Kühlung mit Teich

  • Hallo zusammen,

    bin gerade mit Claude :wink zusammen an der Planung meines Beckens.
    Wir haben dabei überlegt ob wir nicht zur Kühlung meinen großen Gartenteich benutzen könnten. Jetzt hab mich mal draußen gemessen und gesehen, dass das Wasser momentan knap 25 Grad warm ist obwohl der Teich etwa 50 cbm hat und an der tiefsten Stelle 1,7 m. Dadurch ist natürlich die Temperaturdifferenz nicht mehr wirklich groß. Gibt es hier jemand der weiß wie man etwa die nötige "Kühloberfläche" der Kühlschlange mit dem Tecihwasser im Technikbecken abschätzen kann????? Es gibt da soviel ich weiß eine Formel hab aber nichts "einfaches" im Web gefunden.
    Die Überlegung war auch ob es wohl einen Unterschied macht ob man jetzt das Salzwasser in einer Leitung durch den Teich pumpt oder andersherum mit dem Tecihwasser im TB, so wäre es mir eigentlich lieber da man besser draufsehen kann wenns mal klemmt.

    Danke schonmal fürs Nachdenken.

    Viele Grüße aus`m Ländle

    Jochen

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hy,
    an der tiefsten Stelle hat er etwa 24 Grad, war auch überrascht. Ist halt doch schon sehr lange so warm.

    Gruß Jochen

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo Jochen,

    ich würde dir empfehlen das Salzwasser durch den Teich zu pumpen:

    Bei einer evtl. Leckage in der Leitung merkst du das sehr schnell am sinkenden Wasserspiegel deines Aquariums. Umgekehrt ist's fraglich ob du das Auf-süssen deines Beckenwassers und das Einbringen der Teichwasser-Inhaltsstoffe rechtzeitig stoppen kannst... :winking_face_with_tongue:

    Ich glaube aber nicht, dass die Geschichte mit dem Teich funktioniert - deine Temperaturmessungen haben ja schon entsprechende Hinweise ergeben.

    Der Lösungsansatz mit Regentonne oder Wasserzisterne ist da sicher erfolgreicher.

    Grüsse Siegfried

    PS: Hier noch einmal mein Beitrag zum Thema Kühlung aus dem Jahr 2005:

    Meine "Garten - Brunnen - Kühlung" funktioniert wie folgt:

    Bauteile:

    1.) Spirale aus einer Rolle GARDENA-Bewässerungsrohr (25 Meter, schwarz)
    2.) Regentonne (200/300 Liter, grün mit Deckel) aus dem Baumarkt
    3.) Pumpe (z.B. Eheim 1060)
    4.) Gartenbrunnen (Grundwasser) mit Bewässerungspumpe
    5.) Schaltuhr für die Bewässerungspumpe

    Funktion:

    Aus dem Technikbecken pumpe ich mit der Eheim das Beckenwasser durch die GARDENA-Spirale. Diese liegt in der Regentonne. Als "Kühlmedium" pumpe ich das Grundwasser aus meinem Gartenbrunnen in die Regentonne, die einen Ablauf hat. Je nach Aussentemperatur wechsle ich per Schaltuhr mehrmals am Tag das "Kühlwasser" in der Regentonne.

    Da ich Brunnen, Bewässerungspumpe und Schaltuhr sowieso hatte, eine Eheimpumpe ist meist genauso übrig wie eine Schaltuhr, musste ich lediglich das GARDENA-Rohr und die Tonne kaufen.

    Seit Jahren kühle ich so mein Aquarium, und halte es bei max. 26°C.

    Ab Herbst stelle ich den Kreislauf über die Spirale ab. Mit dem Einsetzen der warmen Jahreszeit wird die "Kühlanlage" wieder in Betrieb genommen. Vorher spüle ich mit normalen Leitungswasser die Spirale ordentlich durch.

    Das Vergraben im Garten kam für mich nicht in Frage:

    1.) Angelegter Garten wird verwüstet (Applaus von der Familie!)
    2.) Zeit um den Graben auszuheben und zu zuschippen kann sinnvoller genutzt werden (z.B. Aquariengeschäfte aufsuchen)
    3.) Risiko, dass Leitung durch Nager o.ä. grabendes Getier zerstört wird
    4.) Wenn Leitung mal getauscht werden muss, geht der "Zirkus" mit der Graberei wieder von vorn los....

