Zuviel Magnesium tötete meine Fische (def. Tropfentest)

  • Letztes Jahr habe ich bis auf zwei Gelbkopfgrundeln alle meine Fische verloren. Das Thema lief unter „Hechelnde Fische“.
    Ich habe eine Menge Tips bekommen, wofür ich mich noch mal bedanken möchte, doch das unwahrscheinlichste ist eingetreten, was niemand vermutete und vielleicht auch jetzt noch nicht glaubt: zuviel Magnesium.
    Wie kam es dazu? Erst mal schreib ich euch, wie ich es entdeckte.

    Nachdem ich vier Monate immer ratloser wurde, habe ich beschlossen, einen Neustart zu wagen. Alle Steine raus und zwischengehältert in einer Regentonne bei Strömung und 25 Grad C. Korallen in ein Zweitbecken rein. Aquarium leer gemacht. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, ob es evt. Doch eine Krankheit ist, hab ich die letzten zwei Gelbkopfgrundeln getötet. Ich hab dann 170 Liter frisches Wasser angesetzt und 130 Liter aus einem Korallenbecken vom Händler dazugetan. Dann alle Steine mit Meerwasser ausgespült und ab ins Becken.
    Nach einigen Tagen Korallen wieder rein.
    Ich habe alle drei Tage die Werte gemessen und festgestellt, das ich wenig Magnesium im Becken hatte. Damit ich nichts mehr falsch mache(evt. Fehlerhafte Chemikalie etc.) habe ich Bio-Calcium und Bio-Magnesium gekauft und damit den MG-Wert in den nächsten drei Wochen auf 1350 mg hochgefahren. Gemessen mit JBL-Combitest.
    Alles schien in bester Ordnung, also hab ich mir zwei Kanarienlippfische gekauft und sie ins Becken eingesetzt.
    Am nächsten Tag hab ich meinen Augen nicht getraut. Die Kanarienlippfische waren genauso am hecheln wie meine alten Fische.
    Erst mal war eine Welt für mich zusammengebrochen, ich bin mit meiner Frau spazieren gegangen und sind eigentlich übereingekommen, das Aquarium zu verkaufen und da kam mir ein Blitzgedanke. Da Bio-Magnesium das einzige war, das ich nachdosiert hatte, kaufte ich mir eine MG-Test von Salifert.
    Und der hörte bei 1500 auf – kein Farbumschlag.
    Ich hab dann einen Liter Tropic-Marin Proo Reef angesetzt und mit beiden Test gemessen: Ergebnis:
    Salifert: 1240 mg
    JBL-Comitest: 840, Calcium: 460
    Wenn ich davon ausgehen, das in Tropic-Marin Pro-Reef 1350 mg Magnesium sind, hat der JBL-Test mindestens 400-500 mg zu wenig angezeigt. Also lag ich bei 1750-1850 mg Magnesium in meinem Becken.
    Ein Test beim Händler, der auch mit JBL misst, hat folgende Werte im Korallenbecken:
    JBL-Combitest (Zwei Messungen mit zwei versch Chargen): 1200 mg Magnesium, 400 mg Calcium.
    Salifert: Kein Farbumschlag bei 1500 mg (Also muß MG über 1550 sein)
    Der neue Tropic-Marin Combi Test: 1700 mg Magnesium, 388 mg Calcium.Mein Händler hat sich arg gewundert.

    Nun noch eine Aussage eines Biologen, dessen Inhalt ich jetzt etwas Laienhaft wiedergebe:
    Es gibt eine Literatur, in dem der Einfluß von Magnesium auf Fische beschrieben ist. (Ich habe „Marcel Bartsch“ verstanden als Autor, habe aber selbst keine Literatur gefunden)
    Fische haben Magnesium Membrane, mit denen sie das Magnesium im Körper mit dem Magnesium im Wasser anpassen. Zuviel Magnesium im Wasser und zu wenig im Körper wirkt sich schlimmer aus als umgekehrt. Typisches sichtbares Anzeichen: Schnelle Kiemenbewegung. Anschließend werden die inneren Organe beschädigt. Die Wirkung von Magnesium ist bei den versch. Fischarten unterschiedlich.

