Hallo!
ich habe mir Gedanken zur Wasserumwälzung bei Stromausfall gemacht. Zunächst hatte ich die Idee Powerheads oder kleine Strömungspumpen mit einer USV zu betreiben. Leider sind die Grenzen hierfür sehr eng, außerdem zeigen die Akkus in USV-Anlagen recht schnell Altererscheinungen und müssen ersetzt werden. Realistisch lässt sich mit einer USV vielleicht eine Zeit von 12h überbrücken. Das klingt im ersten Moment viel (wann hat man schon einmal 12h Stromausfall), ist bei genauerer Betrachtung allerdings gar nicht soviel.
Über Kurze Stromausfälle von einigen wenigen Stunden (vielleicht 2-3h) braucht man sich gar keine Gedanken zu machen. Diese überbrückt man auch ohne irgendwelche Technik recht gut. Der Sauerstoffgehalt in unseren Becken ist (eine starke Umwälzung und Oberflächenbewegung vorausgesetzt) in der Regel in der Nähe des Sättigungspunktes für Salzwasser.
Nur was ist wenn der Strom wirklich einmal technisch bedingt für sehr lange Zeit ausfällt, wie in einigen Gegenden in Deutschland im letzten Winter? Welche Strategie ist dann die richtige? Sofort eine USV anschalten und eine Strömungspumpe laufen lassen, oder erst nach 2-3h damit beginnen und die Tatsache ausnutzen, dass im Becken solange noch genügend Sauerstoff vorhanden ist?
Das beste wäre einfach einen möglichst langen Überbrückungszeitraum zu schaffen, nach Möglichkeit 48h oder noch mehr (längere Stromausfälle halte ich dann doch für sehr unrealistisch).
Zunächst einmal sollte man dafür Verbraucher wählen, die so wenig Strom wie möglich benötigen. Hier sind Membranpumpen glaube ich das Mittel der Wahl. Es gibt sogar Batteriebetriebene Modelle (z.B. bei Conrad). Aber auch die normalen für den Aquaristischen Einsatz sind schon sehr sparsam. Wenn man diese ohne Sprudelstein einsetzt, dann hat man größere Blasen. Diese haben zwar weniger Kontaktfläche mit dem Wasser, dafür sorgen sie aber für eine ganz ansehnliche Strömung wenn sie aufsteigen. Auch die Oberfläche wird stärker bewegt als bei kleinen Blasen.
Allerdings würde ich eine Membranpumpe gerne so betreiben, dass sie auch nur dann an ist, wenn der Strom tatsächlich ausgefallen ist. Dies sollte aber mit einer relativ einfachen Relais-schaltung zu realisieren sein. Das Problem mit den alternden USV-Anlagen bleibt allerdings bestehen.
Eine Lösung die mir hierfür einfallen würde wäre für den Notfall eine befüllte Druckgasflasche mit Luft zu haben. An diese könnte man dann einen Druckminderer anschließen und direkt Luft in das Becken leiten (wie sonst bei der CO[t]2[/t]-Düngung)). Nur mal so als Idee: Was haltet ihr davon? In einer 10liter Flasche mit 300bar würden sich ja nach Adam Riese 3000liter Luft befinden. Das heißt um 48h damit auszukommen dürften nicht mehr als etwa 60liter / h davon genutzt werden. Dies stellt jedoch aus meiner Sicht kein großes Problem dar, da wie gesagt nur recht wenig Luft benötigt wird um eine ausreichende Umwälzung zu realisieren.
