Osmoseanlage

  • Hallo alle miteinander,

    ich möchte mir jetzt eine Osmoseanlage anschaffen, da mir die Rennerei zum Baumarkt langsam auf die Nerven geht. Momentan habe ich ein 60er Becken, in den nächsten Monaten wird mein 55er Würfel aber auch gesalzen. Da ich keine Ahnung von den verschiedenen Anbietern habe würd ich gern von euch wissen ob ich auf bestimmtes achten muss. Wieviel liter pro Tag sollte eine Anlage schon leisten? Bei ebay gibt es unzählige Angebote, muss man aufpassen, sollte man eher ein "Markenprodukt" nehmen? Wie sind eure Erfahrungen, was könnt ihr mir empfehlen?

    Vielen Dank für Eure Hilfe,

    lg Miriam

  • Hallo Miriam

    ich würde mir die Osmo nicht bei Ebay kaufen sondern lieber von einem bekannten Händler.
    Muss ja nicht unbedingt ein Superdupermarkenprodukt sein.
    Gerade die kleineren Anlagen, die m.M nach für dich reichen, wäre mir das egal.

    Sowas z.B. wäre für den Anfang sicher ok: OSMO

    Gibts übrigens auch für nen paar Euronen mehr mit Feinfilter.

    Einmal editiert, zuletzt von Lars B. (18. März 2007 um 16:59)

  • Hallo Miriam,

    ich stand vor einigen Wochen vor dem selben Problem und hab mich dann folgendermaßen entschieden.

    Ich hol jetzt einfach mal ein wenig weiter aus.

    Achso.... ist jetzt natürlich nur meine Meinung, andere sehen's bestimmt anders.

    1. Osmose-Anlage:

    Hab ich beim Auktionshaus erstanden (sofortkauf).
    Ich bin der Meinung daß diese Osmose-Anlagen keineswegs schlecht sind.

    Membran:

    Wenn man bei verschiedenen Anbietern einfach mal auf die Bauweise achtet, fällt einem auf daß sie
    eigentlich alle gleich gebaut sind. Korrigiert mich bitte jemand wenn ich falsch liege, aber ich denke daß
    die Bauweise/Form der Membran einer bestimmten Norm oder einem Formfaktor unterliegt.
    Nachkaufen stellt also kein Problem dar.
    Was jetzt aber keinesfalls heissen soll daß es keine Unterschiede gibt..... die kommen jetzt. :winking_face:

    Acetat-Membrane: (steht eigentlich nicht mehr zur Debatte)

    Angeblich relativ unempfindlich gegen Chlor, soll aber bei längeren Standzeiten leicht von
    Bakterien befallen werden.

    Polyvinyl-Membrane: (unverschämt teuer!)

    Soll vollständig resistent gegen Bakterien sein, und Chlor bis ca. 1,5 mg/l soll ihr auch nix
    anhaben können.

    Polysulfon-Membrane: (ist in meiner UOA auch drin)

    Soll nicht von Bakterien zerstört werden können, allersdings sehr empfindlich gegen Chlor.
    D.h. man sollte diese Membran nur mit einem Aktivkohlervorfilter betreiben!
    Diese Membrane werden übrigens auch als TFC Membran bezeichtnet.

    Du wirst dir aber sowieso eine dreistufige Osmoseanlage kaufen müssen, da eigentlich immer
    ein minimum an Chlor im Leitungswasser ist. Soviel zu der Membran.
    Was die Schläuche angeht, die kann man überall nach kaufen.

    Das wars jetzt zur Anlage, jetzt kommen die Umgebungsvariablen.
    (An sowas erkennt man übrigens einen IT Futzi :smiling_face:

    Derer hätten wir zwei die uns Probleme bereiten können.

    Erstens) der Druck

    Zweitens) das Silikat/Phosphat (darauf sind aber schon andere vor mir eingegangen)

    Und daß gute daran, beides verursacht Kosten :winking_face:

    Ich wohne im obersten Geschoss (8. Stock) und bei mir kommen gerade so 3 bar aus der
    Leitung. Was, wie ich finde, für den wirtschaftlichen und wassersparenden Betrieb einer
    Osmoseanlagen viiiiiieeeeel zu wenig ist. Deshalb hab ich mich zum kauf einer Druck-
    erhöhungspumpe entschlossen. Und ausserdem geht es einfach schneller.

    Daten vor Installation der Druckerhöhungspumpe:

    Leistung der Anlage theoretisch : 190l/Tag
    Leistung der Anlage effektiv : 150l/Tag
    Abwasserverhältnis : 1/3-1/4 (absolute verschwendung wie ich finde)

    Daten nach Installation der Druckerhöhungspumpe: (das war wie Weihnachten)

    Leistung der Anlage theoretisch : 190l/Tag
    Leistung der Anlage effektiv : ca. 300l/Tag Eigentlich sogar ein wenig mehr.
    Und bevor jemand anfängt diese Zahl anzuzweifeln,
    ich war selbst sehr verwundert über dieses Ergebnis.
    Werte aber trotzdem im grünen bereich. ph=7/kh=0/gh=0
    Abwasserverhältnis : 1/2 (erste Sahne)

    Und jetzt zum wichtigsten Punkt für die meisten von uns, die Kosten.
    Ich kann in diesem Fall natürlich nur von mir Sprechen.

