LED Technik in der Aquaristik?

  • Bei der ganzen Klimadiskussion und dem viel zu warmen April hat mich neulich unser Besuch ganz entgeistert gefragt, ob es denn noch keine Stromsparlampen für Aquarien gibt, muss es denn unbedingt das 768W Monster sein ?
    Anfangs gelacht hab ich mich dann wirklich gefragt, wie es denn aussehen würde mit der LED Technik in
    der Meerwasseraquaristik ? Wenig Verbrauch, kaum Wärmentwicklung - eigentlich optimal ?

    Oder wo ist der Haken an der Sache ? Ist die LED Technik noch nicht soweit ?
    Kann man eines Tages mit so etwas rechnen ?

    Gruß
    Aquaflo

  • Hi Aquaflo

    Frage 1: ja - es gibt erste Versuche und Prototypen seit Jahren, aber noch nichts fertiges. Derzeit scheint es 1. zu teuer, 2 noch nicht zu 100% vergleichbar mit der Leistung.

    Frage 2: ja - bestimmt sogar. Ist nur ne Frage der Zeit und Entwicklung

    Zitat

    Original von Aquaflo
    Ist die LED Technik noch nicht soweit ?
    Kann man eines Tages mit so etwas rechnen ?

    Gruß
    Aquaflo

  • Das größte Problem ist wohl die Packungsdichte, da LEDs häufig nur in einem sehr schmalen Bereich abstrahlen und die Lichtfarbe, denn LEDs haben in der Regel kein Spektrum wie die meisten herkömmlichen Leuchten, sondern emmitieren nur eine bestimmte Frequenz. Blaue LEDs z.B. häufig 430nm oder 460nm. Das sieht im Aquarium nicht nur unschön aus, sondern ist auch für Korallen ungeeignet solange es keine LEDs gibt mit denen man die für Korallen wichtigsten Spektren (Stichwort PAR-Strahlung und PUR-Strahlung) abdeckt.

  • Das LED Spektrum eigent sich ganz hervorragend für die Meeresaquaristik. Abgesehen davon lassen sich LED mit relativ niedrigem Aufwand in verschiedenen Farben produzieren. Einziger Knackpunkt:

    Der Preis!!!

    Wir fahren schon seit Jahren Versuche mit LED Lampen, aber selbst ein Nano Becken kann man damit nicht ausleuchten.
    Eine 50cm Leiste mit 30 LED kostet ca 50 €. Um ein 50cm Becken wirklich auszuleuchten, bräuchte man gut und gern 10 solcher Leisten, das kann niemand bezahlen.

    Als Mondlicht und Höhlenbeleuchtung ist sowas aber sehr gut geeignet.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Wenn man berücksichtigt, dass eine LED etwa 10 Jahre über dem Aquarium hält während ein HQI Brenner 1x im Jahr ausgetauscht werden muss und dann noch die Stromersparnis, dann kann sich das selbst jetzt schon rechnen. In 10 Jahren zahlt man ja alleine an Anschaffungskosten für 2x250W HQI Brenner mehr als 2000 Euro.

  • Zitat

    Original von kenny
    Wenn man berücksichtigt, dass eine LED etwa 10 Jahre über dem Aquarium hält während ein HQI Brenner 1x im Jahr ausgetauscht werden muss und dann noch die Stromersparnis, dann kann sich das selbst jetzt schon rechnen. In 10 Jahren zahlt man ja alleine an Anschaffungskosten für 2x250W HQI Brenner mehr als 2000 Euro.

    Der Spruch "was lange hält bringt uns kein Geld"! :ylol

    Naja Wirkungsgrad der Beleuchtung ist so eine Sache! Aber etwas grundlegendes ist zu Beachten.

    Es geht nicht darum mit wenig Strom ein helles Licht zu haben... Licht ist Energie und die Energiemenge die nötig ist für die Photosynthese ist ebenfalls bekannt!