    Meine pers. Beobachtung: Langsames Anheben des Magnesium Wertes wirkt sich bei weitem nicht so bemerkbar aus wie ein plötzliches Anheben (Umsetzen des Fisches).
    Reihenfolge meines Fischsterbens über 4 Monate:
    Lippfisch Paracheilinus MCCoscerie: Kiemenbewegung 3 x schneller als normal,
    Kanarienlippfisch: Kiemenbewegung 3 x schneller als normal, Hechelt
    Schleierschwanzschleimfisch: Meiacanthus atrodorsalis: Kiemenbewegung 2 x schneller
    Clownfisch: Amphiprion ocellaris: Kiemenbewegung 2 x schneller
    Salarias fasciatus: Kiemenbewegung 2 x schneller
    Gramma Loreto: Kiemenbewegung vielleicht ein bischen schneller
    Mandarinenfisch: Kiemenbewegung normal
    Zwergkaiser bispinosa: Kiemenbewegung normal
    Gelbkopfgrundeln: Kiemenbewegung normal.

    Meine pers. Beobachtung: Schnelles Anheben des Magnesium Wertes.
    Die Beobachtung habe ich nur bei den Einsetzen der Kanarienlippfische gemacht. Kiemenbewegung 3 x schneller als normal, Hechelt
    Mit anderen Fischen hab ich das dann natürlich nicht auch noch ausprobiert.

    Der Magnesium Wert in meinem Becken ist jetzt bei 1350 Mg, Meine Kanarielippfische habe die Prozedur überlebt und erfreuen sich bester Gesundheit, soweit ich das beurteilen kann. Mittlerweile habe ich folgenden Besatz in meinem Becken:
    2 x Gramma loreto, 2 x Synchiropus splendidus, Valenciennea puellaris,
    5 x Chromis atripectoralis, 2 x Halichoeres chrysus, 4 x Lysmata amboinensis,
    4 x Lysmata wurdemanni
    In all den Monaten habe ich übrigens bis auf eine keine Koralle verloren (durch das hin und her ist mir eine Alveopora gestorben)

    Zum Schluß sei noch angemerkt, das natürlich auch die Firma JBL angeschrieben wurde, aber jede Schuld von sich wies. Die Charge sei in Ordnung, man habe das überprüft. Der Magnesium/Calcium Combi Test würde die Werte richtig messen.

    Übrigens steht auf der Packung Bio-Magnesium von Tropic-Marin der Hinweis:
    Konzentrationen von über 1600 Mg/L Magnesium sind nicht empfehlenswert, da verschiedene Organismen u.U. negativ auf extrem hohe Magnesiumgehalte reagieren können.

    Übrigens fahre ich mein Becken jetzt nur noch mit Wasserwechsel und Bio-Calcium. Sonst kommt nix mehr rein. Mal schaun wie es sich im Laufe der Zeit entwickelt.

    Manchmal ist es einfach der Zufall, einen Fehler zu entdecken. Jetzt macht mein Aquarium wieder Spaß.

    Viele Grüße Dirk :wink

  • Hy Dirk

    danke für die Beobachtungen - wird eventuell manchen helfen.

    Es zeigt sich halt immer wieder, dass diese Tests einfach Muell sind. Leider. Prinzipiell sollte jeder entweder 2 tests zuhause haben oder ne Referenzlösung um die Werte gegenzuprüfen. Bei schnellen Werteänderungen ist es immer ratsam nochmals gegenzutesten.

    Aber dass Du die beiden Grundeln wegen Verdachts auf Krankheit einfach gegeekt hast, naja, ...

    Gruß
    Roger

  • Hallo Dirk

    Boah, sowas krasses habe ich echt noch nicht gehört. Das die Tests teilweise Müll messen ist ja nun schon länger bekannt, aber solche üblen Auswirkungen aufgrund von Mg Überdosierung ist mir neu. Ein guter Tip ist wohl das Nachmessen mit frisch angesetztem Salzwasser, da sollten die Werte wenigstens halbwegs verlässlich sein.
    Danke für die Informationen, wir können alle davon nur lernen

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo,

    @ Roger:

    Zitat

    Aber dass Du die beiden Grundeln wegen Verdachts auf Krankheit einfach gegeekt hast, naja, ...


    Glaub mir eins - wenn es eine andere Lösung gegeben hätte, hätte ich sie überleben lassen. Zu dem Zeitpunkt wußte ich nicht ob es eine Krankheit ist. Kein Händler wollte sie nehmem - verständlich. Da sie keine Anzeichen hatten, wären sie evt. Krankheitsübertrager gewesen, ohne selbst zu erkranken. Das wollte ich komplett ausschließen. Wäre ja dann auch wiederum schlecht gewesen für neue Fische. Zwei Versuche, neue Fische in meinem alten Aqua einzusetzten sind ja daneben gegangen. Waren jeweils Chromis.

