• Hi

    In wie fern ist es möglich ein Aquarium lediglich mit Sand laufen zu lassen, d.h. Aquarium+Sand+Technik+nichts weiter (außer Caulerpas vielleicht). Hatte mir das in etwa so vorgestellt:
    - 5-10cm Sand (Live Sand)
    - Caulerpas zur Phosphat- und Nitratentfernung
    - evtl. Schaumstoff (blauer aus dem Filter) als Siedlungsflächenersatz fürs Lebendgestein an die Rückwand kleben

    Letzteres soll vor allem für mehr biologisch nutzbare Fläche sein wobei ich auch schon die Diskussion über das Aquarium von Klaus Jansen ohne Lebendgestein gelesen hab, dabei hat klaus seine Ansichten über die Wichtigkeit der biologischen Aktivität bekanntgemacht.

    Was haltet ihr generell davon?

    Grüße
    Michael

  • HI Michael

    Ja klar geht das, wenn es der richtige Sand (Körnung ) ist. -Dennoch würde ich einen Stein zum animpfen mit einbringen :smiling_face:

    Das mit dem Schaumstoff würde ich nicht machen, lieber ein zwei Steine... Bakterien nutzen jede Oberfläche nach Dr.- Hüster...

  • Gerade weil Bakterien jede Oberfläche nutzen, wollte ich den Schaumstoff nehmen und zum animpfen hatte ich mir gebrauchten Filterschwamm vorgestellt oder meinst du das ist überflüssig?
    Zum Sand: Wie schon erwänt soll Live sand rein (z.B. Aragalive) hat dann ja eine Körnung von 0,1-1,2mm. Ist das denn in Ordnung? ich schätze mal die Einfahrphase wird ein bisschen länger dauern!? Kann ich das mit zusätzlichen Bakteienpräparaten (Baktinetten o.a.) und ein bisschen Staubfutter (Nährstoffzufuhr->schnellere Bakterienvermehrung) kompensieren?

    Schönen Abend noch
    Michael

    2 Mal editiert, zuletzt von Mackelshak (27. September 2006 um 22:13)

  • moin, namensvetter

    ich würde den sand etwas gröber nehmen. ich hatte einige jahre einen, der hat sich auch in korallenbruch recht wohl gefühlt (war nie zu sehen, immer "untergetaucht", obwohl er auch in die lippi-ecke mit feinerem sand hätte gehen können. leider hat ihm dann ein großer dardanus den garaus gemacht.

    zum animpfen, ich glaube nicht, daß du mit live sand und bac-präperaten die gleiche vielfalt an bacs bekommst, halte da ls schon für die bessere variante, zumal die zu besiedelnde oberfläche im vergleich zu schaumstoff ist.

    und mit glück schleppst du dir noch ein paar borsties ein, die hat er zum fressen gerne :winking_face:

    mfg
    michael

  • Zitat

    Original von Mackelshak
    Was haltet ihr generell davon?

    Hallo Michael,

    wir halten generell sehr viel davon. Abgesehn von einigen wenigen Spezial- bzw. Themenbecken gibt es dank neuster biologischer Erkenntniss heutzutage gute möglichkeiten ein Meerwasseraquarium ohne arg viel Technik zu betreiben, was nicht nur Wartungsaufwand erspart, sondern letztlich Anschaffungskosten, und gleichzeitig ein deutliches Stück näher an Vorbild Natur rückt. Dementsprechend sollte aber auch das Becken besetzt sein. es gibt auch Becken da würde ich sowas eher nicht als Hauptfilterung wollen.

    Unser Favorit diesbezügl. ist das Jaubert System. evtl. - und das kommt auf den Besatz an - bestückt mit einem O² Reaktor inkl. Ozoneinspeisung und ggf. UV. Auf ein Filterbecken kann hier, richtige Beckenmonatge Vorausgesetzt verzichtet werden. Eine kontrollierte Wasserentnahme aus dem Plenum kann die sache besser "steuerbar" ergänzen, und sogar automatisiert werden.

    Grüße Thilo

  • Hallo Michael,

    Das mit dem Sandbecken geht ist aber sehr Anfällig auf Cyanos. Ich würde den Filterschwamm weglassen. Sieht schlecht aus und ist auch nur eine glatte Oberfläche... Live-sand würde ich nur ein Beutel kaufen zum Animpfen. Ich halte den Konservierungseffekt in den Beuteln sowieso für Fraglich: Vieleicht auch eher etwas aus einem guten Becken zuführen. Wenn du zusätzlich Siedlungssubstrat einbringen und auf ein Refugium etc. verzichten willst; kannst du auf dise toten Korallengesteinsstangen zurückgreifen. Damit kannst du das Becken dann sehr locker strukturieren und auch Caulerpa oder Weichkorallen alsd Verbraucher anbringen. Empfehlen würde ich dir aber zusätzlich frisches, ungehältertes lebendgestein (wenig). Oft wachsen hier schöne Rotalgen etc. die sich gut zum Nährstoffexport und verfüttern für andere Becken nutzen lassen. Das Becken darf man nur langsam bestücken und so lange wie möglich einlaufen lassen. Ich hab sowas mal für 2Jahre betrieben nur mit Strömungspumpe und sehr wenig Lebendgestein. Später kamen Korallen zu und es war halt kein reines Sandaquarium mehr.

    Gruß Bi

  • Hallo

    Danke für die Antworten. Dann werd ich mir mal überlegen, ob ich nicht das Jaubert-System mit ein wenig Lebendgestein nehme. Schaumstoff lass ich dann weg und nehm Live Sand und Korallensand.