    Für die nötige Leuchtdichte zur Abgabe einer ausreichenden Energiemenge braucht es dermaßen viele LED, das neben Temp_Problemen auch der Stromverbrauch nicht wesendlich geringer ist!

    Ich sehe schon kaum einen Praktischen Unterschied bei den Kosten zwischen HQI und T5 und sag mal Geschmacksache! Ich habe beides mal probiert... und das bischen weniger Strom bei T5 wird kompensiert durch die verkürzte Nutzungsdauer! Zum Teil auch durch die thermische Belastung bei der nötigen Röhrendichte!

    Wo ist denn der Unterschied? ...8xT5 Röhren gegen 2 HQI+2xT5 wenn man die gleiche Lichtleistung möchte?

    Gruss Sven

  • In Lumen pro Watt ausgedrückt, nehmen sich HQI und T5 ja nicht mehr so viel, auch wenn Lumen ja keine Einheit ist, die wirklich "korallentauglich" ist. Bezogen auf das menschliche Helligkeitsempfinden liegen die Werte bei gleicher Wattzahl ja schon halbwegs beeinander, was mit T8 Röhren ja nicht ganz so war.

    Genauso empfinden wir es ja auch:

    Ein Aquarium mit 4 x 54W T5 ist sicherlich ähnlich hell, wie ein Becken mit einer 250W HQI, auch wenn man die Ausleuchtung nicht wirklich vergleichen kann, da die HQI ja ein Punktstrahler ist.

    Aber 50 Stück 5W High Power LED leuchten ein 120er Becken definitiv nicht aus. Und deren Anschaffung geht richtig in´s Geld!
    Das rechnet sich auch in 10 Jahren nicht.

    Ganz davon abgesehen, dürfte die LED Technik in diesem Zeitraum so große Fortschritte gemacht haben, daß man über die heutigen HP - LED nur müde lächeln wird!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hi,

    warum so kompliziert? Licht und Wärme sind nicht Sinnvoll voneinander zu trennen. Vorbild... die Sonne! :thup

    Beides ist Energie und fürs Leben wichtig. Was sagt schon "Lumen" aus wenn es um Energie geht?

    Lichtenergie... 5W High Power LED leuchten können selbst bei 100% Wirkungsgrad eben auch nur 5W Licht bieten! Egal ob sie hell leuchten mögen... oder etwa nicht?

    Photosynthese braucht recht viel Energie und nicht nur helles "Mondlicht"!
    Zur Erinnerung falls Biologie etwas zurückliegt!!! 6 CO² + 6 H²O + 674000 cal -----> C6-H12-O6 +6 O²

    Grüße Sven

  • Hi :wink ,
    ich hatte ein thread in einem anderen forum mal "komplett" durchgelesen und fand das sehr
    interessant, dies war ein Experiment mit einem 27L Nanoriff :winking_face:
    Dort fühlte sich sogar die Steinkoralle wohl.

    http://www.aquariumforum.de/showthread.php?t=98590

    Interessant wird es bei Seite 6 :winking_face:



    Grüße,
    Remos

  • Hi Remos,

    ich bemühe mich ja Vorurteile zu vermeiden! ...ABER...

    Zitat

    Dort fühlte sich sogar die Steinkoralle wohl.

    Zitat

    Das Wachstum der Tiere ist hervorragend (soweit ich das nach 10 Tagen beurteilen kann)

    ...10 Tage??? :yrf :ylol

    Korallen brauchen Wochen um sich anzupassen! Und sie können sich variabel Ernähren. Sind ja bekanntlich Tiere!

    Jedoch... durchaus denkbar das LED-Beleuchtung die Zukunft wird, oder auch nicht?!

    Gruss Sven

  • moin

    Led ist die zukunft.Garkeine frage.

    Im moment aber noch nicht zu gebrauchen.
    Im moment ist auch ein kleiner stillstand zu erkennen. Die hersteller Packen immer mehr kleine Led zu einer zusammen um mehr licht zu bekommen.die einzelnen leds werden aber nicht grossartig besser.
    Weisse led's sind z.b blaue mit Filter rein weisse gibt es garnicht.