    Osmoseanlage 190l/Tag : Auktionshaus/Sofortkauf 79 €

    Druckerhöhungspumpe : Online-Shop 55 €

    10 Meter Schlauch : Online-Shop 10 €
    ___
    144 € (günstig, wie ich finde)

    Achso......
    Was die Wechselintervalle der Vorfilter und Membrane angeht, kann ich nur sagen daß es
    sehr Stark von der Wasserbelastung bzw. vom Umgang mit der Anlage abhängt.

    Ich mache es folgermaßen:

    Alle 2 Wochen messe ich die KH vom Osmosewasser, sobald diese hoch geht wird die Membran
    gewechselt. Bei bekannten hat's ca. 20 Monate gedauert (Münchner Wasser = viiieeel KH/GH :winking_face:
    Da ich ebenfalls in München wohne und eine entsprechend hohe KH/GH habe werden es hoffentlich
    auch 20 Monate oder mehr.

    Bei den Vorfiltern kann man sich's rein theorerisch ausrechen.

    Du kannst also meiner Meinung nach ganz beruhigt eine dreistufige Osmoseanlage mit
    einer Polysulfon-Membran kaufen.


    Wenn irgendwas nicht stimmen sollte, berichtigt mich bitte.
    Bin für neue Info's immer dankbar.


    Gruß

    Christian

  • Mir is nochwas eingefallen,

    Lars schrieb vorher daß die Anlage ja nicht so viel Liter machen muss, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Sehr wichtig bei der Dimensionierung der Anlage ist aber folgender Punkt, wie ich finde.

    @lars
    Dein Link hat nicht funktioniert, warst wohl angemeldet im Shop.
    Aber wenn du mir deine Account-Daten gibst schau ich mir die Osmoseanlage gerne an, und
    geh nebenbei noch ein bisschen einkaufen. :grinning_squinting_face:

    Ist ein Vorratsbehälter vohanden, ja oder nein ?
    Denn ist keiner vorhanden stellt sich das für mich wie folgt da.

    Wenn du einen 55er Würfel hast, und ich von einer 60er Höhe ausgehe, sind das Brutto
    ca. 181 Liter. Mein Würfel faßt ca. Brutto ca. 230 Liter, und ich habe keinen Vorratsbehälter.
    Da die Liter-Leistung der Osmoseanlagen ja immer auf einen Tag bezogen ist und der Tag 24h
    hat, sind das u.U. enrome Wartezeiten.

    Ich rechne mal ne Runde (geht meistens schief :smiling_face: :

    Mein IST-Zustand

    Wasserwechsel in Liter : ca. 23 (ich mache immer 2x10 da so'n Eimer ja nur 10 Liter hat)

    Meine Anlage macht effektiv 300l/24h, also ca. 13l/h. Um also mein Wechselwasser zu gewinnen,
    brauche ca. 1h 40min. Finde ich akzeptabel.

    Nun mal für nen 55er Würfel mit schätzungsweise 181 Liter und einer kleinen 90l/Tag Anlage.:

    Bei 90l/Tag sind's ca. 3,7l/h. Gehen wir von einem 10%igen Wasserwechsel aus,dann brauchen
    wir also um die 9 Liter. Und auf diese 9 L müssten wir bei normalen Bedingungen d.h.

    mind. 3 Bar aus der Leitung

    so ca. 2h30min warten. Bei einer 190l(effektiv 190) Anlage wären das nur ca. 1h10min.

    Gegenargument : Man kann das Ding ja auch sonst wann laufen lassen und nicht am Stück.
    Stimmt. Aber ich bin halt gern zu Hause wenn Wasser mit 6 bar Druck
    durch dünne Schläuche gepresst wird. :winking_face:

    Für alle die platz für einen Vorratsbehälter haben ist das natürlich völlig belanglos.


    Gruß

    Christian

  • Da das jetzt nicht explizit angesprochen wurde, ist noch hinzuzufügen, das bei erhöhten Silikatwerten im Leistungswasser, ein nachgeschlteter SI-Absorber oder Mischbattharzfilter unabdingbar ist. Vorteilhaft sind hier Filter im 10" Format, da man hier die Filtermedien besser handeln kann. Wenn ich mit nochmal eine Osmose hole, würde ich auch gleich die Vorfilter (Fein- und Kohlefilter) als 10" Gehäuse realisieren, macht einfach weniger Aufwand und man schmeisst nicht die Patronen mit weg.

