Gegentest mit Referenzlösungen und Ergebnisse

  • Hallo zusammen,

    Ich werd wahnsinnig... Gestern sind meine Ca, Mg, PO4 und NO3 Referenzlösungen gekommmen und habe meine Tests getestet. Alle 4 Tests sind von Salifert und frühstes Ablaufdatum liegt im November 2008. Ca zeigt 410mg/l bei einer Referenzlösung mit 420mg/l. Naja... So schlimm ist es nicht. Ich kann damit leben. Magnesium zeigte 1410mg/l bei einer Refernzlösung mit 1350mg/l. Hmmm.... Den Test werde ich heute nochmal wiederholen da 60mg unterschied ist mir doch zu viel als Ungenauigkeit. PO4 Referenzlösung mit 0,05 mg/L und der Saliferttest zeigt 0mg/l. :winking_face_with_tongue: ... NO3 Referenzlösung mit 5mg/L und der Saliferttest zeigt von oben <2mg/L und durch die seite noch ungenauer (wenn man mit 10 teilt)... :winking_face_with_tongue: Was für werte ich genau zur Zeit im Becken habe sind damit als Unbekannt zu geniessen. :angry_face: Ich werde die Mg, PO4 und NO3 heute nochmal mit den Referenzlösungen testen aber mir geht das ganze langsam auf dem Sack... :angry_face: Entweder bin ich zu dämmlich um Farben richtig zu lesen oder weiss nicht mehr... Aber kann mir nicht vorstellen dass bei Referenzlösungen wo eigentlich die resultierende Farbe ganz genau auf einen Wert der Farbskalla passen soll ich es immer noch nicht erkennen kann. Oder vielleicht messe ich doch falsch. Ich habe immer gehört dass man bei Tageslicht die Messungen machen soll, da das Licht von der Hausbeleuchtung die Farbe verfälschen kann und daher habe ich immer Probiert bei der Messung in einem gut beleuchteten Raum die Ablesung zu machen. Gestern Abend habe nochmal den Teststest Bericht für Phosphat von 2005 in Sindelfinden http://archiv.korallenriff.de/Sindelfingen20…t2005_sifi.html und sehe da:

    "Es wurde darauf geachtet das beim Ablesen der Messküvetten kein Tages - bzw. Sonnenlichteinfall stattfand"

    :confused_face:

    Unter welchem Licht sollte man denn die Tests machen bzw. ablesen?!? Die Sparlampen im Haus geben ein gelbliches Licht, die AQ Beleuchtung ist bläulich... Und wo soll sich die Lichtquelle relativ zu mir sein wenn ich eine ablesung machen muss?

    Danke euch im voraus!

    Gruß,
    Adrian

  • Also nochmal Mg, NO3 und PO4 mit den Referenzlösungen getestet. Bei Mg war diesmal nur eine Abweichung von 30mg/L und damit vielleicht akzeptabel. Bei NO3 und PO4 bin ich mit dem Ergebniss durch den ganzen Haus durch bei unterschiedlichen LIchtverhältnisse aber nix. NO3 wird statt 5mg/L von der Farbe her irgendwo unter 2mg/L, und PO4 statt 0,05 wird als nn gezeigt (gar keine Färbung). :angry_face: Ich bin fast am ausflippen... :angry_face: Die Tests sind gerade vor ne Woche gekauft und Ablaufdatum wie gesagt liegt weit in der Zukunft. :uzi: :mauer: :base:

    Ich habe auch dir Frau geholt dass sie sich das ganze Anguckt und hat die gleiche Werte wie ich gelesen. :loudly_crying_face:

    Wenn die PO4 und NO3 von Salifert nichts taugen welche könnte ich denn noch nehmen?!? Ich kann nicht jede Woche neue Tests kaufen... Bei PO4 dachte ich an Rowa und für NO3 wollte TM probieren. Was meint ihr, gibt es andere die besser/eindeutiger zu lesen sind? :frowning_face:

    Gruß,
    Adrian

  • Moin Adrian,

    ganz ruhig bleiben ! :winking_face: Ich nehme für PO4 Rowa/Merck und für NO3 Machery und Nagel, teuer aber gut ablesbar und genau. Auf den rest verlasse ich mich auf Salifert.