    @ Jens:

    Zitat

    solche üblen Auswirkungen aufgrund von Mg Überdosierung ist mir neu.


    Ich hab mir da auch so meine Gedanken gemacht.
    Da ja sichtbar nicht alle Fische schnelle Kiemenbewegungen hatten, muß man das ja auch nicht unbedingt merken. Je nachdem, was für einen Besatz man hat. Alle sind ja auch nicht gestorben.
    Vielleicht liegt bei dem einen oder anderen der MG-Wert relativ hoch, aber weil es langsam von statten ging, sterben nicht viele Fische auf einmal.
    Vielleicht mal da einer, dann ein paar Wochen später ein anderer. vielleicht sind große Fische weniger betroffen als kleine. (hatte ja nur relativ kleine Fische)
    Ich denke, weil es in der Literatur kaum beschrieben ist und noch niemand einen direkten Zusammenhang aufgezeigt hat und es vielleicht keine großen "Magnesium-Unfälle" in Aquarien gegeben hat mit dementsprechenden Nachwirkungen , ist es einfach noch nicht als Möglichkeit in den Köpfen von Aquarianern drin.
    War bei mir ja auch nicht, und bei Händlern auch nicht.

    Vielleicht ändert sich das ja jetzt und andere stellen einen Zusammenhang her, an den sie früher nicht gedacht hatten.

    Gruß Dirk :wink

  • Hallo,

    auch ich hatte mit JBL Combitests ähnlich schlechte Erfahrungen, jedoch zum Glück früh erkannt.

    Drei Testkits, drei Werte: Ca 1. 360mg/l, 2. 430mg/l und 3. 390mg/l. Mg zeigte viel zu wenig, um 1000mg/l bei real 1260mg/l.

    Habe dann auf Salifert umgestellt, die Werte waren dabei bisher immer plausibel.

    Hermann Josef Pelzer

  • Hallo Dirk

    Diese Diskussion über Schädigung der Fische bei Überdosierung MG gab es schon mal 1997 oder 98 rum als damals die ersten Dosierungen aufkamen.

    Damals habe ich den Werte von 900 auf fast 1450 erhöht in nur einem Tag. Ich konnte damals keine Schädigung beobachten. Höher kam ich nicht mit den damaligen Chips die ein Heiden Geld gekostet hatten.
    Ich würde daher sagen, evtl macht es dann die hohe KOnzentration und nicht das plötzliche Anheben auf einen gewissen wert-

  • Hi Alle,
    nicht viel weiter habe ich nen Vergleich von "billigen normalen" und "teuren guten" Tests gemacht ..
    die teuren sind nicht teuer ...

    Hier lesen ..

    Viele Grüße

    Konrad

  • Hallo Dirk,

    das ist eine traurige, aber auch unheimlich spannende und lehrreiche Geschichte.
    Dass Magnesium in den im Meerwasser erreichbaren Konzentrationen toxisch wirken kann, ist mir neu.
    Ich habe zwar schon länger gegen die unsinnig hohen Mg-Zugaben gewettert, aber bisher bin ich davon
    ausgegangen, dass sie vor allem dem Geldbeutel der Aquarianer schaden und ansonsten einfach die Steine
    wachsen lassen. Wenn du nochmal nach Untersuchungen/Literatur zu dem Thema nachfragen könntest,
    das würde mich sehr interessieren.

    Was die Tests angeht: Ich bin mir sicher, der Faktor Mensch wird hier völlig unterschätzt. Wer mit einem der Tests,
    die wir vorletztes Jahr in Sindelfingen getestet haben (http://archiv.korallenriff.de/Sindelfingen20…_2005_sifi.html)
    Calcium und Magnesium nicht richtig misst, der macht was falsch. Ich empfehle dringend. ab und zu mal eine
    Referenzlösung zu messen oder wie schon vorgeschlagen wurde, einfach frisch angesetztes Meerwasser aus einem
    bewährten Salz. Nicht nur, um festzustellen, ob man tatsächlich mal einen überlagerten Test erwischt hat, sondern
    vor allem, um zu überprüfen, ob man sie auch wirklich richtig anwendet.