    Eine Abwandlung dieser Kühlung wird (zumindest bei einem weitern Mitglied unseres Forums) mit einer Regenwasserzisterne erfolgreich betrieben. Vielleicht käme sowas ja auch in Frage??

    Fakt ist, dass Wasser ein besseres Kühlmedium als Luft (Kühlschrank/Eheimschlauch-Methode) ist. Vielleicht ginge es auch, in einem alten Kühlschrank einen größeren Behälter mit Wasser zu kühlen und in diesem Behälter eine Kühlschlange aus Schlauch/Rohr unterzubringen??

    An Testreihen und Erfahrungsberichten daraus wäre ich sehr interessiert!

    Sei wer du bist und sag, was du fühlst! Denn die, die das stört, zählen nicht und die, die zählen, stört es nicht!

    Einmal editiert, zuletzt von Siegfried (16. Juli 2006 um 12:24)

  • Hallo Siegfried,

    danke für Deine Hilfe. Ich hab nochmal mit einem anderen Thermometer nachgemessen und eine Temp. von 22 Grad am Grund ermittelt.

    Die Sache mit dem Grundwasserbrunnen ist halt auch sehr aufwendig und kostspielig wenn man ihn extra bohren muß oder nicht? Zysterne hatte ich auch schon überlegt, ich hab noch einen gereinigten Öltank mit 10000 Litern im Kellerysterne nutzten möchte. Die Frage ist allerdings ob sich die Temperatur darin nicht allmählich auch soweit erhöht
    , dass es nicht mehr effektiv genug ist.

    Zum Thema Leckage:

    Wie soll man denn anhand des sinkenden Wasserstandes im TB erkennen ob das System leckt wenn die autom. Nachfüllung immer das Niveau hält.

    Fragen über Fragen.

    Ich denke aber, dass es doch bestimmt irgendwie berechnet werden kann wie groß die Kühlfläche und der Durchsatz sein muß bei einem Delta T von etwa 5 Grad.


    Hallo Ingenööööre!


    Viele Grüße Jochen

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • hi
    hört sich ja nicht schlecht an aber wie willste den das machen die leitug über der erde legen oder unter der erde ?

    ich denke mal beides ist icht so gut weil wenn du das über der erde machst haste erstens im sommer hohe temperturen wenn die sonne drauf scheint ja das wasser langsam durch aufen muss sonst bringt es ja nichts .
    zeitens unter der erde bringt ja auch nichts im sommer schon aber was ist im winter wenn es frost gibt klar salz wasser frirt nicht so schell aber man muss sich ja immer vor augen halten was wär wenn und wenn dies wenn kommt und es frirt und die leitung platzen dann haste aber alle 6 richige und es ist trocken zeit bei dir desweben würde ich mir das noch mal über legen ,ich selber würde es nicht machen.


    P.s. ist nicht böss gemeint aber das ging mir direkt durch den kopf ich mein wenn du ne gute lösung für die punke hast die ich meine dann machs dann habe ich nichts gesagt.


    mfg.hardy

  • das berchnen des Wärmeübergangs (erzwungene bzw freie konvektion, je nach ausführung der Konstruktion) von Teichwasser auf Wandung und von wandung auf das Aquarienwasser lässt sich recht gut berechnen. Empfehlenswert hierfür sind folgende Bücher: Thermodynamik von Baehr - DAS Thermobuch, aber ohne kenntnisse in höherer Mathematik nicht anwendbar

    oder meine persönliche empfehlung:

    Technische Thermodynamik von Cerbe / Wilhelms
    deutlich einfacher als Baer

    Du solltest die Bücher natürlich micht nur deswegen kaufen aber villeicht hast du ja die möglichkeit an die ranzukommen.

    Wie eigentlich überall in dertechnik ist die exakte berechnung solcher Probleme fast unmöglich (zb. bei der strömungslehre partielle nichlineare DGL´s aus Navier-Stokes), wohl aber gibt es sehr gute schätzformeln.

    ich würde dir das zwar berechnen können, aber die berechnung hängt von sehr vielen variablen ab. Somit wäre das was ich herausbekäme wahrscheinlich nicht annähernd eine lösung des Problems.

