stinkt! Bei 1 Ableger machen! Bei 2 alle befallenen Korallen weg!!!!

  • Hallo Martin !

    Du solltest möglichst schnell versuchen, die Ursache der Nährstofflimitierung/Stickstofflimitierung im Becken abzustellen, bzw. Nährstoffe zuführen, z.B.
    auf natürlichem Wege über :

    • Aminos
    • Staubfutter
    • verstärkt Frostfutter zugeben, ohne dieses vorher abzuspühlen
    • Abschäumung reduzieren (z.B. 12h, oder den Abschäumertopf abnehmen)

      oder auf dem chemischen Wege über

    • Nitrat über Kaliumnitrat/Calziumnitrat/Natriumnitrat/Ammoniumchlorid hinzugeben

    Die befallenden Korallen-Stöcke wirst Du m.h. W.keit verlieren. Bestenfalls der eine oder andere Ableger wird überleben, falls es RTN ist. Falls es Brown Jelly ist, ist eh Hopfen und Malz verloren.

    Vermute mal, das Du ein DSB oder Jaubert-Filter am Becken hast ? Hast Du einen Phosphatabsorber im Becken ? Irgendwo muss ja die Abbauleistung des Beckens herkommen !

    Gruß,
    Claus

    4 Mal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (25. Mai 2007 um 21:12)

  • Hallo Christian, Hallo Claus,

    das mit Brown Jelly laesst sich rausfinden indem ich da einen halbtoten Ast abknipse und dran schnueffle. Ist teilweise etwas braeunlich an den betreffenden Stellen, gehe aber bisher davon aus, dass es Cyanos sind. Hier ist uebrigens mein sonstiger Besatz zu sehen.

    Ich fahre einen Schlammfilter, der in mein Technikbecken integriert ist. Zusaetzlich einen Abschaeumer weil man mir in der Anfangszeit dringend dazu geraten hat. Inzwischen finde ich es nichtmal sinnlos, auch wegen der Sauerstoffzufuhr ins Becken.

    Fuettern tu ich an sich wie ein Bekloppter, zwei Portionen Frostfutter, dazu Flocken und Granulat (zusammen schaetze ich mal einen Teeloeffel). Sand habe ich im Becken, je nach Stelle ist der Sand 3 bis 7cm dick (habe Tiere, die gerne die gleichmaessige Hoehe des Sandes umraeumen). Kann man so etwas DSB nennen? Bewusst zu diesem Zweck eingerichtet habe ich es allerdings nicht.

    Ach, irgendwie alles aetzend. Die gruene Koralle war (bisher) der Hingucker im Becken.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Martin !

    Zitat

    ... Schlammfilter ... ... Sand habe ich im Becken, je nach Stelle ist der Sand 3 bis 7cm dick ...

    Ok, das ist definitiv des Guten zu viel ! Daher auch die Abbauleistung !

    Habe übrigens mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Im Hautptbecken einen DSB-Jaubert-Filter und im Technikbecken einen Algenfitler.

    Gruß,
    Claus

    Einmal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (25. Mai 2007 um 21:49)

  • Hey Martin

    RTN würde ich mal ausschliessen. Warum?:
    Auf dem 1. Bild sind die "lebenden" Polypen um das Gewebe kahl.
    Meine beobachtung zeigt, dass RTN strikt linear vorgeht. Also das Gewebe und die Polypen gleichzeitig dahinrafft.
    Nicht erst das Gewebe, und dann die Polypen.

    Ich weiss jetz nicht, wieviele Korallen in einem Becken sind, und wie gross Deine Wasserwechsel sind. Aber ich tippe auch auf eine Limitierung.
    Mach erst mal Ableger (kleine) und stell die ein wenig dunkler. Zur Sicherheit.

    Grosszügiger Wasserwechsel, um Spuris reinzubringen.

    Gönne Deinen Fischen ne Extraportion Futter. Ich persönlich würde das Futter trotzden spülen. Stichwort Vibrionen (Ja, ich bin in der Hinsicht Paranoid :face_with_rolling_eyes: )
    ....und Deinen Korallen, wie hier vorgeschlagen, ein Leckerli in Form von Staubfutter.