    So eine Geschichte, wie sie Dirk erlebt hat, liese sich eigentlich vermeiden.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Hallo,

    aufgrund meines Beitrage zu dem Thema: "Zuviel Magnesium tötet meine Fische" möchte ich noch mal etwas richtig stellen oder verständlicher wiedergeben. (Weil im SOS Board unter einem anderen Bericht darüber diskutiert wurde, stell ich diesen Anhang auch nochmal zu dem ursprünglichen Bericht rein)

    Das wichtigste zuerst:
    Folgende Konstellation war vorgegeben und das ist ganz ganz wichtig.
    1. Der Magnesium Haushalt wurde auf ca 1800 Mg angehoben und es wurde weiter Magnesium zudosiert.
    2. Die Fische reagieren unterschiedlich auf diese Situation. Nur unter diesen Vorrausetzungen, hoher Magnesium Gehalt und Weiterdosierung, kommt es zu dem Problem des Fischsterbens und dem deutlichen Anzeichen der schnellen Kiemenbewegung, bis hin zum Hecheln und anschließend der Tod. Aber auch nicht bei allen Fischen, (ich kann nur für diese Konstellation sprechen).Am deutlichsten über einen langen Zeitraum zu sehen war es beim Kanarienlippfisch. Und diese Situation ist nachstellbar/wiederholbar. Als erstes sind drei Lippfische der Paracheilinus-Art gestorben, recht schnell sogar. Der Kanarienlippfisch hechelt zwar, stirbt aber nicht sofort.

    Ich bin mir natürlich bewusst, das ich mein Hobby im Gegensatz zu anderen recht kurz ausübe. Ich bin auch niemanden böse, wenn er anderer Meinung ist oder dieses Problem sogar in Frage stellt.

    Aber mal ganz ehrlich: Welcher Aquarianer hat über einen Zeitraum von vier Monaten, einen MG-Gehalt von ca 1800 und weiterer Zudosierung von Magnesium schon mal seine Fische beobachtet?
    Wer hat insgesamt über sechs Monate nicht locker gelassen alles
    andere auszuschließen?
    Und wer hat nach einem kompletten Neustart wieder Magnesium
    (unwissentlich) so hoch dosiert und weiterdosiert und Fische ins Becken getan, die auch noch genauso reagieren wie die Kanarienlippfische beim ersten Mal?

    Andersherum: Mein Händler, der auch mit JBL fehlerhaft gemessen hat und einen MG-Gehalt von 1700 im Becken hatte, festgestellt mit Salifert (über 1500 dann ist ja Ende) und Tropic Marin.
    Die Fische waren fit und sahen nicht krank aus und hatten auch keine
    schnelle Kiemenbewegung.
    Der MG-Haushalt wird nach absinken immer wieder neu aufgefüllt, nicht so regelmäßig wie zu Hause. Also hat man wahrscheinlich in diesem Becken Werte zwischen 1400/1500 - 1700. Schwankend.
    Das macht den Fischen nichts. Zumindest sichtlich. Aber- es ist auch
    nicht meine Konstellation.

    Nächste Möglichkeit: Jemand hat Doktorfische, Kaiserfische und noch ein paar andere Größere im Becken. Es passiert ein MG Unfall - Dose fällt rein o.a. Die Fische reagieren nicht so empfindlich (einfach mal vermutet, aus der Luft gegriffen) auf die Magnesium Schwankung, der Mg-Haushalt baut sich wieder ab, vielleicht hat man ein Unwohlsein der Fische beobachtet, alle haben überlebt, man ist froh und glücklich und es passiert nie wieder- alles ist OK - Schlussfolgerung - ein Magnesium Unfall ist nicht so schlimm. In dieser Konstellation. Aber - es ist auch nicht meine Konstellation.

    Noch mal ein Wort zu den Unterschieden zwischen den Anfängern, den fortgeschrittenen und erfahrenen Aquarianern.

    Bitte nicht böse oder als Vorwurf verstehen - ich bezeichne mich mal als fortgeschrittener Aquarianer. Kein Anfänger mehr, aber natürlich kein langjährig erfahrener Aquarianer. Ich kann damit leben, wenn sich meine Behauptung als falsch herausstellt. Dann hab ich wieder etwas gelernt. Aber wenn ein erfahrener Aquarianer etwas von vornherein ablehnt und es sich hinterher als richtig erweist, ist das vielleicht peinlich. Nicht weil man es nicht wusste, sondern das man etwas von vornherein ausgeschlossen oder abgelehnt hat, was ja auf nicht ganz so wackeligen Füßen steht.

    Vielleicht sollte man das Thema - Zuviel Magnesium kann Fische töten - so lange als Möglichkeit bestehen lassen, bis es sich bestätigt oder als falsch erweist.
    Das gibt zumindestens anderen die Möglichkeit, ihre Ursachenforschung für den Verlust der Fische zu erweitern und eine mögl. Fehlerquelle zu schließen.

