Uv Klärer - Riesenproblem -

  • Hallo,
    ich habe ein Riesenproblem mit meinem UV Klärer.
    Im Einsatz befindet sich ein De Bary 25 E UV Klärer. Heute bin ich einmal auf die Idee gekommen,
    den Klärer sauber zu machen.
    Bei der Säuberung ist mir folgendes aufgefallen:
    - von allen wasserumströmten Teilen (Gummischutz vom Gewinde, Gehäuse, schwarzer Kunststoff) lößt sich die Farbe,bzw die Gummiteile lösen sich auf.
    Der Putzlappen war komplett schwarz.
    Einmal mit dem Finger über das Innengehäuse gegangen, schon waren diese weiß.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen machen können?

    Gelegentlich dosiere ich ca. 10mg Ozon über einen Abschäumer. Das Becken ihat ein Volumen von ca. 800 Liter.
    Zudem sitzt der Klärer an einer ganz anderen Stelle, so dass er normalerweise nicht mit Ozon in Kontakt kommt.
    Hatte auch in letzter Zeit vermehrt Probleme:
    - Korallenwachstum war nicht gerade gut
    - zwei Gamma loretos sind mir eingegangen.

    Bin ziemlich ratlos.

    Gruß
    Chris

    Einmal editiert, zuletzt von chris_37 (9. Mai 2007 um 20:01)

  • Morgen,
    das Problem scheint sich weiter auszubreiten, heute konnte ich mein Naso elegans tot aus dem Becken holen. War immer super drauf, keine Anzeichen einer Krankheit.
    Habe jetzt ordentlich EasyLife reingekippt und zusätzlich einen Abschäumer angeschlossen.
    Zudem sehen meine Algen im Schlammfilter ziemlich mitgenommen aus.
    Schei......
    Wenn jemand einen De Bary im Einsatz hat, dem empfehle ich einmal die Schläuche abzunehmen und mit einem Finger zu prüfen, ob im Zu oder Ablauf die Teile Farbe abgeben.
    Werde mich heute wohl mal mit einigen Leuten unterhalten müssen :ydevil
    Chris

    Einmal editiert, zuletzt von chris_37 (10. Mai 2007 um 07:59)

  • Hallo,
    ich habe den DeBary 15E seit 2,5 Jahren im Einsatz. Vor ein paar Wochen habe ich die Röhre gewechselt und alles sauber gemacht. Konnte aber keine "Auflösungserscheinungen" feststellen.
    Benutze allerdings kein Ozon.

    Gruß
    Alex

  • Ich habe seit 2,5 Jahren einen 25W DeBary im Einsatz, der die ganze Zeit durchläuft und ca. alle 6 Monate gereinigt wird. Auflösungserscheinungen konnte ich noch nie feststellen.

    Die von dir beschriebenen Phänomene lassen eigendlich nur zwei Schlüsse zu: 1. Das Material des UV-Klärer ist nicht UV-C beständig (unwarscheinlich); 2. es ist doch Ozon in den Klärer (und evt. auch ins Becken) gekommen.

    Offensichtlich hast du ja noch andere Probleme. Ich würde zusätzlich noch über 500g gute Kohle filtern, um das evt. im Wasser vorhandene Ozon (oder Reste des UV-Klärers) herauszubekommen. EasyLife hilft in dem Fall eher wenig. Vielleicht auch eine Sauerstoffzehrung durch den Schlammfilter ? Abschäumer ist auf jeden Fall hilfreich.

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

    Einmal editiert, zuletzt von Rüdiger Roxlau (10. Mai 2007 um 11:13)