    Je nach Korallenbesatz solltest Du über eine Spuri-versorgung nachdenken.

  • Hallo Martin,

    ja diese Korallen sind schon schwer geschädigt und es ist wohl nicht mehr aufzuhalten!

    Ob man es nun RTN nennt...egal. den Grund sehe ich in den reichlich Weichkorallen und dem Milieu durch diese!!!

    @Claus... Sorry!

    Zitat

    Du solltest möglichst schnell versuchen, die Ursache der Nährstofflimitierung/Stickstofflimitierung im Becken abzustellen, bzw. Nährstoffe zuführen, z.B. ...

    ...Unfug, die Weichen sehen ganz gut aus und ..."Vermutlich hervorgerufen durch Nährstofflimitierung (insbes. No3 zu Po4)." ...schon das Wort ist Witzig ...mich würde mal interessieren was dieses "Schlagwort" bedeuten soll!

    Pflanzennährstoffe und Korallentiere die ihre Algen in Symbiose ernähren können machen diese Erklärung völlig unsinnig.


    Gruss Sven

    Wie Volker es sagt...

    Zitat

    ....und Deinen Korallen, wie hier vorgeschlagen, ein Leckerli in Form von Staubfutter.

    ...das ist ok und mit der passenden Menge Aktivkohle wachsen Steinis und die "Weichen" auch nebeneinander!

    Einmal editiert, zuletzt von Sven B. (26. Mai 2007 um 01:22)

  • Hallo Sven

    Ich stimme mit Dir überein, dass es nicht (nur) am NO3 und PO4 liegt!

    Aber was soll Martin Deiner Meinung machen?

  • Volker ...ich war zu langsam! :O

    Normal braucht es die richtige Menge Kohle und eine Zugabe an Spuris+Amminos!

    Möglichst organische Nährstoffe (werden besser verwertet) verwenden.


    Gruss Sven

  • Wenn ich mir die Farbe der Hystrix ansehe glaube ich nicht an ein nährstoffarmes Milieu
    im Becken.

    Martin: Wir messen am Montag dein PO4 mal mit einem gescheiten test.

    Ich könnte mir aber auch gut vorstellen dass es an den vielen Weichkorallen im BEcken liegt,
    eigentlich halten sich bei dir ja gar keine SPS vernünftig.

  • Hi ,

    also ich weiß nicht wie ihr auf nährstofflimitierung kommt bei einem becken in dem sogar nitrit nachweisbar ist ? Da kann doch das wasser praktisch garnicht so sauber sein, zumal er ja wohl auch gut zufüttert ( das becken hat ja nur 150 liter )
    Ich bezweifle dass po4 n.n. ist, ein becken in dem hauptsächlich weichkorallen sind ist meistens nicht so "sauber", wäre sicher gut wenn Steffen po4 überprüfen könnte.

    Um ehrlich zu sein bezweifle ich dass du die Caliendrum retten kannst, liegts an einem wasserparameter kannst du ihn nicht so schnell ausgleichen wie die koralle sich auflöst.
    Mach aber wirklich ableger, sonst kannst du nur zuschauen wie sie eingeht. Ich weiß dass es schade ist um einen schön gewachsenen stock, aber lieber ableger (die sehr schnell wieder schön aussehen) als garkeine koralle mehr.

    Außerdem würde ich auf keinenfall jetzt nährsoffe reinschütten wie ein verrückter, gerade Seriatoporas reagieren empfindlich auf plötzliche umstellung der nährstoffe, meiner meinung nach könnte das ja auch ein grund sein aber du hast in der letzten zeit nichts am becken verändert ?!