    Thilo

    Wie soll ich das mit der Ozonspeisung und dem Sauerstoffreaktor verstehen? Außerdem steht auf korallenriff.de, dass man gröberen Bodengrund nehmen sollte. Fällt dieser Aspekt durch das Versorgungsrohr weg?

    Grüße
    Michael

    EDIT: Ich sehe gerade folgendes im Artikel: "Auf grabende Tiere wie etwa Grundeln, oder Symbiosekrebse etc. sollte verzichtet werden." Sind Pfeilschwanzkrebse als wülend oder grabend einzustufen (sprich ist das Jaubert System für die Tiere geeignet oder nicht?)

    2 Mal editiert, zuletzt von Mackelshak (28. September 2006 um 18:12)

  • Zitat

    Original von Mackelshak
    Sind Pfeilschwanzkrebse als wülend oder grabend einzustufen )

    hi,

    so ist es.

    allerdings soll beim jaubert durch das eingelegte gittergewebe verhindert werden, dass tiere in tiefere zonen hineingraben.

  • Hey Joe,

    bei mir haben die Knallkrebse nach ca. 3 Monaten einen Weg durch das Gewebe gefunden/gemacht/geknallt. Jedenfalls sausen die jetzt - mitsamt Ihrer Grundel - auch in der unteren Hälfte rum. Im Refugium sind mittlerweile auch Copepoden angekommen - also der anaerobe Zustand ist fort. Trotzdem funktioniert das Nano-Becken (60 Liter) noch hervorragend.

    Ich würde also grabende Tiere ohne weiteres in einem Jaubert verwenden. Wenn Du allerdings sicher stellen willst, dass die nicht durch das Gewebe durchkommen, solltest Du recht dickes Nylongewebe nehmen und es gerne doppelt und dreifach legen.

    mit salzigen Grüßen

    Michael RS

  • @michael rs

    du hast doch, wie du selber schreibst, kein jaubert mehr :winking_face:

    und für ungeeignet halte ich es, weil der ps-krebs sowieso durchkommt, also wieso erst trennen ?(. und sollte er wider erwarten doch nicht durchkommen, ist die tiefe des sandbettes uber dem gewebe zum graben in der regel nicht ausreichend!

    man kann halt nicht äpfel mit birnen vergleichen :winking_face:

    mfg
    michael

  • Hallo

    Also nix Jaubert, trotz toller Technik.

    Dann also doch lieber ein DSB mit kleinem Abschäumer im System (oder kann ich den AS weglassen?)!? Hab jetzt mal auf der Seite von Korallenwelt rumgeschnuppert. So'ne Rückwand aus Riffkeramik wäre doch nicht schlecht und sollte für ein bisschen Abwechslung und Besiedlungsoberfläche für Bakterien sorgen. Und dabei dürften wohl nur 3-5cm Platz "draufgehen". Lohnt sich das oder eher nicht?
    Ich werd denen am besten mal einen Besuch abstatten, wenn ich mal Zeit hab.

    Grüße
    Michael

  • Die Effekte sind identisch.

    Lediglich die Optik ist etwas anders. Bei Jaubert ist es eher ein Geröllboden und beim DSB eine weiße Sandschicht.

    Ach ja: und DSB ist einfacher aufzubauen: Sand einfach reinschütten, fertig. Wenn man wirklich schönen weißen Sand haben will, muss man allerdings etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Habe gerade ein 120iger Becken mit DSB eingerichtet. Da sind 8 Packete feiner, super weißer Sand und 2 Pakete Live-Sand reingegangen. Machte zusammen: 260 Euro. Sieht aber mächtig gut aus.

    mit salzigen Grüßen

    Michael RS

  • Hi Joe

    Den Hauptunterschied sehe ich im gezielteren Nährstoffabbau durch die differenzierten, geplanten Schichten im Jaubert System, was man vom DSB nicht behaupten kann, da staffelt sich die Abbauleistung von oben nach unten und die unterschiedlichen Abbauzonen siedeln sich wahllos an. Letztendlich denke ich auch, dass es so ziemlich das gleiche ist. Das Problem ist bei beiden Systemen nur, dass durch das Umschichten des Bodens durch wühlende und grabende Tieren die Schichten durchmischt werden, was, soweit ich gelesen hab, nicht vorteilhaft sein soll. Das problem ist allerdings stärker beim Jaubert System ausgeprägt, denke ich...

    Grüße
    michael

    EDIT: Da war wohl einer schneller :face_with_rolling_eyes:

    Einmal editiert, zuletzt von Mackelshak (28. September 2006 um 21:14)

  • Zitat

    Original von Joe
    hi,

    auch wenns manche evtl. anders sehen, m.e. liegen jaubert und deepbed gar nicht so weit auseinander.....

    nö, sehe ich genauso, darum habe ich ja geschrieben, ohne trennendes und natürlich auch ohne plenum!

    und das tier fühlt sich viel wohler. :grinning_squinting_face:

    p.s.: der einzige unterschied ist, daß ein normales sandbett sehr wohl durchwühlt werden darf.

    mfg
    michael

    Einmal editiert, zuletzt von mbb (28. September 2006 um 21:17)

  • sieht hervorragend aus und man kann ne Menge Tiere halten, die in einem normalen oder Jaubert-Becken nicht möglich sind.

    mit salzigen Grüßen

    Michael

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