  • Hy Hardy,

    die Leitung kommt natürlich "unterirdisch".
    Habe bereits seit Jahren für einen angeschlossenen Bachlauf eine Leitung im Boden verlegt und die ist noch nie zugefroren da das Wasser im Bereich der Pumpe ja immer etwa 4 Grad kalt ist.
    Im Winter würde ich den Kreislauf eh abklemmen da ich hoffe dann nicht auch noch kühlen zu müssen. Verbraucht ja eh alles schon eine Kleinigkeit an Strom.

    Wahrscheinlich ist es am elegantesten einen Wärmetauscher aus Titan einzubauen, gibts ja wie ich in den anderen Threads gelesen habe für Schwimmbäder. Nur ob der bei meiner Temp.diff. noch viel bringt ist halt fraglich.

    @Student: Hört sich spannend an und ich in auch gewissermassen ein begeisterter Bastler aber ich glaub das halbe Ing.Studium wird dann doch zu aufwendig, muß das Becken ja auch noch irgendwann mitbasteln. :winking_face:

    Viele Grüße Jochen

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • also wenn du alles zusammenrechnest ist es wahrscheinlich genauso teuer ein normales kühlgerät zu verwenden. die teichlösung ist aufwendig und verbraucht einiges an strom für pumpen.

  • Zitat

    Original von Der_Student
    also wenn du alles zusammenrechnest ist es wahrscheinlich genauso teuer ein normales kühlgerät zu verwenden. die teichlösung ist aufwendig und verbraucht einiges an strom für pumpen.

    Die Pumpe für die Zirkulation braucht nicht allzuviel Strom weil sie das Wasser ja nicht über einen Höhenunterschied pumpen muss. Der Teich wird tiefer liegen als das Becken und wenn das Wasser einmal über den Beckenrand gepumpt ist läuft das automatisch wieder bis auf Beckenrandniveau hoch. Also definitiv niedrigerer Stromverbrauch als bei einem Kühlaggregat.

    Ich habe die Gleichen Pläne aber meine Regenwasserzisterne unter der Terasse bleibt definitiv kälter als 20 Grad, ich hab mich aber noch nicht aufraffen können die Leitungen zu legen und kühle einfach noch mit Ventilator und sauge die Luft über den Becken per Abluftanlage raus, geht auch...

  • also bitte net falsch verstehen, aber ich halte die sache für etwas na ja, unsicher und aufwändig... was wenn eine leitung leckt ???

    muss aber wirklich jeder selber wissen

  • Hallo Forum

    Berechnung geht so:
    Kühlmedium Temp ein : Te ( 11°C)
    Kühlmedium Temp aus: Ta ( 16°C)
    Differenz Td = Ta-Te = 5 K
    Mittlere Temp Tm = (Ta+Te)/2=13,5
    Übertragene Wärmemenge Q = 1000 W
    nötiger Durchfluss = Q/4,2/Td*3,6 = 1000/4,2/5*3,6 = 171 l/h

    k-Wert : 350 W/m[h]2[/h]K ( für Titan geschätzt )

    nötige Austauscherfläche A = Q/Tm/k-Wert = 1000/13,5/350 = 0,21 m2

    Umrechnung Tauscherfläche in Rohrlänge :
    Außendruchmesser Rohr Da=15 mm
    spez. Oberfläche Rohr As= Da/2000*Pi = 15/2000*3,14 = 0,024 m[h]2[/h]/m
    erforderliche Rohrlänge l = A/As = 0,21/0,024 = 8,75 m

    Blau sind die Werte, die man variieren kann/muss. Das Problem ist : wer weiss den k-Wert des Schlauchs ?

    Ich bin den Weg anders herum gegangen : Ich wollte das Kühlwasser durch eine Rohrschlange aus Titan pumpen, die Rohrschlange im Technikbecken. Da aber ein fertiger Titan-Tauscher billiger war als die Rohrschlange, habe ich den Tauscher genommen.

    Und vor jemand fragt : Hier habe ich den WT gekauft

    Ich wünsche "frohes Berechnen" :wink

    Konrad

  • Hallo Roger,
    weil Weich-PVC als Schlauch ( egal ob mit oder ohne Gewebe ) einen k-Wert von 70 W/m2K hat, was nach der Rechung oben 45 m 15er Schlauch bedeutet hätte, und dann hätte kein Wasser mehr in's Technikbecken gepasst :confused_face:

    Aber bei anderen Auslegungen ( 1000 W ist schon ziemlich viel ) und Temperaturen und vor allem im Teich siehts da anders aus.