  • Hi,

    so, ich habe nun mal folgendes gemacht: ~130g Aktivkohle haengen im Technikbecken an einer gut umspuelten Stelle. Desweiteren bin ich hergegangen und habe die Caliendrum beschnitten. Alles, was nicht mehr gut aussah, ist nun weg. Mehr hab ich nicht gemacht, es widerstrebt mir irgendwie, den kompletten Stock zu zerlegen. Oder hab ich hier an der falschen Stelle Skrupel? Nachher liefer ich noch ein Bild nach, auch vom Becken an sich, vielleicht koennt Ihr mir noch ein paar andere Tipps geben, auch was z.B. die Stroemung anbelangt.

    Bei der Hystrix hab ich nix gemacht, halt ich fuer sinnlos so wie die aussieht. Entweder die erholt sich wieder oder ich werd sie wohl komplett entfernen koennen.

    Gleich werd ich noch einen Wasserwechsel machen, ist immerhin schon wieder zwei Wochen her - war ja auch im Urlaub.

    Nitrit ist so ne Sache. Die meisten Leute behaupten, der Test wuerde nix taugen und ich soll nicht drauf anspringen, wenn der was anzeigt - zumindest solange Nitrat im Rahmen ist, was es ja eindeutlig ist.

    @ Steffen: Das mit dem Test waere echt klasse. Dann messen wir am Montag mal, was Sache ist.

    Spurenelemente und Aminos: Hm, bisher hab ich mich damit nicht beschaeftigt. Wenn's Not tut, warum nicht. Was sollte ich denn da unternehmen und regelmaessig ins Becken geben? Ist es eigentlich sinnvoll, dass ich Jod und Strontium dosiere? Hab das mal angefangen um die Kalkrotalgen etwas zu pushen - die toten Steine sahen so tot aus.

    Steffen hat ja geschrieben, dass alles ausser Weichkorallen eher duerftig ist bei mir. Jein muss ich da sagen. Die Caliendrum war bisher der Star im Becken und wuchs auch gut. Die Hystrix ist auch gewachsen, aber eher langsam, ihre Farbe liess eher auf ein belastetes Wasser schliessen wenn ich sie mit Steffens Hystrix verglichen habe. Auch ist meine eher feinaestelig gewachsen. Desweiteren habe ich einen kleinen Hofmeisterii-Ableger im Becken. Katastrophe, der waechst einfach nicht und kuemmert einfach nur vor sich hin. Eben hab ich ihn mir mal angeschaut, der ist an sich auch halb hinueber nachdem er die letzten 4 Monate wie eben beschrieben gar nix grossartig gemacht hat. Hab dann noch ein Stueck Feuerkoralle drinnen, der geht es gut, zumindest auf die Farbe und die feinen Tentakel (oder wie man das nennen will) zu schliessen. Auch die Tubastrea erfreut sich bester Gesundheit und waechst, wenn man davon absieht, dass sie nun seit ~1 Woche nicht mehr offen war. Und dann hab ich noch ne Galaxea. Die waechst langsam, sieht aber ansonsten schoen und gesund aus.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo !

    Sven B

    Zitat

    mich würde mal interessieren was dieses "Schlagwort" bedeuten soll!


    es geht hier um eine Stickstofflimitierung bzw. um den Mangel an Spurenelementen !

    Zitat

    ...Unfug, die Weichen sehen ganz gut aus und

    Ich habe von den Steinkorallen gesprochen !
    Außerdem sind Weichkorallen sicher nicht so anfällig was Stickstofflimitierung und Spurenelementmangel angeht wie Weichkorallen.

    Gruß,
    Claus

    3 Mal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (26. Mai 2007 um 15:48)

  • So, der Wasserwechsel ist gemacht, hab danach direkt mal Nitrit (0,05), Nitrat (5) und pH (8,1) gemessen. Zumindest diese Parameter passen.

    Darauf wollte ich noch reagieren:

    Zitat

    Original von Matthias Kapaun
    aber du hast in der letzten zeit nichts am becken verändert ?!

    Nein, habe ich den letzten Wochen nichts geaendert. Die letzte groessere Aenderung ist schon ne ganze Weile her, auch die letzte groessere Aenderung was den Besatz anbelangt.