    Bei leds ist auch eine sehr gute linse notwendig um überhaupt eine vernüftige beleuchtung herzustellen.


    MFG

    Thomas

  • Hi,
    naja ich lerne mich noch in die Materie rein, Meerwasser etc. :winking_face:
    Wollte nur auf das Projekt hinweisen.
    Im moment taugt das ja für große Becken überhaupt nicht, wenn man sich mal ausrechnet
    wieviel LED's man braucht für z.b. ein 400 Liter becken oder so, das lohnt sich ja nicht wirklich.
    Ich sah die 10 tage aber auch skeptisch an.

    Schade das er nicht weiter berichtet hatt, er wollte aber noch ein test mit einem größeren
    Becken machen.
    Ein Langzeittest von 6 Monaten oder so wäre ja mal interessant.

    Grüße.
    Remos

  • Ich behaupte, dass es unmöglich ist mittels eines Filters aus einer blauen LED eine weiße zu machen. Blaue LEDs emmitieren in der Regel Licht von EINER bestimmten Wellenlänge. Diese wird von den Herstellern auch angegeben, beispielsweise 430nm (nanometer) - siehe mein Posting weiter oben.

    Mit einem Filter kannst du z.B. Licht einer bestimmten Frequenz herausfiltern. Übrig bleiben so die Frequenzen, die den Filter passieren können. Wenn du vor Tageslicht z.B. einen Blaufilter steckst, das heißt einen Filter der blaue Frequenzen (bzw. Wellenlängen sagt man ja bei Licht) herausfiltert, dann bleiben nur die roten, grünen, gelben etc.
    Wenn eine Lichtquelle nur eine einzige Frequenz emmittiert, dann kannst du diese zwar herausfiltern, übrig bleibt dann aber einfach nichts!
    Du müsstest schon nach einem Verfahren die Frequenz des Lichtes, dass die blaue LED emmitiert, verschieben. Dies kann z.B. durch Leuchtstoffe passieren (so funktionieren ja auch Leuchtstoffröhren) oder aber durch Gase die angeregt werden (so funktionieren HQI Lampen).
    Eine auf LEDs basierende Leuchtstofflampe wäre evtl. mal eine interessante Entwicklung.

  • Hallo

    Weiße LEDs sind meist blaue LEDs mit einer Phosphorschicht, die als Lumineszenz-Konverter wirkt


    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/f…ss_phosphor.png


    Schau mal bei Wiki das stehen mehrer sachen .... (bild ist von Wikepedia, darf man doch so oder ?) [nein... wenn man keine Rechte an dem Bild hat, dann bitte als Link]

    MFg

    tHomas

    3 Mal editiert, zuletzt von HsPray (23. Mai 2007 um 23:21)

  • hehe

    Hab ich es mir doch gedacht... ok Filter ist Falsch .. ich sag mal Durchlasser :smiling_face:
    Ich muss eigentlich nur die restlichen farben ,,Filtern'' damit nur Blau und Gelb durchkommen/umwandeln .... mhh 10 mal editiert .... . :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    MfG

    tHomas

    2 Mal editiert, zuletzt von HsPray (29. April 2007 um 16:31)

  • Hi,

    die Entwicklung der LEDs geht mit großen Schritten voran! Ich hatte beruflich vor kurzem einen Prototypen einer (!) weißen LED in der Hand, in deren Licht man auf keinen Fall direkt einschauen sollte, um sich nicht die Retina wegzuschießen. Das Ding war in etwa so hell wie ein starker Overhead-Projektor und gerade mal 1 ccm groß.

    In nicht allzuferner Zukunft sollen diese LEDs auch für Autoscheinwerfer eingesetzt werden. Auch da ist ja eine starke Leistung auf kleinstem Raum erforderlich.