    Noch ein Nachtrag zu der Möglichkeit über Auslöser für Fischkrankheiten:

    Als ich das mit dem zu hohen Magnesium noch nicht wusste, hab ich mich auf der Messe in Sindelfingen mit Joachim Frische unterhalten können. Ich schilderte ihm mein Problem und auch meine Vermutung, das der erste Auslöser durch meine grundsätzliche MG-Anhebung entstanden ist. (Die erst vor ca. sechs Monaten) Auch Joachim Frische hat erst einmal eine MG-Anhebung für den Tod von Fischen als unwahrscheinlich erachtet. Aber er sagte etwas interessantes.
    Wie Menschen tragen auch Fische Krankheitserreger in sich. Sie brechen nicht aus, weil das Beckenmilieu und die Immunabwehr stimmt. Jetzt tritt ein Problem auf, wodurch die Fische gestresst werden und sich Krankheitserreger durchsetzen können. Folge - die Fische werden Krank und sterben. In diesem Fall ist dann nicht die eigentliche Krankheit das Problem sondern der Auslöser, z.B. Stress, Unwohlsein oder irgendeine Schädigung des Tieres durch zuviel Magnesium. Da kann man die Fische noch soviel in Medikamenten
    baden oder Medizinfutter geben - das eigentliche Problem, die Ursache bleibt bestehen.

    Als letztes zu dem Biologen, mit dem ich mich unterhalten habe. Ich kann euch leider nicht sagen, wer es ist, weil ich ihn dann kompromittieren würde. Das mach ich nicht. Aber die Grundsatzaussage war, das zu viel Magnesium ein Organversagen herbeiführt. Anzeichen: Heftige Kiemenbewegung. Dazu gibt es auch etwas in der Literatur. Wenn ich das gefunden habe, werd ich es euch mitteilen.

    Wenn ich also ein drittes Mal diese Szenario nachstellen würde, würde das ja auch nichts bringen.
    Vielleicht erbarmt sich ja mal jemand und probiert es aus. Dann hätten wir eine zweite Aussage und einen Ansatz zu weiteren Untersuchungen.

    Gruß Dirk :wink

  • Hallo Dirk,

    wie Du weißt hatte ich ja die selben Probleme wie Du damals mit Fischsterben usw. Ich habe das auf den Schwefel geschoben. In meinem neuen Becken hatte ich seit 4 Monaten keine Probleme gehabt. Dann ging es auf einmal wieder los, das die Doktoren schnell atmeten und nicht mehr gefressen haben. Ich war schon wieder am verzweifeln. Komischer Weise ging das nach einem 70% Wasserwechsel nach einigen Tagen wieder weg. Das einzige, was ich davor verändert hatte, war eine Magnesiumerhöhung durch Balling innerhalb von 4 Tagen um 200mg/l. Ob das nun davon gekommen ist weiß ich nicht, aber bei meinem damaligen Becken hatte ich auch immer sehr viel Magnesium dosiert und mit Salifert gemessen (1500mg/l). Ich weiß jetzt aber durch Referenzlösungen, das Salifert mir immer 250mg/l zu wenig gemessen hatte.

  • Hallo Kevin,

    das heißt, du hattest in Wirklichkeit 1750 mg MG in deinem Becken?
    Naja - ist ja schon mal hoch. Und zufällig dieselben Probleme? :confused_face:

    Ich hab ja nie mehr ein derartiges Problem gehabt, ich dosier aber auch nur noch so nach, dass ich unter den "Optimalen Werten" liege.
    Ca so 420
    MG max 1200
    Karbonat 7

    Keine Koralle verloren. Außer dass sie mittlerweile nach oben raus wachsen. :grinning_squinting_face: Und kein Fisch eines unnartürlichen Todes. Eine Garnele ist mal verstorben (Ist ja auch normal nach 2 1/2 Jahren) und meine Grundel hat Suizid begangen. Ist rausgesprungen.

    Interessanter weise habe ich durch einen Ansetzfehler meinem Aqua zu viel Natriumhydrogenkarbonat zugeführt, so das dieser auf über 12 gestiegen ist. Darunter haben sichtlich dann die Korallen gelitten.

    Also ich denke, zuwenig dosiert ist besser als zuviel. Zuviel scheint wohl immer irgend welche Probleme mit sich zu bringen.

    Gruß Dirk :wink

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