    Hatte Bilder versprochen - die kommen auch noch. Nur ist das Becken durch die Wasserwechselaktion etwas trueb. Liefer die noch nach.

  • Hallo Martin,

    die Seriatoporen können wuchern wie verrückt aber machen auch schnell Probleme wen was nicht stimmt. RTN ists sicher nicht sonst wären sie schon tot. Außerdem ist Brown Jelly dasselbe wie RTN?
    Wie ist eigentlich die Temperatur?? Ab 29° kanns kritisch werden. Strömung spielt nur bei großen Stöcken ne Rolle.

    Von der Wuchsform her würd ich sagen, daß Po4 min. bei 0.2 liegt. Was nicht weiter schlimm ist, hab weit höhere Werte. In Bezug auf meine Wuchsformtheorie täten mich Eure Meßergebnisse sehr interessieren :smiling_face:
    Ansonsten kann ich bestätigen, daß sich Weich- und Steinkorallen, insbesondere SPS, sich gegenseitig behindern. Die Weichen nesseln zwar nicht stark aber sie sabbern ordentlich Terpene ab.
    Langfristig machts m-A.n. keinen Sinn, alle möglcihen Korallengattungen miteinander zu vergesellschaften. Bei 10cm Stöcken geht das noch, aber nach spätestens 2 Jahren hat man ein Problem. Kohle und insbesondere Ozen sind da sehr hilfreich.
    Hast doch ein 2.-Becken? Auf jeden Fal da ien paar Ableger reinsetzen. Die Seriatopren brauchen wenig Licht.
    Nen 50% Wasserwechsel kann Wunder wirken und hat sich bei mir nie schädlich ausgewirkt. Bei vermutetem Nährstoffmangel kipp halt Aminos rein.

    Grüße
    Ulkrike

  • Hi zusammen

    Kann Ulrike nur beifplichten.
    Ich denke auch dass es ein Problem sein kann dass das Becken eher Weichkorallendominiert ist. Hier sollte dann Wasserwechsel und Kohlefilterung helfen.

    An eine Limitierung glaube ich nicht...

  • Hi,

    @Claus du liegst Falsch mit deiner Annahme...

    Zitat


    Ich habe von den Steinkorallen gesprochen !
    Außerdem sind Weichkorallen sicher nicht so anfällig was Stickstofflimitierung und Spurenelementmangel angeht wie Weichkorallen.

    ...das fällt bei Weichkorallen ebenso auf!

    Martin, es gibt schon einige Steinkorallen die mit Weichen auskommen. Nur die typischen "Riffdacharten" nicht so gut. Acropora, Montipora, Porites, Seriatopora, Pocillopora z.B. sind nicht gut mit Weichkorallen zu halten.

    Euphylia, Pectina, Trachyphyllia, Fungia als Beispiele lassen sich ganz gut mit Weichkorallen halten.


    Gruss Sven

  • Zitat

    Martin, es gibt schon einige Steinkorallen die mit Weichen auskommen. Nur die typischen "Riffdacharten" nicht so gut. Acropora, Montipora, Porites, Seriatopora, Pocillopora z.B. sind nicht gut mit Weichkorallen zu halten.

    aha...,
    das Bild hier als Beweis, das es sie nicht so gut miteinander auskommen :winking_face:
    In dem Becken liegt der Besatz 50/50 Hart/Weich.
    Im übrigen hatte ich vor 2 Jahren einen Thread hier gestartet, dass die Theorie der Unverträglichkeiten Nonsens ist.
    Richtig ist aber dennoch, das rein aus natürlicher Standortgegebenheit Weiche in einem SPS-dominierten Becken nichts zu suchen haben.
    Aber in der sog. Riffaquaristik wird eh alles bunt gemixt aus allen tropischen Weltmeeren in ein Becken zusammen geworfen :face_with_rolling_eyes:

    Edit:
    im übrigen zweifle ich mit Salifert gewonnene Ergebnisse bzgl. PO4 an.
    Von einer Limitierung an PO und NO3 sehe ich in dem Becken nichts.
    Die gesunde Bräune der Weichkorallen auf dem letzten Foto läßt mich mindestens auf 0,2mg PO4 schließen.
    Gegen die Haltung von Seriatoporen mit Farbigkeit spricht aber selbst dieser Wert nicht unbedingt, wenn alle anderen Parameter passen.