    Man kann diese Teile mittlerweile sehr dicht packen, die meiste Energie wird in Licht umgewandelt, die Restwärme ist recht leicht abzuführen. Der Preis ist wie bei allem eine Frage der Zeit.

    Bedenken habe ich allerdings auch bei den Spektren. Da kann man glaube ich nicht viel dran drehen. Die andere Sache ist allerdings, ob es für Lebewesen wirklich ist, ein natürliches Tageslichtspektrum zu schaffen, das sich im übrigen über den Tag beträchtlich verändert. Ich weiß nicht, ob es dazu Studien gibt.
    Beim Menschen hat man immer wie selbstverständlich angenommen, dasTageslichtspektrum sei für ihn das "beste" (unter verschiedenen Gesichtspunkten). Das ließ sich allerdings bisher nicht nachweisen.

  • Sorry, wenn ich widerspreche.
    Eine Röhre oder HQI macht ca. 90 Lumen/Watt.
    Eine der modernsten LED ( Lumiled K2 ) macht aus 3.42 W typisch 120 Lumen.
    Das sind 35 Lumen pro Watt -- nicht mal die Hälfte.

    Da könne man ja auch eine Halogen-Glühbirne übers Aquarium hängen.

    Habt Ihr schon mal in der Herstellerbeschreibung den Abschnitt "Kühlungsberechnung" gelesen, oder eine 3 W LED in den Fingern gehabt, wenn die leuchtet : Das gibt in sekundenschnelle Brandblasen. Hier der Link zum "Thermal Design"

    Die Schädlichkeit für die Augen kommt von der hohen Bündelung des Lichts .. im 45° Kegel ist die Helligkeit mäßig .. eben wie ne Halogen-Glühbirne.

    Die Aussage "geringe Abwärne" stimmt einfach nicht .. Der Hersteller schreibt sinngemäß im Datenblatt, dass für eine 3 Watt LED auch fast 3 Watt an Wärme abzuführen sind :winking_face_with_tongue:

    Ein Vorteil ist die Lebensdauer von 50.000 Stunden, wobei da die Helligkeit auf 70% nachlässt, das sind dann noch 24 Lumen pro Watt :loudly_crying_face:

    Scheinbar für das menschliche Auge ist das Licht hell, weil bei weißen LED's der Rotanteil fehlt, das Licht ist sehr Blau .. und das ist z.B. bei Tauchlampen der Vorteil, da der Rotanteil sehr schnell vom Wasser absorbiert wird.

    Das Spektrum der LED ist sehr eingeschränkt, ( wurde ja schon angesprochen ) ..

    Konrad

  • Dem Beitrag von Konrad kann ich mich nur anschliessen. Zur Zeit haben die LED´s einen Wirkungsgrad von Halogenstrahlern, also 15-20%. T5-Röhren haben den doppelten Wert. Erste, bessere LED´s sind in der Pipeline. Ab Herbst soll es eine Leuchtdiode mit 75 lm/W geben, was dann in die Reichweite von T8-Röhren käme. Das Leuchtdioden kalt erscheinen liegt wirklich nur daran, dass sie mit geringer Leistung arbeiten und wenig Licht erzeugen. Ein 3 W LED stirbt innerhalb von Sekunden den Hitzetot (ist mir schon mehrfach passiert), wenn sie nicht anständig gekühlt wird. Selbst wenn die neuen LEDs einen Wirkungsgrad von 25% haben, bedeutet das, dass 75% der Energie in Wärme umgesetzt werden. D.h. wenn ich 200W hineinstecke, werden 150 W in Wärme gewandelt und 50 W in Licht. Es ist ein grosses Problem die Wärme bei den Hochleistungs-LEDs loszuwerden, da sie auf einem kleinen Raum entsteht. Ich kämpfe beruflich immer wieder damit.

    Einen kleinen Überblick gibt diese Seite

    Fazit, wie schon geschrieben wurde, LED´s werden die Zukunft sein, sind zur Zeit aber noch nicht das Mittel der Wahl.