  • Hallo,
    die Kohlefilterung läuft bereits.
    Allerdings dosiere ich nur einmal wöchentlich für ca. 3 h Ozon , 10 mg.
    Das Ozon wird über einen kleinen Abschäumer dosiert (Aqua Medic Miniflotor).
    Eine Sauerststoffzehrung möchte ich einmal ausschließen, da die Einlaufkammer des Schlammfilters immer mit einem Ausströmstein "befeuert" wird.
    Bisher hat der Filter auch mehr als gut gelaufen, Wasserwerte waren und sind alle einwandfrei. Es liegt alles an der Nachweißgrenze. Teilweise muss ich sehr gut füttern, um überhaupt Nitrat und Phosphat in das System zu bekommen.
    Die letzte Dosierung von Ozon war in der letzten Woche.
    Auch befindet sich der UV Klärer weit vom Ozoneintrag entfernt.
    In der Anleitung von de Bary ist auch kein Hinweis, dass Ozon nicht zum Einsatz kommen darf.
    Da ich mich gestern sehr gewundert hatte, habe ich das ganze Gerät zerlegt. Im Gehäuse befanden sich bereits schwarze Spuren vom Kunststoff.
    Einzige Erklärung für mich ist: Die Lampe ist aus einem, mir nicht erklärbaren Grund, zu heiß geworden und die Energiestrahlung hat den Kunststoff beschädigt.
    Gruß
    Chris

  • Dann wäre der Kunststoff aber "nur" geschmolzen und würde sich nicht zersetzen. Denkbar wäre das allerdings schon: Wenn langfristig das Wasser um die Röhre fehlt, welches ja wie ein Filter wirkt, könnte sich der Kunststoff schon zersetzen.

    Wie ist der UV-Klärer denn montiert ? Ist ausgeschlossen, das sich oben eine große Luftblase gebildet hat ? Also entweder waagerecht und die Anschlüsse nach oben oder senkrecht und eine Durchströmung von unten nach oben. Die beiden Varianten wären korrekt.

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

  • Hallo Chris,
    wie betreibst Du denn den UV Klärer?
    Mit einer extra Pumpe oder im Bypass?

    Ich weiß jetzt nicht mehr wo ich das gelesen habe, oder ob es mir jemand gesagt hat, aber wenn man den UV Klärer im Bypass betreibt, dürfen keine Luftbläschen ins Gerät kommen. Angeblich soll sich dadurch Ozon im Gerät bilden, das könnte ja dann vielleicht den Kunststoff angegriffen haben.

    An eine Temperaturstörung glaube ich nicht, da hättest Du wohl eher eine thermische Verformung.

    Gruß
    Alex

  • Hallo,
    ich habe den Klärer senkrecht angeschlossen, Durchstömung von unten nach oben.
    Da ich eigentlich alle Anleitungen vor der Montage und Inbetriebnahme sehr genau durchlese, sehe ich derzeit einfach nicht wo der Fehler liegen könnte.
    Ich wäre ja froh, wenn ich einen Fehler gemacht hätte, dann könnte ich ihn wenigstens sofort abstellen und die Sache wäre, zwar mit einem bedauerlichem Verlust, beendet.
    So ist immer noch ein ungutes Gefühl vorhanden. Ich möchte auch sicherlich nicht die Firma De Bary in irgendeiner Form schaden, da ich bisher mit dem Gerät absolut zufrieden war.

    Der Klärer ist auch nie "ohne Wasser" betrieben worden. Sprich , erst Pumpe eingeschaltet, dann UV angestellt.
    Zudem ist er seit Januar nur einmal außer Betrieb genommen worden.
    Die UV Lampe hat allerdings auch keine besonderen Auffälligkeiten gezeigt. Keine Einbrandspuren etc.

    Gruß
    Chris

  • Zitat

    Original von Alexander Schuh
    Hallo Chris,
    wie betreibst Du denn den UV Klärer?
    Mit einer extra Pumpe oder im Bypass?

    Ich weiß jetzt nicht mehr wo ich das gelesen habe, oder ob es mir jemand gesagt hat, aber wenn man den UV Klärer im Bypass betreibt, dürfen keine Luftbläschen ins Gerät kommen. Angeblich soll sich dadurch Ozon im Gerät bilden, das könnte ja dann vielleicht den Kunststoff angegriffen haben.

    An eine Temperaturstörung glaube ich nicht, da hättest Du wohl eher eine thermische Verformung.

    Gruß
    Alex

    Hallo,
    ich betreibe den Klärer im Bypass mit einer separaten Pumpe.
    Der Ansatz mit den Luftbläschen ist äußertst interessant und nachvollziehbar. Das würde bedeuten, dass sich der gelöste Sauerstoff (Luftbläßchen) durch UV-C Strahlung in Ozon umwandelt.
    Würde aber auch gleichzeitig bedeuten, dass die Geräte nicht ozontauglich sind. Wenn es so wäre, müßte sicherlich darauf hingewiesen werden.
    Werde ich mal nachverfolgen, Danke.