  • Wenns an den Weichkorallen liegen würde dann würden die korallen kümmern wie z.b. die hofmeisteri, nicht aber ne zeitlang gut wachsen und dann von jetzt auf nachher eingehen ...

  • Hallo !

    @Ulrike & Robert
    Nur rein interesses halber, da ich mich noch nie mit der Kohlefilterung auseinander gesetzt habe, was soll diese in diesem Zusammenhang bringen ?

    Die Kohle müßte doch eigentlich Spurenelemente aufnehmen oder ? Und was passiert eigentlich, wenn Kohle permantent im Becken bleibt ? Das müßte doch als zuzsätzlicher biologischer Filter wirken ?

    Ich meine, Martin hat doch Schlammfilter + DBS im Hauptbecken + Abschäumer ... und dann noch Aktivkohle ?

    Gruß,
    Claus

    Einmal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (27. Mai 2007 um 12:44)

  • HI Claus

    Na ja liegt doch auf der Hand... Nesselstoffe, Terpene etc. Alles was halt im Wasser ist. Ich bin überzeugt das Weichkoralen ein Becken auf sich einstellen, wenn man das so bezeichnen darf.

    Es ist oft so das wenn die zahl der weichkorallen abnimmt, Steinkorallen (SPS) weniger probleme habe.

    Kohle, ich nehme sie nur drei Tage ca, dann raus damit. Natürlich kann man auch länger damit arbeiten, aber dann hast du einen biologischen Filter.

    Kohle nimmt sicherlilch auch andere Sachen auf, also nicht nur schlechtes...

  • Hallo Robert !

    Zitat

    Kohle, ich nehme sie nur drei Tage ca, dann raus damit.

    Fährst Du Dein Becken permanent mit Aktivkohle ? Und wie machst Du das dann mit den Spurenelementen ? Ich meine, zieht die Aktivkohle nicht die Spurenelemente weg ?

    Gruß,
    Claus

    Einmal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (27. Mai 2007 um 12:54)

  • Martin:

    Wir messen morgen bei dir mal PO4 mit Macherey&Nagel (Merck) und ich bringe dir 40l
    Salzwasser aus meinem Becken mit, garantiert mit PO4 und NO3 belastet :winking_face:

    Wenn wir wirklich 0 messen machen wir damit mal einen WW und sehen was dann passiert.
    Ich hab ja auch ein paar Weiche aber meine SPS stehen seit nem Jahr sehr gut.

  • Zitat

    Ich bin überzeugt das Weichkoralen ein Becken auf sich einstellen, wenn man das so bezeichnen darf.


    Robert,
    und woher nimmst du die Gewissheit? :face_with_rolling_eyes:
    ich halte von dieser These nichts, wie mein obiges Bild zeigen dürfte.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Claus,

    das mit den Spurenelementen ist nicht praxisrelevant. Ich glaub auch nicht, daß sie überhaupt was rauszieht.
    Ich filtere permanent über Kohle und muß deswegen nicht mehr zugeben.
    Ein anderes Problem ist aber der Entzug an Organik, die als Korallennährstoff dient. Das kann bei jungen oder sehr sauberen Becken ein Problem werden.
    Ozon scheint noch besser als Kohle gegen Gelbstoffe zu wirken.

    Grüße
    Ulrike

    Zitat

    Original von ImRauschDerTiefe
    Hallo Robert !

    Fährst Du Dein Becken permanent mit Aktivkohle ? Und wie machst Du das dann mit den Spurenelementen ? Ich meine, zieht die Aktivkohle nicht die Spurenelemente weg ?

    Gruß,
    Claus

  • Hallo alle zusammen,

    Danke fuer die vielen Antworten seit meinem letzten Beitrag. Werd heute abend ausfuehrlich antworten, bin jetzt erstmal unterwegs und grad erst an den PC gekommen (waren gestern auf ner Hochzeit... :winking_face: ).