    Gruß
    Bernd

  • Hallo,

    solche Lampen gibt es ja bereits, wie ich bereits oben schon mal angemerkt habe (was aber anscheinend keinen interessiert hat) und zwar hier.

    Da könnt ihr ja schon mal sehen wie solche Dinger aussehen/wie das gelöst wurde bzw. was sie derzeit kosten.

    HAPPY REEFKEEPING


    schiwo

  • Die Dinger sind ja an sich nicht schlecht, und ich denke das der Preis auch noch akzeptabel ist wenn ich so die Preise von Giesemann etc. vergleiche nur haben die auch einen großen Nachteil.

    Bei meinen gebauten T5 Balken oder auch bei HQI mit T5 kann man mit kleinen und günstigen Aufwand die Lichfarben / Zusammenstellung ändern, was bei den LED Balken wohl noch nicht möglich ist. :frowning_face:

    Mal abwarten was sich da noch alles noch ändert.

    Gruß Daniel

  • zu dem Thema auch mal ne etwas ältere Pressemitteilung:
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Umwelt/Energie, Produkte/Innovationen

    LED-Entwicklung - Koreaner verbessern Qualität der Farbwiedergabe
    Acriche-Reihe liefert warmes, weißes Licht mit effizienter Ausbeute

    Seoul (pte/20.04.2007/13:55) - Der koreanische LED-Hersteller Seoul
    Semiconductors (SSC) http://www.seoulsemicon.com hat die Markteinführung
    von zwei leuchtstarken LED-Beleuchtungskörpern in warmem Weiß bekannt
    gegeben. Das erste Modell aus der Acriche-LED-Reihe weist eine
    Lichtausbeute von 33 Lumen pro Watt (lm/W) und einen
    Farbwiedergabeindex-Wert von 90 auf. Damit erscheinen die Farben der
    beleuchteten Objekte natürlich und leuchtend, so SSC in einer
    entsprechenden Aussendung.

    Das Produkt eigne sich somit optimale als Lichtquelle für
    Beleuchtungsanwendungen in Schaukästen, Hotels, Museen sowie als
    Beleuchtung in Wohnräumen. Der Index beschreibt die Qualität der
    Farbwiedergabe von Lichtquellen. Eine Glühlampe mit farblosem Glaskolben
    besitzt mit einem Indexwert von 100 eine ausgezeichnete
    Unterscheidbarkeit von Farben. Preiswerte Leuchtstofflampen kommen auf
    einen Wert von 70 bis 80.

    Als weiteres Produkt hat das Unternehmen eine warme, weiße Acriche-LED
    vorgestellt, die als Leuchtquelle eine Leistung von 42 lm/W liefert.
    Damit übertrifft das Produkt sowohl Glühlampen (7,5 lm/W), Halogenlampen
    (10 lm/W) und Kompaktfluoreszenzlampen (30,6 lm/W) deutlich. Die
    Lichtausbeute herkömmlicher warm-weißer Gleichstrom-LEDs beträgt knapp 35
    lm/W, somit ist die Neuentwicklung etwa 20 Prozent effizienter, heißt es.
    Im Einsatz wird man die Produkte derzeit hauptsächlich in der
    Architektur- und Gebäudebeleuchtung finden, werden aber auch zunehmend
    interessant für den Privatbereich, heißt es auf Anfrage von pressetext.
    Die neuen LEDs können ohne zusätzliches Netzteil oder Vorschaltgerät
    problemlos DC-LED-Leuchten ersetzen.