    Viele Grüße, Gerd

  • Hallo Adrian,

    Du bist doch bestimmt schon länger Aquarianer und kommst erst jetzt darauf, dass die vielen Wassertests keine absoluten, verlässlichen Werte ergeben?
    Die teueren Rowa und M&N gehen zwar schon einigermassen in die Richtung, aber ansonsten sollte man Wassertests nur für Tendenzen benutzen, nicht für absolute Werte.
    Salifert und TM heben sich aus der Masse schon durch Verlässlichkeit heraus, aber es ist und bleibt ein Hauch von Esotherik dabei.
    So manch anderer Test, lässt sich sogar gegen ein Pendel oder einen Würfelbecher ersetzen. :grinning_squinting_face:

    Blleib einfach ruhiger und miss nicht soviel.

    Gruß, Frank

  • Hi Adrian

    Eine Abweichung bei Tropfentests von ca. 10 % ist doch noch gut :smiling_face:

    MG und CA damit kann man echt leben, auch bei den anderen Werten. Wie schon erwähnt es sind Tendenzen die man damit erfährt :smiling_face:

    Es ist bekannt das man den wichtigen Po 4 Wert am besten mit Rowa/Merck misst da der genau ist und zudem gut ablebar ist. Ein geiler Test !!

    Für den Rest ist Salifert und Tropic Marin okay, vor allem bei Nitrat brachte der TM 1 eine bessere Ablesbarkeit und war genauer als der Salifert.

    PS: Ich finde 2 oder 5 mg Nitrat da muss man sich net streiten :smiling_face:

  • ROWA Test für PO4 gerade bestellt. Für Nitrat habe ich TM auch gerade bestellt. Naja, man sagt dass die verhältnisse zwischen PO4 und NO3 unbedingt 1:25 sein sollen. Nehmen wir mal an dass PO4 0,1 wäre. Dass heisst das Nitrat bei ca. 2,5 liegen sollte. Wenn ich 5 hätte dann bräuchte ich 0,2 PO4, oder? Der Unterschied ist doppelt so hoch. Man prädikt ständig die Verhältnisse, die Werte, die Teste die genau sein sollen, und dann heisst es dass ein Unterschied von 100% i.O. ist... Verstehe Bahnhof...

    Nehmen wir die aussage dass Nitrat nicht zu schnell senken muss. Was heisst denn schnell? Bauchgefühl sagt mir dass nicht mehr als 10% Woche aber ich mag ja falsch liegen da ich noch Anfänger bin. Auf jeden Fall das würde bei einem Gehalt von z.B. 25mg/L ca. 2,5mg / L / Woche bedeuten. Wie kann man denn sowas überhaupt messen? Es gibt auch keine Formel womit man berechnen kann wie viel Nitrat durch den Futter zugegeben wird abhängig von Futtertyp. Also die aussagen sind so genau und streng, aber genau messen kann man ja nicht. Irgendwie fühlt sich das ganze wie Zauber... Es reicht einfach aus dass man daran glaubt und schon funktioniert alles. :frowning_face:

    Und nehmen wir einen aktuellen Beispiel aus meinem AQ. Ich kriege eine Koralle und sie wird langsam braun (in ca 1 Monat). Ich messe mit Salifert und mein PO4 ist 0,03 und Nitrat irgendwo zwischen 10 und 25 mg/L (mehr Richtung 10). Die Luftansaugdüse bei meinem Abschäumer ist verstopft und ich bereinige es. Der Abschäume ist für paar Wochen suboptimal gelaufen. Der Nitratwert laut Salifert hat sich kaum geändert und PO4 genau so. Trotzdem ist meine Koralle komplett braun ohne irgendwelche andere Farbspuren. Ich fluche und versuche langsam den NO3 wert zu senken. Nach weiteren 3 Wochen von Bakterien und Bakterienfutter zudosieren zeigt Salifert immer noch den gleichen Wert und meine Koralle fängt an auszubleichen (ausstoss von Zooxanthellen) und RTN Zeichen zu zeigen. Ich messe erschrocken Nitrat und :winking_face_with_tongue: gleiche bekannte Farbe wie immer. Und ich weiss gar nicht was ich tuen muss. Laut Salifert passt der Verhältnis zwischen PO4 und NO3 überhaupt nicht aber ich kann nicht wirklich gezielt gegensteuren da ich gar nicht messen kann ob meine Änderung etwas ausgewirkt haben. :angry_face:

    Dann kommen wir zum Thema Magnesium: Aussage der Präsentation von Armin ist dass man nicht mehr als 1350 Mg/L haben soll, sonst zuchtet man Steine statt Korallen. Unter 1260 Mg/L kommt zu Ca Ausfälle (wie ich es verstanden habe). D.h. dass man genau einen Bereich von 90Mg/L als Spielraum hat. Wenn schon 40-60mg/L durch die Ungenauigkeit der Tests geraubt ist, bleibt nur ca. 30-40Mg/L für den Verbrauch der Kalkrotalgen ohne die Grenze in irgendeine Richtung zu überschreiten. Aber so genau kann man sowieso nicht messen und daher ist das ganze für die Füße. :frowning_face:

    Wozu kriegt man denn so genaue Grenzen genannt wenn sie gar nicht wichtig sind? Wozu werden jedes mal bei einem Problem die Wasserwerte verlangt wenn die Werte wie beim Wurfeln rauskommen?!? Man sollte vielleicht ein Zufallwasserwertegenerator einbauen so dass die Leute bei solchen Fragen sich den Aufwand der Messung sparen. :frowning_face:

    Von mir aus dürfte einen genauen/gut lesbaren Test auch 200EUR kosten und würde es kaufen. Wir inverstieren Hunderte EUR in unseren Korallen um dann braune Stöcke im Wasser zu haben und nicht wirklich was dagegen tuen können da egal was man macht bis auf die Reaktion der Korallen (die sowieso erst mit Verzögerung kommt) gar nicht messen können um zu erkennen in welche Richtung das ganze geht. Dann hätte ich mir die Hunderte EUR auf Korallen sparen können und braune Äste zum Kilopreis kaufen können. :angry_face:

    Frank: Im Meerwasserbereich bin ich erst seit ca. 6 Monate. Im Süßwasser habe ich nie was gemessen und innerhalb Jahren sind mir nur 2 Fische gestorben und keine der Pflanzen. Daher darf ich mich erst jetzt über die genauigkeit der Test tierisch aufregen. :grinning_squinting_face:

    Ich glaube nächstes mal gehe ich zu einer Wahrsagerin. Ich kenne eine die günstiger als die Tetst ist und wahrscheinlich genauer. :grinning_squinting_face:

    Naja, ich bin stinkesauer dass ich so viel Geld um sonst ausgegeben habe. Aber auch wenn ich mich aufrege ist gegenüber die Tests. Ihr seid alle nett und lieb und freue mich hier im Forum anwesend sein zu dürfen. :grinning_squinting_face:

    Gruß,
    Adrian

    Einmal editiert, zuletzt von Adrian Golumbovici (17. Mai 2007 um 13:43)

  • Zitat

    Original von Adrian Golumbovici
    Naja, ich bin stinkesauer dass ich so viel Geld um sonst ausgegeben habe.


    Hi,
    weshalb hast du das Geld umsonst ausgegeben :confused_face: Du mußt doch bei künftigen Messungen nur die, mit den Referenzlösungen festgestellte, Differenz berücksichtigen

  • Bei Ca und Mg ist richtig mit der Differenz. Aber wie sieht es denn bei NO3 Test aus? Soll ich jetzt eine 150% Abweichung berücksichtigen oder die 3Mg/L? :confused_face: Und bei PO4 wo er 0 zeigt weiss ich gar nicht was für eine Abweichung das bedeutet...

    Gruß,
    Adrian

  • Zitat

    Original von Adrian Golumbovici
    Naja, man sagt dass die verhältnisse zwischen PO4 und NO3 unbedingt 1:25 sein sollen.

    Ich frage mich wirklich, wer guten Gewissens so etwas behauptet. Dafür wäre die wissenschaftliche Fundierung extrem aufwendig, wenn überhaupt möglich. Schon allein deswegen, weil gerade im unteren Bereich die Messergebnisse so stark schwanken, wie Du oben bewiesen hast.