    Nur zwei Sachen vorweg:

    @ Ulrike: Ableger in mein zweites Becken wird nix werden. Mein dort lebender Einsiedler verhaelt sich leider wie der Elefant im Porzellanladen. Deswegen ja auch das zweite Becken. Ausserdem landet dort das Wasser, das ich beim Wasserwechsel aus dem Hauptbecken entnehme. Ausser ner Stroemungspumpe, einem Heizstab und ner Leuchtstoffroehre gibt es bei Helmut (so heisst der Einsiedler) keine Technik.

    @ Steffen: 40l Wasser klingen ja verlockend, Du bist wie ne Mutter zu mir bzw dem Becken. :winking_face: "Pfuetze"? Ts ts, aber Du hast ja Recht, habe ich v.a. erst jetzt wieder in Aegypten festgestellt, dass ein 150l Becken eher laecherlich ist. Vor einem Umzug ist halt leider kein Platz fuer ne Vergroesserung.

    Bis spaeter,
    Martin

  • Hallo Steffen,
    ich habe nichts vom 'großen' Becken geschrieben. Das ist fast nur SPS dominant. (Absolut langweilig)

    Das Foto stammt aus meinem Becken im Büro mit 1000 Ltr. brutto. Nach Abzug aller Einrichtungsgegenstände und Korallen (vollgewachsen) vielleicht 600Ltr. Wasser.
    Kohle nehme ich vielleicht alle paar Monate mal, Spurenelemente gibts nicht (mehr), kein UV, kein Ozon, Abschäumung etwas überdimensioniert. Licht satt, Strömung überdurchschnittlich. Wasserwechsel sporadisch nur noch 1x im Monat mit ca. 10%. Kein feiner Sand, sondern Korallenbruch, -dadurch Zooplankton satt.
    Keine Zugabe von Bakterien, Suplementen u.a., Kalkreaktor tröpfelt so vor sich hin. PO4 mit Merck 0,04mg (seit 3/4 Jahr ohne Adsorber, wie peinlich), Nitrat bei 0-3mg.
    Und absolut die Finger raus aus dem Wasser. Scheiben werden nur ca. alle 3 Monate geputzt.
    Das Foto stammt von heute, weil sich meine Tochter gestern erbarmt hatte, die Scheiben freizukratzen.

    Servus
    Stefan

  • Hallo,

    ich habe ich habe genau die selben beiden Korallen und in der letzten Woche genau das selbe Problem.

    Eins zu eins die selben Gewebeauflösungen bei den Seriatoporas.

    Bei mir , denke ich war das Problem die Temperatur. Meine Lüfter liefen nicht richtig und so hatte ich

    eine Temperatur von 30 C im Becken.

    Die Temperatur habe ich wieder im Griff und die Korallen hab ich fragmentiert, bzw. die abgestorbenen Äste

    Abgezwickt.

    Außerdem hab ich drei Tage über Kohle gefiltert.

    Seit dem konnte ich keine weiteren Gewebeablösungen an den beiden Korallen mehr feststellen.

    In dem Becken sind noch andere Steinkorallen die alle keine Probleme haben oder hatten.

    Gruß

    Florian

  • Hallo,

    habe seit zwei Tagen auch ein ähnliches Problem in meinem Becken. Bei mir hat sich das Gewebe einer Montipora einfach einer Stelle abgelöst. Habe den betroffenen Ast abgebrochen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Heute habe ich dann gesehen, dass meine Acropora auch von unten anfängt auszubleichen. Ich denke, ich werde auch diese heute abend fragmentieren, um einen Teil des Ablegers zu retten. Bei meiner Montipora hat sich zum Glück bisher kein Gewebe mehr abgelöst.
    Ist echt ärgerlich, wenn sowas passiert!!
    Ich hoffe jedenfalls, dass bei dir noch was zu retten ist.
    Mfg

    Jan

  • Hallo,

    ich hatte das Problem eben nur bei den Seriatoporas.