    Aber wenn Die Zuleitung durch die Erde geht, dann kann man gleich die "Erdwärme" mit 10 °C nehmen .

    Konrad

    Einmal editiert, zuletzt von Konrad S (18. Juli 2006 um 15:16)

  • Hallo alle !

    Also nach meiner Berechnung würde bei Titan und einer Materialstärke von 1mm , eine Wärmeaustauscherfläche von 500 cm² mehr als genügen . Das entspräche bei einem Rohrdurchmesser von 1,5 cm etwa 106 cm Rohrlänge .
    Zur Erklärung :
    Titan hat eine spezifische Wärmeleitfähigkeit von k=22 W/(K*m)
    Die absolute Wärmeleitfähigkeit ergibt sich zu

    k in W/(K*m) * Fläche in m²/Dicke in m

    im angenommenen Beispiel :
    22 * 0,05/0,001 = 1100 W/K oder
    1100 Joule pro Sekunde . In einer Stunde würde dann
    1100 J/s * 3600 s = 3960000 J oder 3960 kJoule von der warmen zur kalten Seite geflossen sein . ( Bei einem Kelvin Temperaturdifferenz )
    Um ein Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen ( analog abzukühlen ) müssen 4,1876 kJoule zugefühhrt ( oder entzogen ) werden .
    Das würde in unserem Fall dann reichen um ca.315 Liter um 3 Grad zu kühlen . ( Ein entsprechender Wasserdurchlauf auf beiden Seiten vorrausgesetzt ) . Bei einer Temperaturdifferenz von 3 Grad ( wie in Jochens Fall durchaus möglich ) steigt natürlich auch der Wärmestrom auf das Dreifache . Es könnten also knapp 950 Liter um 3 Grad in einer Stunde gekühlt werden . Natürlich muß dann auch der Wasserdurchlauf um den gleichen Faktor erhöht werden .

    War jetzt etwas länger , aber ich hoffe verständlich .

    Viele Grüße Bernd

  • Hallo Bernd,
    vielen Dank für die schweißtreibende Rechenarbeit die Du Dir bei diesem Wetter gemacht hast. Was ich mich jetzt allerdings frage ist, ob sich das Wasser selbst auch so schnell abkühlt wenn es durch ein rechnerisch so kurzes Rohr (1 m) so schnell durchfließt. Liegt doch nicht nur am übertragenden Medium im Sinne des Rohrmaterials oder sehe ich das falsch?

    Grüße Jochen

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo Jochen

    Trotz einiger Gläser Wein versuche ich dir zu antworten. Ich gehe mal der Einfachheit davon aus daß dein Wärmeaustauscher aus einem Titanrohr mit den vorhin genannten Maßen besteht, welches in einem dickerem Rohr ( z.B. aus PVC ) steckt . Innen fließt dein Kühlwasser und außen entgegengesetzt dein Aquariumwasser .
    Weiterhin lege ich mal für mein Berechnung fest ,daß dein Kühlwasser 22 Grad und dein Aquarienwasser 28 Grad hat . Dein Wasserdurchfluß in alle zwei Richtungen ist so eingestellt , daß sich dein Kühlwasser um 3 Grad erwärmt und das Aquariumwasser um den gleichen Betrag abkühlt . Auf der einen Seite des Austauschers kommt also Kühlwasser mit 22 Grad rein und Aquarienwasser mit 25 Grad raus . Auf der anderen Seite kommt Kühlwasser mit 25 Grad raus und Aquarienwasser mit 28 Grad rein . Du hast also immer einen Temperaturunterschied von 3 Grad . Mit dieser Konstruktion kannst du , wie vorhin berchnet ca. 950 Liter Aquarienwasser um 3 Grad in einer Stunde abkühlen . Das erfordert natürlich auch einen Durchfluss von 950 Litern pro Stunde in beiden Richtungen.

    Zur Beantwortung deiner Frage.