    "In vielen Ländern der Welt versucht man inzwischen, herkömmliche
    Leuchtmittel durch neue Lichtquellen zu ersetzen. Hauptgründe dafür sind
    strengere Umweltauflagen, der steigende Ölpreis, der Wunsch nach einem
    höheren elektrischen Wirkungsgrad, niedrigere Wartungskosten und die
    Forderung nach einem Verzicht auf Quecksilber und Blei. Genau dies
    verspricht man sich von der neuen warm-weißen Acriche", meint Cheong Hoon
    Lee, CEO von SSC. Das koreanische Unternehmen ist seit 20 Jahren in der
    Entwicklung von LEDs tätig und ist unter den Top 10 der größten
    LED-Hersteller der Welt. Die Produkte von SSC kommen in verschiedenen
    Anwendungen wie allgemeiner Beleuchtung, Schildern, Straßenbeleuchtung,
    Gebäudebeleuchtung, Hintergrundbeleuchtung bei Handys, in Fernsehern,
    Schreibtischleuchten oder Verkehrsampeln zum Einsatz. (Ende)
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • und noch eine, die Zeigt in welche Richtung die Forschung geht...

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    OLEDs lösen Glühbirne und Leuchtstoffröhre ab
    Neues Fertigungskonzept soll Technologie billiger und effizienter machen

    Dresden (pte/08.03.2007/13:50) - Im Rahmen des kürzlich gestarteten
    Projekts Rollex arbeiten deutsche Technologie-Unternehmen und
    Forschungseinrichtungen an einer neuen Produktionsweise für OLEDs. Ziel
    ist die Entwicklung neuer Technologien für die Herstellung
    hocheffizienter und gleichzeitig sehr preisgünstiger OLEDs. "Bisher
    werden OLEDs auf festen Substraten wie Glas produziert. Der neue Weg soll
    eine Rolle-zu-Rolle-Fertigung unter Verwendung eines flexiblen Substrats
    ermöglichen", erklärt Anke Lemke, Sprecherin des
    OLED-Technologie-Vorreiters Novaled http://www.novaled.com, im Gespräch
    mit pressetext. Die bisher in der Display-Branche verwendeten OLEDs
    sollen in einigen Jahren schließlich Glühbirnen und Leuchtstoffröhren
    ablösen.

    Dresdner Forschungseinrichtungen und namhafte Industriepartner arbeiten
    gemeinsam daran, mit neuen Technologien den besonderen Anforderungen des
    allgemeinen Beleuchtungsmarktes gerecht zu werden. Mittelfristig sollen
    OLEDs eine energiesparende und kostengünstige Alternative zu aktuellen
    Leuchtmitteln darstellen. Mit dem Rolle-zu-Rolle-Konzept sollen deutlich
    geringere Beschichtungskosten als mit den für Displays verwendeten
    Cluster- und Inline-Konzepten erreicht werden. Als weitere kostensparende
    Maßnahme ist die Verwendung von preisgünstigen Aluminiumfolien als
    Substrat zur Abscheidung der organischen Leuchtdioden geplant.

    "Lichtquellen auf Basis organischer elektroluminiszierender Materialien
    bieten das Potenzial, eine hohe Lichtstärke bei geringem Energieverbrauch
    auf mechanisch flexiblen Substraten zu ermöglichen", meint Projektleiter
    Karl Leo vom Institut für Angewandte Photophysik (IAPP)
    http://www.iapp.de an der TU Dresden. "Aufgrund der exzellenten
    Erfahrungen unserer Partner und durch eine möglichst komplette
    Wertschöpfungskette vom Anlagenbauer, über OLED-Technologieentwickler bis
    hin zu Anwendern werden wir in der Lage sein, die herausragende
    Wettbewerbsposition der deutschen OLED-Industrie wesentlich voran zu
    bringen. Durch die Zusammensetzung des Konsortiums und die
    technologischen Ansätze soll eine Verwertung durch eine Fertigung von auf
    OLED basierender Beleuchtung in Deutschland ermöglicht werden."