    Die Montiporas und Acroporas stehen einwandfrei.

    Gruß

    Florian

  • Sodele, nun endlich eine etwas ausfuehrlichere Antwort:

    Aktivkohle habe ich ja seit etwas mehr als einem Tag drinnen. ~130 Gramm im Technikbecken an einer gut durchstroemten Stelle. Werde die Kohle noch ein paar Tage drinnen lassen und dann rausnehmen. U.U. durch eine frische Ladung ersetzen. Ihr empfehlt mir also, permanent Kohle ins Becken zu haengen, ja? Wieviel denn und wie oft sollte man wechseln? Ist ja auch ne Sache, die mit der Zeit ins Geld geht.

    Nochmal zum Sand in meinem Hauptbecken: Ist die Dicke des Sandes bei mir nun wirklich schon als DSB zu bezeichnen? Habe mich zwar nicht explizit in dieses Thema eingelesen, aber ich behandle den Sand nicht als DSB. Dh ich habe Tiere, die den Boden umgraben und wenn es die beiden Demoisellen mal wieder zu bunt treiben, schaufle ich den Sandboden auch ab und an wieder gerade. Sollte man ja auch nicht unbedingt tun bei einem DSB. Der Sand sollten uebrigens so 16-18kg sein wenn ich das noch recht weiss.

    @ Ulrike: Die Messwerte veroeffentliche ich hier, wenn das auch noch zu der Ausarbeitung Deiner Theorie beitraegt, umso besser. :winking_face:

    @ Florian: An ein Temperaturproblem glaube ich nicht, die Probleme fingen ja schon an, als die Aussentemperatur noch "normal" war. Auch meinte meine Freundin, dass waehrend meinem Urlaub die Temperatur im Becken weitestgehend normal war, dh 26 oder 27 Grad nicht ueberschritten hat.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • So, Steffen war da und hat Phosphat gemessen. Ein bissel mehr als 0,25 kam dabei raus. Steffen und Ulrike lagen also richtig mit ihren Vermutungen anhand Hystrixfarbe und Wuchsform der Caliendrum. Steffen hat mir auch 40 Liter Wasser dagelassen. Da sein Wasser allerdings einen Phosphatwert von ~0,2 aufweist, eignet es sich nicht unbedingt wirklich dazu, den Wert zu beeinflussen.

    What to do now? Nehme ja mal an, dass der Wert zu hoch ist. Interessant, trotz Schlammfilter. Sollte wohl oefters Algen ernten damit die richtig wachsen koennen. Steffen meinte, ein Phosphatabsorber waere keine schlechte Idee. Was kauf ich denn da? Sorry fuer die bloede Frage, bin auf dem Gebiet recht unbeschlagen, jungfraeulich sozusagen.

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Ich finde dieser "Fall" ist ein sehr schönes Beispiel wie man durch Vertrauen auf zweifelhafte Messergebnisse
    völlig falsche Maßnahmen ergreift bzw. empfohlen bekommt.

    Der Phosphatwert alleine ist aber sicher nicht für den schlechten Zustand der Korallen verantwortlich.
    Meiner ist kaum besser und die Korallen stehen eigentlich prima und wachsen um ein vielfaches schneller.

    Ein neuer Brenner für deine Leuchte wäre auch nicht verkehrt, ich finde das Licht inzwischen schon sehr gelbstichig.

  • Zitat

    Original von Matthias Kapaun
    Ich bezweifle dass po4 n.n. ist, ein becken in dem hauptsächlich weichkorallen sind ist meistens nicht so "sauber", wäre sicher gut wenn Steffen po4 überprüfen könnte.

    pah, und ich werde mal wieder vergessen :winking_face: :frowning_face:
    spaß beiseite , wie sehen die seriatoporas nun aus ? gibts noch was zu retten bzw. hat es was gebracht ableger zu machen ? wenns nicht am wasser liegen sollte dann hat sicher der ein oder andere ableger überlebt ?

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