    -Je schneller auf beiden Seiten der Durchfluß ist umso größer ist der Wärmeaustausch.
    -Die oben genannten Bedingungen bleiben nicht konstant . Bei einer (gewollten) Abkühlung des Aquarienwassers verringert sich natürlich der Temperaturunterschied zum Kühlwasser und der Wärmeaustausch verringert sich .
    -Durch Abwärme von Beleuchtung , Pumpen wird dem Wasser im Aquarium laufend Energie zugeführt , die mit "entsorgt werden muß"
    -Nachteilig wirkt sich auch die Eigenschaft des strömendes Wassers aus. In der Mitte des Rohres fließt das Wasser am schnellsten , und an der Rohrwandung bildet sich eine langsam fliesende Laminarströmung aus , die sich isolierent bemerkbar macht.( Wasser ist ein schlechter Wärmeleiter ). Durch geeignete Konstruktion des Austauschers kann man das bestimmt verringern . ( Frag mich nicht wie)

    -Mehr weiß ich nicht .

    Aber ich glaube , die rechnerischen Reserven sind mehr als genug .

    Allgemein :

    Ich würde auch das Kühlwasser zum Technkbecken führen .
    1. Wenn irgendwas kaputt geht ist es eigentlich unwichtig wenn es nicht im Haus oder am Austauscher ist .
    2. Wenn die Kühlung geregelt werden muß ( Nachtabschaltung ) hast du kein Aqurienwasser was stundenlang in irgendwelchen Schläuchen vergammeln kann .
    3. Zum Energieverbrauch noch folgendes . Um eine sogenannte Kälteleistung von 3000 W zu erbringen braucht ein Klimagerät etwa ein Drittel elektrische Energie . Du brauchst die Leistung einer Pumpe , die etwa 1000 Liter pro Stunde fördert .
    4. Etwas unter die Erde in ein PVC Rohr verlegt hast du weder Probleme mit Einfrieren , Anknappern durch Mäuse und Austauschen des Schlauches .

    Jetzt ist aber genug

    Gute Nacht
    Bernd

  • Hy Bernd,

    vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Jetzt muß ich es nur noch umsetzen.
    Werde berichten wie es geklappt hat.

    Viele Grüße Jochen :wink :wink :wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo Alle ,
    nachdem die Fläche eines Zylinders ( = Schlauch ) nun mal nach der Formel A = D * L * pi berechnet wird :grinning_squinting_face:

    Korrigiere ich meine Berechnung :

    Zitat

    dies hier ist falsch !!
    spez. Oberfläche Rohr As= Da/2000*Pi = 15/2000*3,14 = 0,024 m2/m
    erforderliche Rohrlänge l = A/As = 0,21/0,024 = 8,75 m

    richtig ist :
    spez. Oberfläche Rohr As= Da/1000*Pi = 15/1000*3,14 = 0,047 m2/m
    erforderliche Rohrlänge l = A/As = 0,21/0,047 = 4,4 m

    Wobei wir dann schon in der gleichen Größenordnung wären, der Unterschied kommt vom unterschiedlichen k-Wert, der Wert von Bernd ist das theoretische Maximum, und ich habe einen mit Sicherheitsabschlägen versehenen Wert benutzt, der auch Verschmutzungen und Strömungunterschiede im Rohr berücksichtigt und so wohl eher dem Praxiswert nahekommt.

    Konrad

  • Hallo Konrad

    Leider muß ich dir in Bezug auf den K-Wert widersprechen . Der von dir angenommene Wert von 350 ist etwa 16 mal besser als der tatsächliche Wert und kommt in den Bereich von Kupfer ( 380 ). Höherer K-Wert ist gleichzusetzen mit besserer Wärmeleitfähigkeit . Auch glaube ich , daß dir bei der Berechnung der Austauscherfläche ein Fehler unterlaufen ist .