    Die sehr junge OLED-Technologie bereitet in der Display-Branche den Weg
    zu dünnen, rollbaren Bildschirmen. OLEDs überzeugen nicht nur durch ihre
    Energieeffizienz, sondern auch bei Farbe und Kontrast. "Mittelfristig
    werden OLEDs auch in den Beleuchtung eine wichtige Rolle spielen", ist
    Lemke überzeugt. Hier steht man jedoch noch am Anfang der Entwicklung.
    Bis dahin ist noch einiges an Forschungsarbeit zu leisten, um die
    Herstellungsprozesse zu optimieren. "Anwendung werden OLEDs zuerst in
    Designerprodukten finden. Architekten oder Dekorateure warten schon jetzt
    gespannt auf die Möglichkeiten, die ihnen die neuen Beleuchtungskörper
    bieten werden", sagt Lemke. Von der individuellen Raumgestaltung bis zur
    Leuchttapete ist vieles denkbar. (Ende)
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Sorry Leute
    nocheinmal:

    Aus dieser Veröffentlichung der Uni-Saarland

    gebe ich einige Zitate wieder( beide Blatt 6 / Seite 121 :frowning_face:
    in Bezug auf LED :

    Zitat

    Werte in der Grössenordnung von 50 lm/W scheinen in absehbarer Zeit möglich

    In Bezug auf OLED:


    Das sind doch alles Pressemeldungen von börsennotierten Firmen. Deren Inhalt hat nichts mit der derzeiteigen Realität zu tun- das Ziel Meldungen ist doch ausschließlich der Börsenkurs.

    Was meint Ihr, warum da keine echten Leistungszahlen veröffentlicht werden.

    Es ist natürlich schon weltbewegend, wenn die aus einer OLED statt 10 Lumen/Watt plötzlich 20 Lumen/Watt für farbiges Licht herauskitzeln. Bei weisem Licht erreichen die gerade 10 Lumen/Watt, das bedeutet, die brauchen im Vergleich zu HQI fast den 10-fachen Energieaufwand - 10 mal so hohe Stromrechnung im Vergleich zu einer T5 oder HQI !!!! :face_with_tongue:

    Natürlich gibt es auch Anwendungen, bei denen die neuen Technologien superklasse sind - z.B Displays oder ein 2 cm dicker 100cm Fernseher .. würde mir schon gefallen .. =)

    Aber bei Anwendungen, wo ich lange und viel Licht brauche, nutze lieber eine T5 oder HQI, die haben ca. 90 Lumen/Watt.
    Da bleibt meine Stromrechnung nur halb oder ein zehntel (!!!) so hoch.


    Konrad

  • Erstmal hallo an alle,
    Wie ich lesen konnte hat Euch das Thema LED auch schon beschäftigt. Nur konnte ich leider nix lesen ausser das Ihr Euch auf Theorien stützt die Ihr irgendwo ergoogelt habt. Deswegen will ich mal nachhaken ob es irgendjemand in der zwischenzeit schon mal versucht hat und eventuell einen Erfahrungsbericht hat (eigenen). Denn probieren geht meist über lesen und studieren. Und wenn ich so schaue und lese ist es doch erstaunlich was manche für Geld in dieses schöne Hobby stecken nur an kosten für die Beleuchtung Brennerwechsel, Strom.....
    Neulich bin ich bei 1,2,3 auf diesen Artikel gestoßen:

    http://cgi.ebay.de/LED-Fluter-Des…1QQcmdZViewItem

    Ist vieleicht nicht unbedingt der Qualitative Brüller aber naja so könnte ich mir zb das vorstellen 2 t5 blau dazu und los was für aussen geht, geht eigentlich auch über dem Aquarium Theoretisch.
    So Praktisch ist die lage bei mir aber das ich eigentlich neu bin im salzigen Mileu und ich leider keinen 2. Versuchsstand aufbauen kann und im Hauptbecken habe ich noch nix über was man als Versuchskaninchen nutzen kann.
    Deswegen die Anfrage ob es jemand schon versucht hat mit ner Beckenhöhe von 50+.
    Nen Händler brauch ich ja wohl nicht zu fragen da er mir ja wohl eher das blaue vom Himmel in Bezug auf Gewinnbringende Ware erzählen würde als mir einer Lampe zu zustimmen die mal grob gesagt 10 Jahre hält und um die 100€ nur kostet.

    Grüße an alle,
    Ronny

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!