    Gruß
    Chris

    2 Mal editiert, zuletzt von chris_37 (10. Mai 2007 um 11:53)

  • Schon mal drüber nachgedacht ob es sich um eine Fälschung handelt? Wäre nicht der erste Meerwassermarkenartikel der in Asien billigst kopiert wurde. Dann wäre es auch durchaus denkbar, dass der Kunststoff nicht UV-beständig ist.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo,
    ist natürlich auch ein Argument. Ich habe den Klärer allerdings im Fachhandel gekauft, aber sicher ist man ja nie vor Fälschungen. Mittlerweile ist er schon auf dem Weg zum Hersteller. Bin einmal gespannt was daraus wird.

    Gruß
    chris

  • Hallo!
    Ich arbeite in der Kunststoffindustrie und wir stellen z.b. die Farbbatche zur Einfärbung her. Es gibt immer wieder,auch bei uns,Konkurenzfirmen,die meinen,etwas billiger liefern zu können. So kann es schon mal vorkommen,das der Hersteller der Gehäuse mal das Batch bei einem anderen Hersteller ordert,einfach,weil es dort ein paar Euro billiger ist. Warum ist es billiger? Weil der Hersteller evtl. weniger UV-Absorber einarbeitet? Somit löst sich natürlich schneller die Farbe (der Ruß) aus dem Kunststoff.Den Erfolg sieht man dann in der Praxis....

  • Hallo,
    abgesehen davon das sich dein Problem ja jetzt auf den Weg zum Hersteller befindet, hätte ich noch eine Frage.

    Hier wird ja davon geredet das evtl. der UV Klärer durch Ozon angegriffen wurde.

    Aber muß ein UV Klärer denn Ozontauglich sein?

    Eigentlich doch nicht, er muß doch nur UV- und Meerwassertauglich sein.
    Ozon sollte doch keines ins Wasser kommen, dafür läßt man das Wasser doch, nach der Ozonzugabe, doch über Kohle laufen.
    Oder irre ich mich da?

    Gruß
    Alex

  • Hallo,
    ob eine Klärer Ozon vertragen kann oder nicht, sollte der Hersteller am besten beantworten können.
    Ist der Klärer nicht ozontauchlich, so würde ich es auf jeden Fall in der Anleitung und in den Garantiebedingungen verdrahten.


    Zu meinen Fall:
    - Die Zugabe erfolgt einmal wöchentlich für 3 h über ein Abschäumer, Menge 10mg auf 800 Liter
    - der Abstand zwischen Ozonzugabe und Rückförderung ist sehr groß, da ich zwei Technikbecken betreibe

    Aber die Info über die chemische Reaktion von Sauerstoff durch energiereiche Strahlung ist bei genauer Betrachtung schon eine Überlegung wert. Sollte dem so sein, so müßte der Klärer schon von sich aus ozontauglich sein.
    Angenommen es entsteht eine definierbare Menge Ozon im Klärer, so müßte man am Ablauf auch über Kohle filtern.

    Gruß
    chris

    2 Mal editiert, zuletzt von chris_37 (10. Mai 2007 um 15:47)

  • Hi Chris:

    wie wäre es, wenn Du einfach mal bei DeBary anrufst? Frau De Bary ist normalerweise sehr nett.


    Tel: +49 (0) 7153 2 49 68
    eMail: info@debary.de

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
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  • Hallo,
    habe ich heute natürlich schon getan, wie gesagt, es wird geklärt.
    Ich möchte auch keinesfalls die Firma negativ darstellen, da sie sehr zuvorkommend und verständnisvoll reagiert haben. Ich denke auch, dass es zu einer guten Lösung kommen wird.


    Wenn ich selber Bockmist verursacht habe, so werde ich natürlich auch darüber Infos geben, allerdings ist mir unklar wo der Fehler liegt. Das Gleiche erwarte ich aber auch vom Hersteller.

    Im ersten Moment ist man allerdings sehr ungehalten, und sucht nach Fehlern beim Produkt und wenn ich mir das Putztuch so anschaue, dann kann man evtl. die Anspannung nachempfinden.


    Gruß
    chris

    2 Mal editiert, zuletzt von chris_37 (10. Mai 2007 um 18:46)

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