    Q=k*Delta T*A/d

    Q = der Wärmestrom in Watt
    K = die spez. Wärmeleitfähigkeit in W/(K*m) bei Titan laut Tabelle 22
    A = die Austauscherfläche in m²
    d = die Dicke des Materials in m
    Delta T = die Temperaturdifferenz zwischen Kühlwasser und
    Aquarienwasser ( wenn dieser Wert über die Länge des
    des Austauschers variiert ,dann der Mittelwert )

    nach A umgestellt ergibt sich

    A=(Q*d)/(Delta T*k)

    Falls es interresiert : der k-Wert von PVC ist 0,15 der von Glas ist 1
    und für den der es sich leisten kann
    Diamant hat 2300

    Euch allen ein schönes Wochenende

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Bernd Burba (22. Juli 2006 um 11:56)

  • Hallo Bernd,
    prima, einen Profi zu haben ...
    reden ( schreiben ) wir vom gleichen k-Wert ?
    Ich habe "meinen" vom PVC-Schlauch im persönlichen Gespräch mit einem Sachbearbeiter vom Hersteller :confused_face: :confused_face: :confused_face:
    Einheit des k-Wertes : W/(m[h]2[/h]*K)

    Das mit meiner Formelumstellung werde ich morgen nachprüfen :winking_face_with_tongue:

    Grüße

    Konrad

  • Hallo Konrad S

    Wir meinen zwar dasselbe , reden aber trotzdem von was anderem .
    Ich rechne mit der spez. Wärmeleitfähigkeit . Das ist eine phys. Größe eines Grundmaterials und kann mit Lambda oder k bezeichnet werden . In dem Wert ist die Dicke des Materials nicht "drin" . Der K-Wert kommt aus der Baupraxis und ist der Wert für ein fertiges Produkt z.B. ein Fenster ein Ziegelstein oder eben PVC-Schlauch . Der K-Wert ergibt sich zu ( Ich wähle jetzt mal die Bezeichnung Lambda )

    K-Wert = Lambda / Dicke des Materials

    Die Dicke des Materials wird in m angegeben (daher auch pro m² im Wert). Styropor hat z.B. ein " Lambda " von etwa 0,03 , eine 10 cm dicke Platte eine K-Wert von 0,3 . ( guter Dämmstoff ). Titan hätte bei 1 mm Dicke ein K-Wert von 22000
    Ein K-Wert von 350 für PVC-Schlauch ist daher durchaus realistisch und deine Berechnung für den Fall korrekt . Ich hab mich leider irritieren lassen weil du dich mehrmals mit deinen Angaben auf Titan bezogen hast . (Ein K-Wert von 350 würde bei Titan eine Dicke von über 6 cm vorraussetzen)

    Hoffentlich haben wir mit unserem Dialog nicht alle anderen zu sehr gelangweilt .

    Viele Grüße Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Bernd Burba (24. Juli 2006 um 17:02)

  • Hi ihr Thermodynamiker,

    da diese Sachen (Wärmeübergangsberechnungen) mein Beruf sind (bin im Kraftwerksbau für Kesselanlagen, Wärmeübertrager etc.) kann ich nur sagen, dass ihr da etwas daneben liegt und diese Betrachtungen unserem Jochen auch nicht weiter helfen werden.

    @ Bernd
    der K-Wert wird durch die Wärmeübergangszahl außen am Rohr, der Wärmeleitung im Rohrmaterial und der Wärmeübergangszahl im Rohr berechnet. Die Wärmeübergangszahlen sind bautechnisch und v.a. durch die Anströmgeschwindigkeit beeinflussbar. Hinzu kommen noch div. Faktoren, die evtl. auftretende Verschmutzungen berücksichtigen sollen. Bei den in der Bautechnik benutzten k-Werten wird von standartisierten Umgebungsbedingungen ausgegangen.

    Egal was ihr berechnet, es kommt in der Praxis immer anders, da z.B. die angesprochene Re-Zahl auch nur eine Nährung bedeuted, die praktisch ermittelt wurde, für gewisse Bedigungen begrenzt wurde (Pr ...) und dann eine Gleichung dafür "geschmiedet" wurde.
    Die Diskussion über Berechnungen wird zu nix brauchbaren führen.

    @ Der_Student
    du siehst das alles ein bisschen sehr theoretisch, in der Praxis (ich schließe dabei mal die Forschung aus) wird solcher Kram wohl nie verwendet.

    Ich finde die Variante mit der Regentonne als "Zwischenspeicher" sehr gut. Ich habe vor längerer Zeit mal gesehen, dass jemand sein Toilettenspülwasserr (bevor es genutzt wird) in so eine Tonne geleitet hat, dieses wurde aufgewärmt (durch eine Zirkulationsleitung vom Aqua) und dann mit einem Hauswasserwerk (Druckerhöhungspumpe) in die Rohrleitung für die Toilettenspülung gedrückt wurde. Ein Schwimmschalter hat dann die Tonne wieder aufgefüllt. In der Regel ist der Wasserverbrauch (3 Personen Haushalt) dafür ausreichend gewesen, um genug kaltes Wasser zur Verfügung zu stellen. Einziges Problem: Urlaub, denn dann ist keiner da, der Wasser braucht!!