    Erstens weiß man nicht, wie korrekt die Messergebnisse sind, und zweitens muss erstmal nachgewiesen werden, dass dieses Verhältnis wirklich das optimale ist. (ja, für was eigentlich? Das nächste Messproblem...)

  • Zitat

    Original von Adrian Golumbovici
    Wozu kriegt man denn so genaue Grenzen genannt wenn sie gar nicht wichtig sind? Wozu werden jedes mal bei einem Problem die Wasserwerte verlangt wenn die Werte wie beim Wurfeln rauskommen?!? Man sollte vielleicht ein Zufallwasserwertegenerator einbauen so dass die Leute bei solchen Fragen sich den Aufwand der Messung sparen. :frowning_face:

    hi adrian,

    locker bleiben,

    auch die grenzwerte sind wie gummi deeeehnbar.

    und selbst wenn man steine züchtet, was solls??

    und wenn man mal n bischen drunter ist, gibts n bischen mehr calcium in der dosierung....

    denke, wenn die tests wirklich so genau und kostenübersichtlich herzustellen wären, wären solche
    auch auf dem markt.

  • Zitat

    Original von Claus Arnold
    Ich frage mich wirklich, wer guten Gewissens so etwas behauptet. Dafür wäre die wissenschaftliche Fundierung extrem aufwendig, wenn überhaupt möglich. Schon allein deswegen, weil gerade im unteren Bereich die Messergebnisse so stark schwanken, wie Du oben bewiesen hast.

    hi claus,

    der herr redfield hat irgendetwas in diese richtung hin bei irgendetwas erforscht. das verhältniss ist - meine ich - zwar nicht wie oben, allerdings wohl mit der erkenntniss, dass no3 immer höher sein sollte als po4...

    jens wird da mehr sagen können.

  • Zitat

    der herr redfield hat irgendetwas in diese richtung hin bei irgendetwas erforscht. das verhältniss ist - meine ich - zwar nicht wie oben, allerdings wohl mit der erkenntniss, dass no3 immer höher sein sollte als po4...

    Hi Joe,

    das ist sicher was, auf das man sich einigen kann. Hast Du da nen Link dazu oder ne Referenz?

  • Hallo Adrian,

    vielleicht sind die Sachen gar nicht so kompliziert, wie du dir sie machst. Aber mal der Reihe nach:

    1. Rückschlüsse aus Testergebnissen ziehen nach einer einzigen Messung ist sehr gewagt. Das machen noch nicht
    mal Laboranten, die hundert Mal am Tag das gleiche messen. Krieg erst mal Erfahrung mit deinen Tests, mach sie
    öfters und führe Referenzmessungen immer mindestens 3 Mal aus.

    2. Die Qualität der Wassertests ist unterschiedlich. Welche empfehlenswert sind steht, wie hier schon zigmal
    wiederholt wurde, auf korallenriff.de. Wobei der Nitrattest bei allen Fabrikaten der kritischste ist und nur eine
    Tendenzaussage geben kann.

    3. Vermische nicht geprüfte Informationen mit Infos vom Hörensagen. Dass ein Mg-Gehalt weit über dem natürlichen
    Wert von 1300 mg/l unnötig ist und zu Ausfällungen führen kann, ist eine Tatsache. Vielleicht kann er sogar toxisch sein.
    Aber hier beginnt schon die Vermutung.
    Dass ein Mg-Gehalt schon ab 1260 mg/l zu Ca-Ausfällung führt, ist ein unbewiesenes Gerücht. Magnesium ist zwar ein
    Calcifikationsinhibitor, verhindert also Kalkbildung, aber dieser Vorgang läuft nicht in so engen Grenzen ab.

    4. Das Redfield-Verhältnis wird oft fehlinterpretiert. Erstens ist es nur für marines Plankton definiert,
    zweitens ist es in Nitrat- und Phosphatgewicht ausgedrückt 10,44:1 und drittens sagt es für die Nährstoffe P+N
    im Wasser nur aus, welcher davon der limitierende Faktor werden kann.

    Du siehst, man kann sich die Dinge auch zu kompliziert machen.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

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