    Druckerhöhungspumpe kann ich ebenfalls nur empfehlen, unsere Anlage schafft bei Wassertemperatur 20°C im Sommer bei knapp 8bar 500-600l/Tag.

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

  • Zitat

    Original von christian24
    ...

    @lars
    Dein Link hat nicht funktioniert, warst wohl angemeldet im Shop.
    Aber wenn du mir deine Account-Daten gibst schau ich mir die Osmoseanlage gerne an, und
    geh nebenbei noch ein bisschen einkaufen. :grinning_squinting_face:

    Ist ein Vorratsbehälter vohanden, ja oder nein ?
    ...

    Gruß

    Christian

    Hi Christian

    Ne, angemeldet war ich nicht, brauchst also nicht so breit zu grinsen :wink
    Der Shop geht aber automatisch aufs Anmeldefenster. Wer die Anlage sucht, klickt halt einfach auf den Kartenreiter "Cheap Serie"


    Aber mal ne Frage: Wer nutzt ne Osmo ohne Vorratsbehälter??? :confused_face:
    Wie füllst du sonst z.B. das Verdunstungswasser auf usw?
    Find ich ja Mega Unpraktisch ohne...

  • Hi

    @lars

    Ich denke du hast recht. Mein 10L Eimer ist eigentlich auch ein Vorratsbehälter wenn man es
    genau nimmt.

    Ich wollte damit sagen das ich gern schnell und in kurzer Zeit meinen Eimer/Vorratsbehälter
    mit Osmosewasser gefüllt haben will, da ich halt nichts laufen lassen möchte wenn
    nicht zu Hause bin.


    Gruß

    Christian

  • Moin,

    ich hab die Anlage von Waterpilot.de, die macht Theoretisch 230l effektiv sinds deutlich mehr bei 3,5bar).

    Als Vorratsbehälter hab ich aus dem Walmarkt ne Wäschetonne mit 30l :smiling_face: Das reicht eigentlich für alles aus.

    Nachgefüllt wird über ein "Infusionsset" entweder von befreundeter Ärztin oder dem Krankenpfleger zu bekommdn oder in der Apotheke für ca 6-8€ mit nem 10l Wasserkanister. Eigentlich ziemlich problemlos.

    Kann man so ne Membran eigentlich regenerieren?

    Grüße

    joe

  • Hi

    ich hatte mir vor Jahren eine teuere Anlage bei einem AQ Händler gekauft. Da ich mein Becken jetzt auf die schnelle wieder voll machen mußte, habe ich mich endschieden noch eine Osmose Anlage bei eBay zu kaufen. Ich habe mir (INGA*** UMKEHR OSMOSE ANLAGE MIT DRUCKERHÖHUNGSPUMPE) gekauft.
    Ich muß sage die Anlage ist um weiten besser alls die teuere, mehr Leistung hat diese auch, und die Membrane ist 1A. (Mit Labor Leitwertmesser geprüft). Und die Anlage kostet über die hälfte weniger als die meisten vom AQ Händler.

    Gruß Uwe

  • Hallo,

    das ist alles recht interessant und logisch, aber wie schafft Ihr es, daß Leitungswasser mit 20°C zu zapfen? Unser Wasser hat im Winter unter 10°, im Sommer unter 15°C :frowning_face:

    Gruß
    Renate

  • Hallo Claude,

    deshalb meine Frage. Es wird immer eine Wassertemp. von 20° genannt und mir ist nicht klar, wieso :face_with_rolling_eyes:

    Gruß
    Renate

  • wie lange hast du die anlage nun schon in benutzung ? ich habe die auch schon im auge und bin mir aber noch unsicher.

    MKR

  • Hi
    je wärmer das Wasser ist, des so mehr Wasser wird von der Membrane durchgelassen

    Zitat von AquaCare:
    Die Temperatur spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Zwar bleibt die Reinwasserqualität von der Temperatur fast unberührt, doch die Wasserleistung wird erheblich beeinflusst. Je kälter das Wasser ist, desto geringer ist die Wasserleistung. So kann es passieren, dass im Winter eine Anlage nur ein Drittel bis Hälfte der Sommerleistung hat. Beim Kauf sollte auf diesen Umstand geachtet werden, damit immer genügend Wasser vorhanden ist.

    -> http://www.aquacare.de/info/veroeff/r…e.htm#Literatur

    Gruß Uwe

  • Hallo zusammen,

    könnten diese 20 Grad Wassertemperatur von denen immer gesprochen wird
    vielleicht vom messen des Leitwerts kommen ???

    Ich glaube bei der Leitwertmessung sind 20 Grad eine art Referentemperatur.

    Da stellt sich aber doch die Frage ob es eine Referenztemperatur zur Messung des
    durchflusses bei Osmoseanlagen gibt?


    Gruß

    Christian

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