    MfG Marcus

  • Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert.
    Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.
    Bei uns ist Theorie und Praxis vereint.
    Nichts funktioniert und keiner weiß warum. :grinning_squinting_face:

  • hi,

    bei den hier aufgezeigten rechenkünsten (alle achtung!!!) habe ich mal eine ganz einfache frage.

    wie berechnen ich die endtemperatur zweier unterschiedlich temperierter flüssigkeiten?

    wenn ich also 3 l wasser mit 5°pro stunde in 300 l wasser mit 28° mische, was für eine endtemperatur ergibt sich dann.

    meine überlegung ist, da mein aqua in der küche ist für die temperatur spitzen das salzwasser mit einer schlauchpumpe durch einen gefüllten behälter im kühlschrank zu leiten. allerdings nur für die absoluten temperaturspitzen, nicht als dauereinrichtung.

    gruss bernd

  • Hallo Bernd (Nyka),

    ich gehe davon aus, dass du die 3 Liter austauschst. Die Mischtemperatur berechnet sich dann vereinfacht so:
    (Masse A x Temperatur A) + (Masse B x Temperatur B) / (Masse A + Masse B)

    (3x5) + (297x28) / (3+297) = 15 + 8316 / 300 = 27,77 °C

    Also nicht so der Bringer ... :face_with_rolling_eyes:

  • Hallo

    Marcus

    Natürlich hast du recht wenn du sagst , daß die ganze Rechnerei an der Praxis mehr oder weniger vorbei geht . Man kann einfach nicht alles rechnerisch erfassen . Muß ja auch nicht sein . Aber mit einen Sicherheitsfaktor ( doppelt bis Dreifach ) hat man doch mindestens eine Ausgangsbasis zum Basteln . Mal eine ernst gemeinte Frage .
    Wie wird denn dass bei euch gemacht . Verzichtet ihr auf Berechnung und stützt euch nur auf Erfahrungswerte . Mit einer vielfachen Überdimensionierung kann man das ja wegen der Kosten nicht machen .

    Die Idee mit dem Brauchwasser zum Kühlen ist gut . Nur mal theoretisch . Mann installiert in seine Hauswasserleitung einen kleinen Druckspeicherkessel wie er fürs warme Wasser benutzt wird und schließt an Stelle der Heizung den den Kühlwasserkreislauf an . Da hätte man sogar einen Teil seiner Energie zurückgewonnen ( Dusche , Waschmaschine ) . Aber wer hat schon solche Möglichkeiten .

    Konrad S

    Wie recht du hast

    Hallo Namensvetter

    Kühle doch lieber dein Nachfüllwasser und gebe es dann ins Becken . Der Kühleffekt ist auch nicht größer , aber du hast das Gewurstel mit den Schläuchen nicht . ( Mußt dir auch keine Gedanken um Wärmeaustauscher machen )

    MfG Bernd

    2 Mal editiert, zuletzt von Bernd Burba (24. Juli 2006 um 20:24)

  • Hi Bernd,

    nee, nee bei uns wird schon gerechnet :grinning_squinting_face: !! Also nur Erfahrungswerte geht da nicht. Es werden bei allen Heizflächen verschiedene Zuschläge genommen, das hängt auch von der Art und dem Zyklus der Reinigung ab. Es werden jedoch für viele Anwendungsfälle Korrekturfaktoren für Anströmung, Verschmutzung .... zur Berechnung des k-Wertes berücksichtig, die gibt es zum einen als Anhaltswerte vom VDI bzw. jeder Hersteller hat da so seine eigenen, die sich einfach aus der spezifischen Apparatekonstruktion ergeben.

    MfG Marcus

  • hi,

    Thomas, vielen dank für die formel, du hast recht, das ist wirklich nicht der bringer. ich hätte gedacht, durch die grosse temperaturdifferenz kann man mehr bewegen.

    gruss bernd

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!